NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Freitag, 21. Oktober 2016

Buddha als Maß der Welt

In den drei "Fahrzeugen" (also etwas wie "Richtungen") des Buddhismus, Hinayana, Mahayana und Vajrayana, besteht eine große Gemeinsamkeit: Buddha ist DIE perfekte Seele und damit das IDEALmaß aller Dinge. Er hat es als Erster geschafft in seiner Lebenszeit das Nirvana zu erlangen; ein nachahmenswerter Erfolg! Doch nicht nur das. Durch das Erreichen seines Ziels hat er sich selbst in das Zentrum der Welt transzendiert. Er ist de facto der Mittelpunkt der buddhistischen Welt, die Essenz ihres Paradigmas. 

So ist es kaum verwunderlich, dass die Maße des Buddha zum Idealmaß für Architektur und Kunst wurde (Letzteres als bedienendes Medium). Gebäude, ob heilig oder profan, bilden seit Urzeiten unseren Kosmos, unsere Wahrnehmung und Erkenntnis von der Welt ab. Die Architektur ist ein Spiegelbild der Welt, die uns umgibt. Und auch die Natur spiegelt von sich aus den Makrokosmos im Mikrokosmos, bzw. den Mikrokosmos im Makrokosmos. Der Mensch, ja jeder von uns, ist damit das ALL und kann die Probleme der Welt in erster Linie durch die Arbeit an sich selbst lösen. Darum erscheint es nur logisch den Menschen von diamantengleicher Perfektion, den Buddha zum Vorbild der Architektur und der ganzen Existenz zu machen.

Der meditierende Buddha im Lotossitz wurde zur Grundlage architektonischer und künstlerischer Proportionen. Besonders auffällig ist dieser Zusammenhang bei der Stupa. Aus ihm werden die harmonischen Formen Kreis, Dreieck und Viereck (bzw. Quadrat) abgeleitet, die durch alle Zeiten hinweg maßgeblich für Bauplanung und Statik waren und sind. Gerade die Statik ist etwas, das dem buddhistischen Streben hin zur Mitte und zum Gleichgewicht entspricht, denn es geht dabei um den Ausgleich von Kräften. Die dem entsprechende spirituelle Praxis ist die Meditation. So könnte die Wahl dieses Idealmaßes nicht treffender sein.

Fazit: Als erster Buddhist, Meister der Meditation und des Weges zum Nirvana, ist Buddha ein Idealmensch, das Zentrum der Welt (ein Kosmogramm) und Maß für die Architektur. 


Prinzipien
  • Der Kreis - als Schwellenform zwischen Linie und Mehreck - Initiation, Hürde, Abgrenzung, Schutz
  • Das Dreieck und die Dreiheit als ausgleichendes und stabilisierendes Element - erzeugt Festigkeit im Bau
  • Das Viereck als raumerzeugendes Element - hat keine eigene Stabilität, sondern benötigt dafür den Kreis oder das Dreieck





Samstag, 3. September 2016

Checkliste: Magiefehler

In der Magie läuft nicht immer alles rund. Und wenn man ehrlich mit sich selbst ist, so haben ein großer Teil der magischen Formeln, Rituale und Zauber, die allgemein in der diffusen Welt zwischen Wicca, Thelema und Chaosmagie kursieren nicht annähernd den erwünschten Effekt. Doch kaum jemand ist ehrlich genug mit sich selbst, um mit solcher misslungenen Magie richtig umzugehen: Es braucht eine kritische Analyse, um vergangene Fehler zu korrigieren und Zukünftige zu vermeiden. Nur so macht man auf diesem Gebiet effektive Fortschritte. Die nun folgenden Checkliste soll, neben gewissenhaften Aufzeichnungen der eigenen Er- und Misserfolge, helfen Magie-Probleme zu lösen.

