NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 31. Dezember 2013

Raben-Hymne an Ra

Für alle Polytheisten und Heiden, die kemetisch oder ta'amuz praktizieren, stellt es sich früher oder später heraus, dass es einen akuten Mangel an Ritualtexten gibt. Dem habe ich selbst immer durch eigene Übersetzungen, erfragte Worte der Götter oder eben durch eigene Texte abgeholfen, wie dies einer ist. Viel anders hätten es die Zeitgenossen im alten Ägypten sicherlich auch nicht gemacht... und da es vor allem seine Funktion erfüllt, sehe ich selbst es als überaus angebracht an auch aus eigener Naturbeobachtung Texte und Weisheiten abzuleiten.
Im alten Kemet begrüßten die Paviane morgens die Sonne. Da man in Deutschland wohl schwerlich auf Paviane in freier Wildbahn treffen kann, beobachtete ich und bemerkte, dass Raben und Krähen morgens dazu neigen sich zur aufgehenden Sonne zu wenden und ihr kräftiges "Ra'h" tönen zu lassen... es schien mir nach einiger Zeit, als würden sie die Sonne selbst ansprechen und so schrieb ich:

Oh Ra, größter Herr, Sonne am Morgen,
der Rabe, die Krähe verkündet deinen heiligen Namen,
auf dass du die Welt mit Licht, mit Ma'at erfüllest!
Dein Wort, das die Wahrheit ist, verkünden die schwarzen Vögel;
die sind wie deine Lande, über denen du thronst zu jeder Stunde des Tages;
die sind, wie die Nacht, die du durchsegelst in der goldenen Himmelsbarke!

Samstag, 28. Dezember 2013

Thesen zur Archaischen Koroplastik: Kontexte. Heiligtum und Grab

weibliche Figurine auf Stier, gedeutet als: Europa auf dem Stier (Zeus) - spätarchaisch
Eine oft vernachlässigte, jedoch für das Verständnis der griechischen Plastik, enorm wichtige Fundgattung bilden die Terrakotten aus Archaischer Zeit, eine Epoche, die für das "Archaische Lächeln" in der viel bekannteren Großplastik, berühmt wurde.
Hierbei sollen nun Vergleiche zwischen den Heiligtumsfunden und Grabfunden im Vordergrund stehen... Gebiete, die selbst in der Archäologie meist gesondert betrachtet werden. Daher kann hierbei von einer ungewöhnlichen und neuen Betrachtungsweise auf die Funde gesprochen werden.

Archaische Koroplastik im Kontext von Heiligtümern
In den Heiligtümern finden sich tönerne Figuren vor allem in der Umgebung von Altären, die den wichtigsten Ort des griechischen Kultgeschehens bildeten, während Tempel nur die Behausungen der Götter und deshalb nur wenigen auserwählten Personen zugänglich waren. Weitere Orte der Niederlegung, die Archäologen auffanden waren Opfer- und Abfallgruben der Heiligtümer, sowie an Schatzhäusern und Prozessionswegen.
Hergestellt wurde dieses breite Spektrum an Tierfiguren, anthropomorpgen Darstellungen und Gefäßplastik entweder per Hand oder mit Hilfe einer Form, der sogenannten Matritze. Doch es wurden nicht einfach beliebige Figuren hergestellt und in den Heiligtümern verscharrt, sondern diese müssen eine Verbindung zum Kultgeschehen gehabt haben und lassen somit Rückschlüsse über die Art des Kultes und verehrte Gottheiten zu. So kann die Gottheit selbst als Terrakotte dargestellt sein. Funktion der Koroplastik war als sogenannte Votivgaben für ebendiese zu dienen. Dies funktionierte und funktioniert noch heute in neopaganer Praxis nach dem Prinzip "Gabe - Gegengabe" oder aus Dankbarkeit für von der Gottheit erbrachte Leistungen. Dieses Prinzip beschrieb erstmalig in der neuzeitlichen Forschung der französischen Ethnologe und Soziologe Marcel Mauss in seinem Werk "Die Gabe" 1924/25. Dieses Prinzip wird seither von einigen Archäologen, wie Rebecca Miller Ammerman, aufgegriffen.
In solchen Opferbeziehungen waren sowohl anthropomorpge Figurinengaben, vor allem Frauendarstellungen für die alten Griechen wichtig. Diese erscheinen als Darstellung der Lebensalter, sowie diversen gesellschaftlichen Rollen der Frau: Als Mädchen, Jungfrau, Braut, Hausherrin und Mutter. Dabei stellt sich die Frage: Sind hier die Opfernden oder die Gottheit dargestellt? Aufgrund von Ähnlichkeiten vieler weiblicher Darstellungen zu anderen orientalischen Göttinnen, vor allem in Ionien, wie der oft nackten Astarte, die ihre Brüste hält, legt der derzeitige Forschungsstand nahe, dass es sich dabei immer um weibliche Gottheiten handelt. Dass daneben Männerdarstellungen so selten sind, unterstreicht diese These noch einmal. Knabendarstellungen, wie in der Großplastik sind in der Koroplastik nicht aufzufinden. Dafür hält sich hier ein Typus, der auch in Stein auftaucht: Der lagernde Zecher: Ein wohlgenährter, liegender Mann mit Trinkhorn. Dieser zeichnet Kultteilnehmer als Mitglieder der Symposionskultur aus.
Weiterhin üblich als Weihgaben in den Heiligtümern waren Tierfiguren. Am häufigsten dabei: Pferde und Rinder. Das Rind, insbesondere der Stier bildet somit das wichtigste Opfertier im griechischen Kult ab. Eher von untergeordneter Bedeutung waren Opfertiere, wie Widder, Hirsche, Hähne und Gänse, die sich dementsprechend eher selten finden lassen. Weiterhin können von einer Gottheit bevorzugte oder Attributtiere auftauchen, wie Eule und Adler, was jedoch ebenfalls der Sonderfall bleibt. Pferde bilden im Fundkomplex oft Gespanne, liegen an Gefäßen an oder bilden zusammen mit Reitern eine figürliche Einheit. Doch nicht nur so alltägliche diesseitige Themen kommen in Heiligtümern vor, auch wenn diese den Großteil des aufgefundenen Terrakottenmaterials bilden. Mischwesen und Dämonen sind eine weitere Thematik, die jedoch in der steinernen Bauplastik viel mehr Verwendung fand. So bilden sich in Ton eher Gruppen kultcharakteristischer Gegenstände, wie Masken mythologischer Wesen und Dämonen aus den Kultspielen. Hierbei war neben Holz Terrakotta ein preiswertes und leichtes Material, das den Wesenheiten Ausdruck verlieh. Daneben gab es Bälle, Astragale, sowie Symbole des Kultes selbst und der dazugehörigen Götter im selbigen Kontext. Ähnlich, wie im alten Ägypten, gab es auch in Griechenland Opfergaben aus unvergänglichen Materialien, in diesem Fall, wie gehabt, aus Ton. Trauben bilden hierbei als Sonderfall gleichzeitig noch ein Symbol für den Dionysos als fröhlicher Gott des Rausches und der Lust.

    Archaische Koroplastik im Grabkontext
    Neben Gefäßen des alltäglichen Gebrauchs finden sich auch Terrakotten in den Gräbern der alten Griechen. Entweder stammten diese aus dem persönlichen Besitz des Verstorbenen oder wurden speziell für den Grabritus, womöglich sogar für ein Nachleben in der Unterwelt, angefertigt. Dabei ist auffällig, dass fast alle bekannten Terrakottenformen aus Heiligtümern ebenso in Gräbern auftauchen: Ob Tiere von einheimisch bis exotisch (z.B. auch Affen und Giraffen), über Reiterfiguren, als Anzeiger von Stand und Status zu Lebzeiten, bis hin zu weiblichen Sitzfiguren (Hausherrin oder  thronende Göttin mit Götterkrone). Die sitzende Göttin kann hierbei in ihrer Schutz- und Zugehörigkeitsfunktion agieren. Bei den anthropomorphen Darstellungen treten noch Darstellungen von Körperteilen, wie zum Beispiel Beigabengefäße in Form von Beinen, hinzu, die im Heiligtumskontext erst mit dem Hellenismus und dem aufstrebenden Asklepioskult beliebt werden. Weibliche, geschmückte Figuren können unter anderem die Aphrodite darstellen und auch amoureuse oder erotische Gedanken der Hinterbliebenen an die Verstorbenen richten. Im Grab werden solche Körperteile als Hinweis auf Teilnehmer der griechischen Sportkultur oder als medizinische Beigaben gedeutet. Neben dem Reiter als Standeshinweis ist auch im Grab der lagernde Zecher präsent. Hinzu treten, entgegen dem Bild aus Heiligtümern, Motiviken der Vasenmalerei, wie Klagefrauen, Dienerinnen, Gabenträger mit Kröben, weiße Pferde und Schimmel. Der Erhaltungszustand vieler Terrakotten (und vor allem deren Bemalung, falls nicht glasiert) lässt leider kein Urteil darüber zu, ob auch besonders weiße Pferde in Heiligtümern eine Rolle gespielt haben können, jedoch lässt sich hierauf kein Hinweis in anderen Fundgattungen finden. Das Auftauchen heller Pferde im Heiligtum wird demnach unabhängig von dieser Bedeutungsebene interpretiert. 
    In Kindergräbern finden sich in der Koroplastik Puppen als Beigabe eines typischen Spielzeuges, die auch Gelenkscharniere haben können. Solche Funde können in Heiligtümern ausgeschlossen werden.
    Als mythologische Wesen finden sich klagende Sirenen, Mysen als Hoffnungsträger, deren Interpretation der Vasenmalerei, sowie der Überlieferung des Hesiod und Homer entlehnt wird. Ein besonderer Typus ist der sogenannte dickbäuchige Dämon (2. Figur von links), dessen Bedeutung vielfältig untersucht wurde. Eine Herleitung entstammt vom äygptischen Gott Bes, eine andere vom Ptah-Embryo, der von den Griechen eine ganz eigene Bedeutung in Interpretatio Graeca, als wohlgenährter Junge oder grotesk-spaßiger Dämon mit Schutzfunktion übernahm. 
    Im Grabzusammenhang tauchen Masken als Hinweis auf Schauspieler, Kultteilnehmer, oder ebenfalls als magischer Schutz auf.


