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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heide, Hügel und Gräber: Von den Schnurkeramikern

In dieser Fortsetzung des Artikels "Heide, Hügel und Gräber" geht es wieder archäologisch zu und ich hoffe auch diese Seite bringt neue, spannende Erkenntnisse.


Im Laufe und Wandel der Zeiten gab es in Mitteleuropa zahlreiche Kulturen mit schnurverzierter Keramik, die auch allgemein als Kulturen mit Schnurkeramik bezeichnet werden. Schnurkeramik an sich zeichnet sich durch seine charakteristischen Verzierungen aus, die durch das Eindrücken von geflochtenen Schnüren in das rohe, ungebrannte Gefäß abzeichnen. Sogar in Südskandinavien, Osteuropa und südlich davon kann man noch Schnurkeramiker antreffen, die jedoch anderen kulturellen Einflussgebieten zuzuordnen sind. Generell werden solche schnurkeramischen Kulturgruppen in Südeuropa der Einzelgrabkultur und in den nordöstlichen Bereichen Europas der Haffküstenkultur zugeschrieben, die sich wiederum in zahlreiche lokale Gruppen untergliedern. Der Schönfelder Kultur kommt dabei noch eine ganz besondere Rolle zu, da diese sich sehr stark von anderen Schnurkeramikern abgrenzt: Hier vor allem im Bereich der Wohnarchitektur, die sich durch Pfostenbauten auszeichnet, sowie der ansonsten für schnurkeramische Kulturen unüblichen Brandbestattung. Die Glockenbecherkultur, die von Dirk Hecht als „Phänomen“ innerhalb davon abweichender Fundkontexte auftritt, weicht noch weiter vom schnurkeramischen Kulturenbild ab und ist klar von den Schnurkeramikern abzugrenzen. In Mitteldeutschland und damit auch in der Dölauer Heide war eine schwer zu trennende Mischform aus Einzelgrabkultur, Schnurkeramikern und Schönfelder Kultur vorherrschend, deren nördliche Grenze kurz vor Magdeburg und bis zur Oder durch Brandenburg verläuft. Diese grenznahe Lage lässt darauf schließen, dass die von den Schnurkeramikern weitergenutzte und erneuerte Palisadenanlage schon in der frühen halleschen Höhensiedlung keinesfalls unbegründet war. Leider lassen sich auch keine der Ränder dieser schnurkeramischen Kultur klar mit heutigen politischen oder geographischen Begrenzungen gleichsetzen und fassen, weshalb an dieser Stelle nur der ungefähre Verlauf anhand bekannter Fixpunkte beschrieben werden kann. Die südlichsten Ausläufer gehen bis in die östliche Schweiz mit den Alpen als grobe Abgrenzung und sogar der Elsaß muss hier mit zugeordnet werden. In der restlichen Schweiz findet sich auch Schnurkeramik, die jedoch deutlich fremdartige Einflüsse aufweisen und daher der Auvernier- und Luscherzerkultur angehören. Außer der Verbreitung der Einzelgrabkultur in Österreich und Böhmen, nimmt Mittel- und Süddeutschland den größten Teil des Verbreitungsgebietes dieser Schnurkeramiker ein. Dabei handelt es sich nach Hecht gerade in den östlichen Verbreitungslagen viel eher um eine Art Einflussgebiet und keine klare Besiedlung, da nur einzelne Elemente übernommen oder aufgegriffen werden: So gibt es ähnliche Keramikverzierungen und auch hin und wieder grünsteinerne Steinäxte, jedoch ohne ihre ursprüngliche Zuordnung. Teilweise dienten nach Osten Oder und Neiße als Begrenzung. Genauso, wie der mittlere Rhein nach Westen, waren dies eher durchlässige Grenzen, so wie kein Fluss eine absolute Barriere darstellte: Ganz im Gegenteil! Denn auch der Handel und Transport über Flüsse sei hierbei nicht zu vernachlässigen. Eine besonders starke Fundkonzentration gibt es um die Moselmündung. Im Niederrheingebiet jedoch nimmt die Befundlage für die Einzelgrabkultur extrem ab und endet schließlich, wodurch diese Gebiete wieder eher eine Einflusszone sind. So lässt sich grob die nördwestlichste Verbreitung bis zum Osten Nordrhein-Westfalens und dem Norden Hessens festlegen. Andere Kulturen mit Schnurkeramik finden sich jedoch auch in ganz Norddeutschland, sowie in den Niederlanden. Für die Schnurkeramikkultur lässt sich speziell im Mittelelbe-Saale-Gebiet eine Gliederung in drei Stufen nachweisen. Dabei sind die frühen Keramikformen, wie in S-Form profilierte Becher mit einer kurzen, verzierten Halszone, sowie Strichbündelamphoren, nicht nur in der ersten Phase, sondern bis zu deren Ende durchgängig vorhanden. Auch Facettenäxte, die in Mitteldeutschland die Variante der sogenannten A-Axt aufweisen, sind ein bleibendes Merkmal ab der Frühzeit der Schnurkeramiker. In der zweiten Phase ab etwa 2500 vor unserer Zeitrechnung drängen sich langsam neue Elemente in diese Kultur. So wird auch die Keramik der Mansfelder Gruppe mit aufgenommen. Ungefähr zeitlich machen sich zudem Einflüsse der Schönfelder- und Glockenbecherkultur breit. In der späten Phase der Schnurkeramik wird der Glockenbechereinfluss noch etwas größer und es treten frühbronzezeitliche Elemente auf. Abschließend dazu ist auffällig, dass im direkten Vergleich der Schnurkeramikphasen des Bodenseegebietes und der östlichen Schweiz zwar das Einsetzen chronologisch identisch, doch das Ende um etwa 4 Jahrhunderte abweicht. So muss man hier von einer gesonderten, der sogenannten schweizerischen Chronologie sprechen, bei der, während in Mitteldeutschland erst die mittlere Schnurkeramikphase angebrochen ist, bereits in der Endzeit angekommen sind. Dies zeigt, neben vielen weiteren Sonderentwicklungen, noch einmal deutlich die Sonderstellung der Schnurkeramiker in der mitteldeutschen Kulturlandschaft. Das wiederum zeigt auf, dass es sich bei der Einzelgrabkultur keinesfalls um eine einheitliche Ethnie handeln kann. Wie üblich, steht der Kulturbegriff auch hier für ein Paket kultureller Errungenschaften, die immer weider angetroffen werden können und tradiert werden.