Die Checkliste
(nicht zutreffende Fragen sind einfach zu überspringen)

  1. Zielstellung: Was war das Ziel des Rituals oder Zaubers? Was sollte erreicht werden? Was hatte ich persönlich für Erwartungen an den Zauber? Sind meine Erwartungen aus der Erfahrung heraus gerechtfertigt oder sollte ich mir lieber erstmal kleinere Ziele setzen? Wie genau lautet der Willenssatz? Wurde das Ziel eineindeutig, mehrdeutig oder gar unklar formuliert?
  2. Offensichtliche Fehler: Was genau ist nicht so gelaufen, wie erwünscht. Was hat offensichtlich nicht funktioniert? Was hätte ich tun können, um die Fehler zu vermeiden?
  3. Tradition und Einordnung: In welchen Bereich der Magie ist der Zauber oder das Ritual einzuordnen? In welcher Tradition steht er? Welche Geschichte hat die ausgeführte Magie? Kann ich mich persönlich mit der Tradition und Geschichte des Ganzen identifizieren oder mich zumindest hineinversetzen? Was muss ich für mich persönlich ändern, damit ich eins mit dem Zauber/Ritual werden kann? War mein Ritual/Zauber authentisch? Hat der Zauber/das Ritual und deren Tradition kritisch betrachtet eine erfolgreiche Karriere hinter sich oder eher nicht? Wie kann ich näher an den Ursprung der Kraft des Rituals/Zaubers kommen? 
  4. Wesenheiten: Welche Geistwesen und Götter waren am Ritual/Zauber beteiligt? Was für ein Verhältnis, was für eine Verbindung habe ich persönlich (und evtl. andere Ritualteilnehmer) zu den  Geistwesen und Göttern und sie zu mir? (Habe ich überhaupt eine Verbindung zu ihnen? Falls nicht, warum sollten mich die Wesenheiten unterstützen? Was kann ich tun, um eine positive Verbindung aufzubauen und zu pflegen?) Als was betrachte ich sie? Ist meine Ansicht zu den beteiligten Wesenheiten für mich und sie selbst angemessen? Was haben die Götter und Geistwesen für Beziehungen untereinander? Verstehen sie sich überhaupt oder sind vielleicht sogar Konflikte unter ihnen (aus religiösen oder spirituellen Kontexten) bekannt? Sind die Götter und Geistwesen mit der eigenen Zielstellung einverstanden? - An dieser Stelle kann auch eine einzelne  Befragung der beteiligten Wesenheiten zu ihren Beziehungen, der Situation und Fragestellung sinnvoll sein. Sollten sich Konflikte zwischen Wesenheiten zeigen, ist es oft sinnvoll bewusst Grenzen zu ziehen und getrennte Bereiche zu schaffen, damit das Ritual dennoch, wie geplant, funktionieren kann. Die Details dazu sollten ebenfalls direkt von den betreffenden Geistwesen stammen. Weitere mögliche Fragen? Was biete ich den Wesenheiten an, das sie motiviert mich zu unterstützen? Was für Opfergaben und Ritualbedingungen bevorzugen sie?
  5. Teilnehmer: Waren die Teilnehmer gut vorbereitet? Wurden eventuelle Reinheitsvorschriften und Tabus eingehalten? Kam es zu Fehlverhalten oder Ablenkungen? Hatte ein Teilnehmer irgendein Problem mit dem Ziel, der Tradition, den Wesenheiten, dem Ritualleiter oder anderen Teilnehmern? Gab es gesundheitliche Probleme? Litten Teilnehmer unter unerwünschten Anhaftungen von Geistwesen, Besessenheiten, spirituellen Konflikten oder gar psychischen Problemen?
  6. Equipement/Ritualutensilien/Ritualkleidung: Was für Ritualutensilien wurden genutzt? Passen sie zur Zielstellung, Tradition, sowie den beteiligten Wesenheiten des Rituals? Wirkte die Zusammensetllung des Equipements auf die Teilnehmer ansprechend? Gibt es Normen für die Verwendung, Farbgebung, Reinheit, etc. der verwendeten Utensilien? Wurden diese Normen eingehalten? Sind vielleicht neue Normen, Anpassungen und Richtlinien sinnvoll. um zukünftige Fehler zu vermeiden?
  7. Umfeld: Passte das direkte und weiter entfernte Umfeld des Zaubers oder Rituals zum Ziel, der Tradition, den Wesenheiten, Teilnehmern und den Ritualutensilien? Könnte es negative Einflüsse und Störungen gegeben haben? Gibt es andere Quellen von Magie, Ritualbereiche, Tempel (z.B. Kirchen) oder Friedhöfe in der unmittelbaren oder weiter entfernten Umgebung? Gab es dort vielleicht zur selben Zeit ein Ritual, Fest oder anderen Anlass, der sich negativ auf die eigene Magie ausgewirkt haben könnte? Wie kann ich in Zukunft den Ort des magischen Aktes oder Rituals besser abschirmen und schützen?
Neben allen diesen Fragen ist es natürlich auch wichtig die Ruhe zu bewahren und nicht in unnötive Paranoia zu verfallen. Meist ist die Ursache kein böswilliger Magietreibender oder eine Armee von Dämonen, die einen vernichten will. Versuche alle Punkte so realistisch und selbstkritisch wie möglich und zuerst aus einem alltäglichen, klaren Blickwinkel zu betrachten.