    Kontexte
    In der frühen Archaik werden in beiden Fundkontexten vollplastische Terrakotten verwendet, zu denen in einer künstlerischen Entwicklung hohl gedrehte und mit Hilfe von Matritzen hergestellte Figuren treten. Ab dem 6. Jahrhundert v. u. Z. kommen figürliche Gefäße und Gefäßfiguren hinzu. In Gräbern nutzte man sie vor allem als Ölgefäße, wobei Terrakotten in beiderlei Kontexten als Gaben dienen: Bei Heiligtümern als Votive und in Gräbern als Grabbeigaben. Es lassen sich gleiche Typen auffinden, die jedoch im jeweiligen Fundumfeld mit unterschiedlichen Bedeutungen versehen werden können. Grabterrakotten beziehen sich vielfach auf Lebensalltag, Status, Trauer, Hoffnung, Bestattungsritus, Zugehörigkeit und Schutzbeziehungen, während sich Heiligtumsfunde meist auf Opfer- und Festkult, sowie die Gottheit an sich beziehen. Übereinstimmend ist dabei jeweils die Möglichkeit einer zeremoniellen Verwendung der Koroplastik. Frauendarstellen werden überall und hauptsächlich thematisiert. Darstellungen von Männern sind sehr selten. Verbindungen zwischen Heiligtum und Grab können sich auch regional bilden, wenn Verehrer an einer regionalen Kultstätte die jeweiligen Gottheiten als Zeichen ihrer Zugehörigkeit oder zum Zwecke des Schutzes mit ins Grab bekommen. Dies ist am Beispiel des Heraheiligtums in Samos und dem Grabfund eines thronenden Paares, das als Hera und Zeus interpretiert wird, belegt. 
    Nun zu den deutlichen Unterschieden: Trauer und Hoffnungsmotivik findet sich ganz klar nicht in der Form in Heiligtümern und Gelenkfiguren treten niemals in der Funktion des Spielzeuges im Heiligtum auf. Der bedeutenste Unterschied ist wohl die jeweilige Bedeutung der Terrakotten für ihre Kultgemeinschaft, was sich freilich nicht so leicht archäologisch fassen lässt und daher anderer Quellen bedarf.





    Mittwoch, 18. Dezember 2013

    Kommentar zur Normativität in westlichen Gesellschaften

    Wir alle, wie wir hier, vor dem internetfähigen Gerät sitzen oder stehen und dies lesen, sind auf jeden Fall und immer außerhalb irgendeiner Norm. Normen sind ohne Frage wichtig eine Gesellschaft zu regulieren und auf gewisse Maße und Ziele hinstreben zu lassen, was selbstverständlich, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird, immer geschieht... und das sehr gezielt. Es gibt Wesen und Kräfte, die über den Dingen stehen und die Fäden ziehen, auch wenn wir die, die die Dinge wirklich in den Händen halten, nicht sehen. Sie sind unsichtbar, im Hintergrund, regieren mit Geld. Keiner von uns kann sie fassen, solange wir sie nicht kennen. Ein Truggeflecht vor unseren Augen... ein milchiger Schleier... So öffnet die verborgenen Augen!
    Normen berauben uns der Möglichkeit uns frei zu entfalten. Doch ich möchte sie hiermit nicht verdammen! Ich halte eine persönlich gewählte und flexible Normativität, durchaus für wichtig, um konsequent Ziele verfolgen und erfolgreich sein zu können. Es ist die hohe Widersprüchlichkeit, die gezielte Massenverblödung der Gesellschaft, während Anforderungen durch kaltes Profitstreben ständig höher gesetzt werden. Ein ewiger Kreislauf... eine Aufwärtsspirale des Geldes, die alle, die nicht mit zu diesem einen fragwürdigen Ziel streben, herunterfallen lässt.
    Alles nach der Geburt ist darauf ausgerichtet, uns zu funktionierenden kleinen Zahnrädchen im Getriebe dieser Machenschaften zu machen. Es ist vorausbestimmt, dass hierbei immer etwa 10 % der Gesellschaft herausfallen, ausgegrenzt und abgestempelt werden müssen.
    Ein riesiger DEFEKT-Stempel der Zensur begleitet uns überall hin... und wenn wir nicht gehorchen oder uns eben gut tarnen, dann sind wir als Nächstes dran... Es ist schlichtweg unsinnig Wesen als Fehler oder kaputt hinzustellen, anstatt einfach ALLEN zu HELFEN ihren Weg zu gehen. Etwas, das nicht im Interesse der Fadenzieher steht... Es muss immer Aussätzige und Sündenböcke für sie geben... leider...
    Dabei machen sich Entwicklungen evolutionärer Art breit, die klare Tendenzen der Menschheitsentwicklung aufzeigen... in eine spirituell aktive Richtung! ... natürlich stets abgestempelt als Fehler. Nehmen wir mal das sanfte Beispiel der Kurzsichtigkeit. Ich bin damit geboren, mit einer Brille aufgewachsen... es ist nichts Schlimmes. Es behindert sicherlich gelegentlich das alltägliche Leben, jedoch bieten sich damit ganz neue Möglichkeiten, die der Massenbürger nicht sieht, nie erkennen würde. Mir fällt immer wieder auf, dass meine Kurzsichtigkeit Astralsicht, den odalen Blick und viele andere magische Techniken begünstigt, ja es für mich sehr einfach macht, was es sicher nicht für jeden ist. In Unterhaltung mit anderen Menschen mit Seh"behinderung" (eher Erweiterung) kam heraus, dass dies kein Einzelfall ist, sondern vielen Menschen auffällt, die im weitesten Sinne auf okkulten Wegen gehen.
    Gerade für uns Magietreibende, Heiden, Polytheisten und Schamanen, ja für alle mit ungewöhnlichen, besonderen Fähigkeiten (!) ist es in solch einer Gesellschaft nicht leicht sich zu behaupten und in irgendeiner Form herunterzufallen. Viele eigentlich gesunde Menschen mit besonderen magischen Begabungen oder einfach üblen Problemen mit Besessenheiten (um nur wenige Beispiele zu nennen) werden weggeschlossen... eingesperrt... weil niemand hinsehen will, niemand WISSEN WILL, was WIRKLICH DAHINTER STECKT! Ist es Angst?! Angst vor dem Unbekannten, das doch so tief in uns wohnt... verborgen in jedem von uns. Okkulte Kräfte kann jedes Wesen entwickeln! Es gibt eben KEINE AUSERKORENEN, sondern nur die 10 %, die BESONDERE BEGABUNGEN in diese Richtung haben. Man sollte sie fördern, anstatt sie in den Suidzid zu treiben!!! Und genau das sind meine eigenen Bestrebungen... ICH SETZE MICH GERNE FÜR JEDEN EIN, der herausfällt! Ich lade zu kostenlosen Treffen ein diese Kräfte zu trainieren und ein gewisse Bodenständigkeit, eine Verankerung in dieser Welt zu finden. Ab und an kann auch ein bisschen Schauspielerei nicht schaden. Paradigmenwechsel sollte ein jeder dieser 10 % fließend beherrschen! Es kann Leben retten...
    Wenn ihr dies lest und mit mir gemeinsam arbeiten wollt, so schreibt mich bitte an! Ihr glaubt ihr wärt einfach verrückt?! Das müsstet ihr mir schon beweisen... Hört und wisst: Ihr seid nicht allein! Wir sind Viele und können Großes erreichen; allein schon und gemeinsam erst Recht!

    Donnerstag, 5. Dezember 2013

    Set is coming

    Erkenne die Götter, wenn sie sich zeigen.
    Mir zeigte sich heute am 05.12.2013 der kemetische Gott Set/Seth/Sutech gleich auf mehrfache Art und Weise: Als ich dabei war Zaubersprüche zu sprechen antwortete der eiskalte, das letzte Grün hinwegraffende Wind. Er gab mir zu verstehen, dass sich seine Präsenz bald deutlich zeigen wird. Eine schwarze Katze tauchte vor mir auf und lenkte meinen Blick zur Wand des Hauses, in dem ich wohne. Nie zuvor hatte ich auf diese Stelle geachtet... Rückstände des vermutlich teerhaltigen Materials zur Abdichtung des Hauses bilden an dieser Stelle ein Bild, das mich in Erstaunen versetzte. Tatsächlich konnte ich hier deutlich Set erkennen. So aktivierte ich sein Bild und dankte ihm für sein Zeichen, brachte ihm Opfer dar, an jener Stelle. Zwei weitere schwarze Katzen erschienen daraufhin am Fenster darüber und starrten mich mit ihren grün leuchtenen Augen an...
    Ein Zeichen mehr, dass der Verfall der alten Welt weiter voranschreitet... mit riesigen Schritten. Die Nacht bricht an. Es wird Zeit Vorbereitungen zu treffen für den Tag danach, an dem wir in ein neues Zeitalter mit den alten und neuen Göttern eintreten dürfen. Lasst uns neue Wunder schaffen!

    Gerade in Bezug auf den Orkan "Xaver" passt dieses Zeichen des Sutech, als zerstörerischer und zugleich schützender Gott, perfekt in die von Ra angekündigte Reihe von Katastrophen, laut meiner Erscheinung seiner Selbst im Jahre 2009. Das letzte dieser angekündigten Ereignisse war die letzte große Flut dieses Jahr... Eine der Konsequenzen wird immer eine Neuformierung von Menschengruppierungen und ein Umdenkprozess sein. Mögen die Opfer des Sturmes ihren Frieden finden, während wir alle an neuen Wegen arbeiten sollten mit unserer Umwelt im Einklang, ja im Equilibrium zu leben!

    Vor derartigen Katastrophenauswirkungen könnte einen der Sutech mit Sicherheit besonders gut schützen! Mehr dazu auch als Anfrage per Mail: poeta-immortalis@web.de

    Sonntag, 24. November 2013

    Mythologie - Fiktion oder Wahrheit?

    Sutech (Seth)-Statuette aus Ton bemalt mit Acrylfarben - Poeta Immortalis


    Ist Mythologie wirklich etwas rein Fiktives, das zur Erklärung ehemals unerklärlicher natürlicher Phänomene genutzt wurde?! Wussten es die Menschen damals einfach nicht besser?!

