NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 30. Juni 2013

Meldung: Der Equilibrium Works Online Shop hat eröffnet


NebelALLraunen zieht jetzt auch an! Bei Equilibrium Works könnt ihr Sprechende Bilder und Motive von NebelALLraunen als Shirts (und vieles mehr...) käuflich erwerben!

Da ich logistisch, technisch, zeitlich und finanziell nicht alles allein machen kann, arbeite ich hier in Kooperation mit Spreadshirt, die deshalb auch die Preise festlegen. Ich verdiene daran eher einen symbolischen Anteil von 1 Euro. Doch die Motive, Designs und die Gestaltung der Produkte sind handgemacht und ich hoffe sie sagen euch zu! Bei Wünschen, Anregungen, Fragen, Kritik und Vorschlägen postet hier einfach, wie immer, einen Kommentar. Sagt mir einfach was ihr wollt und ich ermögliche es!


Eines kann ich euch garantieren:
Mit Equilibrium Works arbeitet ihr magisch wirksam für das Equilibrium und nebenbei unterstützt ihr NebelALLraunen und Poeta Immortalis mit einer kleinen finanziellen Opfergabe.

Ich habe bewusst besonders biologisch hergestellte Produkte in meinen neuen Onlineshop aufgenommen, die nun mit fetzigen Sprüchen, Glyphen und schönen Bildern bedruckt sind. Natürlich habe ich euch auch selbst in der farblichen Gestaltung und den Größen, sowie Arten der Oberteile viele Möglichkeiten gelassen. Möge für Jeden das Richtige dabei sein!

Samstag, 8. Juni 2013

Und die Fluten sprechen: Das Lebensversprechen

Und wieder sprechen die Fluten zu uns in ganz Mitteleuropa... 2002 wollten sie uns warnen, uns zum Rückzug zwingen aus den Gebieten, die keinen je gehören können. 
Der Mensch kann und darf die Natur nicht besitzen. Doch sie hat uns in der Hand. Die Götter haben uns in der Hand und ihr Werk wird zerstörerisch sein, wenn die Menschen ihre Aufgaben, ihre einstigen Versprechen vergessen, nicht auf die eineindeutigen Zeichen schauen, die ihnen gegeben werden. Unsere Freiheit wurde uns durch die Götter gegeben. Doch nur unter der Bedingung, dass wir als Schützer ihrer Werke auftreten. Die Menschen haben ihr Gleichgewicht mit der Natur verloren... DER MENSCH IST EINE PLAGE, JA EINE KRANKHEIT GEWORDEN. Der Regen soll uns reinigen, uns Heilung bringen. Amarru ist zurück und er nimmt all den Tand hinfort... holt sich seine Opfer selbst, da wir vergessen haben, wie wichtig es ist ZU OPFERN. Ja, es ist ein elemantarer Bestandteil des Lebens das was wir HINFORTNEHMEN auch wieder ZURÜCKZUGEBEN! Wir alle sollten in jeder Beziehung gründlich überdenken, was wir alles nehmen und ob es gleich dem ist, was wir geben. Denn dies uns nichts anderes sollte es sein! Sonst machen wir uns in irgendeiner Form schuldig und die Betrogenen haben ein gutes Recht sich ihren Anteil zurückzuholen.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass alles stets und zyklisch ins Gleichgewicht kommen muss, um gerecht zu wirken, gesund, klar und heilig zu sein! Dies möchte ich hiermit ändern und es schriftlich fixieren:


Das Lebensversprechen
Grundlage: Die Schöpfung und Existenz jedes Wesens beruht auf dem heiligen, allgegenwärtigen Gesetz des Equilibriums.




Ein Wesen bin ich
und wie ich hier bin,
so schwöre ich:

So wahr das Leben aus dem ALLEQUILIBRIUM (666) kam,
so komme es dorthin dreifach zurück.
Ich verspreche zu geben, was mir gegeben ward,
so sei es in Liebe, Leben und Tod.
Ma'at sei mein Wesen ewiglich.
Die Kreise schließen sich.



Mögen aus den Fluten schillernd tausend Regenbogen der Kreativität und des natürlichen Schaffens hervorsteigen!