Freitag, 2. September 2016

Rekonstruierte altägyptische Gürtelbindung


Nach langer Studie der in Malerei und Skulptur sichtbaren Gürtelbindungen, habe ich für mich experimentell zwei Arten erschlossen, wie Gürtel im alten Kemet gebunden worden sein könnten. Diese möchte ich nun, vor allem für die Kemeten im deutschsprachigen Raum an dieser Stelle vorstellen, damit zukünftige Rituale damit noch authentischer und schöner gestaltet werden können.

Benötigt wird eine lange Stoffbahn oder ein Tuch von etwa 1,90 m Länge. Ist die Stoffbahn kürzer, so hält es am Ende nicht so gut. Es sollten bevorzugt leichte gewebte Stoffe, wie Leinen, Baumwolle oder Seide verwendet werden.


Dienstag, 16. August 2016

Die Dimension der Zeit - ein Erkenntsnisbericht

Die Meditation über dem Objekt der "Leere" führt immer wieder zu erstaunlichen und faszinierenden Einblicken in die wahre Natur dieser Welt, in eine profunde Wirklichkeit. Um die grundlegende Realität zu erfahren, ist oft ein anderer Blickwinkel, ein nichtalltäglicher Bewusstseinszustand  nötig, der einen in die Lage versetzt eine scheinbar alltägliche Situation mit anderen Augen zu sehen. Ein Paradoxon, wie die Wahrnehmung des "Nichtseins", dient dabei als Zugang. Denn erst, wenn man nicht mehr der Welt, der normalen Existenz angehört, ist man wirklich in der Lage sie objektiv zu betrachten. Es folgen entweder zutiefst erfüllende und beglückende Momente oder auch erschreckende und bestürzende Erkenntnisse, die einen jedes Mal verändern. 

Letzteres erlebte ich, als ich in meiner Meditation sah und fühlte, wie unzählige Zellen meines Körpers in jedem Augenblick in roten Flammen verbrannten und als schwarzer-Aschestaub davongeweht wurden. Mein Körper war erfüllt von Hitze und ich spürte keinerlei Kälte mehr. Ich erlebte, wie ich und alle Lebewesen in jedem Moment abermillionenfach vergehen und damit im nächsten Bruchteil einer Sekunde schon nicht mehr dieselbe Person sind. 
Anschließend sah ich, wie Wasser als Blaues Nass mich überall um- und durchströmt und vermischt mit Asche neues Leben ebenfalls abermillionenfach in mir wachsen lässt. Nur deshalb zerfalle ich nicht augenblicklich zu Staub.

Das rote Feuer Bal entbrennt im Lebendigen und verwandelt es in tote Asche. Das blaue Wasser Gor nimmt diese tote Substanz auf und lässt neues Leben entstehen. Leben und Tod bedingen einander untrennbar. Die Zeit lässt alles vergehen und entstehen.