    Ersteinmal sollten wir vorneweg mit unseren vorgefassten Meinungen Aufräumen... Klären wir ersteinmal woher unsere modernen Mythen stammen: Und zwar aus den Mainstreammedien, vor allem dem Fernsehen und Radio, aus Straßenwerbung und anderer geschichtsrevisionistischer Propaganda, inklusive unserer Schul-"bildung" mit dem Ziel uns IHRE PERSÖNLICHE MEINUNG oder ein von der Regierung entworfenes "Wahrheitsbild" AUFZUZWINGEN.  Nicht zuletzt die christlichen Kirchen oder andere monotheistische Religionen haben schon sehr früh versucht pagane Mythologien ins Lächerliche zu ziehen, die unauslöschlichen Feste darum zu Kinderfesten zu degradieren (siehe dazu Halloween, die slawische Vogelhochzeit, usw.) oder als falsch und dämonisch, ja teuflisch hinzustellen. Solche verfälschten Auffassungen wurden leider auch hauptsächlich von dogmatisch-materialistischen Atheisten, wie so Vieles aus dem christlichen Bewertungsumfeld, kritiklos übernommen, bzw. es wurde auch gleich mal alles, was im Entferntesten mit dem Begriff "Religion" zu tun haben könnte, über einem Kamm gezogen und mit den bewussten Falschaussagen der christlichen Mythologie gleichgesetzt (man beschäftige sich dafür mit den Heiligenlegenden aus der Legenda Aurea und vergleiche sie mit dem, was man archäologisch fassen kann). Was christliche Mythologie angeht, so handelt es sich dabei tatsächlich um Legenden, die bildungslosen Bevölkerungsgruppen vorgesetzt worden sind, um beispielsweise Phänomene und Hinterlassenschaften ursprünglicher polytheistischer Kulturen bewusst falsch im eigenen Kontext zu erklären, mit dem Ziel die wahren Hintergründe vergessen zu lassen. Die Menschen, die das im Mittelalter tatsächlich blind glaubten, ungeachtet der bestehenden mündlichen Tradierung aus Vorzeiten,  wussten es sicherlich wirklich nicht besser oder wollten es nicht besser wissen.
    Damit es uns heute nicht ebenso ergeht, sollten wir ALLES HINTERFRAGEN, SELBST ERFORSCHEN UND NICHT ERFORSCHEN LASSEN! Das eigene Erleben, die Erfahrung des angeblich so Mythischen und "Erfundenen" (das man ja schlecht praktisch erfahren und verifizieren könnte) unterscheidet Heiden, Polytheisten, Schamanen (...) von Atheisten und Christen.

    Was die vielfältige, lebendige und sich ständig erweiternde polytheistische Mythologie der Welt angeht, so handelt es sich hierbei ganz klar um subjektive ERFAHRUNGS- und ERLEBNISBERICHTE DIESSEITIGER ODER ANDERSWELTIGER ART, die über lange Zeit mündlich und teilweise auch schriftlich tradiert und manchmal mit neuen subjektiven Eindrücken und damit verknüpften Ereignissen späterer Zeiten durch EDITION ergänzt worden sind. Hinzu kamen auch manchmal Lehransichten einzelner Schulen alter Zeit.
    Das Problematische daran ist hauptsächlich, dass die alten Autoren nicht oder selten zwischen Diesseits und andersweltlicher Realität unterschieden haben, was es heutzutage umso schwerer macht diese eigentlich historischen Texte im Sinne ihrer Zeit zu verstehen und für die heutige Postmoderne greifbar zu machen. Am Besten gelingt dies vor allem, wenn man sich in der Lebensweise und dem Paradigma bewusst an unsere oder fremde Ahnen annähern kann, wenn man, wie sie, die Tiefen der Realität ergründet und hinter die Schleier blickt.
    Die scheinbare Mythologie alter Zeiten ist keineswegs Fiktion! Vielmehr handelt es sich hierbei um tiefgreifendes subjektives WISSEN, ERFAHRUNG und KULTURELLE TRADITION, die aus wahren Begegebenheiten, extrem weit zurückliegender Zeiten, hervorgehen und im Laufe der Zeit durch viele Autoren editiert und verändert worden sind. So ist meist die Grundaussage noch sehr orginalgetreu, nur ausgeschmückt mit späteren historischen Zeugnissen. Doch wie kommen wir auf das, was es uns ursprünglich einmal sagen wollte: Entweder durch Vergleiche aller vorhandenen Texte, bis man auf eine mögliche Urfassung gemeinsamer Elemente kommt oder durch spirituelles Nachleben, Ersuchen dieser Ereignisse. Besonders eine Geistreise eignet sich hervorragend für solch einen Zweck... oder befragt die Götter! Wir alle können es heute noch erfahren! Lasst uns beginnen!

    Schaut man sich die Fülle an weltweiten Mythen an, so zeigen sich, außer der Langzeitwiedergabe historischer und andersweltlicher Ereignisse noch weitere Verwendungen, die sich durchaus überschneiden und vermischen können: 

    • Realisierung/Materialisierung: Die Zusammensetzung der Daseinsebenen kann man sich in etwa, wie ein Zwiebel vorstellen, die wächst, wobei die Ebene der Anderswelt tiefer liegt, als die uns allen bekannte Realität. Während das Dasein anwächst, bilden sich langsam neue Schichten aus der Darunterliegenden. Auf diese Art und Weise manifestieren sich Gedanken, Ideen, Konzepte und ganze Realitäten im Hier und Jetzt. Der Mythos gibt all dieses Wissen verschlüsselt an die Nachwelt weiter, wobei das Rezitieren, also das kraftgeladene Vorlesen subtil schöpferisch wirken kann.
    • Magie und Heilung: Das Nachempfinden und intensive Hineinversetzen in mythische Vorgänge, deren Ausgang der ist, den man sich für die eigenen Unternehmungen, das eigene Genesen wünscht, stellt diese Zustände auch in uns her und kann damit eigenen Erfolg, Niederlage von Gegenspielern, Heilung und sogar Krankheit hervorrufen. (siehe auch Mythomagie und mythomagische Personifikation)
    • Verbindung: Mythen stellen versetzen uns in positive Urzustände zurück, verbinden uns mit Ahnen und Göttern und sorgen letztlich dafür, dass wir ein Stück Anderswelt bei uns tragen können.


    Dienstag, 19. November 2013

    Heide, Hügel und Gräber: Die kulturelle Aura der Schnurkeramiker

    Wieder gibt es eine Fortsetzung meiner archäologischen Abhandlung "Heide, Hügel und Gräber"... es geht tiefer in die Materie mit jeder Menge Wissen über die kulturelle Ausstrahlung, sowie die Einflüsse auf die Schnurkeramikkultur. 

    Um alle Einflüsse anderer Kulturen auf die Schnurkeramik stärker herauszustellen, soll nun ein Abriss der angrenzenden Gruppen, beginnend mit den Anfängen, folgen: 
    In ganz Mitteldeutschland, begrenzt vom Harzvorland, dem Thüringer Becken, dem Leipziger Tiefland und der Altmark hatte sich um etwa 4300 BC die Rössener Kultur, mit ihren furchigen, gestochenen und gestempelten Inkrustationen auf grauschwarzem bis braunem Grund, angesiedelt. Doch schnell zerfiel diese in zahlreiche regionale Gruppen. Nicht nur im Mittelelbe-Saale-Gebiet, sondern in ganz Europa ging die Zersplitterung und Regionalisierung weiter voran. Erst die Schnurkeramiker bildeten ab 2900 bis 2200 vor unserer Zeitrechnung wieder eine relativ einheitliche Kulturdecke. Im hohen Norden breitete sich von 4200 bis 2800 BC die Trichterbecherkultur aus und drang bis Nordosteuropa vor. So kam es, laut J. Müller, auch zu Berührungen und Kontakten beider Kulturen. In Mitteldeutschland ging den Schnurkeramikern eine regionale Form der Trichterbecherkultur voraus: Die Baalberger Kultur mit einer Datierung von 4200 bis 3100 vor unserer Zeitrechnung, die schließlich die erste Besiedlung der Dölauer Heide einleitete. In die Bevölkerungsschichten der Baalberger- und Trichterbecherkultur sickerten zu Anfang des 3. Jahrtausends Gruppen der Einzelgrabkultur ein und bildeten nach und nach eine dichte Mischbevölkerung. Darauf folgend und teilweise während der schnurkeramischen Besiedlung gab es in Mitteldeutschland ab 3100 bis etwa 2700 vor unserer Zeitrechnung eine für die Dölauer Heide bedeutende Regionalkultur auf diesem Gebiet: Die Walternienburg-Bernburger Kultur, die sich vor allem durch ihre Totenhütten ausgezeichnet hat. Doch ähnlich, wie in den Hügelgräbern der Heide, gab es auch in dieser Kultur Steinkistengräber. Die Ursprünge sind diesmal in Ablegern der Kugelamphorenkultur zu suchen. Regional treten in Mitteldeutschland um etwa 2800 v. u. Z. Mit der Einzelgrabkultur eine Anzahl von Regionalgruppen auf: So zum Beispiel, die Schönfelder Kultur mit ihrer stcihverzierten Keramik und die Mansfelder Gruppe, die sich stark von den anderen Gruppen dieser Zeit unterscheiden, was natürlich auch Konfliktpotential mit sich brachte. Dagegen hatte über die Mitte Deutschlands hinausbesonders die, den Schnurkeramikern so ähnliche, Glockenbecherkultur maßgeblichen Einfluss. Vom Anfang des 3. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung bis zu dessen Ende breitete sich diese sich klar von den Schnurkeramikern abgrenzende Kultur aus. Doch gerade im Bestattungswesen blieben zahlreiche Gemeinsamkeiten: So werden Geschlechter differenziert und als Einzelbestattungen mit einer Beigabe an Trinkgeschirr und Waffen beigesetzt. Unterschiede, die auf bewusste Abgrenzung hindeuten sind jedoch in der Ausrichtung der Toten zu finden. Die Bevölkerung der Glockenbecherkultur bestattet bevorzugt in Nord-Süd oder Süd-Nord-Ausrichtung, währenden Westen und Osten für den Totenkult der Schnurkeramiker bedeutend waren. Auch die Trinkgefäße haben nun eine neu proportionierte Glockenform und die Verzierungen werden an anderen Stellen angebracht. Bei der Waffenniederlegung wechseln Axt und Feuersteinmesser zu Bogen, Pfeilen und Armschützern, die nun gesellschaftliche Statussymbole werden. Trotz der Verwandtschaft beider Kulturgruppen wird gesellschaftlich und spirituell jeweils ein Gegenpol angestrebt. Dennoch gibt es deutliche Hinweise auf Kulturvermischungen, gerade in sogenannten Fundgesellschaftungen beider Keramik, die bei einer zeitlichen Parallelität von über 500 Jahren nicht verwundert. 
    Gegen Ende beider Kulturen setzt die Frühbronzezeit ein und bringt wiederum einen kulturellen Wandel mit sich. Ab etwa 2300 vor unserer Zeitrechnung entsteht in Mitteleuropa ein Handelsnetz für Kupfer, das natürlich an ältere Handelsrouten anknüpft. Im mitteldeutschen Raum kommt die Aunjetitzer Kultur auf, während in Süddeutschland die Einzelgrabkultur weitestgehend durch die Straubinger Kultur ersetzt wird. Schnurkeramik war in Mitteldeutschland noch bis etwa 2000 v. u. Z. In Gebrauch, wie Fundvergesellschaftungen gezeigt haben. So erwachsen aus den Wurzeln der Bronzezeit unter den mitteldeutschen Schnurkeramikern und damit auch in der Dölauer Heide die Grundlagen für die sogenannten Aunjetitzer „Fürstengräber“, die beispielsweise in Helmsdorf und Leubingen zu finden sind. 
    Alle soeben beschriebenen Kulturübergänge waren keineswegs Einschnitte, sondern vielmehr ein gegenseitiges Aufeinanderaufbauen, das in der Bronzezeit mit ihren technischen Fortschritten mündet.
    Erläuterungen:  

