NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 30. Juni 2014

Lyrik: Der 1. Vers des Ta'amuz

Equilibrium soll sein
In aller Weltenheim.
Ma'at führe stets dahin, 
Dass ich im Reinen bin.
Der Weg dann zu dem Ziel, 
Sei beider Kräfte Spiel.
Gor folgt Bal,
Rot vor Blau,
Zyklisch eins, 
Wie Mann und Frau.

Copyright by Poeta Immortalis
30.06.2014


Dienstag, 17. Juni 2014

Zur Ernähung: Opfer und Gegenopfer statt Selbstentziehung

Wieder einmal bringt mich ein etwas provokanter Beitrag auf Facebook zum Schmunzeln. Dargebracht wurde ein Zitat des US-Schauspielers Peter Dinklage, indem er seine vegane Ideologie damit begründet, dass er Tiere mag und weder sie selbst verletzen, noch jemanden bitten würde sie für ihn zu verletzen. So weit so gut... Untertitelt ist das Ganze von PETA USA unter Anfügung eines Abschreckungsvideos. Missionierung also.


Meine persönliche Meinung dazu:

Ich mag ebenso alle Tiere. Aber auch Pflanzen, Kristalle und viele andere Wesen, sehe jedoch die Notwendigkeit des Opfers, um die Kreisläufe in Gang zu halten und Equilibrium zu schaffen. Eines Tages werde ich ihrer aller Gegenopfer, als mein letztes Opfer, und selbst Nahrung sein. Liebend gerne gebe ich auch zuvor so viel an die Tiere, Pflanzen und all die anderen Wesen zurück, wie ich nur kann. Und es ist mir eine Ehre diese enge Verbindung des Opfers und Gegenopfers, ja der fleischlichen Verbindung, mit Tieren eingehen zu dürfen, die ich sehr gerne, sofern möglich, auch persönlich praktizieren möchte, um selbst das Leiden minimieren und den positiven Gegeneffekt für die betreffenden Wesen maximieren zu können, auch wenn Leiden unvermeidlich mit dem Leben verbunden ist.

Was Veganer versuchen, ist sich dem Kreislauf des Leidens und damit dem Kreislauf des Lebens zu entziehen. Das ist unmöglich, solange man lebt, da man irgendetwas essen muss, das wiederum IMMER zwangsweise Leiden verursacht. Vertraut man den indischen Jainas, so ist selbst das Wasser belebt. Etwas die Lebens- und Leidensfähigkeit abzuerkennen, lässt es nicht weniger leiden, sondern tendentiell sogar mehr, da es erkennen muss nicht als Lebewesen anerkannt worden und damit gedemütigt worden zu sein. Veganer mögen sicherlich mit der Anerkennung der Tiere als leidensfähige Wesen einen Schritt weiter sein, als viele andere Menschen, glauben aber fälschlicherweise offenbar an dieser Stelle schon am Ziel, an einer absoluten Wahrheit angekommen zu sein. Doch im Eigentlichen ist ein Ende gar nicht abzusehen, wo das Leiden aufhören könnte... und wenn man sich doch als so offen und mitfühlend gibt, so sollte man wenigstens auch dafür bereit sein den Weg des Lebens und des Leidens weiter zu gehen bis zum einen oder anderen bitteren Ende, das doch nur ein erneuter Anfang und allein der Schritt an sich eine Illusion. IST. 

Und da der Veganer TIER NICHT ISST, IST er somit NICHT TIER, was ich dagegen zugebenermaßen sehr gerne bin...


Eine Form des Opfers, das man zurückgeben kann, ist, vor oder während des Essens, den Geistern der Wesen, deren Leiber man verspeist zu danken, ihnen Kraft und Führung im Jenseits zu geben. Dies kann man in Form von Willenssätzen bzw. kleinen Gebeten tun.

Eine noch wichtigere Ehrerbietung, die nun wirklich jeder den Geistern seiner Nahrung gewähren kann, ist eine ehrenvolle, schön anzusehende und schmackhafte Zubereitung. Fastfood fällt da völlig raus...

Wer das Ganze noch weiter treiben will, kann sich natürlich auch durch eine Geistreise zu seiner aktuellen Nahrung eine weitaus tiefere und noch viel ehrenhaftere Verbindung eingehen und deren Geister direkt fragen, was sie als Gegenleistung wollen. So wurden auch in Schamanentümern Tiere von dem jeweiligen "Herrn der Tiere" durch Opfer erkauft. Dies geschah in aller Regel vor der Jagd, konnte aber auch ebenso nachträglich ausgeführt werden, um nicht den Zorn der Geister zu provozieren.