In einer weiteren Meditation der angenehmeren Art sah ich, die Zeit als tausende kleine und große Zahnräder, die teilweise ineinander griffen, manchmal aber auch unabhängig voneinander waren. Menschen, die ich sah, bestanden in Wirklichkeit aus unzähligen kleinen Rädern verschiedenster Größe, die sich unterschiedlich schnell drehten und auf diese Weise ein großes Rad, in dem die Person selbst steckte, bewegten. Die Menschen stecken in ihrer eigenen persönlichen Lebenszeit, in ihrem Hamsterrad und ihrer Zeitwahrnehmung fest, das aus der Gesamtheit der Lebenszeiten ihrer Teile besteht, aber auch hier und da durch Lebenszahnräder aus ihrer Umwelt beeinflusst wird. Alles bewegte sich. Alles Tote drehte sich gegen den Uhrzeigersinn, alles Lebendige im Uhrzeigersinn. Absolut alles, mit dem die Menschen in Kontakt standen, hatte Einfluss auf ihre Lebenszeit. 

Diese Meditationen stellten mir die Relativität von (Lebens-) Zeit und Existenz des Menschen vor. Wir sind wahrhaft nichtig in der Dimension der Zeit. Und doch sind wir und werden sein, wenn wir das Gleichgewicht von Tod und Leben wahren und auf ein gesundes Umfeld achten.






Dienstag, 19. Juli 2016

Projektives Agieren - Eine schamanische Technik

Kurz: PrAg


Im Laufe meiner schamanischen Arbeit bin ich aus praktischen Gründen intuitiv dazu übergegangen von der Geistreise nach Michael Harner gründlich abzuweichen und stattdessen eigene Methoden anzuwenden, die sich bei einer schamanischen Behandlung besser handhaben lassen, ohne, dass man lange rumsitzen und trommeln muss. Gerade bei Klienten, bei denen viel zu tun ist, um zu dauerhaften Erfolgen zu kommen und nicht bloß einer kurzen Besserung, ist das Timing entscheidend. Mangelnde Geduld kann genauso ein Hindernis sein, wie unvollständig ausgeführte schamanische Arbeit. Eine Technik, die sparsamer mit der aufgebrachten Zeit umgeht, musste her. Ich nenne meine Lösung "Projektives Agieren", weil es mir darum ging volle Handlungsfähihkeit in der Nicht Alltäglichen Wirklichkeit (NAW) zu erlangen, während man dämonischen Wesen und Gegenspielern möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Die Technik beruht, im Gegensatz zur Geistreise, nicht unbedingt auf einer vollständigen Astralprojektion, wodurch man nicht darauf angewiesen ist einen Seelenteil in potentielle Gefahr zu bringen. Stattdessen arbeitet man weitestgehend mit dem Fokus, also dem Teil unseres Bewusstseins, der für geistiges Sehen verantwortlich ist. Diesen Fokus projiziert man nach Außen und lässt ihn ein oder mehrere Ziele anreisen. Bei Bedarf projiziert man einen kleinen Teil seiner Selbst hinaus, um entsprechend handeln zu können, sodass man den Fokus damit auflädt oder direkt dort unterstützt, wo er sich gerade befindet. Ich visualisiere meinen Fokus meist als schwebendes Auge und projiziere nach Bedarf weitere Hände oder Augen, um die gewünschte Aktion durchzuführen. PrAg wird vor allem im Stehen oder in körperlicher Bewegung, wie bei einer schamanischen Behandlung durchgeführt und sollte mit offenen Augen praktiziert werden. Als Anfänger ist das Schließen und eine vorherige Tranceinduktion von Vorteil. Normalerweise entsteht die Trance allein schon durch Starren, das Handeln in der NAW und Bewegung (auch Tanz).


Die Technik ist vor allem dazu geeignet etwas in Erfahrung zu bringen, aber auch zum schamagischen Kämpfen. Seinen ersten Einsatz hatte PrAg allerdings bei einer Seelenrückholung, weshalb ich die einzelnen Elemente genau auf dieses Ziel abgestimmt habe.