    Schnurkeramiker =  eine archäologische Kultur (also kein "Volk" oder dergleichen; vielmehr eine Großgruppe von Menschen mit ähnlichen kulturellen Hinterlassenschaften), die vor allem durch die Verwendung von gut datierbaren Tongefäßen mit Schnurverzierungen (die durch das Eindrücken von echten Seilen und Schnüren in den noch feuchten Ton entstehen) definiert werden
    Dabei gibt es starke Überschneidungen mit der sogenannten Einzelgrabkultur, was die Vermutung zulässt, dass es sich bei Schnurkeramiker + Einzelgrabkultur um einen Ethnos handeln könnte.

    Mittwoch, 6. November 2013

    Der Seelenschwur

    Ja, auch ich, nun erfahrener Magier, habe einmal klein angefangen: Und zwar mit einfach umsetzbaren freien Beschwörungen ohne Nennung eines Wesenheitsnamens... (oftmals mit Quija-Brett, Gläsern oder Pendel) die ich im Nachhinein als problematisch einordnen musste, da sie die Gefahr mit sich ziehen, dass man einfach irgendwen aus der Anderswelt zu sich holt... Es ist, als würde man ein Türchen in eine Halle voller Menschen öffnen und laut rufen "Kommt bitte mal jemand zum Quatschen her!"... das macht nicht viel Sinn, da Wesen, die es verdient hätten mit ihnen zu kommunizieren, sich von so einer banalen Anrufung nicht oder extrem selten angesprochen fühlen. Stattdessen zieht man eine Menge Witzbolde (besonders welche, die behaupten "Satan" oder "Hitler" zu sein!), aus dem Bereich der Totengeister und niederen Dämonen an, sowie auch einige gefährlichere Wesen, die einen nun versuchen werden auszunutzen. Doch was kann dabei schon im schlimmsten Fall passieren? Nun... Man könnte im extremsten Fall getötet und als Seele verschlungen werden, man könnte aus dem Körper geschmissen werden, während ein Dämon diesen für seine Zwecke missbraucht... es gibt unendlich viele Wege, wie man sein seelisches Wohlergehen hiermit verspielen könnte. Dazu zähle ich besonders auch die Auserwählungsversuche christlicher Erzengel (sie würgen gerne) oder Bekehrung zu monotheistischen Religionen.

    Deshalb benutzt bitte den Seelenschwur vor jeder Beschwörung einer euch unbekannten Wesenheit, oder wenn ihr euch einfach unsicher seid, wer vor euch ist. Danach stellt Fragen. Diese MÜSSEN NUN korrekt beantwortet werden, da dieser Willenssatz es erzwingt. Bei einem direkten "NEIN" auf diesen Schwur folgend, bannt bitte die Wesenheit und/oder ruft Ra mit "Ra anach."

    Der Seelenschwur nach Bastet:

    "Schwörst du bei deiner Seele als Pfand, ja bei deinem Schöpfer, mir die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen. Sprechest du nicht die Wahrheit, so möge, bei Atum-Ra, dem Höchsten, deine Seele mir auf Ewig dienen, so wie ein Uschebti blind seinem Herrn gehorcht. Sprich nun:"


    Als Hintergrund:
    Diese Information wurde mir in einer, für mich bahnbrechenden, persönlichen Erfahrung mit einem Zeugen, einem Freund, mit dem ich öfter Gläserrücken praktizierte, zuteil. Dabei erschien uns erstmals eine Gottheit: Die ägyptische Göttin Bastet und belehrte uns erstmal grundlegend, während wir perplex dasaßen. Sie zeigte uns unsere entscheidenden Fehler auf und führte uns zu besseren, sicheren Wegen mit sehr vielen magischen Erfolgen.


    Mittwoch, 16. Oktober 2013

    Heide, Hügel und Gräber: Von den Schnurkeramikern

    In dieser Fortsetzung des Artikels "Heide, Hügel und Gräber" geht es wieder archäologisch zu und ich hoffe auch diese Seite bringt neue, spannende Erkenntnisse.


    Im Laufe und Wandel der Zeiten gab es in Mitteleuropa zahlreiche Kulturen mit schnurverzierter Keramik, die auch allgemein als Kulturen mit Schnurkeramik bezeichnet werden. Schnurkeramik an sich zeichnet sich durch seine charakteristischen Verzierungen aus, die durch das Eindrücken von geflochtenen Schnüren in das rohe, ungebrannte Gefäß abzeichnen. Sogar in Südskandinavien, Osteuropa und südlich davon kann man noch Schnurkeramiker antreffen, die jedoch anderen kulturellen Einflussgebieten zuzuordnen sind. Generell werden solche schnurkeramischen Kulturgruppen in Südeuropa der Einzelgrabkultur und in den nordöstlichen Bereichen Europas der Haffküstenkultur zugeschrieben, die sich wiederum in zahlreiche lokale Gruppen untergliedern. Der Schönfelder Kultur kommt dabei noch eine ganz besondere Rolle zu, da diese sich sehr stark von anderen Schnurkeramikern abgrenzt: Hier vor allem im Bereich der Wohnarchitektur, die sich durch Pfostenbauten auszeichnet, sowie der ansonsten für schnurkeramische Kulturen unüblichen Brandbestattung. Die Glockenbecherkultur, die von Dirk Hecht als „Phänomen“ innerhalb davon abweichender Fundkontexte auftritt, weicht noch weiter vom schnurkeramischen Kulturenbild ab und ist klar von den Schnurkeramikern abzugrenzen. In Mitteldeutschland und damit auch in der Dölauer Heide war eine schwer zu trennende Mischform aus Einzelgrabkultur, Schnurkeramikern und Schönfelder Kultur vorherrschend, deren nördliche Grenze kurz vor Magdeburg und bis zur Oder durch Brandenburg verläuft. Diese grenznahe Lage lässt darauf schließen, dass die von den Schnurkeramikern weitergenutzte und erneuerte Palisadenanlage schon in der frühen halleschen Höhensiedlung keinesfalls unbegründet war. Leider lassen sich auch keine der Ränder dieser schnurkeramischen Kultur klar mit heutigen politischen oder geographischen Begrenzungen gleichsetzen und fassen, weshalb an dieser Stelle nur der ungefähre Verlauf anhand bekannter Fixpunkte beschrieben werden kann. Die südlichsten Ausläufer gehen bis in die östliche Schweiz mit den Alpen als grobe Abgrenzung und sogar der Elsaß muss hier mit zugeordnet werden. In der restlichen Schweiz findet sich auch Schnurkeramik, die jedoch deutlich fremdartige Einflüsse aufweisen und daher der Auvernier- und Luscherzerkultur angehören. Außer der Verbreitung der Einzelgrabkultur in Österreich und Böhmen, nimmt Mittel- und Süddeutschland den größten Teil des Verbreitungsgebietes dieser Schnurkeramiker ein. Dabei handelt es sich nach Hecht gerade in den östlichen Verbreitungslagen viel eher um eine Art Einflussgebiet und keine klare Besiedlung, da nur einzelne Elemente übernommen oder aufgegriffen werden: So gibt es ähnliche Keramikverzierungen und auch hin und wieder grünsteinerne Steinäxte, jedoch ohne ihre ursprüngliche Zuordnung. Teilweise dienten nach Osten Oder und Neiße als Begrenzung. Genauso, wie der mittlere Rhein nach Westen, waren dies eher durchlässige Grenzen, so wie kein Fluss eine absolute Barriere darstellte: Ganz im Gegenteil! Denn auch der Handel und Transport über Flüsse sei hierbei nicht zu vernachlässigen. Eine besonders starke Fundkonzentration gibt es um die Moselmündung. Im Niederrheingebiet jedoch nimmt die Befundlage für die Einzelgrabkultur extrem ab und endet schließlich, wodurch diese Gebiete wieder eher eine Einflusszone sind. So lässt sich grob die nördwestlichste Verbreitung bis zum Osten Nordrhein-Westfalens und dem Norden Hessens festlegen. Andere Kulturen mit Schnurkeramik finden sich jedoch auch in ganz Norddeutschland, sowie in den Niederlanden. Für die Schnurkeramikkultur lässt sich speziell im Mittelelbe-Saale-Gebiet eine Gliederung in drei Stufen nachweisen. Dabei sind die frühen Keramikformen, wie in S-Form profilierte Becher mit einer kurzen, verzierten Halszone, sowie Strichbündelamphoren, nicht nur in der ersten Phase, sondern bis zu deren Ende durchgängig vorhanden. Auch Facettenäxte, die in Mitteldeutschland die Variante der sogenannten A-Axt aufweisen, sind ein bleibendes Merkmal ab der Frühzeit der Schnurkeramiker. In der zweiten Phase ab etwa 2500 vor unserer Zeitrechnung drängen sich langsam neue Elemente in diese Kultur. So wird auch die Keramik der Mansfelder Gruppe mit aufgenommen. Ungefähr zeitlich machen sich zudem Einflüsse der Schönfelder- und Glockenbecherkultur breit. In der späten Phase der Schnurkeramik wird der Glockenbechereinfluss noch etwas größer und es treten frühbronzezeitliche Elemente auf. Abschließend dazu ist auffällig, dass im direkten Vergleich der Schnurkeramikphasen des Bodenseegebietes und der östlichen Schweiz zwar das Einsetzen chronologisch identisch, doch das Ende um etwa 4 Jahrhunderte abweicht. So muss man hier von einer gesonderten, der sogenannten schweizerischen Chronologie sprechen, bei der, während in Mitteldeutschland erst die mittlere Schnurkeramikphase angebrochen ist, bereits in der Endzeit angekommen sind. Dies zeigt, neben vielen weiteren Sonderentwicklungen, noch einmal deutlich die Sonderstellung der Schnurkeramiker in der mitteldeutschen Kulturlandschaft. Das wiederum zeigt auf, dass es sich bei der Einzelgrabkultur keinesfalls um eine einheitliche Ethnie handeln kann. Wie üblich, steht der Kulturbegriff auch hier für ein Paket kultureller Errungenschaften, die immer weider angetroffen werden können und tradiert werden.

