NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 19. März 2014

Die subtilen Organe des Menschen

Mir ist bewusst, dass ich mit dem Thema der menschlichen "Organe" zur feinstofflichen und damit andersweltlichen Wahrnehmung zwangsweise auch ausgekaute Themen anschneide, von denen ich hiermit auch einmal andere Seiten beleuchten möchte. 
Es ist umstritten und vielfach diskutiert, ob der Menscht diese Körperteile der Wahrnehmung nur auf astraler Ebene besitzt, oder ob sie ebenso körperlich vorhanden sind. Da ich kein Arzt bin, treffe ich dazu jetzt keine Aussage und werde schon gar nicht spekulieren. Das Einzige, was ich mit meinen Mitteln und Methoden sicher feststellen kann, dass diese subtilen Organe durchaus an dem grobstofflichen Körper des Menschen gewisse feste Anknüfungspunkte besitzen, die durchaus konstant sind und die auch Jeder an sich selbst suchen und finden kann. Ich spreche nun vor allem von meinen eigenen Erfahrungen, auf die ich mich im Folgenden stützen werde. Dies sie also der Bericht der astralen "Organe", die für mich auffindbar waren... Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die subtilen Organe des Menschen:

  • Der Fokus = Zentrum des Selbst und Universalwerkzeug unseres Willens, zugleich das einzige unfixierte, bewegliche Organ, das auch außerhalb unseres Astralkörpers liegen kann; kann in durch Willen + Imagination, also Visualisation die subtilen Organe erwecken und sogar neue erschaffen


  • Das dritte Auge = Organ des Hellsehens, nötig zur Astralsicht, Kanalisationsorgan
Wie sieht es denn nun aus, wenn man mit dem dritten Auge sieht (Astralsicht)? Nun, das kommt ganz darauf an, in welchen Bewusstseinszustand man sich in dem Moment befindet. Bei mir beginnt es mit einem stärker werdenden hellen, weißen Flimmern, in dem sich nach und nach Formen sichtbar abgrenzen, Ströme bilden, Auren und Energieflüsse im Raum sichtbar werden. Während anfangs alles von einem starken Kontrast und Blenden geprägt ist, wird es dann nach und nach zu Schwarz-weiß und Graustufen. Nach einer Weile zeichnen sich dann bei mir langsam Farben ab. Zuallerst Violett, dann Rot, usw... Es werden nach und nach Wesenheiten und Dinge aus andersweltlichen Realitäten sichbar und klarer. Mit zunehmender oder abnehmender Frequenz der Eigenschwingung der Seele kann man zwischen erfahrbaren Ebenen wechseln. Dies zu kontrollieren erfordert viel Übung...
Es sei zu beachten, dass die eigene subjektive Wahrnehmung von diesem geschilderten Bild abweichen kann, jedoch nicht muss.

  • Das dritte Ohr/Inneres Ohr = Organ des Hellhörens, Organ der Telepathie (eher unbekannt)
Mit dem dritten Ohr kann man angefangen von menschlich eigentlich nicht wahrnehmbaren Tönen im Ultraschallbereich  bis zu den Stimmen der Götter und Geistwesen eine Menge wahrnehmen.

  • Das zweite Gehirn = Organ des Vorherwissens, des Vorherdenkens (sehr unbekannt)
Manche Menschen haben die Gabe etwas ganz Bestimmtes einfach zu wissen, lange bevor es eintrifft, was man natürlich auch erlernen kann...

  • Die Geisterstimme = Organ der subtilen Kommunikatin und des Obertongesangs, auch Instrumente haben Geisterstimmen, die der Spieler durch seine eigene erwecken kann (sehr unbekannt)

  • Das heilige Herz =  Organ des Feinfühlens, der feinstofflichen Emotionalität und der Empathie (eher unbekannt)
Dies ist meine persönliche erste voll ausgeprägte magische Fähigkeit gewesen: Das Feinfühlen. Es war von Vornherein da und grenzt sich stark von dem "Bauchgefühl" ab, das eher mit der Silberschnur zu tun hat. Es ist eine Fähigkeit, die zwar über die Hände sehr gut ausführbar ist, besonders über die Herzhand, die rechte Hand, aber ebensogut mit dem Fokus auf ein beliebiges anderes Körperteil übertragbar ist. Spürbar ist hier für blutige Anfänger meist Wärme oder Kälte. Der nächste Schritt ist ein Gefühl ähnlich dem der Blutarmut in den Händen, ein mehr oder minder starkes Kribbeln, bis hin zum Stechen und Ziehen. Am genauen Gefühl kann man diverse Partikel erspüren. Ich fand mit Hilfe von Magneten, beim Röntgen und am Flughafen heraus, dass man eine Vielzahl für uns messbarer Teilchen, deutlich spüren und unterscheiden kann. Röntgenstrahlen empfinde ich dabei als unangenehme kleine Blitze, die wir Nadeln stechen. Auch Farben kann man fühlen und zwar an der Stelle/den Stellen der Hand, die durch die Kräfte angesprochen wird/werden...
  • Die Silberschnur/AKA-Schnur (auch im Plural möglich) = Organ/e der Bindungen und des Lösens, dienlich zur Kanalisation, zum Saugen und Geben von Kräften, verantwortlich für innere Wegweisungen und Führung, im Ritual nützlich zur Achsenbildung und Bindung, Tier- und Pflanzenkontakt möglich, sollte wie jedes Kanalisationsorgan bewusst abgeschirmt/geschützt werden