Zusammenfassung der schamanischen Technik

  1. Zielsetzung: Eine eineindeutige Fragestellung oder sonstige Zielstellung ist gefragt. Auch eine Zielaussage als Imperativ funktioniert gut, z.B. "Zeig mir den verlorenen Seelenteil von ..." 
  2. Starren oder gleichmäßiges Bewegen/Tanzen mit offenen Augen 
  3. Konzentration auf die Visualisation eines Auges, das zum eigenen geistigen Fokus wird. / Bei Bedarf kann man auch hier schon ein oder mehrere Hände, Hilfsmittel oder Waffen projizieren. 
  4. Schnelle Reise zum Ziel, indem man die Zielstellung in Gedanken wiederholt und dem Impulsen dorthin folgt. Es ist schnelles Erkennen und Einordnen von Wahrnehmungen, sowie ein gutes Reaktionsvermögen gefragt. Es kann sich um eine Mittelwelt-, Unterwelt- oder Oberweltreise handeln, die zielbedingt eingeschlagen wird. 
  5. Beobachten des Zieles/Sammeln von Informationen/Interaktion: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen zu Handeln. 
  6. (Wenn nötig: Aufladen des Fokus-Auges und schicken von Hilfsprojektionen/helfenden Händen) - Hierbei werden die Kräfte und möglichst sparsamen Projektion der feinen energetischen Spur des eigenen Fokus-Auges folgend im Schnelldurchlauf gesandt, indem man sich auf den Fokus, dessen Umgebung und seine Spur kurz und kräftig konzentriert. Anschließend macht man bei Punkt 5 weiter. 
  7. Rückreise. Nach dem Erreichen des Zieles lässt man sein schwebendes Fokus-Auge, gemeinsam mit allen anderen Projektionen und zielrelevanten Objekten/Subjekten, auf dem Weg zurückkehren, auf dem sie gekommen sind. Dazu konzentriert man sich wieder auf die eigene energetische Spur und spult den Weg sozusagen vor (man denke dabei z.B. an eine VHS-Kassette).



Freitag, 15. Juli 2016

Die Bedeutung der Zahlenomen

Für meine spirituelle Arbeit waren Zahlenomen stets von zentraler Bedeutung. Eine kurze Systematik und Bedeutungserklärung möchte ich mit euch teilen, auf dass mehr Menschen die Möglichkeit haben auf diese Weise die Liebe und Macht der Götter bewusst zu erfahren.


Eine kurze Definition vorab
Omen sind Vorzeichen, die von Göttern und Geistwesen im Alltag für eine oder mehrere Zielpersonen sichtbar erzeugt oder gezeigt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen und damit zu bewussten Handlungen (meist entsprechend einer göttlichen oder überirdischen Ethik)  anzuregen. Ein häufiges Mittel, um Zahlenomen anzuzeigen ist die Wiederholung und Inversion von Zahlen. Je häufiger die Wiederholung, desto höher ist auch die Dringlichkeit oder Wirkung des angekündigten Ereignisses.

Ein Beispiel aus meinen Erlebnissen: 
Ich möchte mit Bus und Straßenbahn zur Arbeit fahren und sehe, als ich zur Bushaltestelle gehe, zweimal direkt hintereinander auf Autonummernschildern die Zahl 16, was mir sagt, dass etwas schief gehen wird. Ich steige in den Bus ein und fahre bis zur Umstiegshaltestelle in die Straßenbahn und schaue direkt in dem Moment auf die Uhr der Anzeigetafel, als sie auf 13:13 umschaltet. Ich denke mir: "Aha, das Unglück besteht daraus, dass hier etwas endet." Dann lese ich die Laufschrift auf der Anzeigetafel. "Die Straßenbahnlinien 10 und 11 fallen, aufgrund einer Havarie, auf unbestimmte Zeit aus." Ich weiß bescheid, dass ich hier auch nicht mehr warten muss, sondern laufe bis zur nächsten Straßenbahnlinie, die mich in Richtung Arbeit bringt und komme mit nur 2 Minuten Verspätung am Ziel an. 

