NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 24. November 2013

Mythologie - Fiktion oder Wahrheit?

Sutech (Seth)-Statuette aus Ton bemalt mit Acrylfarben - Poeta Immortalis


Ist Mythologie wirklich etwas rein Fiktives, das zur Erklärung ehemals unerklärlicher natürlicher Phänomene genutzt wurde?! Wussten es die Menschen damals einfach nicht besser?!

Ersteinmal sollten wir vorneweg mit unseren vorgefassten Meinungen Aufräumen... Klären wir ersteinmal woher unsere modernen Mythen stammen: Und zwar aus den Mainstreammedien, vor allem dem Fernsehen und Radio, aus Straßenwerbung und anderer geschichtsrevisionistischer Propaganda, inklusive unserer Schul-"bildung" mit dem Ziel uns IHRE PERSÖNLICHE MEINUNG oder ein von der Regierung entworfenes "Wahrheitsbild" AUFZUZWINGEN.  Nicht zuletzt die christlichen Kirchen oder andere monotheistische Religionen haben schon sehr früh versucht pagane Mythologien ins Lächerliche zu ziehen, die unauslöschlichen Feste darum zu Kinderfesten zu degradieren (siehe dazu Halloween, die slawische Vogelhochzeit, usw.) oder als falsch und dämonisch, ja teuflisch hinzustellen. Solche verfälschten Auffassungen wurden leider auch hauptsächlich von dogmatisch-materialistischen Atheisten, wie so Vieles aus dem christlichen Bewertungsumfeld, kritiklos übernommen, bzw. es wurde auch gleich mal alles, was im Entferntesten mit dem Begriff "Religion" zu tun haben könnte, über einem Kamm gezogen und mit den bewussten Falschaussagen der christlichen Mythologie gleichgesetzt (man beschäftige sich dafür mit den Heiligenlegenden aus der Legenda Aurea und vergleiche sie mit dem, was man archäologisch fassen kann). Was christliche Mythologie angeht, so handelt es sich dabei tatsächlich um Legenden, die bildungslosen Bevölkerungsgruppen vorgesetzt worden sind, um beispielsweise Phänomene und Hinterlassenschaften ursprünglicher polytheistischer Kulturen bewusst falsch im eigenen Kontext zu erklären, mit dem Ziel die wahren Hintergründe vergessen zu lassen. Die Menschen, die das im Mittelalter tatsächlich blind glaubten, ungeachtet der bestehenden mündlichen Tradierung aus Vorzeiten,  wussten es sicherlich wirklich nicht besser oder wollten es nicht besser wissen.
Damit es uns heute nicht ebenso ergeht, sollten wir ALLES HINTERFRAGEN, SELBST ERFORSCHEN UND NICHT ERFORSCHEN LASSEN! Das eigene Erleben, die Erfahrung des angeblich so Mythischen und "Erfundenen" (das man ja schlecht praktisch erfahren und verifizieren könnte) unterscheidet Heiden, Polytheisten, Schamanen (...) von Atheisten und Christen.

Was die vielfältige, lebendige und sich ständig erweiternde polytheistische Mythologie der Welt angeht, so handelt es sich hierbei ganz klar um subjektive ERFAHRUNGS- und ERLEBNISBERICHTE DIESSEITIGER ODER ANDERSWELTIGER ART, die über lange Zeit mündlich und teilweise auch schriftlich tradiert und manchmal mit neuen subjektiven Eindrücken und damit verknüpften Ereignissen späterer Zeiten durch EDITION ergänzt worden sind. Hinzu kamen auch manchmal Lehransichten einzelner Schulen alter Zeit.
Das Problematische daran ist hauptsächlich, dass die alten Autoren nicht oder selten zwischen Diesseits und andersweltlicher Realität unterschieden haben, was es heutzutage umso schwerer macht diese eigentlich historischen Texte im Sinne ihrer Zeit zu verstehen und für die heutige Postmoderne greifbar zu machen. Am Besten gelingt dies vor allem, wenn man sich in der Lebensweise und dem Paradigma bewusst an unsere oder fremde Ahnen annähern kann, wenn man, wie sie, die Tiefen der Realität ergründet und hinter die Schleier blickt.
Die scheinbare Mythologie alter Zeiten ist keineswegs Fiktion! Vielmehr handelt es sich hierbei um tiefgreifendes subjektives WISSEN, ERFAHRUNG und KULTURELLE TRADITION, die aus wahren Begegebenheiten, extrem weit zurückliegender Zeiten, hervorgehen und im Laufe der Zeit durch viele Autoren editiert und verändert worden sind. So ist meist die Grundaussage noch sehr orginalgetreu, nur ausgeschmückt mit späteren historischen Zeugnissen. Doch wie kommen wir auf das, was es uns ursprünglich einmal sagen wollte: Entweder durch Vergleiche aller vorhandenen Texte, bis man auf eine mögliche Urfassung gemeinsamer Elemente kommt oder durch spirituelles Nachleben, Ersuchen dieser Ereignisse. Besonders eine Geistreise eignet sich hervorragend für solch einen Zweck... oder befragt die Götter! Wir alle können es heute noch erfahren! Lasst uns beginnen!