  • Die Energieknoten des subtilen Körpers/Chakren: Ich selbst habe 9 Hauptknoten erkennen können, die ich von unten beginnend folgendermaßen bezeichne: Wurzelknoten (Sexualmagie), Erregungsknoten (Sexualmagie), [Nebenknoten: Talknoten (Sexualmagie)], Nabelknoten, Hauptknoten, Herzknoten (Eingang zum heiligen Herz), Halsknoten (Zugang zur Geisterstimme), Stirnknoten (Eingang zum dritten Auge), Hinterhauptknoten (Plastisches Denken, Motorik, Bewegung, Wandel), Vollkommenheitsknoten. Dazu treten eine Unzahl an Nebenchakren, von denen es so zahlreich gibt, dass ich nur die in der Einfachheit halber Füßen und Händen bewusst anwende.

Montag, 17. März 2014

Von Wertschätzung und Opfer als Grundprinzip allen Handelns

Schon seit Urzeiten bestimmt ein Grundprinzip das Gelingen all unseres Handelns. Ein Prinzip, das in Vergessenheit geriet, ja bewusst und unbewusst ins Abseits gedrängt wurde. In diesen Winkeln unseres tiefsten Selbst und in allem Sein ruht es immer noch, wartet darauf befriedigt zu werden. Im Grunde sehnt sich Jeder nach der Magie, die allem unsichtbar innewohnt... sehnt sich nach der Erweckung. Doch warum kommunizieren wir nicht einfach?! Warum flüstern wir nicht die lieben Worte des alltäglichen Zaubers?! All die Geister und Götter, es gibt sie immer noch! Sie wohnen wahrlich allem und jedem Ding und Nichtding, dem Sein und sogar dem Nichtsein inne, ignoriert von den Massen und so schmachtend nach den kleinsten Happen, denen sie habhaft werden können. Weil wir uns ihnen nicht widmen, nichts mehr ehren was da ist, ob nun aus Selbstbezogenheit, Egozentrismus, Homozentrismus, was alles ja im Grunde nur ein Abklatsch abrahamitisch-monistischer Habgier ist [...]; und weil wir sie verraten haben, uns von ihren mannigfaltigen Realitäten abwandten, ja deshalb ist nun ihre Abkehr von uns umso grausamer; sie nehmen sich also die Opfer, die sie brauchen selbst. Dies geschieht nicht aus bösem Willen, sondern aus der Not, aus dem Willen weiter zu existieren. Trotz dass wir alle Dinge bis zum Boden ausschöpfen, geben wir doch nichts zurück! Das Resultat zeigt sich: Eine wüste Welt, die kippt, zugrunde geht, weil wir nicht verstehen zu ehren, was wir haben, nicht verstehen zu danken, nicht verstehen zurückzugeben, damit es bleibe und wachse!
Oh, welch Jammertal lassen wir aus diesem Unverstehen, aus dieser Missachtung, aus diesem Selbst- und Naturhass entflammen!!! Kennen wir uns selbst nicht mehr?! Wir sehen die Dinge nur durch den dichten Smog der Unnatürlichkeit, der Fremdbestimmung, Indoktrinierung und Massenlenkung. Eine rosarote Fernsehbrille sitzt (fast) allen auf. Sie lässt uns nicht erkennen, nicht wissen, was wirklich ist und was nicht. Was ist nicht wirklich? Wirklich! Nicht?!

Was soll also all dieser Terz und das Gejammer?! Lasst mich klarstellen, was wirklich zählt: Es ist nicht, ob wir uns von Fleisch, Fisch oder Gemüse ernähren... auch nach den Früchten und gar den Bananen wird niemand fragen, der die Dinge im Kleinen wie im Großen gesehen hat. So sei die Regel: Iss, was du ehren kannst! Alles ist weder wahr noch falsch, noch gut noch böse, noch schwarz noch weiß... das sind Abstrakta, Eselsbrücken, für Menschen, die nicht eines Esels Verstand ihr Eigen nennen.

