NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 27. März 2013

Phänomene: Ohrwürmer und intuitive Musik

Ohrwürmer sind ein seltsames Phänomen der Musik. Sie fressen sich tief in unser Unterbewusstsein  und haben dann großen Einfluss auf uns persönlich oder sogar große Menschenmassen. Musik kann so (und anders...) magisch höchst wirksam werden. Doch diese Magie kann auch schadhaft sein! In so einem Fall wehrt sich das Unterbewusstsein eines gesunden Menschen dagegen. Es verdaut diese schlechte Kost und lässt uns weitestgehend vergessen. Das Vergessen schützt uns vor der Überlastung unserer geistigen Recourcen, auch wenn es meist negativ aufgefasst wird. Diese Dinge hat sicherlich jeder schon ein paar Mal erlebt. 
Besonders ist nun, dass 
  1. Ohrwürmer scheinbar zufällig exakt die derzeitige (Lebens-, Tages-)Situation widerspiegeln, reflektieren oder in textlicher Mehrdeutigkeit persönlich auffälliger Passagen (auch als Misheard Lyrics) relevante Andeutungen machen. Diese treten A) direkt nach dem beabsichtigem oder unbeabsichtigem Anhören des Liedes, B) lange nach dem ersten Hören des Liedes, B1) besonders beim oder nach dem Aufwachen, B2) besonders beim Einschlafen (im Halbschlaf) oder sogar C) ohne dass man das Lied je zuvor gehört hat (ebenfalls möglicherweise beim Aufwachen C1 und Einschlafen C2) auf.
  2. Man sich in dösigen Phasen, im Halbschlaf oder Trance so vorkommt wie ein Radio- oder Fernsehempfänger, da man Lieder und Text wie in solchen hört. Dabei kann es hin und wieder dazu kommen, dass man bevor man das Radio oder Fernseher anschaltet und genau das läuft, was man kurz zuvor oder fließend übergehend im Geiste empfangen hat.
  3. Unvermittelt, spontan und intuitiv Lieder in den Kopf schießen, bei denen man das starke Verlangen hat sie zu singen oder zu summen. Auch hier gibt es verschiedene Arten zu unterscheiden. So kann das Lied A) bereits bekannt sein und auch zum allgemein der Menschheit bekannten Reportoire an Musik gehören, B) einem selbst unbekannt sein, es wäre jedoch möglich dies Musik den bekannten Interpreten und Titeln zuzuordnen und C) sowohl einem selbst, als auch allgemein völlig unbekannt sein muss, da das Lied C1) ganz oder teilweise eine Neuschöpfung darstellt, C2) völlig fremdartig und wie einer fremden Zeit und/oder Kultur/Welt entstammend erscheint oder gar C3) zwar seltsam vertraut und anziehend ist, aber absolut nicht in die derzeitige Zeit und Welt passen kann.
Zu 1.)  Schon mein ganzes Leben lang verfolgen mich diese Lieder, die mir genau sagen, was zu tun ist, oder wie es derzeit um mich steht und ich weiß, dass ich nicht allein damit bin. Ziemlich eindeutig handelt es sich hierbei um eine Unterart der Omen. Also möchten entweder mein Unterbewusstsein, mein Ka oder gar andersweltliche Wesen hiermit Kontakt zu meinem Bewusstsein herstellen, mich beraten und mir klar machen, wie es aussieht. Sei es Boulevard of Broken Dreams von Green Day, Ich bin ein wahrer Satan von ASP, Gamma Ray mit Send me a sign und Strangers in the night, Rock you like a Hurricane von The Scorpions zu meinem Geburtstag (zum Tag meiner Geburt wütete ein Sturm) oder PAIN mit The Great Pretender... was auch immer es bei euch war und sei, es hat etwas zu bedeuten! Darum forscht, hinterfragt und interpretiert! Ich selbst möchte euch vorerst die detaillierte Aufschlüsselung der Bedeutungsebenen der genannten Lieder ersparen. Doch manchmal hat auch nur der Titel oder Name des Interpreten etwas für einen zu bedeuten und weniger der Liedinhalt. Denkt darüber nach, worauf ihr selbst immer geachtet habt!
Zu 2.) Dieses seltsame Phänomen kenne ich nicht nur von mir persönlich, sondern ich kenne ein halbes Dutzend Personen, die mir persönlich berichtet haben, dass sie auch derartige Dinge erleben, deren Sinn sich mir noch nicht ganz erschließt. Divinatorisch ist es allemal... doch will es etwas sagen?!
Zu 3.) Auch das passiert mir des Öfteren und das Besondere ist hierbei, dass der Text aus einer mir völlig unbekannten Sprache stammt, die ich nie gelernt habe und zudem sehr alt wirkt (C2 und C3). Ein ganzes Lied konnte ich dabei vom Text und den dazugehörigen Bewegungen her schon aufzeichnen (Oyia malar), die wie von allein durch mich durchströmten. Das Verlangen des Aufzeichnens ging damit einher. Das Lied lief fast ins Endlose und hatte eine immer wiederkehrende mantraartige, eintönige Struktur, die es in meinen Augen zum rituellen Lied macht. Bei C1 kann es meiner Meinung nach entweder eine eigen Idee oder eine Eingebung durch Geistwesen und Götter sein, die zu einem neuen Lied, Text oder einer neuen Melodie verhalf. Bei mir hatte das meist eine gewisse Situationskomik inne.