Sonntag, 15. Juni 2014

Die Geistreise - eine erste Einführung

Mit dem Begriff "Geistreise" bezeichne ich im Speziellen einen Begriff, den ich in Anknüpfung an die Terminologie der modernen westlichen Magie "Astralprojektion" nenne. Gemeint ist das Hinausprojizieren eines Seelenteiles aus dem grobstofflichen Körper im Zustand der Trance, um damit feinstofflich, unter Zuhilfenahme der Willenskraft, außerhalb des eigenen Seelenlebens zu reisen. Das wichtigste Ziel einer solchen Reise ist das Erfahren unbekannter Realitäten. Da auch die uns unbekannten Realitäten stets einen Bezug, eine enge Verknüpfung, zur Alltagswirklichkeit haben, können hier nützliche Informationen eingeholt, sowie im Hier und Jetzt konstruktiv eingesetzt werden.
Entgegen der recht schwierig zu erreichenden Astralreise, bei der die Seele völlig den Köper verlässt, was demnach eine viel intensivere, aber auch gefahrvollere Reise (Achtung: starke Gegenwehr des Körpers beim Übergang) zur Folge hat, ist eine Geistreise sehr leicht auch von Anfängern zu bewerkstelligen. Eine klare und ergebnisorientierte Geistreise bedarf jedoch auch regelmäßiger Übung und Praxis. Zur optimalen Sicherheit sollten vor jeder Geistreise Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wobei beachtet werden sollte, dass diese das Umfeld einer Geistreise verändern, nicht jedoch das Ergebnis. 
Geistreisen können zur kritischen Überprüfung der Ergebnisse in Gruppen durchgeführt und, nach Aufzeichnung, verglichen werden, wobei die Übereinstimmungen dann zu einem Gesamtergebnis führen können. Eine exakte Dokumentation aller Faktoren, Umstände und Daten einer Geistreise wäre optimal, wobei der verwende Willenssatz zur späteren erneuten Bereisung (z.B. durch Dritte) in jedem Fall festgehalten werden sollte.

Eine der Einfachsten und Üblichsten Methoden, um in den nötigen Bewusstseinszustand zu gelangen, um eine Geistreise durchzuführen ist selbst Trancemusik zu machen (z.B. Rasseln, Trommeln) oder anzuhören. Diese Musik muss nicht zwingend unserem ästhetischen Verständnis entsprechen, sondern sollte vor allem recht monoton und, je nachdem welche Zustände erreicht werden sollen, Veränderungen (z.B Steigerungen) enthalten.2

Der auf einer Geistreise zurückgelegte Weg und das Durchlaufen mehrerer Phasen sollte, nach Erhalten der nötigen Antworten, rückläufig erneut beschritten werden, bis der Seelenteil wieder im eigenen Körper ist. So wird gewahrt, dass der Schamanisierende (= der Reisende) seine Erinnerung an das Erlebte behält und gleichzeitig kein Seelenteilverlust auftritt, der negative Folgen nach sich ziehen kann (z.B. Unausgeglichenheit, Krankheit, psychische Störungen,...). Eine professionelle Anleitung ist daher beim ersten Versuch anzuraten (siehe auch Linkliste unten).

Geistreisen werden vor allem in Schamanentümern, sowie im Neoschamanismus praktiziert. Da historisch alle polytheistischen Spiritualitäten aus diversen Schamanentümern zusammengewachsen sind, ist anzunehmen, dass solche Geistreisen wohl die Grundlage der meisten Mythologien darstellen.1

Vorrausgesetzt wird die Annahme, dass absolut ALLEM ein Geist, eine Seele oder Energie, innewohnt, die eine Form der Belebtheit aufweist, mit der man in einer Geistreise kommunizieren kann. 
Aus meiner Erfahrung weiß ich zu berichten, dass diese Annahme tatsächlich zu nachprüfbaren Ergebnissen führt, wie gerne ausprobiert werden kann.

Eine populäre Einsatzmöglichkeit der Geistreise ist zum Heilen eines Klienten, wie auch vielfach in Schamanentümern eingesetzt. Genauso können Geistreisen aber auch der feinstofflichen Kriegsführung dienen1.