Systematik der Zahlenomen
  • Warnomen (an der Wiederholung einer oder mehrerer Zahlen zu erkennen, z.B. 666): in aller Regel ein Hinweis auf ein negatives Ereignis, will einen vorbereiten und dazu bewegen schnell zu einer Problemlösung zu kommen oder dazu bringen einen anderen Weg einzuschlagen
  • Aussageomen (Einfache, aber hervorgehobene Nennung oder Eingebung einer Zahl): gibt Ratschläge, Tipps, Hinweise, genauere Definitionen und kündigt auch oft günstige Umstände an - Nachteil: Für den Laien ist es schwerer zu erkennen was ein Aussageomen ist und was nicht. Ein echtes Omen erkennt man an den besonderen und zufällig erscheinenden Umständen seines Auftretens, wie eine Zahl in den Wolken, in heruntergefallenen Ästen oder einer Eingebung in die Richtung zu schauen, wo sehr prominent eine bestimmte Zahl zu lesen ist.

Zu Beobachten sind meist:
  • Warnomen an sich in den Formen "16:16", "16,61" oder "16.16.16"
  • Warnomen + Aussageomen, z.B. "13:13" und danach "12", was das Ende einer Beziehung meint
  • Aussageomen in der Form "7" 

Zahlen und ihre Bedeutung 
(nach den Erkenntnissen von Poeta Immortalis)

Eine Zahl ist viel mehr als die Abstrahierung, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Sie ist eine universelle, definierende Kraft und Größe, die in der Lage ist unser aller Leben auf subtile Art und Weise zu bestimmen. Zahlen sind das Gitter, das die Ordnungen in den Multiversen aufrechterhält und das Netz, das so viele Menschen in dieser Welt gefangen hält. Wer dieses System der Macht versteht und anzuwenden weiß, das so unglaublich komplex ist, der ist in der Lage diese Welt nach seinen Vorstellungen zu definieren. Zahlen (in welcher glyphischen Form auch immer) sind nicht umsonst die Werkzeuge der Götter und damit vielleicht die "Sprache" der ersten uns heute bekannten Schöpfungen...

Bedeutung von Wiederholungen
einfache Zahlennennung= 1/3 = Tendenz zu etw.
zweifache Zahlennennung= 2/3 = Überwiegen von etw., etw. nimmt Überhand
dreifache Zahlennennung= 3/3 = 1 Ganzes = Übergewicht von etw., etw. ist mächtig/überwältigt oder löst eine ultimative Katastrophe aus, ein Problem ist nur durch einen völligen Lebenswandel noch zu lösen


Da Zahlen in ihrer Bedeutungsvielfalt vielleicht am Ehesten mit Tarot zu vergleichen sind, können, neben den hier genannten, auch andere Interpretationen richtig und wahr sein. Ich empfehle daher eigene Aufzeichnungen zu Erfahrungen im Kontext von Zahlen zu machen und diese auszuwerte



0
Das Vorexistentielle, die Leere, Perfektion, Ausgleich/Gleichgewicht durch Auflösung, Hinweis auf ungeschaffene/unerledigte Aufgaben und Dinge; Kraft: Dor

1
Schöpfung, Kreativität, Beginn, Phallus, Männliche Zeugung, Wachstum,Bezug zur Rune Laguz oder Isa, Nebenbedeutung: Sieg bei einem Wettbewerb; Kräfte: Gor, Rid

2
Empfängnis, Ergänzung, Ausgleich in einer Dualität, Geburt, Bezug zur Ma'at-Feder (Ideogramm für Wahrheit/Gerechtigkeit/Ordnung) im Kemetismus; Kraft: Bal

3
(Wiederkehrende)Lebenszyklen, die drei Alter: Generationen, Familie, Verwandtschaft, (freundschaftliche)  Bindung, aber auch: (gegen den eigenen Willen) gebunden sein; Kräfte: Gor, Rid

4
Raum, Zeit, Umgrenzung, Haus, Himmelsrichtungen, auch: Schutz oder Mangel an Schutz/Rückzugsmöglichkeiten; Kraft: Bal

5
Konsistenz, Zusammensetzung, Elemente, Bestandteile; Einfache Nennung: Stabilität, mehrfache Nennung: Instabilität, Kräfte: Gor, Rid