Sonntag, 2. Juni 2013

Meldung: Schamanistischer Arbeitskreis

"Liebe Freunde der Heilpflanzen,
ich möchte euch noch einmal die Idee, die hinter diesem Arbeitskreis steht, erläutern.
Unsere Vorfahren hatten früher keine andere wirkungsvollere Medizin als die Heilpflanzen.
Das Wissen um Heilwirkungen wurde damals von Generation zu Generation weiter gegeben.
Doch woher kam dieses Wissen? Die geläufigste Schulmeinung darüber ist, dass unsere Vorfahren weit zurück in der Vergangenheit die Heilwirkungen über das Trial- & Error Prinzip herausgefunden hätten.
Diese Theorie ist allerdings nicht haltbar, wenn man heute lebende indigene Kulturen mit unseren Vorfahren vergleicht. Das Wissen um Pflanzen haben bspw. die Ureinwohner Südamerikas durch direkten Kontakt mit diesen - sozusagen über eine persönliche Begegnung, wie Ethnologen berichten.
Dieser Vorgang ist nichts abstraktes, sondern dabei bekommen die Fragenden konkrete Antworten mit Aussagen über Wirkung, Herstellung, Dosierungen etc.
Es ist stark davon auszugehen, dass auch unsere Vorfahren mit ähnlichen Methoden gearbeitet haben, wie die Ureinwohner Südamerikas.
Was sind das aber für Methoden? Eine kurze Antwort darauf ist: Veränderte Bewusstseinszustände.
Um die besagten Techniken, die mit der Veränderung des Bewusstseins einhergehen, zu verstehen, muss man das materialistische, wissenschaftlich geprägte Weltbild des Westens verlassen und versuchen sich in das Weltbild der Ureinwohnern hinein zu denken.
Deren Weltbild ist nämlich ein animistisches. Das heißt, hinter der materiellen echten Welt gibt es für sie eine nicht-offensichtliche Welt: eine nicht-alltägliche Wirklichkeit.
Dort wohnen die Götter, die Ahnen, die Geister. Mit diesen lässt sich in Kontakt treten, wenn man sein Bewusstsein verändert, und zwar in Richtung Trance-Zustände. Das sind Bewusstseinszustände, die den Gehirnfrequenzen eines Traums im Schlaf ähneln. Wir verfügen also, laut diesen Ureinwohnern, die Fähigkeit in diesen Bewusstseinszuständen Informationen aus unserer Umwelt zu bekommen, die wir nicht augenscheinlich gar nicht wissen können.
Es ist geläufige Meinung, dass angeblich nur sogenannte „Schamanen“ diese Fähigkeit besitzen sollen, diese Schwelle in die nicht-alltägliche Wirklichkeit zu überschreiten.
Dass dem aber nicht so ist, kann man schon daran erkennen, dass wir alle diese Schwelle des Nachts täglich überschreiten, wenn wir träumen.
Die Fähigkeit für Trance-Zustände besitzt anscheinend jeder Mensch – logische Schlussfolgerung ist dann: diese Trance-Techniken kann auch jeder Mensch erlernen und dann erfolgreich anwenden. Und so ist es auch.
In dieser Arbeitsgruppe wollen wir gemeinsam diese Techniken benutzen und üben.
Als Trance-Induktion hat sich die Trommel als altes Instrument bewährt.
Theoretischer Hintergrund der sogenannten „schamanischen Trancereise“ ist die durch Micheal Harner mittlerweile schon seit 30 Jahren im Westen verbreitete Idee des Core-Schamanismus.
(Mehr dazu in seinem Buch. Siehe Literaturempfehlung.)
Als zweiten Schritt wollen wir auch gemeinsam in persönlichen Kontakt treten mit unterschiedlichen Heilpflanzen. Wir wollen dabei nicht nur in Kontakt treten, sondern auch um Informationen über Heilwirkungen erbitten.