Weitere Artikel zum Thema:

Weiterführende Literatur zum Thema:
  • 1Piers Vitebsky: Schamanismus, Reisen der Seele, Magische Kräfte, Ekstase und Heilung
  • Klaus E. Müller, Schamanismus, Heiler, Geister, Rituale
  • 2Apu Kuntur: Der Flug des Kondors, Zeitgenössisches Schamanentum
  • Michael Harner: Der Weg des Schamanen

Praktische Anleitung: 


Mittwoch, 4. Juni 2014

Heilige Natur und mehr: Wirkliche Schönheit und Sensitivität


Am Dienstag, dem 03.06.2014 wurde ich wieder einmal Zeuge eines wunderschönen Parhelions (Mitte rechts der organe-gelbe Fleck im Bild). Wieder zeigt es, dass die wirklichen Schönheiten im Leben nur denen zugänglich sind, die sie auch achten, die weit geöffnet ihre Umwelt in allen Details wahrnehmen, auch wenn es die meiste Zeit eher schmerzhaft erscheint... so gibt es doch diese Lichtblicke. Die Leiden, die wahrhaft magisch/schamanisch begabte Wesen durchmachen, gerade in ihrer Initiation, sind schwer zu beschreiben. Es ist Fluch und Segen zugleich, sensitiv zu sein, wie auch immer sich dies äußern mag. Ob, wie bei mir in Feinfühlen und Visionen, Feinsehen (in unterschiedlichsten Ausprägungen), Vorahnungen und vielen mehr... Die unzähligen, teils chronischen, Fehler im Leben so vieler Menschen, macht sich gerade für Jene unter uns in tiefem Schmerz, im extremsten Mitfühlen oder Sehen der Schrecken bemerkbar, aber ebenso in unbändiger Freude und ALLliebe zu denen, die wahrhaft und ausgeglichen auf eine bessere Zukunft hinarbeiten. Die Kunst für uns, die wir mit dem Talent der unterschiedlichsten magischen Sensitivitäten ausgestattet sind, ist, in uns selbst Halt, sowie in dieser Welt unseren Halt und Gleichgewicht zufinden, eine feste Erdung, die uns ermöglicht aus unserer scheinbaren Schwäche eine kontrollierte Stärke zu machen, die Stärke zum Weltenheiler werden zu können und Equilibrium in unserer ganz eigenen Form zu bringen. Sowohl Licht, als auch Schatten wohnen in uns. Es ist wichtig keines zu fürchten, sondern sie in sich, mit sich zu versöhnen, zu vereinen, um ein wachsendes, sich zyklisch Erneuerndes Ganzes zu werden!
Erkennt wirkliche Schönheit dort, wo sie keiner erwartet!

Die Erlebnisse der Sensitiven und magisch Begabten schließen sich fließend an Berichte aus Kulturen mit Schamanentümern und Initiationsprüfungen durch Geistwesen an, was der geneigte Leser gerne bei Piers Vitebsky "Schamanismus, Reisen der Seele, Magische Kräfte, Ekstase und Heilung" nachlesen kann.

Montag, 2. Juni 2014

Komplexrunen (Binderunen)


Komplexrunen, auch bekannt unter dem Namen Binderunen, sind sigillenartige Zeichen, die sich aus einer Anzahl an Einzelrunen zusammensetzen, welche idealerweise ein Wort oder einen Willenssatz vermitteln. Diese Runen kann man praktisch nach Belieben und in Anlehnung an die eigene Willensabsicht zusammenstellen, wodurch auch bildhafte Elemente, wie der Mann mit den zwei Hacken im Bild rechts unten, entstehen können. Doch solch eine Umformung kann nicht nur der stilvollen Darstellung von Namen, zum Beispiel zur Umsetzung in Form eines Tattoos, dienen, sondern auch magische Zwecke erfüllen, wo doch den einzelnen Runen schon selbst ein tiefer Zauber innewohnt, dessen Wirkkraft durch eine solche Kombination sich vervielfachen kann.
 
Als Odin einst die Runen bei seiner aufopfernden Erkenntnissuche durch das entsagende und selbstquälerische Erklimmen von Yggdrasil erhielt, wurden diese vornehmlich durch seine Kraft, sowie auch durch zahlreiche weitere Götter, wie Tyr, Njörd und Ymir geweiht, als auch durch tiefe rituelle Verbindungen geladen.