Schaut man sich die Fülle an weltweiten Mythen an, so zeigen sich, außer der Langzeitwiedergabe historischer und andersweltlicher Ereignisse noch weitere Verwendungen, die sich durchaus überschneiden und vermischen können: 

  • Realisierung/Materialisierung: Die Zusammensetzung der Daseinsebenen kann man sich in etwa, wie ein Zwiebel vorstellen, die wächst, wobei die Ebene der Anderswelt tiefer liegt, als die uns allen bekannte Realität. Während das Dasein anwächst, bilden sich langsam neue Schichten aus der Darunterliegenden. Auf diese Art und Weise manifestieren sich Gedanken, Ideen, Konzepte und ganze Realitäten im Hier und Jetzt. Der Mythos gibt all dieses Wissen verschlüsselt an die Nachwelt weiter, wobei das Rezitieren, also das kraftgeladene Vorlesen subtil schöpferisch wirken kann.
  • Magie und Heilung: Das Nachempfinden und intensive Hineinversetzen in mythische Vorgänge, deren Ausgang der ist, den man sich für die eigenen Unternehmungen, das eigene Genesen wünscht, stellt diese Zustände auch in uns her und kann damit eigenen Erfolg, Niederlage von Gegenspielern, Heilung und sogar Krankheit hervorrufen. (siehe auch Mythomagie und mythomagische Personifikation)
  • Verbindung: Mythen stellen versetzen uns in positive Urzustände zurück, verbinden uns mit Ahnen und Göttern und sorgen letztlich dafür, dass wir ein Stück Anderswelt bei uns tragen können.


Dienstag, 19. November 2013

Heide, Hügel und Gräber: Die kulturelle Aura der Schnurkeramiker

Wieder gibt es eine Fortsetzung meiner archäologischen Abhandlung "Heide, Hügel und Gräber"... es geht tiefer in die Materie mit jeder Menge Wissen über die kulturelle Ausstrahlung, sowie die Einflüsse auf die Schnurkeramikkultur. 