Samstag, 12. Oktober 2013

Visualisation


Vorwort:
Der folgende Text und die anschließende Übung sind von mir für eine geführte Visualisation eines Pentagrammes in einer Gruppe konzipiert worden, eingesetzt beim Magieteil des Trommelkreises Halle. Das Pentagramm kann auch in weiteren, fortführenden Übungen durch beliebige andere Objekte ersetzt werden. Ich empfehle hier insbesondere die Nutzung der Pyramidenform, die sich als sehr effektiv bewiesen hat. Zu den hier erwähnten Visualisationsübungen sollte auf jeden Fall noch eine mehr als zweidimensionale Vorstellung und Drehung der Objekte, sowie eine Verknüpfung mit zahlreichen  anderen Sinneseindrücken zu dem Visualisationsgegenstand. Insbesondere die Pentagrammvisualisation dient zum besonderen und einfachem Schutze gegen schwächere Wesenheiten, die gerade Neueinsteigern in die Magie belästigen. Das wird völlig zur Abwehr ausreichen und nicht, wie andere mögliche Techniken, durch ein astrales Feuerwerk unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen, bis man sich in die Anderswelt eingegliedert hat und als deren Bestandteil akzeptiert wurde. Leider lassen sich Anfänger gerne von den Anfängerschwierigkeiten verschrecken, was sicherlich einerseits die fähigen Hexen und Magier hervorbringt, doch andererseits auch erst verhindert, dass schreckhaftere Neulinge sich erst richtig wagen zu erfolgreichen Grenzreitern zu werden, die sicherlich mit etwas Hilfe nicht weniger Potential haben. Jedes geistig gesunde Wesen ist für die Magie berufen und kann eine ganz persönliche Art, eine spezielle Note ins großen magischen Spiel, ja Konzert, einbringen. Ich hoffe mit meinen Anleitungen etwas die Schleier der Unwissenheit zu tilgen und das große magische Werk des neuen Zeitalters zu bereichern. Möge es zum Equilibrium beitragen und Set bringen!