Allem und Jedem, mag es noch so klein sein, mag es alles sein, was unser Verstand greift und darüber hinaus, wohnt ein tiefer Wert inne! Ein Wert, der nicht in Worte zu fassen ist... Lasst uns diesen Wert, dieses Einzigartige, dieses Wundervolle in allem, zu was wir Bezug haben, ja von allem was wir kennen und vor allem von dem, was wir nutzen, erkennen und EHREN! Schaut euch nur um! Alles was ihr seht, hat seine einigartige Bedeutung, sein Eigen und Innenleben, das zu erfahren, zu bereisen und zu erfragen es gilt! Interaktion in jeder vorstellbaren und nichtvorstellbaren Ebene ist gefragt!

Alle Welten, alles Sein, funktioniert und fungiert nach dem Opferprinzip in Abhängigkeit vom höheren Prinzip des Equilibriums: Wir nehmen, also müssen wir geben. Geben wir nicht, so nimmt der Automatismus der Tendenz, des Strebens hin zu einem Gleichgewicht das Ganze in die Hand... und er hat VIELE HÄNDE. Eine davon kannst du sein... oder auch zwei.
Würden wir nur den Alkohol, seine Herkunft, die Pflanzen, aus den er gemacht wird, seinen Herstellungsprozess und die darin involvierten Wesen ausreichend kennen, ihn ehren und etwas von diesem heiligen Getränke zurückgeben, eine Gegenleistung erbringen, sich mit den innewohnenden Geiste nicht nur als Konsument beschäftigen, so wäre die Krankheit des Alkoholismus nicht mehr existent. Süchte und Abhängigkeiten sind parasitäre Schutzreflexe der Wesen, an deren Früchten wir uns genüsslich und im Übermaße laben. Doch würden wir ihnen von uns aus geben, würden wir sie als das betrachten was sie sind, so würde sich ihr zehrendes, dämonisches Gesicht in das Lächeln eines guten Freundes verwandeln. Wir schaffen uns unsere eigenen Dämonen...

So schaut euch nur um! Lernt von dem, was euch umgibt! Es ist alles da. Nichts müsst ihr in der Ferne suchen... Ehrt und opfert, so werdet ihr würdig sein Großes zu empfangen!





Wer an dieser Stelle nicht einsieht, das einiges in dieser Welt schief läuft und alles auf einen unweigerlichen Untergang der Zivilisition, wie wir sie heute kennen, hinausläuft, dem dürfte die NASA hoffentlich als Quelle als fundiert genug erscheinen...


Samstag, 15. März 2014

Lyrik: Artsaquil

Die höchste Kunst im ALL
ist der Schoßefall;
das Schöpfen aus dem Reinen,
den Stengel zu den Beinen.
Klinget des Tieres Klang,
erhöhet sich der Rang
unser aller Leben,
in göttlich, freiem Beben.

Doch die Kunst bei Alledem
ist nicht nur bequem:
Lass steigen bis zum Bauche,
ja kratze, beiße, fauche!
Gebäret euch zum wilden Paar,
aus Dumuz und der Inannar.

Nicht einmal nur, soll es gelingen,
das einiglich, heilig Ringen,
umschlungen, ganz, in Aphrons Bann.
Fanget bei den Tälern an!

Der Berg der Schöpfung ist das Ziel.
Beginnen lasst der Götter Spiel!

Copyright 2014 by Poeta Immortalis

Donnerstag, 13. März 2014

Eine kurze Argumentationskette um Ta'amuz und "Bekenntnisreligionen"

"Urigallus" als heiligee Abgrenzung
Moderner Polytheismus kann mittlerweile allgemein als eine gute, offene und vor allem selbstbestimmte, ja spirituellen Fortschritt versprechende Alternative zu "Bekenntnisreligionen", wie dem Christentum, gesehen werden. Eine dieser neuen Richtungen nennt sich Ta'amuz, wie bereits erläutert wurde. Darin steht ein ausgewogenes, natürliches Streben (in Ma'at) im Vordergrund, das zu vielen individuellen Zielen führen kann.