Fassen wir noch einmal kurz zusammen:
Es gibt ganz gewöhnliche Ohrwürmer (ins Englische selbst als earworm vom klischeebehafteten Insekt übernommen, aber besser würden wohl die Begriffe sticky music und head music passen), wie sie jeder kennt, aber auch welche, die uns Botschaften übermitteln, die genau in die jeweilige Situation passen, seltsame Empfänglichkeiten für terrestrischen Radio- und Fernsehempfang, sowie intuitive Musik, die auch aus fernen Zeiten oder früheren Leben stammen kann. Dies alles beruht auf meinen eigenen Forschungen und ich würde mich sehr über jede Art von Beitrag zu meiner Arbeit freuen.



Du hast selbst derartige Erfahrungen gemacht? Dann schreib mir unter poeta-immortalis@web.de oder nimm an der Umfrage in der rechten Sidebar (Mitte) teil!

Ich danke allen, die mir Informationen über ihre Erfahrung haben zukommen lassen!


Freitag, 22. März 2013

Ritual: Die IAO-Formel

Was ist "die IAO-Formel"?
In der spätantiken Gnosis, dem christlich kopierten und wild vermischten antiken Wissen der Magie, kommt sowohl das Wort Iao als Name einer schöpferischen Urgottheit, als auch diese Lautkombination immer wieder vor. Ihr wohnt eine uralte lautmagische Kraft inne, die wir noch heute nutzen können. Iao (oder Jahu - ungleich dem jüdischen Mondgott Jahwe!) ist ein phönizischer Sonnengott, der mit diesen Riten und Kräften in Verbindung stehen könnte. Bis heute arbeiten die Magier und Hexen verschiedenster westlicher Magietraditionen mit dieser Grundformel, die eng im Zusammenhang mit den weltweiten Schöpfungsmythen steht und die Grundlaute zahlreicher Sprachen beinhaltet. Dazu tritt noch der Aspekt einer mystischen Bedeutung, die den einzelnen Buchstaben I, A und O zugeordnet wird. Die Bedeutung des O, wurde ja bereits im Zusammenhang mit dem magischen Symbol Om erläutert.
Christliche Gnostiker schmissen leider verschiedenste Kulte und Götter wild durcheinander und vermischten diese zu ganz neuen seltsam anmutenden Mythologien, die so wahrscheinlich nie reals stattgefunden haben. In ihrer Arbeit waren sie den modernen, von Peter Carroll mitbegründeten, Chaosmagiern nicht ganz unähnlich. Zweifellos haben diese Menschen, damals wie heute, magische Erfolge erzielt. Jedoch könnte man fast von einer Pervertierung traditioneller Magie sprechen, bei der den gnostischen Magiern sicher aus den Gräbern ihrer Ahnen Flüche nachgerufen worden sind... Bei derartigen Verfehlungen ist es mehr eine glückliche Kombinationsgabe ähnlicher Sachverhalte als Verstand, die hier zum Erfolg führen kann. Jedoch gibt es einen großen Haken an der Sache. Die Unkenntnis der tatsächlichen Hintergründe und Zusammenhänge macht einen selbst immer mehr zum Spielball der Wesen und Kräfte, die man zu bändigen versucht... was durchaus zum kläglichen Scheitern führen kann. Es funktioniert einfach nicht mit einander verfeindeten Wesenheiten gleichzeitig zu arbeiten.
Glücklicherweise ist die IAO-Formel an sich völlig frei von diesen historisch-mythologischen Fehltritten, sodass wir sie bedenkenlos, doch nicht unbedacht einsetzen können. Christliche Assimilationen dieser Formel wurden durchaus schon des Öfteren erprobt, entbehren völlig einer Grundlage, da die Nutzung dieser Laute heidnisch stark vorgeprägt ist.

