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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 28. Juli 2014

Ritual: Das japanische Gestaltzeichenritual

Blanko-Gestaltzeichen
Eine meiner neueren Entdeckungen aus der japanisch tief verwurzelten polytheistischen Spiritualität des Shinto gehört in die Sparte der Übertragungszauber, wie man sie auch im alten Orient verwendete. Nur hat die japanische Kultur eine solch praktische Veranlagung, dass gerade dieses Ritual zum Umbau auf die eigene Kultur und Spiritualität (bei mir Ta'amuz) einlädt, ohne dessen Wirkung zu beeinträchtigen. Es geht um eine tiefgreifende rituelle Reinigung, tausende Male stärker, als es eine Räucherung je schaffen könnte, deren Wirkung ohnehin eher oberflächlicher Natur ist. Hier geht es in die Tiefe, um alles Unglück, alle Last, das schwarze, der Seele anhaftende Emen, die Substanz des Unheils, hinauszubefördern und einem abzulegenden Kleidungsstück, hier aus Papier, anhaften zu lassen. In einem weiteren Schritt soll dieses etwas rituell ausgelüftet und hinweggewaschen werden.
Also es geht um die Herstellung und das Ablegen von symbolischen alten Kleidern, die hier Gestaltzeichen (japanisch: Katashiro) heißen sollen. Und damit es nicht nur ein schönes Symbol bleibt, werden magische Techniken verwendet, um tatsächliche rituelle Verunreinigung, die sich noramlerweise negativ auf einen Jeden von uns auswirken würde, darauf zu übertragen und schließlich höchst professionell in gesammelter Form (japanisch: Haraitsumono = Reinigungsdinge) tiefgreifend zu bereinigen. Oder simpel gesprochen: WIR WASCHEN UNSER KARMA REIN; wenn auch kein Karma verbrannt wird, so wie es Buddhismus, Hinduismus und Jainismus als erlösungsrelevant formulieren würden. Aber da unterscheidet sich auch meine "Erlösungs"vorstellung grundlegend... Mein Ziel ist doch eineindeutig weiterhin in Verkörperung zu gelangen; nur in zukünftig in weitaus höhere Existenzformen. Diesen Willen teile ich ganz klar mit den Praktizierenden des Shinto.
Doch die nun folgende rituelle Praxis ist nicht nur für eine Person gedacht, sondern möglicherweise gleich eine ganze Kultgemeinschaft und mehr...

Warum ist das Gestaltzeichen gerade ein T-Shirt? 
Ganz einfach: Weil es in der aktuellen Gesellschaft ein beliebtes Alltagskleidungsstück ist, das alle nötigen Aspekte erfüllt, um dem Reinigungszweck sympathiemagisch gerecht zu werden.

Wer ist Amaterasu?
Sie ist die Shinto-Hauptgottheit, Göttin des Feldbaus, der Ernte und reinigende Sonnengottheit. Perfekt also, um unseren Bedürfnissen im Rahmen dieses Rituals gerecht zu werden.


Teilnehmer: 1- unendlich

Vorbereitungen:
  • Ausschneiden einer T-Shirt förmigen Schablone aus Pappe in den Maßen 8 x 5 cm, an den Armen 11 x 1,5 cm
  • Falten eines Blattes Papier in der Mitte und Aufzeichnen von 3 T-Shirt Formen
  • Ausschneiden von 6 T-Shirt Formen und ggf. wiederholen, bis Teilnehmerzahl erreicht ist
  • Bereitlegen von Stiften für alle Teilnehmer, Nadel und Faden, grünem Band
  • Zeichnen eines  Amaterasu-Reinheitszeichens in Orange auf ein rundes Stück Papier von 6 x 6 cm 
    Amaterasu-Reinheitszeichen
  • Bereitlegen eines Stockes mit Astgabel am Ende zum Transportieren der Gestaltzeichen (ohne sich zu verunreinigen)
  • Herstellen eines kleinen (Einweg)Bootes mit Segelmast (mindestens 10 cm hoch) nach Belieben - am Besten aus Bambus, aber auch aus Holzstöckchen, Blättern und Papier




