NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Samstag, 30. August 2014

Der Germanenbegriff in Kürze

Allein schon der Begriff der Germanen steht als römische Fremdbezeichnung für eine breite Fülle an Stämmen mit einem relativ einhaltlichen umgebenden Kulturkomplex, aber auch deutlichen Unterschieden. Daneben leitet sich der Begriff „germani“ auch von der Eigenbezeichnung einer kleineren Stammesgruppe ab. Die Begriffsschöpfung geht dabei klar auf Gaius Julius Caesar zurück und meinte, in einer nachweisbar leichtfertigen Begriffsvergabe, zuerst die Stämme rechts des Rheins. Archäologisch dagegen ist solch eine klare Grenze nicht fassbar. Gerade die Abgrenzung gegen die Sueben, die ebenfalls zu den germanischen Stämmen gezählt werden können und auch einige keltische Stämme, gerade aus Gebieten des heutigen Süddeutschlands, erscheinen in diesem Kontext nicht sinnig. Die anfängliche Begriffsvergabe fasst dabei vor allem erste unsichere Vermutungen über die „gentes“ im Norden und Osten mit der Feststellung kollektiver Individualität zusammen. Diese Bezeichnung wurde später erweitert. Der Heerführer Drusus führte den Germanenbegriff weiter bis zur Elbe an, ja wechselte von der defensiven Vorgehensweise Caesars am Rhein zum offenen Angriff.
Verschiedenst geartete germanische Stämme, unterschieden anhand ihrer Kulturkomplexe, fanden sich von Mittel- über Nord- bis Osteuropa. Dabei war der Übergang zu umliegenden Kulturgruppen stets fließend.
Kelten und Germanen bildeten über große Flächen, wie das heutige Bayern, eine große Mischgruppe an Einzelstämmen. Ebensolches trifft auf Slawen und Germanen zu.
Damit muss auch ganz klar die Sinnhaftigkeit einer strengen Abgrenzung neuheidnischer Gruppierungen in einer Gesellschaft, in der die Übergänge der Kulturen gänzlich verwaschen sind, in Frage gestellt werden.



Zur Germanischen Bekleidung

Entgegen populärer Darstellungen in Film und Fernsehen, war die Kleidung der germanischen Stämme überaus farbenfroh, nicht nur was die reichlich bunt bemalten Schilde anging. Selbst aus heutiger Sicht trugen sie wohl recht viel Farbe, sowie reichlich Schmuck auf. Ganz besonderen Wert legten sie auf Körperflege. Ein wahrer Kult um das Haar ist archäologisch gut belegt. Der Grund dafür ist, dass das Haar nicht zuletzt einen entscheidenden Einfluss auf die eigenen Kräfte und Gedanken besitzt und daher auch besonderer Ordnung durch Kämmen und Flechten bedarf. Andernfalls würde man, wie eine unehrenhafte Person aussehen, die die Götter verachten. Ein Graus für die ordnungsbewussten Frauen und Männer von Ehre! Selbstverständlich findet sich nichts von alledem in den Darstellungen der Römer wieder, weil diese natürlich ein propagandistisch abschreckendes Bild vom "wilden Barbar" erzeugen wollten, um für die eigenen Expansionskriege zu mobilisieren.
 

Freitag, 29. August 2014

Magische Symbole: Za-was

Dieses magische Symbol neukemetischen Ursprungs namens "Za-was", gesprochen "Sah-wahs", dient der positiven Beeinflussung seiner Umwelt im Sinne der Ma'at. 

Ich erfragte Anfang 2014 ein Solches vom ägyptischen Sonnengott Ra mit dem Ziel meine Umwelt mehr dazu anzuregen sich positiv zu verhalten, gerecht und wahr zu sprechen, zu handeln. 

Aktiviert wird es durch Besprechung von "Za-was" mit den folgenden Worten:
"Ha-anch men Ra te kuth." 
Dazu strecke man seine rechte Hand nach vorn in Richtung dieser Glyphe und visualisiere einen Strom an Lebensenergie aus seinem Herzen, ja leite es über den Arm, durch die Hand in das Zeichen "Za-was", auf dass es belebt werde. Dabei spreche man die genannten Worte und spüre das Prickeln, die Wärme. Durch etwas Druckaufbau im eigenen Inneren, Starren, sowie bewusst hervorgerufte Muskelzuckungen durch Anspannung, kann man die Trance und den Energiestrom noch deutlich verstärken und somit auch die spätere Wirksamkeit.