Doch wozu dient sie eigentlich?
Das IAO-Ritual ist energetisiert, lädt, reinigt, und schützt den Magier/die Hexe und seine/ihre Umgebung. Es  wirkt bannend, stärkt die Körperenergien, festigt die Aura und ist zudem eine universelle magische Übung, die vor anderen Ritualen praktiziert werden kann. Die IAO-Formel ist nicht nur der Aura und dem Energiefluss des/der Magietreibenden zuträglich, es erzeugt sogar eine leichte Trance oder ist zumindestens trancefördernd (je nach ausführendem Individuum und Erfolg der magischen Aktion).

Die Ausführung der IAO-Formel:
Wie ihr euch sicher denken könnt, besteht die IAO Formel aus drei Teilen: I, A und O. Es ist also ein dreiteiliges, alle Weltenebenen umfassendes Ritual. Die einzelnen Teile können gemeinsam oder gesondert und in beliebiger Reihenfolge praktiziert werden, wenn dies der rituelle Gesamtkontext erfordert. Allerdings ist die Reihenfolge IAO schon sehr sinnig und erfahrungsgemäß erfolgreich. Über den Erfolg braucht ihr euch eigentlich keine Sorgen machen, da dieses Ritual fast von alleine funktioniert und somit sehr leicht auszuführen ist.

Die I-Formel
Zuerst sei geklärt was der okkulte Sinn der I-Formel ist: Es handelt sich um eine Vereinigung der Weltenebenen und ihrer Energien in einem selbst. Dabei strömt von den überweltlichen "Himmels"-Ebenen die lichte Energie und von den Unterweltebenen die dunkle Energie zusammen. Es fließen also Yin (dunkel) und Yang (hell) aus dem Makrokosmos in den eigenen Mikrokosmos. Man öffnet dabei vor allem das Scheitel- und Wurzelchakra (sowie die Fuß-Chakren), vereinigt sich mit seinem und dem umgebenen "Oben" und "Unten", und wird so offener für Inspiration und Eingebung, ja bringt sich mit den Welten ins Gleichgewicht.
Und so funktioniert das Ganze:
Man stelle sich aufrecht stehend auf, die Hände an den Seiten nach unten hängend. Mit der Blickrichtung kann man nun zusätzliche Symboliken und Kräfte hinzufügen, wenn man denn will. Die übliche Richtung ist, wegen der aufgehenden Iao-Sonne (oder anderen solaren Gottheiten), Osten. Man schließe nun die Augen ganz oder halb und intoniere (also spreche vibrierend und fast sängerisch) ein musikalisch wertvolles und langgestrecktes "Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihhhhhhhhh". Im Grunde reicht das schon zur Aktivierung der Energieströme. Doch zur Verstärkung ebendieser, visualisiere man deutlich von oben herab durch seinen Scheitel einen hellen Energiestrom (weiß, gelb oder golden). Von unten ist ebenfalls ein Energiestrom spürbar, den man dunkel (schwarz, braun, grau, dunkles moosgrün oder dergleichen) visualisieren kann. In der Magen-Darm Gegend sind dabei Verwirbelungen spürbar, wenn man genau darauf achtet.
Ansonsten durchdringt nun den ganzen Körper ein deutliches Gefühl der Energetisiertheit.