Ritual: 
  1. Die Teilnehmer finden sich zusammen.
  2. Jeder erhält ein Blanko-Gestaltzeichen (in Form eines T-Shirts) und einen Stift.
  3. Die Teilnehmer beschriften nun ihr Gestaltzeichen mindestens mit ihrem Vornamen und ihrem Geburtsdatum, um eine Verbindung dazu aufzubauen.
  4. Anschließend visualisiert und imaginisiert jeder Einzelne alles Negative an sich, alle Unreinheit, jede Schwäche, Angst, vorhandene oder potentielle Krankheit, jedes Potential an Unglück, usw. und haucht es auf sein Gestaltzeichen oder reibt es als Schweiß daran ab, damit diese schlechten Dinge auf das T-Shirt aus Papier übergehen. Sehr gut funktioniert es, wenn man aus sich heraus schwarzen Atem visualisiert, der sich wie Ruß auf das Papier niederschlägt.
  5. Ein Verantwortlicher sammelt die Gestaltzeichen Aller ein und näht sie mit dem grünen Band oben zusammen und fügt zuletzt das Amaterasu-Reinheitszeichen an. Am oberen Ende sollte sich nun eine Schlaufe zum Aufhängen befinden.
  6. Die gesammelten Zeichen werden in einer Kiste gesammelt oder am gegebelten Stock in einem heiligen Bereich mindestens eine Woche aufgestellt, bzw. aufbewahrt. An dieser Stelle soll das Reinheitszeichen wirken und die Heiligkeit des Kultbereiches mildernd auf das gesammelte Übel wirken.
  7. In einem letzten Schritt begibt sich die Teilnehmerschaft oder der Verantwortliche an ein Gewässer und befestigt mit Hilfe des Stabes (oder auch mit den Händen) die Gestaltzeichen am Mast des Bootes, das nun seine letzte Fahrt ins Jenseits antritt.
  8. Das Wasser wirkt hier als reinigende und neutralisierende Urkraft, die ein Equilibrium herstellt.


Nachbereitung:
Nach einer Berührung mit den Gestaltzeichen ist unbedingt eine intensive Reinigung durch Wasser notwendig, um eventuell rückübertragenes Unheil abzuwaschen. 

Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, der nutze bitte die Glyphen des Equilibriums, sowie 6 Hämatite um das Reinigungswasser und sich selbst nachträglich erneut zu reinigen.




Mittwoch, 16. Juli 2014

Magische Symbole: Gral mit Kirsche

Im Rahmen von RePoKult haben wir (4 Personen) am 13.07.2014 gemeinsam ein ganz unbekanntes magisches Symbol aus der rätselhaften und viel diskutierten Indus-Schrift per Blindreise bereist. Die Ergebnisse können sich wahrlich sehen lassen, insbesondere wenn man sie in Beziehung der Ratlosigkeit anderer Wissenschaften zu diesem Thema entgegensieht, wo klare Ergebnisse und Deutungen der Zeichen weitestgehend noch ausstehen.
Als eine der frühen Hochkulturen des vorderen Orients hat die auch als Harappakultur (ca. 2600 - 1800 v. u. Z.) bezeichnete Zivilisation, die im Bereich des Flusses Indus (heute in Pakistan), sowie bis zur Küste des Arabischen Meeres angesiedelt war, auch ein Symbolsystem, aus etwa 450 Zeichen, bisher noch weitesgehend unklarer Bedeutung, hervorgebracht und zudem weitreichende Einflüsse in der indischen Kultur hinderlassen. Vor allem Siegelfunde haben uns diese mysteriöse Schrift erhalten, die von einigen Forschern als Vorläufer des Brahmi oder als eigenständige protodrawidische Schrift aufgefasst wird. Die tatsächlich zugrundeliegende Sprache ist jedoch  nicht bekannt und es existieren auch keine mehrsprachigen Textzeugnisse, wie in Ägypten der Stein von Rosetta, die Entschlüsselungshinweise geben könnten. Einige dieser Unklarheiten sollten durch den Einsatz, der simplen und doch erfolgversprechenden Methode der unabhängigen und blinden Geistreise, innerhalb einer Gruppe mit anschließender Auswertung, sowie dem Zusammentragen von objektiven Übereinstimmungen, sowie der Unterscheidung von subjektiven Eindrücken und Antworten, beseitigt werden.