Um alle Einflüsse anderer Kulturen auf die Schnurkeramik stärker herauszustellen, soll nun ein Abriss der angrenzenden Gruppen, beginnend mit den Anfängen, folgen: 
In ganz Mitteldeutschland, begrenzt vom Harzvorland, dem Thüringer Becken, dem Leipziger Tiefland und der Altmark hatte sich um etwa 4300 BC die Rössener Kultur, mit ihren furchigen, gestochenen und gestempelten Inkrustationen auf grauschwarzem bis braunem Grund, angesiedelt. Doch schnell zerfiel diese in zahlreiche regionale Gruppen. Nicht nur im Mittelelbe-Saale-Gebiet, sondern in ganz Europa ging die Zersplitterung und Regionalisierung weiter voran. Erst die Schnurkeramiker bildeten ab 2900 bis 2200 vor unserer Zeitrechnung wieder eine relativ einheitliche Kulturdecke. Im hohen Norden breitete sich von 4200 bis 2800 BC die Trichterbecherkultur aus und drang bis Nordosteuropa vor. So kam es, laut J. Müller, auch zu Berührungen und Kontakten beider Kulturen. In Mitteldeutschland ging den Schnurkeramikern eine regionale Form der Trichterbecherkultur voraus: Die Baalberger Kultur mit einer Datierung von 4200 bis 3100 vor unserer Zeitrechnung, die schließlich die erste Besiedlung der Dölauer Heide einleitete. In die Bevölkerungsschichten der Baalberger- und Trichterbecherkultur sickerten zu Anfang des 3. Jahrtausends Gruppen der Einzelgrabkultur ein und bildeten nach und nach eine dichte Mischbevölkerung. Darauf folgend und teilweise während der schnurkeramischen Besiedlung gab es in Mitteldeutschland ab 3100 bis etwa 2700 vor unserer Zeitrechnung eine für die Dölauer Heide bedeutende Regionalkultur auf diesem Gebiet: Die Walternienburg-Bernburger Kultur, die sich vor allem durch ihre Totenhütten ausgezeichnet hat. Doch ähnlich, wie in den Hügelgräbern der Heide, gab es auch in dieser Kultur Steinkistengräber. Die Ursprünge sind diesmal in Ablegern der Kugelamphorenkultur zu suchen. Regional treten in Mitteldeutschland um etwa 2800 v. u. Z. Mit der Einzelgrabkultur eine Anzahl von Regionalgruppen auf: So zum Beispiel, die Schönfelder Kultur mit ihrer stcihverzierten Keramik und die Mansfelder Gruppe, die sich stark von den anderen Gruppen dieser Zeit unterscheiden, was natürlich auch Konfliktpotential mit sich brachte. Dagegen hatte über die Mitte Deutschlands hinausbesonders die, den Schnurkeramikern so ähnliche, Glockenbecherkultur maßgeblichen Einfluss. Vom Anfang des 3. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung bis zu dessen Ende breitete sich diese sich klar von den Schnurkeramikern abgrenzende Kultur aus. Doch gerade im Bestattungswesen blieben zahlreiche Gemeinsamkeiten: So werden Geschlechter differenziert und als Einzelbestattungen mit einer Beigabe an Trinkgeschirr und Waffen beigesetzt. Unterschiede, die auf bewusste Abgrenzung hindeuten sind jedoch in der Ausrichtung der Toten zu finden. Die Bevölkerung der Glockenbecherkultur bestattet bevorzugt in Nord-Süd oder Süd-Nord-Ausrichtung, währenden Westen und Osten für den Totenkult der Schnurkeramiker bedeutend waren. Auch die Trinkgefäße haben nun eine neu proportionierte Glockenform und die Verzierungen werden an anderen Stellen angebracht. Bei der Waffenniederlegung wechseln Axt und Feuersteinmesser zu Bogen, Pfeilen und Armschützern, die nun gesellschaftliche Statussymbole werden. Trotz der Verwandtschaft beider Kulturgruppen wird gesellschaftlich und spirituell jeweils ein Gegenpol angestrebt. Dennoch gibt es deutliche Hinweise auf Kulturvermischungen, gerade in sogenannten Fundgesellschaftungen beider Keramik, die bei einer zeitlichen Parallelität von über 500 Jahren nicht verwundert. 
Gegen Ende beider Kulturen setzt die Frühbronzezeit ein und bringt wiederum einen kulturellen Wandel mit sich. Ab etwa 2300 vor unserer Zeitrechnung entsteht in Mitteleuropa ein Handelsnetz für Kupfer, das natürlich an ältere Handelsrouten anknüpft. Im mitteldeutschen Raum kommt die Aunjetitzer Kultur auf, während in Süddeutschland die Einzelgrabkultur weitestgehend durch die Straubinger Kultur ersetzt wird. Schnurkeramik war in Mitteldeutschland noch bis etwa 2000 v. u. Z. In Gebrauch, wie Fundvergesellschaftungen gezeigt haben. So erwachsen aus den Wurzeln der Bronzezeit unter den mitteldeutschen Schnurkeramikern und damit auch in der Dölauer Heide die Grundlagen für die sogenannten Aunjetitzer „Fürstengräber“, die beispielsweise in Helmsdorf und Leubingen zu finden sind. 
Alle soeben beschriebenen Kulturübergänge waren keineswegs Einschnitte, sondern vielmehr ein gegenseitiges Aufeinanderaufbauen, das in der Bronzezeit mit ihren technischen Fortschritten mündet.
Erläuterungen:  