Diese Tiefenmagie hat sich bis in modernen, den Runen ähnlichen Zeichen hintergründig erhalten und wirkt stets mit. Gerade im europäischen und europäisch geprägten Räumen finden sich viele Namen wieder, die bereits in den zahlreichen germanischen Völkern getragen wurden oder zumindest darauf verweisen. Hier macht es wahrlich Sinn seinen Namen zum Ermessen der eigenen Namenskraft nach dem Schritt der Runenschreibung in einer historischen Runenschrift, die einem selbst sympathisch und intuitiv richtig erscheint, als Komplexrune umzusetzen. Allein dieser Prozess des Schreibens und Zeichnens oder gar Ritzens in Holz ist schon ein magisch wirksamer Akt, der belebend auf das Ergebnis wirkt. Die Technik des Blotens, oder alternativ das Bemalen der Runen mit roter Farbe oder am Besten natürlichen Pigmenten gibt dann ihr Übriges zur Ladung bei. 
Besonders Spannendes kann das feinstoffliche Erspüren oder das Auseinandernehmen der einzelnen Runenbedeutungen im eigenen Namen, sowie Hinterfragen ihrer Wirkungen auf das Selbst, hervorbringen. Zudem kann hier ebensogut psychonautisch oder mit Hilfe der Technik der Astralprojektion aus Wissenssuche gegangen werden. Eine Reise zum eigenen Namen, egal, in welcher Form und Schrift, ist in jedem Falle lohnenswert und der Selbsterkenntnis förderlich. In dieser potenzierten Form umso mehr...
Namen sind mehr Sein als Schein, denn sie verbinden uns mit allen, die diesen Namen je hatten, geben deren Kraft an uns weiter, verflechten, tragen uns empor mit ihrer selbsterfüllenden Prophezeihung, in sich selbst ein Instrument der Macht, ein Zauberwerk. Was würde da, nachdem man die Bedeutung des eigenen Namens umso mehr verinnerlicht hat, sinniger sein, als ein Amulett, dessen magische Wirksamkeit DER NAME trägt, aufdass man umso mehr zu dem Ideal werde, das die Namensprophetie verkündet. 
So ist irgendwo die Ehrung des eigenen Namens auch eine Form der Ahnenverehrung, wo es doch umso häufiger ist, dass Namen in der Familie bleiben, gerade die Nachstehenden.
Neben der Arbeit mit Namen, fremd oder eigen, können auch ganz konkret komplexe Willenssätze, Wünsche und Gebete auf dem Punkt gebracht und zugleich für eine breite Öffentlichkeit verschlüsselt werden. Gar chaosmagische Techniken, wie die Todesstellung, sind auch hiermit gut einsetzbar.
Probiert selbst, experimentiert und entwickelt euch weiter! Dies soll nur ein kleiner Anstoß sein...

Möglichkeiten der Einzelrunenwahl zur Herstellung von Komplexrunen/Binderunen: 
  1. Runen als Buchstaben - sinnig zur Transkription von deutschsprachigen Wörtern und Namen germanischen Hintergrundes; dazu wähle man sich intuitiv oder gezielt eine historische Runenschrift, die alle nötigen Zeichen enthält (siehe zum Beispiel "Helrunar" von Jan Fries)
  2. Runen als Lautzeichen - sinnig bei der Umsetzung von Wörtern oder Namen, die aus Fremdsprachen stammen (so auch scheinbar "deutsche Namen", wie Benjamin) oder gewissen Wortendungen (z.B. "ing")
  3. Runenwahl nach magischer Bedeutung - besonders bei der Umsetzung von Zaubern anzuraten
Achtung!
Um Runen korrekt und ohne Risiko einsetzen zu können, muss man sie zuvor verstehen! Hierzu rate ich zuvor das Bereisen jeder einzelnen Rune (Geistreise/Astralprojektion) zu praktizieren oder direkt eine solche Reise zu Odin (, also zumeist nach Asgard) zu machen, um ihn direkt zu fragen. Das erspart euch eine Menge Probleme und stellt zugleich eine tiefe Verbindung dieser Runen zu euch her, wodurch ihre Wirkung noch zunimmt.  
Erst die Erkenntnis entfacht die wahre Macht der Runen!