Verständlicherweise steht diese (wen wundert es) im krassen Gegensatz zu den abrahamitischen "Bekenntnisreligionen"(2), ja das Prinzip der "Bekenntnis" und der Ma'at schließen sich gegenseitig aus, da diese Religionen vor einer fertigen Kultur stehen und sich nun von ihr durch Provokation und schier krankhaftes Verhalten versuchen von dieser abzugrenzen mit dem Ziel die Kultur und Gesellschaft zu zerstören, zu überschreiben mit reiner Religion. Was fordert nun das "Bekenntnis"? 
Als Teil einer abrahamitischen Religionsgemeinschaft stehen die Begriffe "pistis"(2) und "emuhah"(2) im Vordergrund, die für zwei Arten des blinden Glaubens stehen: "Pistis"(2) ist das Glauben im Sinne von der Überzeugung, dass das jeweilige Dogma ewig wahr ist. "Emuhah"(2) dagegen steht für eine Art des "Gottvertrauens", ja es nimmt leere Versprechungen und das Eintreffen des Dogmas ENTGEGEN JEDER EVIDENZ an, ohne je davon abzuweichen. Das sind die zwei Prinipien einer Sklavenmoral, die gleichzeitig ein riesiges Gefahrenpotential für die Umwelt solcher "Bekenntnisreligionen" liefert.
Ganz im Gegensatz dazu steht Ta'amuz und damit auch das Ma'at-Prinzip solchem Irrsinn klar entgegen: Denn es ist die Evidenz, auf die wir aufbauen! Unser Polytheismus und dessen Inhalte sollen transparent und neutral verififizierbar sein! Und das sind sie auch, sofern man sich die Mühe macht, es ernsthaft zu versuchen. Leider begehen viele atheistisch geprägte Menschen an dieser Stelle den Fehler uns mit "Bekenntnisreligionen" gleichsetzen zu wollen! Doch wir haben keinen unsichtbaren Gott, der sich verstecken muss! Unsere Götter zeigen sich in den vielfältigsten Formen, ja SIND IN DER NATUR ALLER DINGE VERTRETEN und zwar an jedem Tag, zu jeder Zeit! Wir haben Götter die man schon immer schauen konnte und noch schauen kann, wie auch Priestertitel im alten Ägypten verraten: "Der den Großen schaut". (2)
Des Weiteren baut Ta'amuz auf einer umfassenden Harmonie mit den Göttern und der eigenen Umwelt auf, während die Abrahamiten stets auf Konflikt aus sind, ja einen Krieg gegen die Gesellschaft und Kultur führen, ja selbst mit ihren eigenen "Gott", dem sie sich aus diesem Grund immer wieder vor die Füße werfen und um Vergebung bitten!
Ta'amuz steht für den Aufbau, die Schöpfung einer neuen Kult(ur)-Gruppe in fließender Eingliederung und Präsenz in der Gesellschaft. Wir helfen und unterstützen, soviel wir können, versuchen diese Welt zu heilen, während "Bekenntnisreligionen" bewusst Wunden reißen. An dieser Stelle fragt man sich, wie es dann kommen kann, das Letztere viel beliebter und anerkannter in der Gesellschaft sind... Es liegt wohl daran, dass "Bekenntnis" das Leben der Gesellschaft geprägt hat. Aber dafür gibt es ja Gegenprägung als kleines Heilkraut für Wunden, die die Zeit heilt.
Wir stehen und setzen uns für Gerechtigkeit und eine neue Ordnung im Gleigewicht ein! Und genau so sollten wir uns benehmen: Ordentlich, gerecht und nicht selbstgerecht! "Prawda"(3) nennt es der Russe und "asha"(3) die alten Perser... doch wirgehen noch weiter im Equilibrium als sie es je taten. Wir sind die Heiler der Welt, auf dass es eine Welt für die Zukunft werde! Wir schaffen den neuen Staat, der auf "Ma'at" aufbaut nicht durch Agression, nicht durch Krieg und Kampf, nicht durch Unterwerfung! Wir lassen ihn durch Integration und ma'atgerechtes Handeln in die Gesellschaft wachsen! Dabei haben wir den Vorteil Neues und Altes zugleich in uns zu vereinen. Altbekanntes ist stets ein guter Freund der Menschen, der hilft sich auf die TRANSFORMATION, den steten Wandel einzulassen, den die "Bekenntnisreligionen" so ablehnen, ja bekämpfen. Doch wer sich in einer sich stetig wandelnden Welt nicht anpassen kann, der wird ein Opfer der zyklischen Evolution.
Lasst uns auf das aufbauen, was wir haben und können! Im Polytheismus und ganz besonders in Ta'amuz ist die primäre spirituelle Erfahrung verankert. WIR WISSEN, wovon wir sprechen! Da sieht es doch im Vergleich mit der "Bekenntnis" und dem Wissen sehr mickrig aus, denn sie glauben nur, dass es so sein müsste. Wir wissen, dass es nicht so ist, wie sie glauben und sie einem riesigen Betrug aufsitzen. Aber in dem Fall ist Lächeln die beste Art die Zähne zu zeigen, denn verstehen würden sie ohnehin nicht.