Schnurkeramiker =  eine archäologische Kultur (also kein "Volk" oder dergleichen; vielmehr eine Großgruppe von Menschen mit ähnlichen kulturellen Hinterlassenschaften), die vor allem durch die Verwendung von gut datierbaren Tongefäßen mit Schnurverzierungen (die durch das Eindrücken von echten Seilen und Schnüren in den noch feuchten Ton entstehen) definiert werden
Dabei gibt es starke Überschneidungen mit der sogenannten Einzelgrabkultur, was die Vermutung zulässt, dass es sich bei Schnurkeramiker + Einzelgrabkultur um einen Ethnos handeln könnte.

Mittwoch, 6. November 2013

Der Seelenschwur

Ja, auch ich, nun erfahrener Magier, habe einmal klein angefangen: Und zwar mit einfach umsetzbaren freien Beschwörungen ohne Nennung eines Wesenheitsnamens... (oftmals mit Quija-Brett, Gläsern oder Pendel) die ich im Nachhinein als problematisch einordnen musste, da sie die Gefahr mit sich ziehen, dass man einfach irgendwen aus der Anderswelt zu sich holt... Es ist, als würde man ein Türchen in eine Halle voller Menschen öffnen und laut rufen "Kommt bitte mal jemand zum Quatschen her!"... das macht nicht viel Sinn, da Wesen, die es verdient hätten mit ihnen zu kommunizieren, sich von so einer banalen Anrufung nicht oder extrem selten angesprochen fühlen. Stattdessen zieht man eine Menge Witzbolde (besonders welche, die behaupten "Satan" oder "Hitler" zu sein!), aus dem Bereich der Totengeister und niederen Dämonen an, sowie auch einige gefährlichere Wesen, die einen nun versuchen werden auszunutzen. Doch was kann dabei schon im schlimmsten Fall passieren? Nun... Man könnte im extremsten Fall getötet und als Seele verschlungen werden, man könnte aus dem Körper geschmissen werden, während ein Dämon diesen für seine Zwecke missbraucht... es gibt unendlich viele Wege, wie man sein seelisches Wohlergehen hiermit verspielen könnte. Dazu zähle ich besonders auch die Auserwählungsversuche christlicher Erzengel (sie würgen gerne) oder Bekehrung zu monotheistischen Religionen.

Deshalb benutzt bitte den Seelenschwur vor jeder Beschwörung einer euch unbekannten Wesenheit, oder wenn ihr euch einfach unsicher seid, wer vor euch ist. Danach stellt Fragen. Diese MÜSSEN NUN korrekt beantwortet werden, da dieser Willenssatz es erzwingt. Bei einem direkten "NEIN" auf diesen Schwur folgend, bannt bitte die Wesenheit und/oder ruft Ra mit "Ra anach."

Der Seelenschwur nach Bastet:

"Schwörst du bei deiner Seele als Pfand, ja bei deinem Schöpfer, mir die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen. Sprechest du nicht die Wahrheit, so möge, bei Atum-Ra, dem Höchsten, deine Seele mir auf Ewig dienen, so wie ein Uschebti blind seinem Herrn gehorcht. Sprich nun:"


Als Hintergrund:
Diese Information wurde mir in einer, für mich bahnbrechenden, persönlichen Erfahrung mit einem Zeugen, einem Freund, mit dem ich öfter Gläserrücken praktizierte, zuteil. Dabei erschien uns erstmals eine Gottheit: Die ägyptische Göttin Bastet und belehrte uns erstmal grundlegend, während wir perplex dasaßen. Sie zeigte uns unsere entscheidenden Fehler auf und führte uns zu besseren, sicheren Wegen mit sehr vielen magischen Erfolgen.