Das Ganze soll allerdings nach westlichem wissenschaftlichen Prinzip der Verblindung ablaufen, was bedeutet, dass niemand der teilnehmenden Personen weiß, um welche Pflanze es sich handelt mit der sie in Trance in Kontakt treten soll. Das hat den Vorteil, dass man ohne eigenen Ideen und Vorwissen ganz neutral in die Erfahrung hinein gehen kann.
Die Reiseberichte werden danach schriftlich notiert und in der Gruppe ausgewertet. Im Anschluss erfolgt die Auflösung, um welche Pflanze es sich gehandelt hat, und die Recherche darum, in wie fern die erlangten Informationen mit denen der Literatur übereinstimmen.
Zu erwarten sind meiner Erfahrung nach, entgegen jeder „rationalen“ Vernunft, Übereinstimmungen der Reiseberichte mit der Literatur – aber eben auch Informationen, die nicht in den Büchern stehen. Diese sind natürlich von besonderem Wert, sofern sie gehäuft auftreten.
Geplant ist die Arbeit mit den grundlegendsten Heilpflanzen, die häufig vorkommen und leicht zu finden sind. (ca. 20-30)
Am Ende soll jeder Teilnehmer das Grundwissen besitzen, diese Heilpflanzen in der Natur zu finden, und seine Heilwirkungen zu kennen. Dieser Grundstock reicht eigentlich aus, um die allermeisten Krankheiten zu behandeln.
Durch die eigene Erfahrung lässt sich das Wissen auch besonders gut einprägen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Heilwirkung durch einen persönlichen Kontakt um ein vielfaches potenziert werden kann, sofern man es benötigt.
Dieses Wissen und diese Fertigkeit macht einen mehr oder weniger unabhängig von Apotheken, was in naher Zukunft vielleicht von großer Bedeutung werden könnte.
Es wäre wünschenswert, dass jeder Teilnehmer die Fähigkeit der Trance-Reisen zuhause übt, sofern er es nicht sowieso schon tut. Diese lässt sich nämlich genau so trainieren und verbessern, wie jede andere Fähigkeit auch.
Kein Teilnehmer ist an das schamanische Paradigma gebunden, sondern jeder kann natürlich in seinen eigenen Systemen arbeiten.
Wer allerdings Anfänger in Trance-Arbeit ist, sollte nicht abgeneigt sein, das schamanische Weltbild und die Theorie dahinter zu benutzen. Der Vorteil ist einfach, dass es gut funktioniert und leicht mit Pflanzenarbeit kombinierbar ist. Neben der Trance-Reise ist da dann nämlich noch der Krafttier Aspekt zu nennen, den es im westlichen Core-Schamanismus gibt, der darüber hinaus noch wertvoll ist.
Ich würde den interessierten Anfängern auf jeden Fall eine Einweisung geben – und die ersten Trommelkreise als reinen theoretischen und praktischen Übungszweck sehen, bevor wir dann mit der richtigen Arbeit mit den Heilpflanzen beginnen. Bitte schreibt mir dazu noch eine E-Mail (Leonhard.Puttich@gmx.de) , damit ich weiß, wer alles daran interessiert ist! Die Übungen können ab nächste Woche, also Anfang Juni, losgehen.
Die Arbeitsgruppe trifft sich bei mir zuhause in einem zweiwöchigen Abstand abends unter der Woche. Ich habe einen separaten leeren Raum für eben solche Projekte in meiner Wohnung eingerichtet. Mitzubringen sind Trommeln, Rasseln & Kraftgegenstände.
Um einen geeigneten Tag zu finden, an dem möglichst alle können, tragt euch bitte hier ein: http://www.doodle.com/abi3qwbn94nbawu4
Den Arbeitskreis würde ich bewusst offen lassen, da man die verblindeten Ziele auch nacharbeiten kann. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die einen Termin verpasst haben.
Wünschen würde ich mir eine große, aktive Gruppe die sich mit Forscherdrang in diese Gefilde vor wagt.