    Samstag, 12. Oktober 2013

    Visualisation


    Vorwort:
    Der folgende Text und die anschließende Übung sind von mir für eine geführte Visualisation eines Pentagrammes in einer Gruppe konzipiert worden, eingesetzt beim Magieteil des Trommelkreises Halle. Das Pentagramm kann auch in weiteren, fortführenden Übungen durch beliebige andere Objekte ersetzt werden. Ich empfehle hier insbesondere die Nutzung der Pyramidenform, die sich als sehr effektiv bewiesen hat. Zu den hier erwähnten Visualisationsübungen sollte auf jeden Fall noch eine mehr als zweidimensionale Vorstellung und Drehung der Objekte, sowie eine Verknüpfung mit zahlreichen  anderen Sinneseindrücken zu dem Visualisationsgegenstand. Insbesondere die Pentagrammvisualisation dient zum besonderen und einfachem Schutze gegen schwächere Wesenheiten, die gerade Neueinsteigern in die Magie belästigen. Das wird völlig zur Abwehr ausreichen und nicht, wie andere mögliche Techniken, durch ein astrales Feuerwerk unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen, bis man sich in die Anderswelt eingegliedert hat und als deren Bestandteil akzeptiert wurde. Leider lassen sich Anfänger gerne von den Anfängerschwierigkeiten verschrecken, was sicherlich einerseits die fähigen Hexen und Magier hervorbringt, doch andererseits auch erst verhindert, dass schreckhaftere Neulinge sich erst richtig wagen zu erfolgreichen Grenzreitern zu werden, die sicherlich mit etwas Hilfe nicht weniger Potential haben. Jedes geistig gesunde Wesen ist für die Magie berufen und kann eine ganz persönliche Art, eine spezielle Note ins großen magischen Spiel, ja Konzert, einbringen. Ich hoffe mit meinen Anleitungen etwas die Schleier der Unwissenheit zu tilgen und das große magische Werk des neuen Zeitalters zu bereichern. Möge es zum Equilibrium beitragen und Set bringen!

    gez. KHUT Poeta Immortalis


    Als Visualisation bezeichnet man in der Magie das bewusste bildhafte Vorstellen einer Sache, verstärkt durch die eigene Willenskraft, sodass diese Sache auch mit geöffneten Augen für einen persönlich sichtbar wird.
    Das Visualisieren ist die konkrete und praktische Ausnutzung unserer Fantasie, potenziert und gesteuert durch unseren willen, zur umsetzung des vorgestellten in diesseitige und andersweltliche Realitäten. Eine optimale Umsetzung erfolgt, wie üblich nach der Formel "M= w + i + g", also unter Einbeziehung der Visualisation in einen Trancezustand, da in einem Solchen der Zensor zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein gesenkt und demnach bewusster Zugang zum magisch wirksamen Unterbewusstsein möglich wird.

    Visualisationsübung (I)
    Sinn: Steigerung und Verfeinerung des Vorstellungsvermögens, zum späteren Einsatz, um sich Dinge besser einprägen zu können, plastisches Denken und Willenskraft steigern, zum Schutz vor magischen Angriffen und bei gefahren andersweltlichen Ursprungs, gegen Albträume, auf Wiegen zum Schutz vor plötzlichem Kindstot ein Pentagramm mit Spitze nach oben zeichnen und dieses visualisieren, usw.
    Vorbereitung: Ein Pentagramm, den Fünfstern, auf ein Blatt Papier zeichnen = grundlegende magische Schutzglyphe
    1. Wir bringen uns in eine entspannte Haltung und atmen tief und gleichmäßig.
    2. Wir, schließen die Augen, achten auf unseren Atem, seine Regelmäßigkeit.
    3. 1. Wir sind in einem dunklen Raum. Um uns ist alles schwarz. Das schwärzeste Schwarz. Das man sich vorstellen kann.
      2. Alternativ: Dasselbe in weiß oder einer beliebigen anderen Farbe. Weiß und Schwarz funktionieren jedoch anfangs am Besten (wichtig ist dann im weiteren Verlauf das Einhalten von Kontrasten in der Visualisation.
    4. Wir zeichnen nun in Gedanken ein weißes Pentagramm (gegen den Uhrzeigersinn), angefangen von der oberen Spitze, nach links unten. Unterstützend kann auch anfangs das Pentagramm mit der Hand in die Luft gezeichnet werden.
    5. Dies wiederholen wir mindestens dreimal, bis sich gut definierte und bleibende Linien abzeichnen (falls dies nicht gelingt stellt euch jedes mal noch ein komplettes pentagramm an gleicher Stelle vor).
    6. Nun verändert die Farbe des weißen Pentagramms zu rot und zieht es wieder nach.
    7. Gelingt dies, so stellt euch das Pentagramm brennend oder strahlend vor, auf dass es Gefahren von euch abwendet. Fühlt, wie es euch beschützt!
    8. Versucht das Brennen oder Strahlen beizubehalten, auszuweiten, einzudämmen, zu verkleinern, beliebig zu verändern.
    9. Öffnet die Augen und zieht nun das Pentagramm so lange nach, bis es auch hier mindestens als nebulöse Schleier für euch sichtbar bleibt.

    Freitag, 27. September 2013

    Heide, Hügel und Gräber



    Zu einer der besonderen archäologischen Landmarken Mitteldeutschlands gehört die ab 1933 teilweise ergrabene, jedoch schon vor ca. 5,5 Jahrtausenden besiedelte, jungsteinzeitliche Höhensiedlung Dölauer Heide. Diese befindet sich im, westlich der Stadt Halle (Saale) gelegenen, Naturschutzgebiet und umfasst den Langen Berg, die Bischofswiese, den Tonberg, sowie den Schwarzen Berg, die allesamt zwischen 20 und 30 Metern aus der umliegenden bewaldeten Ebene herausragen. Die Ränder und Spitzen dieses Hochplateaus sind mit einer Reihe von Hügelgräbern bedeckt, die der Ausgräber F. Stolberg bereits 1941 zu einem großen Teil erfasste.
    In der frühen Erforschung lagen zuallererst 36 der heute bekannten Grabhügel im Augenmerk Stolbergs, dessen Zuordnung bis heute, wenn auch ergänzt, verwendet wird. Ursprünglich war nicht ganz klar, ob es sich hier nun tatsächlich um Gräber handelt, weshalb man zu Anfang nur von grabhügelähnlichen Erhebungen sprach. Doch was macht einen Grabhügel aus?
    Der Typus des Hügelgrabes taucht im Neolithikum ab etwa 4100 vor unserer Zeitrechnung erstmalig auf und wird in den darauf folgenden Jahrtausenden zu einer weltweit verbreiteten Sitte. Dabei werden Flach- oder Urnengräber mit einem Erdhügel überhöht. Im Inneren befinden sich meist ein oder mehrere Bestattungen, wobei diese oft Nachbestattungen späterer Zeiten waren. In der Dölauer Heide sind diese in massive Steinkisten eingebettet worden. Ein Grabhügel ist eine große Gemeinschaftsleistung, die annehmen lässt, dass sich eine herausragende Persönlichkeit bestatten ließ und auch Gebietsansprüche durch dieses naturnahe Monument geltend gemacht wurden, auf dass die Ahnen von einem solchen erhabenen Standort, wie die, auf dem dieser Gräbertypus errichtet worden ist, über die Lebenden wachen möge. Religiöse Aspekte spielen dabei natürlich auch eine Rolle, besonders in Bezug auf mögliche Feinde und konkurrierende Gruppen, die durch die Möglichkeit des Zorns der gegnerischen Ahnen und deren Auswirkung auf das eigene, noch kommende, jenseitige Leben abgeschreckt worden sein könnten. In dem Kontext kann man auch zahlreiche spätere Traditionen setzen, in denen besonders heilige Gebäude (z.B. Klosterbau an der Stadtmauer), Objekte und Landmarken gezielt an territoriale Grenzen angebracht worden sind, um Feinden ein gewalttätiges Eindringen zu erschweren: Denn der Zorn der Götter, oder aber im christlichen Mittelalter, des einen "Gottes" warteten auf die sündhaften Übertreter dieser religiösen Normen!
    So erklärt sich auch die Errichtung von Grabhügeln direkt an der Palisadenbegrenzung der Höhensiedlung Dölauer Heide etwas mehr als eine sinnvolle Bestattungstradition, die hier gleich mehrere aufeinander folgende Kulturen fortführten. Besonders deutlich treten hierbei die Baalberger und die Bernburger Kultur auf, denen die Hauptnutzung der eigentlichen Siedlung zu Eigen war.

    Hier geht es zum Fortsetzungsartikel "Von den Schnurkeramikern".

    Mittwoch, 4. September 2013

    Lyrik: Das Bucranium

    Geburt aller Dinge
    aus Wasser und Blut.
    Oh ehre und ringe
    dies hörnige Gut!

    Im Tale, da wohnt es
    mit Waffe und Frucht.
    Aus Samen, da sprießt es,
    erzeuget die Zucht.

    Es regnet und segnet
    mit sternfeur'ger Glut
    und bringet so zweifach,
    was man ihm da tut.

    Man jagt es vor Zeiten,
    da es riesig war.
    Der Pfeil trifft von Weitem,
    das Fleisch nährt die Schar.

    Dies Tier aus dem Holze,
    voll wohlrunder Pracht,
    es ziert stets mit Stolze,
    gibt Opfer und Macht.