Links neben dem Text findet sich das Aussehen des Indus-Schriftzeichnes im Orginal.
Der Name "Gral mit Kirsche" leitet sich vom Erleben dieses Symbols in meiner eigenen Geistreise ab, die sich, wie im Bild oben, manifestierte. So empfand ich dies als perfekte Entsprechung des Zeichens an sich, da hier doch deutliche Ähnlichkeiten von der Gestalt her zu erkennen sind. Ein strahlender Goldkelch auf einer Säule inmitten einer ländlichen Flusslandschaft voller abgeernteter und größtenteils gepflügter Felder verblüffte mich hier. Ja, etwas misstrauisch war ich schon, angesichts der unerwarteten und doch verlockenden Gabe der Kirsche. Doch sie verbarg keine Tücke, sondern brachte mich ihr Verzehr in oberweltliche Sphären, wo ich auf Wolken wandelte und einer strahlenden, über alles wachenden Sonnengottheit mit Flügeln begegnete, die mich in Ehrfurcht versetzte. Ich sah, dass der Himmel ebenfalls voller weißer Wolkenfelder war, die von einem alienhaft, stämmigen Wesen mit Gehörn und einem ochsenbespannten goldenen Pflug beackert wurden. Auch ihm kam ungeachtet seiner seltsamen Gestalt große Ehre, wohlverdienter Lohn zu und ich war verblüfft von der Tatenkraft und Tüchtigkeit dieses Wesens. Doch auch ich habe trotz allem, was ich erreicht habe, noch viel Höheres zu erreichen: Eine rote dreieckige Zielfahne schießt vor mir empor und rast zu den Sternen. Zuerst bin ich ratlos, wie ich sie je erreichen soll. Doch dann erfasst mich Mut und ich fliege ihr dicht hinterher in die weite Sternenebene hinauf.


Der Bedeutungskomplex des Zeichens "Gral mit Kirsche"
  • Ernte/ Chance auf eine Ernte
  • Erfolg/ Chance auf Erfolg
  • (verborgenes oder wacker verdientes) Glück
  • (unerwarteter) Sieg
  • Erreichen des Zieles/hohe Ziele stecken und verfolgen
  • Auge, um Ziele nicht aus dem Blick zu verlieren
  • Lohn für harte Arbeit, gleich welcher Wesensart man ist und ohne Unterschied
  • Beurteilung nur nach den Taten
  • Farbe: primär: Weiß, sekundär: Rot, tertiär: Gold
  • Temperatur: warm
  • Sonne, Licht
  • (solare) ehrfurchteinflößende Gottheit
  • Himmel/Aufstieg
  • unterweltlicher Aspekt für Anstrengungen und Qualen im Vorlauf des Lohnes - Leben = leidvoll empfunden
  • magische Funktion: Dieses Zeichen bringt einen seinen Wünschen und Zielen näher, fordert jedoch Einsatz. Zudem bietet es den wachenden und schützenden Blick von solaren Gottheiten. Ein hohes Potential des Gelingens lichter Heilsziele wird erzeugt.


FAZIT:  Das vorgestellte magische Symbol "Gral mit Kirsche" aus der Induskultur kann als Amulett zum Erreichen hoher Ziele, sowie unerwarteter Erfolge genutzt werden und bringt innere Stärke und neue Hoffnung in Zeiten der Not, der Gefahr und des Leidens. Durch dieses Zeichen wirkt ein Sonnengott belohnend als Dank für harte eigene Arbeit, ungeachtet irgendwelcher Äußerlichkeiten.