Die A-Formel
Der Sinn dieses Teilrituals ist die Vereinigung von Yin und Yang, von linksseitigen und rechtsseitigen Energien, in einem selbst. Es handelt sich um einen Ausgleich der Körperenergien zur Herstellung des inneren Equilibriums. Diese Übung stellt das Kräftegleichgewicht her, das ägyptische Ma'at, ein Wort, das vom "A" bestimmt wird und das "A" bestimmt. Dabei werden die Handchakren geöffnet und aktiviert.
Wieder steht man dabei aufrecht, mit geschlossenen oder halb geschlossenen Augen, in selbiger Ausrichtung, wie zuvor. Nun breitet man dabei die Arme nach links und rechts aus, sodass man eine Waage bildet. Die Intonierung lautet diesmal "Aaaaaaaaaaaahhhhhhhhh", bei der man selbst zur Waage wird und von rechts ein harter Energiestrom auf das Handchakra trifft, der oft rot gesehen wird und deshalb auch so visualisiert werden kann. Von links dagegen trifft einen ein sanfter und kühler Energiestrom, durchfährt einen genauso und verwirbelt sich um das Herzchakra. Vielleicht wäre ein sanftes, kühles Blau die richtige Farbe dafür.
Das energetisierende Kribbeln und eine tiefe Ausgegelichenheit durchdringen einen nun horizontal.
I- und A- Formel in Kombination bringen ein vertikales und horizontales Kräftegleichgleichgewicht, innen wie außen, oben wie unten und kräftigen noch dazu. Angewandte Hermetik könnte man das nennen.

Die O-Formel
Wie der Buchstabe "O" schon ausdrückt, geht es hier praktisch um einen magischen Schutz- und Bannkreis, sowie eine innere Zentrierung, die erreicht werden soll. Gleichzeitig strahlt der/die Ausführende dabei noch reinigende Energien in "Wellen" ab (Einsatz als äußeres Reinigungsritual, nachdem "I" und "A" einen innerlich gereinigt haben), stärkt die eigene Aura und Selbstsicherheit. Es handelt sich hierbei um eine Kombination der Vertikalen und Horizontalen, die jeweils Kreisläufe bilden sollen. Es ist nicht anders als überall in der Natur: Im Kräftegleichgewicht funktionieren die Kreisläufe am Besten.
Die aufrechte Haltung, geschlossenen Augen und Richtung bleiben wie gehabt. Man bilde durch Verschränung/Ineinanderfahren der Hände vor dem Bauch einen Kreislauf, ein "O" und spreche nun auch dieses kräftig und vibrierend: "Ooooooooooooohhhhhhhhhh". Die lautmagische Aktion ist der Kern, das Relevanteste der ganzen Rituals. Energieströme entstehen nun horizontal, wie vertikal und bilden jeweils einen Kreislauf, der dunkelblau visualisiert werden kann. Davon pulsieren wiederum in alle Richtungen Energiewellen ab.

Damit wäre das Ritual abgeschlossen, das als Grundlage aller weiterer magischer Aktionen dienen kann, als eine der Möglichkeiten der Arbeit mit dem Equilibrium/Maat. Es ersetzt problemlos ähnliche Rituale zweifelhaften Inhalts, wie das sogenannte kabbalistische Kreuz, das wir aufgrund der Verbindung zum "Gott" der abrahamitischen Religionen auf keinen Fall in der üblichen Form anwenden sollten.

Mittwoch, 20. März 2013

Magische Symbole: Om/Aum


Wer kennt ihn nicht, den durchdringenden Klang der Schöpfung? Ist es vielleicht sogar der Klang des Urknalls?!

Das aus dem Sanskrit entstammende Om (oder "Aum") ist eines der bekanntesten magischen Symbole Indiens und enthält gleich eine Fülle von Bedeutungen, an die man aus den verschiedensten Richtungen herantreten kann. Es handelt sich hier nicht nur um ein Symbol magischen Inhalts als Solches, das für das sogenannte "Pranava Mantra" steht,  sondern es ist die Verschriftlichung der heiligsten Silbe des Hinduismus. Doch dem nicht genug: "OM" ist der übergeordnete, durch das Multiversum reisende und doch personale (ALL-)Gott Brahman, der sich in diesem Ton und Zeichen manifestiert (Upanischad-Mystik). Auch im Buddhismus verliert das heilige Sprachsymbol nicht an Wichtigkeit: Es steht für Buddha, dessen Lehre und Anhängerschaft. Dieser Umstand macht diese simpel klingende Silbe zum Allerheiligsten der meisten Inder und zum Bestandteil jeder Verehrungsformel der zahlreichen Spiritualitäten und Religionen dieses Kulturkreises.
Diese hohe kultische Bedeutung hat das "OM" schon seit Ende der vedischen Zeit, also schon seit über 3000 Jahren. Besonders geschätzt wird diese heilige Silbe zur Vertreibung von schadbringenden Dämonen. Das klingt besonders logisch, da ja bereits der vibrierte Buchstabe "O" im IAO-Ritual ebenfalls eine solche Wirkung bieten kann. Aus genau diesem Grund bietet es sich gleichermaßen an am Anfang und Ende eines jeden Rituals ein BANNENDES dreifaches "Om" oder einfaches "I-A-O"  zu rezitieren.
Bei Versenkungs- und Konzentrationsübungen aller Art wirkt das eintönige Summen äußerst förderlich und kontrolliert zeitlich den Atem.
Die Darstellungen des "OM" lassen erkennen, dass dieses Symbol und dessen tonale Ausführung Nähe zu den Göttern, ja göttliche Konversation ankündigt und erzeugt.