    Copyright by Poeta Immortalis / Abriemotus


    Dienstag, 27. August 2013

    Die Glyphen des Equilibriums



    Vorabinformation: 
    Glyphen sind in der Magie komplexe, bildhafte Abstraktionen von durch Willenssätze erzeugten feinstofflichen Strömen, Schwingungen und Prozessen, die nach ihrer Belebung selbsttätig wirken. 
    Ihre Herstellung kann ähnlich der Sigillenmethode erfolgen, sollte jedoch darstellende Elemente in Form der wirkenden Kraftströme enthalten. Andere Herstellungsmethoden sind zum Beispiel: Automatisches Zeichnen mit Gedanken an den Willenssatz, Bereisen des Willenssatzes und Aufmalen des Gesehenen, Teil- oder Vollbesessenheit durch eine Wesenheit mit entsprechenden Schutzmaßnahmen und der Bitte der Umwandlung des Willenssatzes in eine Glyphe.

    Equilibrium ist das Gleichgewicht aller Dinge, die Mitte zwischen allen Extremen, das Optimum aller diesseitigen und jenseitigen Abläufe.



    Die beiden Glyphen des Equilibriums

    ... wurden entwickelt durch Poeta Immortalis im Auftrag des allgegenwärtigen Gottes Aton-Re zur Einleitung des neuen Zeitalters der Ma'at über das Set. 66

    Die Namen dieser beiden belebten Equilibriumsglyphen lauten:
    • Doje Masat (blau)
    • Tasam Ejod (violett)
    Doje Masat dient zur Herstellung eines universellen inneren Gleichgewichts, sowie der Reinigung von schadbringenden, widernatürlichen Energien.
    Tasam Ejod dagegen wirkt äußerlich und strahlt harmonisierende, protektive Energien ab und ist somit auch ein adäquater Schutz im Ritual.
    Beide können ÜBERALL eingesetzt werden, um positive Atmosphären und sozusagen eine Schutzhülle der Ausgeglichenheit zu erzeugen. Zudem werden alle natürlichen Regulierungs- und Reinigungsprozesse durch die Glyphenwirkung angeregt, wodurch sich alles schneller auf ein Optimum in der Mitte einpendelt. Somit bildet der Einsatz dieser Glyphen gerade in Wohn-, Schlaf- und Ritualbereichen eine perfekte Grundlage, um optimale Lebens-, Schlaf- und Wirkbedingungen zu schaffen, ja effektiv störende, körperfeindliche Kräfte abzustellen.

    Wie unschwer zu bemerken ist, bilden sowohl Namen, als auch Glyphen jeweils eine Umkehrung voneinander. Dieses Prinzip der Umkehrung beschrieb zum Beispiel auch Frater Achad, Lieblingsschüler und magischer Nachfolger Aleister Crowleys. Eine solche Umkehrung kehrt keineswegs die Wirkung einfach um, weshalb es auch keinen Sinn macht das Vater Unser verkehrtherum aufzusagen, sondern transferiert die gleiche Auswirkung eines Zaubers in eine andere, gegenteilige Wirkungsebene, ja Wirkungswelt. Das gleiche Prinzip kann man für Namen, Bilder, Zeichen, Willenssätze, sowie vieles mehr einsetzen und dadurch, zu der beschriebenen Wirkungsweise, entweder Klares verschleiern oder Verborgenes entschlüsseln.
    Beiläufig sei zu erwähnen, dass die verworren wirkenden Worte der Götter oftmals sehr vielschichtige Bedeutungen haben, da viel Sinn in wenige Worte komprimiert wird und zum Beispiel auch mit dem Prinzip der Umkehrung zu entschlüsseln sind.


    Equilibriumsglyphenbogen in psychodelischer Ausführung


    Folgendes Ritual zur Optimierung natürlicher Prozesse:
    ...  sollte vor jedem Ritual und in allen neuen oder ungereinigten Räumlichkeiten ausgeführt werden.
    Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten.

    Vorab: 
    Glyphenbogen Standard als pdf zum Herunterladen
    Psychodelischer Glyphenbogen schwarz als pdf zum Herunterladen

    1)
     Vorbereitung 1: 
    • Herunterladen/Kopieren des Equilibriumsglyphenbogens oder des Titelbildes, sowie vervielfältigen und Ausdrucken bzw. alternativ die besagten Glyphen zeichnen
    • Zerschneiden des fertigen Bogens, sodass mindestens eine komplette Glyphe pro Stück Papier übrig bleibt
    • Glyphenschnipsel in eine transportable Aufbewahrungsdose geben

    Ausführung 1:
    • Im Wohnraum: Stopfen von Rissen und Löchern mit den Schnipseln, Verstecken und Verteilen der Papierstücke an nicht brandgefärdeten Stellen, unter Möbeln Diehlen, sowie ggf. in Wänden
    • Im Schlafzimmer: Streuen von vorbereiteten Bogenschnipseln unter dem Bett ODER Füllen eines Beutelchens mit ihnen mit anschließender Platzierung unter Kissen oder Schlafmöbiliar
    • Vor dem Ritual: Streuen eines Bannkreises, Umlaufen im Uhrzeigersinn und mindestens dreimalig wiederholtes Aussprechen der beiden Glyphennamen: Tasam Ejod, Doje Masat (+ ggf. siehe Gemini Dunesh Blog)
    • Bei der Herstellung von mit Papier füllbaren Gegenständen: Eine oder mehrere Glyphenschnipsel einfüllen oder einarbeiten
    • Die Verteilung ist auch an sämtlichen anderen Orten erwünscht
    2)
    Vorbereitung 2: 
    • Herunterladen/Kopieren des Equilibriumsglyphenbogens oder des Titelbildes, sowie vervielfältigen und Ausdrucken bzw. alternativ die besagten Glyphen zeichnen
    • nun bitte das Blatt ganz lassen und höchstens falten, falls nötig

    Ausführung 2:
    • Im Wohnraum: Glyphenbogen in und zwisschen Schränke legen ODER von unten unter Tische kleben
    • Im Schlafzimmer: Blatt unter das Bett (am Besten im Kopfbereich) legen
    • Vor dem Ritual: zentrale Platzierung des Blattes als Unterlage und mindestens dreimalig wiederholtes Aussprechen der beiden Glyphennamen: Tasam Ejod, Doje Masat (+ ggf. siehe Gemini Dunesh Blog)
    • Glyphenblätter sind auch zum Beispiel als Rückseiten beschreib- und bemalbarer Blätter oder als Papierflugzeuge und -Schiffchen nutzbar

    ODER Holt euch das neue "Gleichgewicht" Shirt bei Equilibrium Works!
    Ihr könnt natürlich auch dieses ansprechende Shirt mit doppelseitigem Glyphenbogen als Muster mit "Tasam Ejod" und "Doje Masat" besprechen, auf dass es noch mehr Wirkung entfalte!


    Viel Erfolg und Freude bei der Ausführung!
    Spread Nature, 
    Spread Peace,  
    Spread Equilibrium!


    Samstag, 17. August 2013

    Lyrik: Genug


    HerrGott ist die Made,
    in China der Stern,
    komm nieder und segne,
    wir opfern so gern!

    Komm zu uns ins Dunkel,
    mit all deinem Schein,
    auf dass wird dein Licht'le
    ganz mickrig und klein!

    Was ist nun dein Glanze,
    der nie deiner war,
    wenn du ganz verloschen
    vor bEtrog'ner Schar!

    Ach, sieh nur, es wiNselt,
    es meckert und krächzt,
    wenn Ammit, die Starke,
    nach rotem Blut lechzt!

    HeUt ist der Tag Irae,
    und niemals dein Sieg.
    Aufwägung des Herzens,
    Gericht nach dem Krieg.

    Nun gib hin dein Opfer!
    Set brinGe es dar.
    Maat sei höchste Herrin,
    Die Feder, so wahr.

    Copyright 2013 by Poeta Immortalis



    Montag, 12. August 2013

    Mantras: Ganesha Sharanam


    Heute soll ein wahrhaft magisches Mantra des Ausnahmemusikers Jai Uttal thematisiert werden, dessen Wirkung wirklich deutlich zu spüren ist: Es vertreibt die Feinde des Dharma, bringt Frieden, Wohlbefinden und Geborgenheit. Mein Freund Jurovision machte mich darauf aufmerksam und der Zauber, des hier zu hörenden Liedes, nahm seinen Lauf... 
    Es geht um das gesungene Mantra "Ganesha Sharanam", das zur schutzvollen Anrufung des elefantenköpfigen hinduistischen Glücksgottes dient. Wird das Ganze selbst mit der nötigen Trance gesungen verstärkt sich natürlich die Wirkung noch einmal erheblich. Und genau darum geht es auch in dem Album "Kirtan": Um die Kunst des ekstatischen Gesanges vor den Göttern, der schließlich zur direkten spirituellen Erfahrung führt. Darum stimmt mit ein, auf dass die Magie sich entfalte! Dazu gibt es hier den Text des Mantras:

    "Ganesha Sharanam Sharanam Ganesha
    Gan Gan Ganapati Sharanam Ganesha
    Jay Ganesha Jaya Jaya Gananatha" 

    (Text von Jai Uttal


    Meine freie Übersetzung:
    Ganesha (Herr der Truppen) sei meine Feste, Ganesha (Herr der Truppen) sei mein Schutz!
    Mein Beschützer, mein Beschützer (Rufmantra des Ganesha), du Ganapati (Vater der Beschützer), sei meine Feste, Ganesha (Herr der Truppen)!
    Ruhm sei Ganesha, Ehre, Ehre, dem Gananatha (Ernährer der Truppen)!