6
Einfache Nennung: Equilibrium/Gleichgewicht/Ausgleich, Ma'at, Ordnung, Mehrfache Nennung: Ungleichgewicht von Kräften, Isfet, Unrecht, Gewalt Chaos; Kraft: Dor

7
Besonderes, Wunder, Zeuge eines herausragenden Ereignisses werden, Jubel oder Trauer, Mut, große Tat, Kräfte: Gor, Rid

8
Turm (-bau oder Einsturz), Bezug zu vorexistenten Kräften; Durchsetzung, Fortschritt/Rückschritt, Kraft: Bal

9
Aufstieg, Schamanische Geistreise, Weltenbaum, Hinweis auf das Wirken der Götter, Hinweis auf Odin; Kräfte: Dor, Rid

10
Die Welt, Ferne, Die Sonne, Zentrum, Aufmerksamkeit/Konzentration; Kraft: Gor

11
Mäßigung, Zurückhaltung, bei einfacher Nennung auch: Hinweis mehr (aus sich) zu machen, besonders bei mehrfacher Nennung: mehr auf Recht und Ordnung achten, sich an die Regeln halten; Kräfte: Gor, Rid

12
Liebe, tiefe emotionale Verbindung, feste Beziehung, Ehe, Tag, Hinweis auf den Sonnengott (Ra); Kraft Dor

13
Ende,  Abschluss, (selten: Tod), Überwinden, Initiation, Grenzen überschreiten, Vorbereitung auf etwas Neues, Hinweis auf den akkadischen Mondgott Sin und den nordischen Fenriswolf; Kraft: Gor

14
Transformation, Vervollständigung, auch: Rache, Hinweis auf Osiris: 14 Teile; Kraft: Gor



Haupt-Farbzuordnungen zu den Kräften
Bal - Rot
Gor - Blau
Dor - Grün
Rid - Violett



Mehr auf Anfrage unter: poeta-immortalis@web.de

Donnerstag, 7. Juli 2016

Sprechende Bilder: Svantovit auf Kap Arkona

Der neue Kultplatz für den Gott Svantovit

Auch ich habe dem Obersten der Ranen auf Kap Arkona ein Opfer dargebracht, auf dass sein Kult auf Rügen erneut erstrahlen möge!

Auf dem Schild ist Folgendes zu lesen: 
"Liebe Besucher, hier entsteht ein besonderer Platz für den Gott Swantevit. Bitte beachten Sie die dazu notwendigen Absperrungen. Herzlichen Dank."


Spiritualität ist wie ein Garten


Seit ich einen eigenen Garten habe, ist mir vor allem klar geworden wie sehr die dortige Arbeit meiner eigenen Spiritualität ähnelt. Man bleibt abgeschieden für sich, aber doch innerhalb einer Ordnung, an deren Regeln man sich halten muss. In einer Gartensparte gibt es gewisse feste Regeln, genauso, wie in jeder Gesellschaft und der Natur im Allgemeinen. So kennt auch spirituelle Arbeit ihre Normen und Grenzen, die wichtig sind, um einen Kompromiss zwischen wilder Natur und gebändigter Kultur zu finden, der in meinem Fall genau die Mitte dazwischen, ein Equilibrium, anstrebt. Innere Grenzen setzt man sich selbst, um die Arbeit zu erleichtern, Wege und Beete zu unterteilen und unerwünschte Pflanzen zu vermeiden, wenngleich es auch mal nötig ist diese zu überschreiten, um neu gewachsenes Unkraut erfolgreich entfernen zu können oder effektiv ernten zu können. Eine innere Ordnung tut auch spiritueller Arbeit überaus gut, solange sie nicht zu starr ist und in der nächsten Saison neuen Wünschen und Zielen des Anbaus und der Kultivierung angepasst werden kann. Mein Garten besteht nicht nur aus Pflasterstein und Wiese, sondern aus weiträumigen Beeten voller Nutzpflanzen, einem gestuften Hügel mit Kräutern, einem Rückzugsbereich mit einer kleinen Wiese und Hecke, sowie einer kleinen Hütte mit Terrasse. Ein kleiner Apfelbaum steht im Zentrum des Gartens wie ein Weltenbaum. Alles hat seine Mitte und Ausrichtung und doch wachsen die Pflanzen nicht unbedingt in Reihe und Glied. Und hier und da lasse ich auch die ein oder andere für mich wertvolle Wildpflanze bewusst stehen, wo die Natur sie haben möchte oder hole sie in die Bereiche, wo sie benötigt wird. Es ist eine stetige und immerwährende Arbeit, die auch mal hart und fast belastend werden kann, wenn sich Unkraut und Schädlinge über längere Zeit wiederkehrend halten. Wer jedoch an dieser Stelle aufgibt, der verliert ganze Ernten oder sogar den gesamten Garten an die hartnäckigen Gegenkräfte. Bleibt man jedoch dabei alles in seiner bewussten Ordnung und Gesundheit zu halten, so zeigen sich früher oder später große Erfolge, ja Ernten, die jede Erwartung übertreffen. 