Mögen wir zum Nutzen unserer Mitmenschen die Heilpflanzen wieder so entdecken, wie es unsere Vorfahren wahrscheinlich vor langen Zeiten getan haben, und den Niedergang dieser Heilkunde entgegen streben.
Liebe Grüße,
Leo


Empfohlene Literatur:
1. Michael Harner – der Weg des Schamanen (Schamanisches Grundlagenwerk. Zu empfehlen!)
2. Eliot Cowan – Pflanzengeist-Medizin (Heilpraktiker aus den USA, der das gleiche macht, wie wir wollen. Die Hälfte des Buches besteht aus Interviews mit Heilpflanzenheiler in Südamerika.)
3. Wolf Dieter Storl – Kräuterkunde (Ethnobotanisches Grundlagenwerk über Pflanzendevas.)
4. Jeremy Narby - Die kosmische Schlange: Auf den Pfaden der Schamanen zu den Ursprüngen modernen Wissens. (Über den Wissenserwerb der Natives.)"

- im Namen von Leonhard gepostet

Phänomene: Rückführung - Ein Wandteppich für Ishtar

Eines Abends, den wir gemeinsam verbrachten, waren wir vom Tag erschöpft und doch voller Tatendrang, ja gewillt eine Rückführung in vergangene Leben zu unternehmen. So verbanden wir uns, indem wir uns gegenseitig berührten und ich, der schon viele solcher rückblickenden Lebenserfahrungen gesammelt hatte, kanalisierte mich durch ihr drittes Auge, um uns gleichzuschalten, ineinander fließen zu lassen, auf dass ich die letzte Inkarnation fände, die zeitlich und lokal identisch wäre. Und tatsächlich: Die energetischen Strukturen der früheren Lebenserinnerungen passten nach einigen Sekunden der Suche exakt zusammen und ich ließ sie zu. Beide wurden wir in diese vergangene Zeit gezogen, die filmhaft um uns ablief. Unerträumbare Eindrücke strömten auf uns ein.
Ich durchschritt ein Stadttor, ähnlich dem Ishtartor in Babylon und doch anders geschmückt. Die Löwen auf dem fein mit blauen und roten Steinen mosaikhaft verzierten Tor, dessen Flügel golden beschlagen waren, kämpften aufrecht stehend untereinander, sowie mit Heroen menschlicher und mischgestaltiger Art. Vor mir tat sich ein buntes Markttreiben auf, das von großen verschiedenartigen Gefäßen, angefüllt mit Früchten, allerlei Pulvern und zahlreichen Ständen mit bunten Stoffen, von seidig-glänzend zu wollig, dominiert war. Die Stadt erschien in Vergleich zu heutigen Verhältnissen nicht sehr groß, jedoch viel prachtvoller, reinlicher und wehrhaft bestückt. Wachen waren auf Türmen um das Tor zu sehen, die Uniformen aus großen, gelegten Tüchern mit Zotten und Umhänge, sowie goldig schimmernde Metallhelme trugen. Dazu waren sie mit Speeren und langen Messern bewaffnet, die in elfenbeinartigen Scheiden ruhten. Doch mein Fokus blieb während meines Ganges immer wieder auf den Stoffen hängen.
Ich schlenderte weiter durch das bunte, doch unüberladene Getümmel. Es waren reichlich Männer und Frauen anwesend, deren Tracht nicht zu verachten war und in keinem Fall ärmlich wirkte, auch wenn doch Unterschiede zwischen Handwerkstreibenden und eher wohlhabenderen Marktbesuchern zu treffen waren, die viel buntere oder ganz weiße, reine Gewänder trugen, die fein bestickt zu sein schienen. Ich selbst trug solch ein edles, Gewand der Reinheit, das blaue und silberne Bestickung aufwies. So sah ich in mir einen freudig nach Stoffbahnen stöbernden Priester, der sich durch die vielen Gerüche und Farben hindurchsuchte. Auf meinem Weg traf ich auf Sie, die mit mir diese Rückführung durchlebte als groß gewachsene, schlanke Frau in ebenso reinen, rot und golden bestickten Gewändern. Es kam zu einer Unterhaltung in fremder und zugleich vertrauter Sprache, die ich nicht direkt, aber seltsamerweise indirekt, wie durch eine weitere Übersetzung, verstand. Wir sprachen die Wahl der Stoffe und deren Farben ab, die wir in eine Weberei geben sollen. An dieser Stelle brach die Erinnerung ab. Es wurde kurz dunkel, um in weitere verschiedene Erinnerungsstränge zwischen uns beiden zu rutschen, die wir blitzschnell durchlebten. Der ganze Aufwand bis zur Fertigstellung des Stückes, das wir darauf betrachten durften, schien wie vorgespult, ein Katzensprung und doch eine große Arbeit.