Persönliche Entschlüsselung des Om durch Poeta Immortalis
(mit bildhafter Erläuterung in Klammern)

Meine Erfahrung und Interpretation dieses magischen Symboles sieht eine sich aufbäumende, aufsteigende Weltenschlange oder Kundalini (3), an die ein Symbol für Sinnes- und Sprachäußerung, sowie Kontakt (rechts anschließender s-Kringel) anschließt. Darüber befindet sich eine Kombination aus einer unteren Mondsichel (oder möglicherweise auch einer Art Barke), sowie einer Sonne, wie man es aus Mesopotamien und Äygpten als Vergleich kennt. Dieser letztere Bestandteil symbolisiert eine Hohegottheit solaren Hintergrundes oder eine Kombination aus solar und lunar, den in allen Zeiten lenkenden Gestirnen der Erde. Es wird durch dieses Symbol ein Aufstieg der irdischen, natürlichen Tiefenkräfte, der sexuellen Energien und des Komplexes Weisheit-Wissen zu und durch göttliche Sphären, wie Entitäten verdeutlicht. Die Quelle und Ursache dieses Vorgangens ist der heilige Laut, der den Kontakt herstellt und Pforten zu allen genannten Bereichen eröffnet. Genau dies wird bildhaft durch das balinesische "Om"-Symbol noch viel eineindeutiger. Hierbei könnte man noch die Kundalini aus dem Wurzelchakra kriechen sehen, die Schlange, die aus den Tiefen der Erde hinaufsteigt, die stellaren Ebenen zu erreichen sucht...


Donnerstag, 14. März 2013

Im Lichte betrachtet: "Athenaheiligtum von Priene" von Arndt Hennemeyer


Wieder beginnt eine neue Kategorie bei NebelALLraunen, in der es nun um gesamte Bücher gehen soll, die genau unter die Lupe genommen werden. Beginnen möchte ich hierbei mit dem Werk Arndt Hennemeyers "Athenaheiligtum von Priene, Die Nebenbauten - Altar, Halle und Propylon - und die bauliche Entwicklung des Heiligtums",  das derzeit das aktuellste Übersichtswerk zu diesem berühmten und großartigen Bauwerk bildet. Lasst euch etwas tiefer in die Forschungswelten der Archäologie entführen... oder genau gesagt seeeehr tief, bei speziell diesem Buch, das ich wirklich nur eingefleischten Archäologen und Architekten empfehle, da die Sprache des Buches leider niemand anders wirklich durchblicken lässt. Aber dafür gibt es ja Leute wie mich...