    Dieses Mantra ruft alle Namen des Ganesha zur Beschwörung aus:
    • Ganesha = Herr der Truppen
    • Ganapati = Vater der Beschützer
    • Gananatha = Ernährer der Truppen

    Weiterführende Informationen: Ganesha
    Als Sohn von Shiva und Parvati bekam Ganesha selbstverständlich von jedem göttlichen Elternteil Aspekte ab: Das eher destruktive "Gan", das eine Vielzahl von notwendigen Abbauprozessen zur Gewährleistung eines ausgeglichenen Lebens beinhaltet und jede Menge Liebe, Fürsorglichkeit, sowie einen ganzen Cocktail aus positiven Emotionen von der Muttergöttin Parvati. Dies macht ihn zu einer absolut ausgeglichenen und daher auch sehr "chilligen" göttlichen Wesenheit voller Lebensweisheit. Gemütlichkeit und tiefes Glück folgt diesem Götterkind, das durch die Rage seines Vaters einst den Kopf verlor, jedoch durch die Liebe seiner Mutter mit dem neuen Kopf der Weisheit wiedergeboren wurde.
    Doch neben der tiefen weiblichen Liebe, die selbst den Tod überwinden konnte, durchdringt den "Herrn der Scharen" doch auch diese wilde, tiefmännliche Wut, was ihn zu einem mächtigen Patron gegen Kräfte machen kann die man als anti-dharman  (gegen das Dharma) bezeichnet. Also kurz gesagt: Ganesha ist ein klassischer, quasi per Gender zweigeschlechtlicher, göttlicher Verteidiger des Equilibriums. So hat sein Vater ihn nicht umsonst als Anführer seiner Heerscharen auserwählt, mit denen Ganapati die Ordnung der Welt verteidigt.
    Sein wenig von der westlichen Welt beachteter Bruder, ist der Kriegsgott Kartikeya, der deutlich mehr Aspekte seines Vaters in sich trägt und demnach eher als Jäger und Jagdpatron fungiert, während Ganesha als der wahre Gute Hirte bezeichnet werden kann; mit dem Unterschied, dass Gananathas Anhänger deutlich mehr Verstand mitbringen, als der untote Jahrmarksbühnenbauer, der heute oftmals als Hirte bezeichnet wird. Nichts als eine miese Showeinlage gegen das, was der Gott des Wohlstandes so zu bieten hat!

    Die Beschwörung des Ganesha lohnt vor allem bei wichtigen Entscheidungen, neuen Wegen und Erfahrungen, zu denen er, nach einer Opfergabe, befragt werden kann. Besonders gute Opfer für Ganesha wären: Milch, ausgewogene, leichte Räuchermischungen, Bananen, Trauben, Äpfel, natürliche oder fruchtige Süßigkeiten, Geld und florale Gaben.

    Möge ER eure Gefühle erheben, eure Herzen mit Liebe, Glück und euren Verstand mit Erkenntnis füllen!

    Montag, 1. Juli 2013

    Phänomene: Mysteriöses Knallen

    In den letzten Jahren ist mir vermehrt ein Phänomen aufgefallen, das sich bisher jeder beweisbaren Erklärung entzieht: Ein mysteriöses Knallen, das absolut in keinem Zusammenhang mit den üblichen Ursachen stehen kann. Es ähnelt meist dem Geräusch eines Chinaböllers oder einer Bombe bei der Explosion: Ein einfaches, enorm starkes "Rumms", manchmal auch mehrfach hintereinander, dicht gefolgt von einer Druckwelle. Doch kein Mensch hat Böller oder Bomben entzündet und es ist auch keine Mine oder ein anderer Sprengkörper hochgegangen. Es gibt ABSOLUT KEINE SICHTBARE ANKÜNDIGUNG der Sache... Es ist kein Gewitter, kein herabgestürzter Himmelskörper und kein Flugzeug auffindbar... einfach nichts... nur ein Knall bzw. manchmal mehrere... Es ist mal lauter und mal leiser, hat mehr oder weniger starke Auswirkungen, obwohl die Herkunft der Geräusche immer sehr nah zu sein scheint... Das Ganze findet nicht nur nachts statt, aber häuft sich in der Herrschaftszeit der Nuit doch enorm, bzw. vielleicht fällt es dann auch einfach mehr auf, da es ringsherum still ist. Urbane Gebiete sind meiner Beobachtung nach offenbar stärker und häufiger betroffen als ländliche Gegenden. Des Weiteren: Es scheint kaum jemand davon zu sprechen, obwohl es jedem auffallen müsste. Die meisten Geräuschphänomene dieser Art werden wohl auch nicht bei Polizei und Feuerwehr gemeldet und leicht abgetan... Und auch die kennen die Ursache nicht oder schieben Kampfjetübungen vor, die wohl kaum in den Straßen der Großstädte stattfinden dürften... Zudem ist nicht in jedem Fall ein Kampfflugzeug als Scheinerklärung auffindbar gewesen.
    Manchmal dringt das Knallen direkt aus der Erde, ein anderes Mal ist es, als würde es nur wenige Meter über dem Boden zu einer Explosion unbekannter Art kommen.
    Gerade in letzter Zeit habe ich mich mit Freunden und Bekannten vermehrt über dieses Thema unterhalten und sie alle konnten mir bestätigen auch all diese Erfahrungen sehr häufig gemacht zu haben. Ihr habt auch ein mysteriöses Knallen bemerkt und habt mögliche Anhaltspunkte über die Ursachen? Dann schreibt mir: poeta-immortalis@web.de

    Meine Miterlebten (ungefähren) Zeiten:
    • gegen Sonnenuntergang
    • kurz nach Sonnenuntergang
    • kurz nach Mitternacht
    Nachtrag 14.12.2013:
    In den letzten Nächten kam es wieder besonders gehäuft zu mysteriösen Eyplosionen in Leipzig, letzte Nacht sogar genau vor dem Haus, kurz vor Mitternacht. Die gefühlte Höhe der Explosion war 10 Meter über dem Boden und als ich direkt daraufhin hinausschaute war ABSOLUT NIEMAND auf der Straße. Es waren auch am nächsten Tag keine Reste von Sprengkörpern aufzufinden. Es handelt sich allen Anscheines nach nicht um Streiche mit Knallern, muss wieder betont werden... Gegen 9.30 Uhr gab es wieder eine Art Detonation.
    Meinen Beobachtungen nach, trat dieses Phänomen besonders stark und in hoher Frequenz bei sternenklaren Himmel auf, ist aber offensichtlich nicht davon abhängig. Man könnte klaren Himmel einen begünstigenden Faktor nennen.
    Dazu trat am heutigen Nachmittag gegen 16:30 Uhr noch ein seltsames "Posaunen" aus der Ferne, das sehr deutlich, trotz geschlossener Fenster und Türen, im Wohnzimmer zu vernehmen war.
    Gerade eben, 17:17 Uhr, was mir nach einem Omen aussieht (Tarot: Stern) - ein heftiger Knall aus westlicher Richtung, der klang, als wäre soeben ein LKW vom Himmel gefallen. Die Deutung soll vorerst ausbleiben.
    21:12 Uhr gab es heute einen gewaltigen Knall in etwa 30 Meter Höhe über dem Stadtteilpark Rabet, als wäre ein gigantischer Böller in der Luft explodiert. Zu sehen war dabei absolut gar nichts. Es ging eine gewaltige Schallwelle von der Explosion aus.


    Belege und weitere Quellen für die weiträumige Verbreitung des Phänomens:



    Diese Artikel belegen auch eineindeutig, dass das Ganze mitten am Tag im Hellen stattfindet, ohne dass eine Erklärung gefunden werden kann.

    Achtung: Hierbei handelt es sich nicht um das übliche und bekannte Geisterklopfen und Knacken, das manchmal auch bis zu einem Knallen werden kann, könnte jedoch möglicherweise auch damit in Verbindung stehen, wenn auch entfernt... Über solche Geräusche machen sich Geistwesen gerne und sogar noch viel häufiger bemerkbar. Dabei nutzen sie Hohlräume in den Wänden, geräuschvolle Diehlen und dergleichen aus. Mehr dazu später...

    Vorläufiges Fazit:
    Ganz klar haben wir es hier mit einer der Bevölkerung derzeit unbekannten Art von Explosionsquelle zu tun, die niemanden verletzt, aber durchaus Autos und Gebäude, sowie Gegenstände darin durch Druckwellen beschädigt.
    Meiner Meinung nach muss dahinter eine Art von Intention stecken, die sich mir noch nicht ganz erschließt. Diese Intention bezieht sich deutlich auf  urbane Zentren. Es wirkt in geringem Maße destruktiv und vor allem erschreckend.



    Sonntag, 30. Juni 2013

    Meldung: Der Equilibrium Works Online Shop hat eröffnet


    NebelALLraunen zieht jetzt auch an! Bei Equilibrium Works könnt ihr Sprechende Bilder und Motive von NebelALLraunen als Shirts (und vieles mehr...) käuflich erwerben!

    Da ich logistisch, technisch, zeitlich und finanziell nicht alles allein machen kann, arbeite ich hier in Kooperation mit Spreadshirt, die deshalb auch die Preise festlegen. Ich verdiene daran eher einen symbolischen Anteil von 1 Euro. Doch die Motive, Designs und die Gestaltung der Produkte sind handgemacht und ich hoffe sie sagen euch zu! Bei Wünschen, Anregungen, Fragen, Kritik und Vorschlägen postet hier einfach, wie immer, einen Kommentar. Sagt mir einfach was ihr wollt und ich ermögliche es!


    Eines kann ich euch garantieren:
    Mit Equilibrium Works arbeitet ihr magisch wirksam für das Equilibrium und nebenbei unterstützt ihr NebelALLraunen und Poeta Immortalis mit einer kleinen finanziellen Opfergabe.

    Ich habe bewusst besonders biologisch hergestellte Produkte in meinen neuen Onlineshop aufgenommen, die nun mit fetzigen Sprüchen, Glyphen und schönen Bildern bedruckt sind. Natürlich habe ich euch auch selbst in der farblichen Gestaltung und den Größen, sowie Arten der Oberteile viele Möglichkeiten gelassen. Möge für Jeden das Richtige dabei sein!