Dienstag, 11. März 2014

Das Heiligtum im antiken Griechenland

Ein Heiligtum war im antiken Griechenland in erster Linie ein Ort der Vielgötterverehrung, der Austragung zahlreicher selbstständiger Kulte und regelmäßigen Opferpraxis, aber auch, im Gegensatz zu den Heiligtümern monotheistischer Religionen, Austragungsraum weltlicher Aktivitäten und Veranstaltungen bot. Keine feste religiöse Institution regelte das Geschehen, sondern Priester und lokale, wie übergeordnete Herrscher. Das Heiligtum umfasste dabei meist eine Vielzahl von Gebäuden, die über einen abgegrenzen Bereich verteilt waren. Das Zentrum und zugleich wichtigste Element eines Solchen bildete in Griechenland der Altar, als Austragungsort des Götteropfers und nicht der Tempel, der ausschließlich als Wohnsitz und Repräsentation, sowie Vermittlungsgebäude zur Gottheit verstanden wurde. Frühe Heiligtümer kamen ohne feste Gebäude aus und Aschekegel als Überreste des Brandopfers bildeten den Altar, sodass das Heiligtum durchaus unscheinbar wirken konnte. Doch um die Gunst der Götter zu erringen und nicht zuletzt auch zur Selbstrepräsentation und Bewerbung, war es eines der höchsten Ziele meisterhafte Kunstwerke innerhalb eines solchen Heiligtums aufzustellen oder in Form von Kleinplastik einzubringen. Gerade im so relevanten Bereich der Altäre können sie heute im archäologischen Befund lokalisiert werden. Ihre Deutung beläuft sich vor allem auf sogenannte Weihgaben, die mit Bittstellung an die verehrte Gottheit in Verbindung standen. Oft wurde als Gegenleistung für erfüllte Wünsche ein großes Opferfest ausgetragen oder ein Gebäude, sowie Prunkgeschirr, Statuen und Ähnliches gestiftet.

Montag, 10. März 2014

Typologie und Aufbau der Schiffsmodelle im Mittleren Reich

Reiseschiff mit Ruderern, 12. Dynastie, Theben, Grab des Meketre, Länge: 128 cm, Museumsnummer: 20.3.1, The Metropolitan Museum of Art Chicago


Zum vorangegangenen Artikel...