Priene war einst eine bedeutende ionische Seehandelsstadt Kleinasiens, deren Neugründung ab 350 v. Chr. nördlich von Milet und nahe der Stadt Ephesos auf der bergigen Halbinsel Mykale, direkt am Meer, entstand. Am, heraldisch und numismatisch für die planhafte Gründung bedeutenden, Mäander gelegen, verlandete die Küste bis heute weiter in das einstige Mittelmeer und bietet somit vom zentralen Athenaheiligtum einen weitschweifenden Blick in die flussgeschaffene Ebene.
Im hippodamischen Straßenraster von Priene spielte das erhöht gelegene Athenaheiligtum schon von Anfang an eine zentrale Rolle. Die Errichtung des Tempels wurde im Jahr 334 v. Chr. beschlossen und unter Leitung des Pytheos klassisch ausgeführt, wie Vitruv es überliefert. Weitere Datierungshinweise liefert eine Quaderinschrift der südlichen Ante, die erzählt, dass König Alexander diesen Tempel der Athena Polias weihte, der Schutzgöttin Prienes. Eine Vielzahl von weiteren Urkunden an den Anten geben die Heiligtums- und Stadtgeschichte wieder. Der Bau und Umbau der Nebengebäude, sowie die Erweiterung des Temenos verlief dabei am Zügigsten, wogegen der repräsentative Peripteros im typisch ionischen Baustil, aus finanziellen Schwierigkeiten, lange Zeit unvollendet blieb, was sich erst nach über 200 Jahren, im Späthellenismus, änderte. Späte Veränderungen am Heiligtum sind bis in die frühe römische Kaiserzeit nachvollziehbar.
Die, 1673 von englischen Kaufleuten wiederentdeckten, Ruinen stehen immer noch und ließen ab 1773 zahlreiche archäologische Untersuchungen zu, die bis heute weitergeführt werden. Dabei wurde die Frühzeit der Forschungserschließung im Athenaheiligtum vor allem durch die britischen Archäologen der Society of Dilettanti mit ihren Schriften Ionian Antiquities bestimmt. Besonders Richard Chandler, Nicolas Revett und R. P. Pullan spielten hierbei eine große Rolle. In den deutschen Grabungen schafften ab 1904 Carl Humann und Theodor Wiegand Maßstäbe im Fortschreiten der archäologischen Erkenntnisse um den Komplex. 1965 wurde die deutsche Forschungsarbeit von O. Bauer fortgeführt und im Laufe der Jahre erst an Wolfgang Muller-Wiener und schließlich in den Neunzigern an Wolf Koenigs übergeben. Arnd Hennemeyer erarbeitete in seinem detaillierten Werk „Athenaheiligtum von Priene“ eine extrem kleinteilige und ausführliche Aufarbeitung der gesamten archäologischen Beackerung des Themas, wobei nicht nur der Tempel selbst, sondern auch Altar, Halle und Propylon, sowie die Entwicklung des Temenos und seiner Bestandteile in steingenauer Präzision auseinandergenommen und mit Erklärungsvorschlägen besetzt werden.


Begriffe:

Ante: vorgezogene Seitenwand einer Cella
Athena Polias: Athena, Schutzgöttin der Stadt
Cella: von Mauern umschlossener heiliger Tempelraum mit Götterfigur/Götterbild
heraldisch: wappentlich, von Heraldik = Wappenkunde
numismatisch: münzkundlich, von Numismatik = Münzkunde
Peripteros: griechischer Tempelbau bestehend aus einer Cella, einer vor- und einer nachgestellten, durch Anten geöffneten Halle, wobei diese drei Bauteile von einer Säulenstellung (Pteron) umgeben sind
Temenos: Heiliger Bezirk, der einen Tempel einschließt

Mittwoch, 6. März 2013

Sprechende Bilder: Beschwörung des Ka




Die ägyptische Seelenlehre kennt drei verschiedene Seelenteile: Das Ka, das Ba und das Ach/Akh (zuweilen auch Ha genannt).
Das Ka ist unser höheres Selbst, ein überaus wichtiger Bestandteil unserer Seele, der jedoch auch unabhängig von uns agieren kann, jedoch niemals von uns getrennt sein sollte. Es galt im alten Kemet als großes Unglück und Fluch, wenn dieser Seelenteil von der restlichen Seele getrennt war. Das Ka leitet die anderen Seelenteile mit Verstand und Weisheit aller zuvor dagewesenen Leben, sowie Nachleben. Beim göttlichen Vorgang der Geburt wird das von Ra gespendete Ka in den Körper gepflanzt, auf dass es im Leben mit ihm verwachse. Im Nachleben sorgt das Ka dafür, dass unser Ba eine gerechte und uns angemessene Aufgabe und Stellung im Duat (Jenseits) bekommt.
Das Ba dagegen ist das was unsere eigene nahezu unsterbliche Seele und Psyche ausmacht. Ja, das Ba, das bist du. Demnach ist, wenn man vom Ba einer Gottheit spricht der Hauptaspekt, die Gottheit selbst gemeint und keiner ihrer weiteren Seelenteile. Das mag verwirrend klingen, aber so komplex ist nunmal unsere Welt aufgebaut und nach einiger Zeit des Einfindens und Begreifens, ist auch dies kein Problem. Deshalb sollte man auch stets zu Paradigmenwechseln fähig sein... ganz davon abgesehen, dass jede Kultur und Zeit ihre eigenen Anschauungen mitbringt, die man nur wirklich begreifen kann, wenn man in ihnen lebt. Doch sie alle sind miteinander verbunden, was besonders auffällt, wenn man genauer hinschaut. Dann tauchen Verknüpfungen zwischen den verschiedensten andersweltlichen Orten und Wesenheiten auf....
Das Ach ist der feinstoffliche Körper, in dem das Ba wohnt und mit dem es die jenseitigen Lande durchwandert.
Also fassen wir zusammen: 
Wir als Ba wohnen in einem Ach gemeinsam mit unserem Ka und das Ach wohnt wiederum in unserem grobstofflichen Körper.