gez. KHUT Poeta Immortalis


Als Visualisation bezeichnet man in der Magie das bewusste bildhafte Vorstellen einer Sache, verstärkt durch die eigene Willenskraft, sodass diese Sache auch mit geöffneten Augen für einen persönlich sichtbar wird.
Das Visualisieren ist die konkrete und praktische Ausnutzung unserer Fantasie, potenziert und gesteuert durch unseren willen, zur umsetzung des vorgestellten in diesseitige und andersweltliche Realitäten. Eine optimale Umsetzung erfolgt, wie üblich nach der Formel "M= w + i + g", also unter Einbeziehung der Visualisation in einen Trancezustand, da in einem Solchen der Zensor zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein gesenkt und demnach bewusster Zugang zum magisch wirksamen Unterbewusstsein möglich wird.

Visualisationsübung (I)
Sinn: Steigerung und Verfeinerung des Vorstellungsvermögens, zum späteren Einsatz, um sich Dinge besser einprägen zu können, plastisches Denken und Willenskraft steigern, zum Schutz vor magischen Angriffen und bei gefahren andersweltlichen Ursprungs, gegen Albträume, auf Wiegen zum Schutz vor plötzlichem Kindstot ein Pentagramm mit Spitze nach oben zeichnen und dieses visualisieren, usw.
Vorbereitung: Ein Pentagramm, den Fünfstern, auf ein Blatt Papier zeichnen = grundlegende magische Schutzglyphe
  1. Wir bringen uns in eine entspannte Haltung und atmen tief und gleichmäßig.
  2. Wir, schließen die Augen, achten auf unseren Atem, seine Regelmäßigkeit.
  3. 1. Wir sind in einem dunklen Raum. Um uns ist alles schwarz. Das schwärzeste Schwarz. Das man sich vorstellen kann.
    2. Alternativ: Dasselbe in weiß oder einer beliebigen anderen Farbe. Weiß und Schwarz funktionieren jedoch anfangs am Besten (wichtig ist dann im weiteren Verlauf das Einhalten von Kontrasten in der Visualisation.
  4. Wir zeichnen nun in Gedanken ein weißes Pentagramm (gegen den Uhrzeigersinn), angefangen von der oberen Spitze, nach links unten. Unterstützend kann auch anfangs das Pentagramm mit der Hand in die Luft gezeichnet werden.
  5. Dies wiederholen wir mindestens dreimal, bis sich gut definierte und bleibende Linien abzeichnen (falls dies nicht gelingt stellt euch jedes mal noch ein komplettes pentagramm an gleicher Stelle vor).
  6. Nun verändert die Farbe des weißen Pentagramms zu rot und zieht es wieder nach.
  7. Gelingt dies, so stellt euch das Pentagramm brennend oder strahlend vor, auf dass es Gefahren von euch abwendet. Fühlt, wie es euch beschützt!
  8. Versucht das Brennen oder Strahlen beizubehalten, auszuweiten, einzudämmen, zu verkleinern, beliebig zu verändern.
  9. Öffnet die Augen und zieht nun das Pentagramm so lange nach, bis es auch hier mindestens als nebulöse Schleier für euch sichtbar bleibt.