Im Mittleren Reich wurden zwei Haupttypen von Bootsmodellen dargestellt: Dies waren zum Einen die Papyrusboote und zum Anderen die Holzboote, welche wesentlich häufiger in der Beigabensitte erschienen.
Nicht nur aus den Modellen, sondern auch aus der Grabausmalung im Mittleren Reich lassen sich beide Bootstypen belegen. Im Flachbild findet sich, laut Luise Klebs, der Bau eines Papyrusbootes beschrieben: Dabei binden Männer Papyrusstengel mit Stricken zusammen. Sie treten in die Schlingen, um anschließend die Knoten festzuziehen. Papyrusboote wurden keineswegs hohl gebaut, sondern bestanden aus dicht zusammengeschnürten Papyrusbündeln, auf deren abgeflachter Oberseite die Mannschaft stand. Im Schiffsmodell des Mittleren Reiches wurden Papyrusboote nicht in Papyrusstengeln, sondern aus Holz angefertigt und anschließend in einem typisch blassgrünem Ton bemalt, wobei sich teilweise sogar die einzelnen Bündel wiedererkennen lassen.
Ähnlich, wie die Papyrusboote im Schiffsmodell des Mittleren Reiches, so wurden auch Holzboote für das Dienerfigurenreportoire meist aus einem Stück massiven Holzes hergestellt.
Aus Funden von Holzbooten, wie bei der bereits erwähnten Grabanlage Sesostris III. in Dahschur, sowie aus Flachbildbelegen, zeigt sich, dass für die Nilfahrt geeignete Holzschiffe aus einzelnen Brettern staffelförmig mit Holznägeln verzapft worden sind. Im unteren Bereich der Schiffe verwendete man zuerst kurze Holzbretter, mit zunehmenden Aufbau des Schiffes dann Längere. Dieser Aufbau der alltäglich genutzen großen Schiffe im alten Ägypten lässt sich an den Modellen nicht mehr nachvollziehen, da man hierbei die Darstellung vereinfachte. Nur der niedrige Schiffsrand, sowie das Innengerüst, als auch die Bretter des Decks wurden gelegentlich angedeutet. Dem Schiffsmodell ähnlich waren nur kleinere Holzboote aus dem alltäglichen Gebrauch zu Lebzeiten. Diese wurden mitunter aus einem einzigen Baum hergestellt.
Die verwendeten Hölzer kamen aus dem In- und Ausland. So finden sich Modelle aus dem einheimischen Holz der Symkorenfeige, Nil- oder Dornakazie, Nil-Tamariske und dem Christdorn. Die beliebtesten ausländischen Hölzer waren die Libanonzeder, die zizilische Tanne, afrikanisches Ebenholz, sowie die Hopfenbuche.
Vom Aufbau, der aus den genannten Holzarten gefertigten Schiffsmodelle, kann man zwischen den Ruderbooten und Segelschiffen unterscheiden.
Dabei tauchte im Grab jeweils ein Bootsmodell mit Segel auf, das das nach Süden, vom ägyptischen Nordwind angetriebene, Schiff darstellt, sowie eines bei der Fahrt flussabwärts, oftmals mit einem eingeklappten Segelmast auf Gabelstangen und bei der Arbeit befindlichen Ruderern.6 Eingeklappte Segel lagen gelegentlich sogar auf der, meist in der hinteren Mitte des Schiffes zu findenden, Kajüte auf. Als Sonderfall gab es auch Schiffe ohne Segel und Ruder, die entweder unvollständig erhalten, vereinfacht worden sind, oder eine Götterbarke für den Kultgebrauch darstellen. Ein sehr wichtiges Element der Fortbewegung, das selbst bei dieser besondern Form eine Rolle spielt, ist das große Steuerruder am Heck. Im Mittleren Reich weist dieses Element oftmals, im Vergleich zum Alten Reich, die neue Technik einer speziellen Hebelvorrichtung auf. Zusätzlich gab es als Fortbewegungsmittel kleinerer Sumpfboote Staken und Stangen. Diese wurden jedoch im Mittleren Reich im Modell nur selten dargestellt, da die Flussfahrt hier eine höhere und vielfältigere Bedeutung für den Grabkontext hatte, bei der die Staken eher zum Ab- und Anlegen der Boote dienten. Die Kajüte ist bei den Bootsmodellen, neben dem Bootsrumpf mit formenreichem Bug und Heck, das vielfältigste Teil des Schiffes, natürlich mit großer Variation in Ausarbeitung, Schmuck und Bemalung. Es gibt dabei Tonnengewölbte aus Flechtwerk, Leder oder Fellen, sowie ein aus Gabelstangen oder sogar schmalen Holzsäulen bestehendes Gestell mit einem aufgesetzten Dach als Sonnenschutz. Dieses immitiert geschwungene, flache oder leicht gewölbte Holzdächer, sowie Teppichbehänge. Auffällig bleibt weiterhin, dass die Kajüte im Modell, wie auch in der alltäglichen Verwendungspraxis, gänzlich weggelassen werden konnte, da es sich wohl hierbei um eine eher luxuriöse Ausstattung handelte. Neben der, nun genannten, mehr oder minder festen Bootsausstattung, können im Kontext zur Besatzung noch weitere bewegliche Gegenstände auf dem Deck befinden. Die wären zum Beispiel Hocker für die Ruderer, Kisten, Gefäße und Waren, eine Liege für die Mumie, sowie eine Sänfte im Heckteil des Schiffes im Zusammenhang mit dem Grabherrn.
Im Mittleren Reich trat dieser erstmalig in der Geschichte Ägyptens im Dienerfigurenreportoire auf und hierbei vor allem im Schiffsmodell. In anderen Modelltypen blieb diese Form der Darstellung weiterhin, geradezu tabuisiert, aus. Einen Ausnahmefall stellt dabei nur die Viehvorführung als Dienerfigur dar. Die hölzernen Mannschaftsfiguren, zu denen auch der Grabherr als Sonderfigur zählt, wurden oftmals mit Zapflöchern und Zapfen an der Unterseite der Figuren auf dem Deck angebracht, um deren stabile Anbringung zu gewährleisten.
Manche Mannschaften wurden jedoch auch nur lose aufgestellt oder, mit Hilfe von Harz, angeklebt. Die Figuren konnten im Mittleren Reich ganz unterschiedliche Qualitäten annehmen. Von Personen mit groben, eckigen, ja klotzartigen Zügen, bis hin zu präzisester kleinteiliger Bearbeitung und Bemalung kam alles vor. Dies lässt vermuten, dass die Schiffsmodelle und deren Mannschaften in erster Linie funktioneller Natur waren und deren künstlerische Ausarbeitung nicht unbedingt nötig und somit auch kein Regelfall war.
Die Schiffsbesatzung setzt sich zumeist aus vier Personentypen zusammen: Dem Steuermann, den Matrosen, dem Zeichengeber, sowie den Bediensteten. Am Häufigsten tauchen Bootsbesatzungen auf, die sich aus Zeichengeber, Matrosen und Steuermann zusammensetzen. Im Mittleren Reich kamen ganze Gruppen von Bediensteten, beispielsweise aus Küchen und Werkstätten, mit ins Bootsmodell, wie sie auch als gesonderte Dienerfiguren auf Platte oder in voll nachgebildeten Werksgebäuden neben den Schiffsmodellen mit ins Grab kommen konnten. Deren Darstellung auf den Modellbooten ersparte dabei natürlich die Notwendigkeit einer gesonderten Dienerfigurengruppe. Doch nicht nur Arbeitende, sondern auch Trauernden kamen, oft als hockende männliche Holzfiguren oder gar als, ebenso für das Mittlere Reich neuartige, miniaturhafte Würfelhocker in die Schiffsmodelle. Weiterhin und besonders im Bereich von Meir konnte es auch Soldatengruppen an Bord geben. Seltener dagegen war die Darstellung von Priestern und Kulthandlungen.
Neben dieser, meist unindividualisierten Besatzung, trat, wie bereits beschrieben, der Grabherr im Schiffsmodell als große Neuerung des Mittleren Reiches auf. Doch nicht nur als Lebender, sondern, auch im Kontext mit den, eben genannten, Priesterfiguren erschien er in Form einer Mumie. Allerdings tauchte der Grabherr als Thronender wesentlich häufiger auf. Es konnte sogar dessen Familie mit Frau und anderen weiblichen Figuren vorkommen, was jedoch, der alleinigen Darstellung des Grabherrn gegenübergestellt, nur selten der Fall war. Zuordnungen der individualisierten Personen im Modell kann man entweder aus der Malerei in Typologie und Beschriftung im Grab ableiten oder die kleinen Figuren sind sogar in seltenen Fällen im Modell selbst beschriftet. Der Großteil der Dargestellten, ob individualisiert oder nicht, bestand dabei weiterhin aus Männern.