Zahlenmagie wirkt in diesem Zeichen ganz deutlich und stark mit:
  • 2: Die Kraft der Einheit einer omnipräsenten Dualität. Gleichzeitig steht sie für die Feder der Ma'at, die heilige Priesterin des Ra, die die Weltordnung am Laufen hält, im Diesseits wie im Jenseits (inverse 2). Die 2 bringt die Wahrheit ans Licht.
  • 6 Mal wird die 2 wiederholt. Dies ist die Zahl ist pure Gerechtigkeit, Gleichgewicht, ihre Dopplung zur  
  • 12 Einklang und Liebe. 12 ist zudem die Zahl des Ra, seiner lichten Macht am Tage, die während seiner Regentschaft auf Erden wirkt.
Die Wirkung dieses magischen Zeichens ist, neben dem Genannten, euch allen Schutz (, wie das Wort "Sa"/"Za" bereist aussagt) vor Unrecht und Lüge zu gewährleisten. Setzt es weise ein!


Lyrik: Der bösen Blumen Werben

Ich hatte keine Freud' an Freud
und Nietzsche war nicht besser.
Doch, als dann kam zu Boudelaire ich,
ach, wie war das herrlich!

Die Blumen des Bösen, sie sprachen zu mir:
"Wir sind begehrlich,
nähren das Dunkel in dir!
Lass umgarnen deine Sinne bald,
die Früchte verlocken,
die Teuflischen!,
sie lauern im Wald
der Seiten aus Fluch und Schmach,
Gottgeläster und blut'ger Lach."

"Des Todes erster Gesell bist du.
Komm leg dich zu uns,
zur unzücht'gen Ruh!
Lass dich dann decken
von Nebel und  Regen,
von Schlangen umtanzen,
Gespenstern und Segen,
des Salpeters Kraft,
mit Schwefel umgeben,
im Zweikampf ersticken,
oh fröhlicher Tod!
Von Hass nun ergreifen,
bis Ende dann droht."

Ich ruf es aus,
schrei laut auf dieses Werben:
"Ihr bösen Blumen seid mein Verderben!"

Copyright by Poeta Immortalis 29.08.2014


Montag, 25. August 2014

Die 6 Regeln des Sprechens


Jedes Wort, das wir sprechen ist auf seine ganz besondere Art und Weise zauberkräftig; es schafft, zerstört und beeinflusst Realitäten um uns herum. 
Damit eure Realitäten und somit eure Gegenwart und Zukunft euren eigenen Vorstellungen entsprechen können, sollten eure Worte gut durchdacht sein. Denn was ihr sprecht, wird immer in irgendeiner Form umgesetzt, hat Wirkungen, die es zu ermessen gilt. Gedankenlose Rede schadet nicht nur euch selbst.
  1. Sprich bewusst: Sprich erst, nachdem du dir das volle Ausmaß deiner Worte bewusst gemacht hast.
  2. Sprich ohne Reue: Sprich, wenn jedes einzelne Wort deines Gedanken und alles was dazwischen steht, real werden kann, ohne dass du es je bereuen musst.
  3. Sprich im Einklang: Sprich im Einklang mit deinen innereren und äußeren Welten.
  4. Sprich auf einer Ebene: Sprich auf derselben Ebene, wie dein Gegenüber.
  5. Sprich ohne Affekt: Sprich statt im Affekt nur in Gedanken. Lass sie tanzen und toben, spiele und kehre beruhigt in deine Mitte zurück.
  6. Sprich mit Ma'at: Sprich mit Ma'at, wie und wann es dem Equilibrium dient.

Donnerstag, 21. August 2014

Lyrik: Der Wagner-Schwur

In ewig Angedenk,
oh, lenk,
lenk deine Bahnen zu mir,
mein Vater, groß,
Großvater, wahr,
war, warst so groß
für mich
und bist es heut'.
So schwörte, schwöre ich,
heut' erneut,
erneuernd,
meine Wege
stets dem Werke zuzuwenden,
nie die Waffe zu erheben
gegen Freund noch Feind;
zu Leben in reinem Tun,
die Schwachen zu schützen,
ohn' Zögern, ohn' Ruhn'
mit scharfer Zung' und heißem Wort,
brennender Kunst und festem Gurt,
mit Götter Hilfe und Magie,
doch zu Kriege zieh' ich NIE!