Dienstag, 1. Juli 2014

Die Seelenreise

Die Seelenreise, bzw. Astralreise, trenne ich, aufgrund der gänzlich anderen und intensiveren, aber auch bedrohlicheren Qualität von der Geistreise, bzw. Astralprojektion. So definiert sich die Seelenreise selbst in der Praxis als ein Loslösen der ganzen Seele, nicht bloß eines Teiles, vom grobstofflichen Körper. Es ist der gesamte astrale, bzw. feinstoffliche Leib, der hier unter zumeist starker Gegegenwehr des grobstofflichen Körpers sich selbst entreisst, um zu reisen. Der Unterschied zum Tode besteht nur noch aus einer silbrigen feinstofflichen Nabelschnur, die eine Verbindung zum zurückgelassenen Körper aufrecht erhält und dessen Funktionen reguliert. Das Gefühl des Überganges ist besonders im Schwellenzustand das Unangenehmste, was ich mir vorstellen kann... So fühlt sich der Tod an.
Es ist, als renne man allein gegen eine ganze Armee an. Der Widerstand wird immer größer und es kommt zu Herzrasen, ja Todesangst. Allein das bringt sicherlich die Meisten, die es bis hierher geschafft haben sollten, zum Umkehren. Doch schreitet man an dieser Stelle wider aller Hindernisse voran, so wird aus dem Flattern, Surren, dem Schmerz und der Furcht mit einem Ruck ein ueberaus angenehmer Zustand voller Leichtigkeit und Freiheit, den es gilt, ähnlich der Geistreise, durch die Kraft der Gedanken zu steuern. Es beginnt ab hier eine der intensivsten magischen Erfahrungen, die man machen kann. Nun zeigt sich, dass die Geistreise nur eine Vorstufe, eine Übung für die grosse Kunst war, mit ganzer Seele zu reisen, in die Urwirklichkeit einzutauchen, deren junger Ausläufer das ist, was wir diesseitige Realitaet nennen. Das Jenseits ist und muss doch aller Logik nach die ältere, diese erst begründende, Realität sein, eng verwoben und doch verdrängt... Realitäten lassen sich ncht vergessen, tauchen immer wieder von Neuem auf und beweisen sich so oft ohne unser Zutun von selbst. Jeder kennt Geistererfahrungen. Doch kaum einer spricht davon! Ein Tabu, das endlich gebrochen werden muss! Brecht das Schweigen und handelt!
Techniken gibt es Viele:
Ob ganz schamanisch durch Tanz bis zur Bewusstlosigkeit (und Astralreise),  Musik, Stille, pflanzliche Drogen (nur zu empfehlen unter indigener Anleitung in ursprünglicher Verwendung), aus dem Halbschlaf oder Traum heraus, durch Meditation, Visualisierung, Hypnose, Symbole und mehr... Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich und es ist sicherlich unmöglich alle aufzuzählen, insbesondere wenn man bedenkt, was sich alles noch für neue Möglichkeiten auftun könnten.
Das genaue Vorgehen kann zum Beispiel ganz kurz, knapp, aber aussagekräftig bei Thomas Karlsson "Astralreisen, Innerhalb und außerhalb des Körpers, Geschichte - Theorie - Praxis" erlesen werden.

Über den Sitz der Seele gibt es viele Theorien und alle mögen etwas für sich haben, gerade in Anbetracht unserer Seelenteile, derer es wohl mindestens drei gibt... Eine für mich besonders plausible Theorie, die sich ethnologisch in zahlreichen Kulturen der Erde fassen lässt, ist die Lokalisation der Seele im Schädel. Den Ein- und Ausgang bildet dabei grobstofflich die Fontanelle, die bei Säuglingen und Kleinkindern noch nicht geschlossen ist. Dies wiederum erklärt ganz plausibel, die weitestgehende Erinnerungslosigkeit bis zur Verwachsung. Befindet sich die erinnerungsspeichernde Seele lange Zeit außerhalb des Körpers in der jenseitigen Welt, so kann keine Erinnerung vorhanden sein. Die Seelenreisen wiederum begründen das hohe Schlafbedürfnis kleiner Kinder. Gleichzeitig ist die Anfälligkeit gegenüber schadhaften Geistern, Krankheiten und christlicher Seelenschädigung in den ersten Lebensjahren besonders hoch.
In vielen Hinduismen findet sich die Tradition, dass der älteste Sohn des verstorbenen Hausherrn dem Leichnam auf der Verbrennungsstätte die Fontanelle öffnen muss (= brahmarandhra), damit die Seele ungehindert austreten kann.
Des Weiteren wird in einigen Schamanentümern die Epfängnis der Kindseele eindringend durch die Fontanelle der Mutter beschrieben. Besondere von den Geistern und Göttern auserwählte Seelen werden, nach dieser Vorstellung, zuvor von einer "Herrin der Tiere" auf dem Weltenbaum ausgebrütet und dann zu einer menschlichen Mutter gebracht. Selbstverständlich kann die Rolle der Vorgeburt auch von anderen Geistwesen und sogar männlichen Göttern übernommen werden.