Samstag, 25. Juni 2016

Kräuterzauber zum Mittsommer


Die Zeit um Mittsommer (21. Juni) eignet sich hervorragend für Rituale mit besonders sonnenbezogenen Kräutern, wie Odinsblut (Johanniskraut). Dieses hartstielige hoch wachsende Kraut erkennt man um diese Zeit an ihren fünfblättrigen gelben Blüten. Es lässt sich vor allem an Weg-, Feld- und Waldrändern an sonnigen Standorten finden. Beim Ernten kann die Pflanze einen roten Saft abgeben, der sich später, genau wie Blut braun verfärbt. Odinsblut speichert die Kraft der Sonne wie kaum eine andere Pflanze. Ihre Blüten geben diese reinigende, göttliche Kraft der Sol und des Einogschen (=Odin) wieder an die Umwelt ab. Das getrocknete Kraut kann also zum Beispiel als klärende Schutz- und Weihräucherung oder auch als Zutat für Weihwasser benutzt werden. Odinsblut-Tee hellt die Stimmung auf und vertreibt negative Gedanken. Er weiterhin hilfreich um Krankheiten und Vergiftungen auszuschwitzen. Legt man das Kraut unter das Kopfkissen, so hilft es durch dämonische Wesenheiten verursachte Albträume abzuwehren und sorgt somit für einen tiefen erholsamen Schlaf.


Kräuterzauber: Odinsblut-Schutzsträußchen
  • Man nehme 5 Stengel blühenden Johanniskrauts
  • Kürze den unteren Teil der Stiele auf die Hälfte
  • Schneide 2 gelbe Fäden (z.B. Stickgarn oder Wolle) von einmal 10 und einmal 15 cm zurecht
  • Binde mit dem Faden von 10 cm das Sträußchen kurz unterhalb der Mitte mit mindestens zwei Knoten zusammen und schneide die überhängenden Fäden ab
  • Binde mit dem Faden von 15 cm das Sträußchen am unteren Ende zusammen und benutze die überhängenden Fäden, um das Sträußchen später anzuhängen
  • Rezitiere eine Anrufung des Odin mehrfach, bis du seine Anwesenheit spürst, z.B. "Ich rufe dich oh Odin, Allvater, der auf Hlidiskialf wacht! Kolo kir Aibngud, Baero, Wesel, Einogscher, Allawetter, Thingster, Gadelbart, Rabasung, Asaleb!" 
  • Gib ihm ein Opfer an einem (bevorzugt alkoholischen) Getränk und einer Speise (z.B. Brot, Fleisch, Beeren) mit den  Worten "Ehre dir, oh Allvater. Dieses Blot an *** und *** sei dir voll Dankbarkeit gegeben. Bitte gib diesem Kraut deines Namens Kraft das Schlechte zu vertreiben. Weisheit, Freude und Erfolg seien dort, wo dieses Sträußchen deines Blutes ruht! Kein Feind der Götter vermag den Ort zu betreten, wo das Sonnenfeuer dieses Krautes wacht! Ga ga ga!"
  • Hänge das Schutzsträußchen möglichst zentral im Wohnraum oder über Türen auf