Copyright  21.08.2014 by Poeta Immortalis


Montag, 11. August 2014

Das Heiligtum von En Gedi - polytheistisches Kultzentrum des Chalkolithikums

Entgegen der oft verbreiteten Begrifflichkeit als abrahamitisches "Heiliges Land", die impliziert dies würde nur für die drei großen monotheistischen Religionen gelten, hatte Israel schon in polytheistischen Vorgängersystemen einiges an Heiligkeit zu bieten. Das zeigt sich vor allem an den Funden der Kupfersteinzeit (Chalkolithikum).

Der Fundort von En Gedi ist auf einem prominenten Felsen am israelischen En Gedi Quell gelegen, der die lokale Oase bewässert. Bedeutend ist vor allem der Architekturbefund, der als Tempel gedeutet wird. Dieser besteht aus einem langrechteckigen Gebäude, das von einer unregelmäßigen Mauer umgeben wird. Das schmale „Tempelgebäude“ an sich befindet sich ungefähr am Nordrand des Komplexes. Seine südliche Langseite hat einen zentral gelegenen Eingang, der in Richtung Küstenverlauf des Totes Meer weist. Eine erhöhte Plattform befindet sich direkt gegenüber dieses Portals an der Nordwand. Im Nordostrand befindet sich ein kleineres Rechteckgebäude, dessen Eingang nach Südwesten ausgerichtet ist. In der Mitte ist eine kreisförmige feste Feuerstelle angelegt. Die umgebende Temenosmauer öffnet sich durch zwei Tore nach Nordosten und Süden. Dabei ist das südliche Tor als durchgängiger Rechteckraum errichtet worden.
Die Datierung verweist mit 3100 v. u. Z. auf das späte Chalkolithikum. Ältere Schichten wurden bisher nicht ergraben. Vom Ausgräber wird die Anlage als zentrales Heiligtum bezeichnet. Die im Inneren aufgefundene Wandbemalung spricht hierbei deutlich für ein Sondergebäude. Dessen Ausrichtung gen Totes Meer, die Lage an einer bedeutenden Süßwasserquelle, sowie die Installation eines Wasserbeckens im Inneren lassen zudem auf einen Wasserkult schließen. Würde man von dieser weitführenden Interpretation einen Schritt zurückgehen und allein das Wasserbecken im architektonischen Befund deuten, so ergibt sich daraus, dass dieses Wasser einer rituellen Reinigung gedient haben kann. Ein weiterer Beleg für die Heiligtumsdiskussion ist in hufeisenförmiger Stein mit Calcitpodest im Zentrum des langrechteckigen Gebäudes, der als Altarstein angesprochen wird. Rundplastisch ließen sich ibexartige Figuren, sowie deren Teile, wie das Gehörn aus Locus 407, finden, die Ludwig D. Morenz im Rahmen einer möglichen Tempeldekoration deutet. Der Fundkontext, zusammen mit Schilf und Gras lässt ihn schlussfolgern, dass es sich um Dachbekrönungen, ähnlich dem vermuteten bronzenen Rinderhornschmuck des Tempels in Susa, gehandelt haben kann.
Der Beginn ähnlicher Verzierungselemente im Orient lässt sich bereits im 10. Jahrtausend v. u. Z. in Murebit, wenn auch ohne direkten Bezug zur Levante, in Form von Auerochsengehörn an den Wänden, fassen. Diese Tradition hat sich somit in ihrer regionalen Eigenart auch in En Gedi manifestiert.
Von der generellen Lage des Komplexes En Gedi ist, in Bezug auf die Heiligtumsfrage, auffällig, dass keine zugehörige Siedlung auffindbar ist. Die nächste Ansiedlung des Chalkolithikums wäre Nahal Mishmar, wobei dieser Fundort zeitlich nicht mit En Gedi korrespondiert. Eine kulturelle Verbindung beider Orte ist jedoch nicht auszuschließen, gerade, da hier die Ikonographie der Funde eine klare Sprache spricht: Das zentrale Motiv bildet der Steinbock, wie auch auf den Kronen und Zeptern Nahal Mishmars. Ja, selbst der Name „En Gedi“ verkündet eine Verbindung, da dieser Name „Quelle des Böckleins“ bedeutet. Ludwig D. Morenz schließt aus der Verbindung dieser Elemente eine Bedeutung im Kontext von Fruchtbarkeit und Leben, ja leitet gar eine bockgestaltige mögliche Gottheit mit anthropomorphen Gesicht daraus ab, auf die ebensolche Zuordnungen zutreffen.