Warum sollte man nun eigentlich das Ka beschwören?
Ganz einfach: Das Ka ist ein intelligenter Wissensträger und geistiger Führer, dem unser Thelema inne ist. Deshalb ist eine Möglichkeit unseren höheren Willen, unser Lebensziel zu erfahren jenen Seelenteil dazu zu befragen.
Schöpferisch, zeugend und als Quell des Wissens agiert das mächtige Ka und wird demnach eher mit der männlichen Zeugenskraft des heiligen Apis-Stieres in Verbindung gebracht (dessen Name auf altägyptisch Hep lautet). Dies alles sind verehrenswürdige Attribute, die wahre Größe ausmachen, weshalb der U-förmige Armgestus für Verehrung, Anbetung, Größe, hohe Stellung und das Ka selbst steht.
Zu allem Überfluss benötigt dieses göttliche Selbst auch noch Opfergaben, um zu überleben, nachdem ein Mensch verstorben ist. In Gräbern wird die Opferstelle des Ka daher mit erhobenen Ka-Armen gekennzeichnet. Doch auch schon zu Lebzeiten kann man dem Ka opfern, um es zu fördern.
Im Ritual "Erhöhung des Sonnenfalken" haben wir diesen rituellen Bestandteil bereits in einen Kontext eingebunden erlebt. Selbstverständlich geht das ganze auch völlig losgelöst von diesem Ritual, was dem erfahrenen Magietreibenden sicher bewusst ist.
Möge es euch gelingen und zu höherer Erkenntnis führen! 


Hier kann die Ka-Beschwörung, von mir gesprochen, angehört werden:
http://picosong.com/YvA8

Dienstag, 5. März 2013

Ritual: Erhöhung des Sonnenfalken

Nichts ist für das Leben auf Erden wichtiger, als unsere Sonne. Möge sie noch unendliche Zyklen über uns wachen, das Leben neu erwecken und die Feinde des Equilibriums verbrennen!

Einer der vielen solaren Götter und zugleich der Mächtigste unter ihnen, (eigentlich) oberster Herrscher des Landes Kemet (Ägypten) und Hüter aller Ordnung ist der falkenköpfige Gott Re/Ra. Ihn gilt es zu preisen, um einen hohen Status unter der Sonne zu erlangen, ja eins mit seiner Umwelt, eins mit sich selbst zu werden und stets neues Wissen und Einblicke in alte Weisheiten zu erhalten. Lasst uns darum bitten, dass bald ein neuer polytheistischer Herrscher das schwarze und zugleich bunte Land am Nil mit Ma'at und Ra regiert, der die Erde, ihre Schätze, das Erbe der Ahnen und alle Wesen unter der Sonne hoch achtet und schützt!
Um dies alles zu erreichen lasst uns zuerst Ra preisen und anschließend den durch ihn gespendeten Sonnenfunken unserer Seele, das Ka, dem das Wissen all unserer Inkarnationen innewohnt zu beschwören!