Freitag, 7. März 2014

Erwartungshaltung und Erfolg

Es hat sich im Laufe meiner magischen Arbeit immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, so neutral wie möglich und doch innerlich gefestigt und überzeugt von der Möglichkeit des Eintreffens der erwünschten Wirkung, zu sein. Also auf Klardeutsch: Lasst die Finger von der Büchse der Pandora, wenn ihr zu wissen glaubt, was drin ist. Nur so kann magischer Erfolg gewährleistet werden.
Die größten Fehler können einen wahrlich in divinatorischen Künsten unterlaufen, gerade wenn es um ein Thema gehen sollte, an das man emotional gebunden ist, wie eine Beziehung. Ich rate dringend ab selbst Karten für die eigene Beziehung zu legen (oder andere Orakelarten dafür zu nutzen). Dies sollte unbedingt von neutralen Dritten mit reichlich Erfahrung ausgeführt werden, denn ich selbst musste bemerken, dass man mit emotionaler Befangenheit so manches deutliche Zeichen VIEL ZU POSITIV bewertet. ... oder auch viel zu negativ, je nach Erwartungshaltung.

Versucht auf gar keinen Fall globale Aussagen zu treffen, wenn ihr etwas über die Zukunft aussagt, denn es gibt immer weitaus MEHR ALS EINE MÖGLICHE ZUKUNFT. Gerade in derartigen Größenverhältnissen sind unmöglich alle Einflussfaktoren berechenbar, die zu dem Endergebnis, der eintreffenden Realität werden. Zudem sollte zwingend beachtet werden, dass Geistwesen und auch Götter häufig kein lineares Zeitempfinden besitzen und schon gar nicht unseres. Aussagen dieser Geistwesen über die Zukunft könnten erst in Monaten, Jahren, Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten eintreffen! Im Allgemeinen sollte man diese also unbedingt in einem deutlich größeren Zeitfenster betrachten, als dies die eigene Erwartungshaltung hergeben würde. Bitte macht nicht den Fehler euch ein festes Erwartungskonstrukt für zukünftige Ereignisse zu schaffen und euch an dieses auch noch persönlich, ja emotional, festzunageln! Was dabei herauskommt sieht man an so manchen Weltuntergangspropheten. Letztendlich verstrickt man sich immer mehr in die eigenen Erwartungen, die einen letztendlich zu Fall bringen, wenn der Tag nun vorüber ist... was natürlich manche fundamentale Christen immer noch nicht davon abbringt das Ganze Spielchen von vorn zu beginnen.
In jedem Fall sollte man mindestens aus solchen gemachten Fehlern deutlich nüchterner und erwachter herausgehen, als je gedacht. 

Zum Thema der Geistreisen sowohl im Diesseits (z.B. Remote Viewing), als auch in andersweltlichen Sphären, sei zu sagen, dass hier, wie bei Allem, der Schlüssel zum Erfolg an der Neutralität liegt, mit der man an die Reise herangeht. Erwartet man etwas Bestimmtes zu sehen, so wird man es sehen und es wird wie ein mächtiger Attraktor wirken, der einen vom eigentlichen, relevanten Ziel ablenkt, ja die gesamte Geistreise durch Subjektivität verzerrt, auch wenn man trotzdem das ein oder andere objektive Element erleben kann. Ziel soll es also sein, nicht vor alles zu auszumalen, sondern den Realitäten die Ausmalung zu überlassen. Die Fantasie kann beim Visualisieren sehr nützlich sein. In der Divination und Geistreise, sowie beim Gläserrücken und Pendeln ist es das mit Sicherheit nicht.