    Samstag, 8. Juni 2013

    Und die Fluten sprechen: Das Lebensversprechen

    Und wieder sprechen die Fluten zu uns in ganz Mitteleuropa... 2002 wollten sie uns warnen, uns zum Rückzug zwingen aus den Gebieten, die keinen je gehören können. 
    Der Mensch kann und darf die Natur nicht besitzen. Doch sie hat uns in der Hand. Die Götter haben uns in der Hand und ihr Werk wird zerstörerisch sein, wenn die Menschen ihre Aufgaben, ihre einstigen Versprechen vergessen, nicht auf die eineindeutigen Zeichen schauen, die ihnen gegeben werden. Unsere Freiheit wurde uns durch die Götter gegeben. Doch nur unter der Bedingung, dass wir als Schützer ihrer Werke auftreten. Die Menschen haben ihr Gleichgewicht mit der Natur verloren... DER MENSCH IST EINE PLAGE, JA EINE KRANKHEIT GEWORDEN. Der Regen soll uns reinigen, uns Heilung bringen. Amarru ist zurück und er nimmt all den Tand hinfort... holt sich seine Opfer selbst, da wir vergessen haben, wie wichtig es ist ZU OPFERN. Ja, es ist ein elemantarer Bestandteil des Lebens das was wir HINFORTNEHMEN auch wieder ZURÜCKZUGEBEN! Wir alle sollten in jeder Beziehung gründlich überdenken, was wir alles nehmen und ob es gleich dem ist, was wir geben. Denn dies uns nichts anderes sollte es sein! Sonst machen wir uns in irgendeiner Form schuldig und die Betrogenen haben ein gutes Recht sich ihren Anteil zurückzuholen.
    Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass alles stets und zyklisch ins Gleichgewicht kommen muss, um gerecht zu wirken, gesund, klar und heilig zu sein! Dies möchte ich hiermit ändern und es schriftlich fixieren:


    Das Lebensversprechen
    Grundlage: Die Schöpfung und Existenz jedes Wesens beruht auf dem heiligen, allgegenwärtigen Gesetz des Equilibriums.




    Ein Wesen bin ich
    und wie ich hier bin,
    so schwöre ich:

    So wahr das Leben aus dem ALLEQUILIBRIUM (666) kam,
    so komme es dorthin dreifach zurück.
    Ich verspreche zu geben, was mir gegeben ward,
    so sei es in Liebe, Leben und Tod.
    Ma'at sei mein Wesen ewiglich.
    Die Kreise schließen sich.



    Mögen aus den Fluten schillernd tausend Regenbogen der Kreativität und des natürlichen Schaffens hervorsteigen!

    Sonntag, 2. Juni 2013

    Meldung: Schamanistischer Arbeitskreis

    "Liebe Freunde der Heilpflanzen,
    ich möchte euch noch einmal die Idee, die hinter diesem Arbeitskreis steht, erläutern.
    Unsere Vorfahren hatten früher keine andere wirkungsvollere Medizin als die Heilpflanzen.
    Das Wissen um Heilwirkungen wurde damals von Generation zu Generation weiter gegeben.
    Doch woher kam dieses Wissen? Die geläufigste Schulmeinung darüber ist, dass unsere Vorfahren weit zurück in der Vergangenheit die Heilwirkungen über das Trial- & Error Prinzip herausgefunden hätten.
    Diese Theorie ist allerdings nicht haltbar, wenn man heute lebende indigene Kulturen mit unseren Vorfahren vergleicht. Das Wissen um Pflanzen haben bspw. die Ureinwohner Südamerikas durch direkten Kontakt mit diesen - sozusagen über eine persönliche Begegnung, wie Ethnologen berichten.
    Dieser Vorgang ist nichts abstraktes, sondern dabei bekommen die Fragenden konkrete Antworten mit Aussagen über Wirkung, Herstellung, Dosierungen etc.
    Es ist stark davon auszugehen, dass auch unsere Vorfahren mit ähnlichen Methoden gearbeitet haben, wie die Ureinwohner Südamerikas.
    Was sind das aber für Methoden? Eine kurze Antwort darauf ist: Veränderte Bewusstseinszustände.
    Um die besagten Techniken, die mit der Veränderung des Bewusstseins einhergehen, zu verstehen, muss man das materialistische, wissenschaftlich geprägte Weltbild des Westens verlassen und versuchen sich in das Weltbild der Ureinwohnern hinein zu denken.
    Deren Weltbild ist nämlich ein animistisches. Das heißt, hinter der materiellen echten Welt gibt es für sie eine nicht-offensichtliche Welt: eine nicht-alltägliche Wirklichkeit.
    Dort wohnen die Götter, die Ahnen, die Geister. Mit diesen lässt sich in Kontakt treten, wenn man sein Bewusstsein verändert, und zwar in Richtung Trance-Zustände. Das sind Bewusstseinszustände, die den Gehirnfrequenzen eines Traums im Schlaf ähneln. Wir verfügen also, laut diesen Ureinwohnern, die Fähigkeit in diesen Bewusstseinszuständen Informationen aus unserer Umwelt zu bekommen, die wir nicht augenscheinlich gar nicht wissen können.
    Es ist geläufige Meinung, dass angeblich nur sogenannte „Schamanen“ diese Fähigkeit besitzen sollen, diese Schwelle in die nicht-alltägliche Wirklichkeit zu überschreiten.
    Dass dem aber nicht so ist, kann man schon daran erkennen, dass wir alle diese Schwelle des Nachts täglich überschreiten, wenn wir träumen.
    Die Fähigkeit für Trance-Zustände besitzt anscheinend jeder Mensch – logische Schlussfolgerung ist dann: diese Trance-Techniken kann auch jeder Mensch erlernen und dann erfolgreich anwenden. Und so ist es auch.
    In dieser Arbeitsgruppe wollen wir gemeinsam diese Techniken benutzen und üben.
    Als Trance-Induktion hat sich die Trommel als altes Instrument bewährt.
    Theoretischer Hintergrund der sogenannten „schamanischen Trancereise“ ist die durch Micheal Harner mittlerweile schon seit 30 Jahren im Westen verbreitete Idee des Core-Schamanismus.
    (Mehr dazu in seinem Buch. Siehe Literaturempfehlung.)
    Als zweiten Schritt wollen wir auch gemeinsam in persönlichen Kontakt treten mit unterschiedlichen Heilpflanzen. Wir wollen dabei nicht nur in Kontakt treten, sondern auch um Informationen über Heilwirkungen erbitten.


    Das Ganze soll allerdings nach westlichem wissenschaftlichen Prinzip der Verblindung ablaufen, was bedeutet, dass niemand der teilnehmenden Personen weiß, um welche Pflanze es sich handelt mit der sie in Trance in Kontakt treten soll. Das hat den Vorteil, dass man ohne eigenen Ideen und Vorwissen ganz neutral in die Erfahrung hinein gehen kann.
    Die Reiseberichte werden danach schriftlich notiert und in der Gruppe ausgewertet. Im Anschluss erfolgt die Auflösung, um welche Pflanze es sich gehandelt hat, und die Recherche darum, in wie fern die erlangten Informationen mit denen der Literatur übereinstimmen.
    Zu erwarten sind meiner Erfahrung nach, entgegen jeder „rationalen“ Vernunft, Übereinstimmungen der Reiseberichte mit der Literatur – aber eben auch Informationen, die nicht in den Büchern stehen. Diese sind natürlich von besonderem Wert, sofern sie gehäuft auftreten.
    Geplant ist die Arbeit mit den grundlegendsten Heilpflanzen, die häufig vorkommen und leicht zu finden sind. (ca. 20-30)
    Am Ende soll jeder Teilnehmer das Grundwissen besitzen, diese Heilpflanzen in der Natur zu finden, und seine Heilwirkungen zu kennen. Dieser Grundstock reicht eigentlich aus, um die allermeisten Krankheiten zu behandeln.
    Durch die eigene Erfahrung lässt sich das Wissen auch besonders gut einprägen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Heilwirkung durch einen persönlichen Kontakt um ein vielfaches potenziert werden kann, sofern man es benötigt.
    Dieses Wissen und diese Fertigkeit macht einen mehr oder weniger unabhängig von Apotheken, was in naher Zukunft vielleicht von großer Bedeutung werden könnte.
    Es wäre wünschenswert, dass jeder Teilnehmer die Fähigkeit der Trance-Reisen zuhause übt, sofern er es nicht sowieso schon tut. Diese lässt sich nämlich genau so trainieren und verbessern, wie jede andere Fähigkeit auch.
    Kein Teilnehmer ist an das schamanische Paradigma gebunden, sondern jeder kann natürlich in seinen eigenen Systemen arbeiten.
    Wer allerdings Anfänger in Trance-Arbeit ist, sollte nicht abgeneigt sein, das schamanische Weltbild und die Theorie dahinter zu benutzen. Der Vorteil ist einfach, dass es gut funktioniert und leicht mit Pflanzenarbeit kombinierbar ist. Neben der Trance-Reise ist da dann nämlich noch der Krafttier Aspekt zu nennen, den es im westlichen Core-Schamanismus gibt, der darüber hinaus noch wertvoll ist.
    Ich würde den interessierten Anfängern auf jeden Fall eine Einweisung geben – und die ersten Trommelkreise als reinen theoretischen und praktischen Übungszweck sehen, bevor wir dann mit der richtigen Arbeit mit den Heilpflanzen beginnen. Bitte schreibt mir dazu noch eine E-Mail (Leonhard.Puttich@gmx.de) , damit ich weiß, wer alles daran interessiert ist! Die Übungen können ab nächste Woche, also Anfang Juni, losgehen.
    Die Arbeitsgruppe trifft sich bei mir zuhause in einem zweiwöchigen Abstand abends unter der Woche. Ich habe einen separaten leeren Raum für eben solche Projekte in meiner Wohnung eingerichtet. Mitzubringen sind Trommeln, Rasseln & Kraftgegenstände.
    Um einen geeigneten Tag zu finden, an dem möglichst alle können, tragt euch bitte hier ein: http://www.doodle.com/abi3qwbn94nbawu4
    Den Arbeitskreis würde ich bewusst offen lassen, da man die verblindeten Ziele auch nacharbeiten kann. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die einen Termin verpasst haben.
    Wünschen würde ich mir eine große, aktive Gruppe die sich mit Forscherdrang in diese Gefilde vor wagt.

    Mögen wir zum Nutzen unserer Mitmenschen die Heilpflanzen wieder so entdecken, wie es unsere Vorfahren wahrscheinlich vor langen Zeiten getan haben, und den Niedergang dieser Heilkunde entgegen streben.
    Liebe Grüße,
    Leo


    Empfohlene Literatur:
    1. Michael Harner – der Weg des Schamanen (Schamanisches Grundlagenwerk. Zu empfehlen!)
    2. Eliot Cowan – Pflanzengeist-Medizin (Heilpraktiker aus den USA, der das gleiche macht, wie wir wollen. Die Hälfte des Buches besteht aus Interviews mit Heilpflanzenheiler in Südamerika.)
    3. Wolf Dieter Storl – Kräuterkunde (Ethnobotanisches Grundlagenwerk über Pflanzendevas.)
    4. Jeremy Narby - Die kosmische Schlange: Auf den Pfaden der Schamanen zu den Ursprüngen modernen Wissens. (Über den Wissenserwerb der Natives.)"

    - im Namen von Leonhard gepostet