Handgemacht: Ein Holzpendel

Ein Pendel ist ein für viele Hexen und Magier wichtiges Instrument, das die unterschiedlichsten magischen Praktiken vereinfachen oder erst möglich machen kann. Solche wären zum Beispiel Suchpendeln, Kommunikation mit Göttern und Geistwesen oder auch divinatorisches Pendeln, um nur Einzelne herauszugreifen. Das Pendel ist eine Art des magischen Zeigers, der, wie alle Hexenwerkzeuge, eine tiefe sympathiemagische Verbindung zu seinem Benutzer haben sollte, um optimal zu wirken. Was könnte da mehr Sympathie hervorbringen, als die Schöpfung eines solchen Kleinkunstwerkes durch die eigenen Hände?! Doch was benötigt man alles dafür?
Ohne große Anschaffungen an teuren Arbeitsgeräten bietet sich als Material natürlich Holz an. Zu allererst braucht man für dessen Beschaffung viel Ruhe und einen oder mehrere ausgedehnte Spaziergänge durch den persönlichen Lieblingswald, am Besten nach einem Sturm oder Gewitter (Windbruch). Dort hält man Ausschau nach dem geeigneten Holzstück, das einem fast schon von selbst ansprechen sollte. Das Ausgangsstück der Arbeit sollte zwischen 7 und 10 cm lang und etwa 2 bis 2,5 cm dick sein, damit ausreichend Bearbeitungsspielraum bleibt. Ein solches Stück, möglichst stabilen und nicht zu weichen Holzes, kann man sich natürlich auch leicht von einem länger aufgefundenen Ast absägen. Wichtig ist, es zu Hause, vor der Bearbeitung, ordentlich trocknen zu lassen. Eine Woche sollte das Stück mindestens liegen, wenn es draußen feucht war. In der Zwischenzeit lassen sich, neben der Säge, auch noch ein Schnitzmesser (ein einfaches Schälmesser tut es meist auch), eine Feile, ein Hammer, ein kleiner Nagel, sowie eine solide Schnur oder ein dünnes Lederband besorgt werden. Alternativ zum Nagel geht natürlich auch eine kleine Schraube, die dann jedoch auch einen Schraubendreher als Werkzeug benötigt.
Ist das Holz trocken und relativ sauber geht es nun an die Schnitzarbeit, die man besser im Freien machen sollte, da ansonsten auch anschließend jede Menge zu reinigen wäre. Hierbei arbeitet man für gewöhnlich vom Körper weg, um Verletzungen zu vermeiden, sowie in Wuchsrichtung, damit keine Splitter entstehen. Eine Seite des Stückes sollte gerade abschließen, die man am Besten sägt und dann noch fein beschnitzt oder feilt, während die andere Seite spitz zulaufen sollte. Ansonsten sind der Fantasie, Lust und Intuition keine Grenzen gesetzt. So hat sich bei meinem Stück schon von Anfang an eine Vogelform gezeigt, die ich einfach als solche ausgearbeitet habe. Experimentieren ist angesagt! Steht nun die äußere Form fest, so kann es an die Feinbearbeitung gehen: Mit der Feile werden Grate und unangenehme Spitzen oder Oberflächen geglättet. Wer es ganz akkurat und glatt liebt, sollte noch Schleifpapier verwenden. Ansonsten können auch magische Zeichen, Glyphen, Initialen und Verzierungen eingeritzt oder aufgemalt werden. Ich habe bei meinem Stück Linien mit einem Brandmalkolben aufgebracht, was natürlich besser, als jede Bemalung, am Objekt haften bleibt und das Element Feuer mit in das magische Werkzeug einfließen lässt. Nun markiert man den exakten Mittelpunkt der glatten Pendeloberseite, die am Besten abgemessen werden sollte, wenn man kein übermäßig großes Fingerspitzengefühl dafür besitzt. Mit der Spitze des Messers oder dem Nagel sollte man an dieser Stelle das Loch für den Nagel schon mal vorstechen, bevor dieser dann vorsichtig, und nicht bis zum Anschlag, eingeschlagen wird. Das Nägelchen muss ein kleines Stück hervorstehen, damit man das Band noch ordentlich daran befestigen kann. Hat das Pendel seine Schnur, sollte man ersteinmal testen, ob es denn gut schwingt und auch der Mittelpunkt erwischt wurde. Falls nicht, sind jetzt Feinjustierungen angesagt. Zu guter Letzt wird eventuell noch oben an der Schnur eine Schlaufe, ein Knoten oder Perlen angebracht, die das Stück abrunden und einen guten Halt bieten. Schließlich soll das fertige Pendel ja nicht ständig aus den Fingern rutschen.
Das magische Objekt kann nun, den Bedürfnissen entsprechend, bezaubert, geweiht, ge- oder entladen werden.