Neutralität des Geistes kann man ganz gut durch den sogenannten "Negativen Zustand" erreichen oder auch durch zahlreiche andere Techniken nahmhafter Magier, die man sich gerne in den umfangreichen Werken erlesen kann. Bei der Literaturwahl sei natürlich auch dringend zu beachten, dass Autoren, die versuchen sie emotional zu ergreifen auf diesem Gebiet weniger bis gar nicht brauchbar sind. Umso Tiefer dieser emotionale Effekt hervortritt, desto subjektiver und eingegrenzter wird die Geschichte. Die Autoren versuchen auf diese Weise Ihnen ihre eigenen festgefahrenen Erlebnispfade aufzuzwingen und nicht selten Vorteile daraus zu ziehen, die dem Ausführenden zum deutlichen Nachteil werden müssen. Es werden Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen und vampiristische Ausbeutungen begangen. Ein Beispiel solcher Autoren wäre Drunvalo Melchizedek, der ganz bewusst gelegte Trigger einsetzt, um den Leser und Ausführenden zu steuern. Erfolg bringt das natürlich vor allem dem esoterischen Guru, den man meistens schon an seiner Preisklasse erkennen kann.
Dadurch, dass ich hier kostenlos kritische Informationen zur Verfügung stelle, die zum eigenen Erarbeiten auf möglichst objektive Weise anregen sollen, grenze ich mich deutlich von der Esoterikszene ab, die nicht zuletzt hierzulande ein Grundbedürfnis der meisten Deutschen aufgreift. Blindes Gehorsam gegenüber einem charismatischen Führer zu zeigen. Da wird natürlich nicht hinterragt und auch dass man ausgebeutet wird, bis zum Geht-nicht-mehr, wird getrost übersehen. Die aktuelle politische Lage in Deutschland sieht ja leider nicht anders aus, mit dem Unterschied, dass es hier keine Führerin gibt, sondern eine Art Plattenspieler, der wieder und wieder den einen Satz wiedergibt, der so nichtssagend ist, dass er schon wieder dabei Erfolg verspricht alle vorübergehend zufrieden zu stellen. Aber die Konzerne, die dahinter stehen, erwarten auch nichts anderes als Jemanden, der die große Maskerade so lange wie möglich aufrecht erhält, damit die Verantwortlichen sich ganz entpannt vor dem Supergau absetzen können. Vielleicht erwarten das zu Viele, als dass sie es für real halten könnten.


Sonntag, 2. März 2014

Schiffsmodelle im Mittleren Reich: Von den Ursprüngen


Schiffsmodelle waren im Mittleren Reich ein wichtiger Bestandteil der Grabaustattung in der privaten Ober- und Mittelschicht, kamen jedoch ebenso in Königsgräbern vor. Am Häufigsten dienten sie dabei als Beigabe in Schachtgräbern. Ein Sonderfall waren eigens für Modelle angelegte Kammern in anderen Grabtypen, wie der Mastaba. Ihr Ursprung begann schon in der Tradition Prädynastischer Zeit, ab Negade I, sowie im Alten Reich. Dabei waren ab Negade I besonders Tonmodelle von Schiffen häufig, die im Mittleren Reich nur noch vereinzelt auftraten. Weiterhin kamen die frühen Modelle in steinerner Ausführung, sowie in Fayence vor. Abbildungen solcher Schiffe als frühzeitiger Beleg der Nilschiffahrt, erschienen auf Keramikgefäßen, Leinen und Elfenbeinmessern. Vergleichbare Abbildungen, sowie rundplastische Darstellungen aus Stein und Fayence blieben im Mittleren Reich annähernd aus. Stattdessen lag der Schwerpunkt auf hölzernen Modellen diverser Bootstypen und Funktionen. Ein weiterer Usprung solcher Bootsmodelle wird an den monumentalen Bootsbestattungen bei Pyramidenanlagen festgemacht, wie zum Beispiel beim Grab des Königs Aha in Saqqara, einer Anlage des Alten Reichs. Derartige Bootsgruben kamen ebenso im Mittleren Reich vor. So ließ sich beispielsweise auch Sesostris III. neben seiner Grabanlage in Dahschur ein Boot in Orginalgröße mitgeben. Die monumentalen Bootsbeigaben blieben zu jeder Zeit dem Königshaus vorbehalten. So blieb als günstigere und platzsparende Alternative mit ähnlicher Funktion für Kreise der Mittel- und Oberschicht das Schiffsmodell, das auf diese Weise schon ab der 6. Dynastie des Alten Reiches zum festen Bestandteil der Dienerfigurenausstattung wurde. 
Die Aufnahme von Schiffsmodellen ins Dienerfigurenreportoire erscheint vor allem sinnvoll, wenn man sich die hohe Bedeutung des Nils, als wichtigster Transportweg Kemets, und demnach die Allgegenwärtigkeit von Booten und Schiffen, im hier zu betrachtenden Mittleren Reich, vor Augen führt. So darf dieses nützliche Gefährt auch im Nachleben und somit Grabkontext nicht fehlen, wo es meist paarweise auftaucht. Dabei wurde eines der Schiffe immer nilaufwärts fahrend, mit vom Nordwind angetriebenen Segeln, dargestellt, während das Zweite flussabwärts rudernd dem Verstorbenen beigelegt wurde. Aus den kleinen, unregelmäßig auftauchenden Bootsmodellen der Ursprünge, erwuchs das für die Kemeter zu Lebzeiten so bedeutende Schiff auch im Grab zu einer bedeutenden Sitte. Es entstand erstmals ein festes Konzept der Schiffsmodellbeigabe, das sich im Mittleren Reich etablieren konnte.

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