Wir Beide betraten gleichen Schrittes einen weißen Tempel, der im Inneren rote und blaue, sowie teilweise grüne Bemalungen verschiedenster Art trug, die vor allem einzelne Bänder mit Ornamentik einnahmen, zwischen denen vergrößerte Szenen prangten, die ich kaum beachten konnte. Der Fokus war zuerst auf die zentrale Kultbildnische ausgerichtet, vor der Ständer mit Öllampen und Opfergaben, sowie rechts ein architektonisch wirkender Altar mit diversen Geräten, Schriftrollen und Näpfen stand. Das Kultbild wurde durch einen dunkelroten Vorhang verdeckt und wir wanden uns nach links, wo sich ein großer, prachtvoller Wandteppich erhob. Die beiden Stufen davor waren bedeckt mit kleinen metallernen Gefäßen, deren Nutzung sich mir in dieser Rückführung nicht erschloss. Zuerst kniete sie, die reine Schönheit, die mit mir ging, sich nieder, legte ihre Hände wie eine beidhändige Faust ineinander und blickte nach oben zum Wandbild. Dabei sprach sie Worte der Macht zu der majestätischen Frauengestalt, die die Linke auf einem Löwen ruhen hat, der vor ihr wacht. Ihre Augen stellten untereinander Verbindung her und es war, als würde der Teppich an der Wand, unser Werk, leben, ja selbst göttlich sein. Farbenfroh prangte Sie da, Ishtar, ihr Name, umspielt von Blumen, Ähren und allerlei Getier, das ebenso bewegt war. Niemals hatte ich zuvor solch ein handwerklich-magisches Kunstwerk gesehen! Auch ich selbst kniete mich kurz nieder und sprach mit zur doppelten Faust gefalteten Händen ein Gebet, auf dass Sie mir treu sei und vorspreche vor dem Herrn Anu, der als König das Gericht hält, ob ich steige in die himmlischen Sphären oder mir ein ärmliches Nachleben bevorstehen würde. Ich hoffte so sehr nicht vom Staub auf den Straßen leben zu müssen, doch mein Sohn wird bald geboren werden... 
Ich verneigte mich vor der Göttin und der Priesterin, verließ diesen Tempel schnellen Schrittes, um über einen großen Platz, zwei Straßen weiter das doppelte Heiligtum von Anu und Adad zu betreten. Hier stand nun mein Hauptamt als Priester des Anu an. Regenbringerfiguren wachten beim Eintritt vor dem Tempel und viele Tore musste ich durchschreiten, verworrene Gänge, die fast einem Labyrinth gleichen, durchlaufen. Am Allerheiligsten angekommen reinigte ich mich mit Wasser und Weihrauch, kleidete mich um. Ein blaues, wellenförmig benähtes Band aus Tuch legte ich um Hals und Schultern, sodass die Enden vorne herabfielen. Vor dem thronenden Kultbild des Anu, der mit Ring und Stab, sowie vielgehörnt, vor mir saß, rezitierte ich laut magische Worte voll durchdringender Kraft, die mich wild durchfuhr. Nicht nur in der Rückführung rezitierte ich sie laut... mein Computer, der im selben Raum, etwas vor uns stand, heulte laut und wie noch nie zuvor auf. Meine Ritualpartnerin erwachte und fragte mich entsetzt, was ich da tue. Dessen war ich mir leider in dem Moment noch nicht so sicher... Es wurde eisig kalt um uns... ein Wind zog auf, im geschlossenen Raum... ein mir bekanntes Phänomen, das mich zu dem schnellen Schluss kommen ließ, das hier etwas im Ankommen war... Ich hörte laut und lauter nur ein Wort: „Bab“. Immer und immer wieder... und es blitzte auf vor uns... Ein Astralportal mitten im Zimmer... Und herein kamen Sie... [...]