NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 23. November 2014

Türschwellenzauber


Uralte, bewährte Rituale tauchen gerade in Notzeiten wieder auf... Das zeigen bereits ältere Forschungen der Deutschen Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in der Tschechoslowakei, die häusliche Bräuche seit dem 1. Weltkrieg untersucht haben. Dabei sind sie auf ein Ritual zur Abwehr von Unglück und Krankheit gestoßen, das gleichzeitig Glück, Erfolg und Reichtum in die eigenen vier Wände locken soll. Abstoßen und Anziehen, das Aus- und Eintreten über die Schwelle, die als rituell bedeutenster Punkt der Tür überwunden werden muss, steht im Vordergrund. Kein anderer Ort des Hauses entscheidet so sehr über Gedeih und Verderb der Bewohner.
Kein Wunder, dass die Türschwelle, neben dem Grundstein und den vier Hausecken, über die zahllosen Jahrtausende solch ein kultumwobenes Plätzchen geworden ist. Dieser von der Forschungsgemeinschaft beschriebene, spezielle Kult fällt nun überaus kreativ, individuell, jedoch auch regelmäßig aus:
Sonderbar anmutenden Muster und Symbole wurden einzeln oder in Reihen auf die frisch gewischten Türschwellen oder Dielen mit Kreide aufgemalt. Bei Letzteren wurden stets zwei Bretter durch ein Symbol vereint und damit eine Art subtiler Abyss überbrückt, der manchem Kinderspiel zugrunde liegen mag. Ausführungszeitpunkt war stets ein Samstag oder der Vortag eines beliebigen Feiertages. Vor allem Kringel- oder Strichmuster brachte man in magisch bedeutsamen Anzahlen, wie drei, fünf, acht, neun, zwölf und vierundzwanzig, an den Rändern und Abschlüssen einzelner Bodenabschnitte, wie eben der Türschwelle, als rituellen Ort des Übergangs- und Flusses von Gedeih oder Verderb, an. Einzeln verwendet wurde das Pentagramm, sowie ein dreifacher Schlingenknoten, verbunden mit zwei Dreiecken, der Assoziationen zum Walknut (Wotansknoten) und der gesamten germanischen Überlieferungswelt zulässt, die auf der heiligen 9 aufbaut. Mythomagie ist, neben der Zahlenmagie an sich, also auch hier der bestimmende Faktor.
Gerade in den immer unwirtlicher werdenden aktuellen Zeiten, wäre eine erneute Nutzung solch lang bewährter Zaubertraditionen sicherlich keine schlechte Idee. Für mich persönlich und bestimmt auch meine Leser, steht hier natürlich eine Anregung zur Entwicklung eines persönlichen Symbolkanons für die Türschwellenmagie im Raum. 
Die Sigillentechnik könnte dabei, als eine von zahllosen Umsetzungsmöglichkeiten, zum Einsatz kommen. Als besonders innvovative Alternative, schätze ich auch das Automatische Zeichnen, wobei man sich gedanklich auf ein Willensziel konzentriert und den Weg dahin aus der Anderswelt medial zu Papier fließen lässt. Eine Trance ist dabei durchaus von Vorteil.


PS: Gerne könnt ihr euere eigenen Ideen und Erkenntnisse hier als Kommentar anfügen oder mir unter poeta-immortalis@web.de schreiben!


Sonntag, 16. November 2014

Ta'amuz't du die Geister wecken...

... ein Kommentar zur Aufgabe der modernen Spirituellen Richtung "Ta'amuz".

Ta'amuz. nicht zufällig wählte Er mich und ich Ihn zur Benennung dieses breiten Pfades, der weit mehr als eine Gottheit, ja gleich alle, die euch persönlich zum Gleichgewicht der Kräfte führen, beinhaltet... Zu Ma'at streben wir gemeinsam, zur Einheit mit der Natur des ALLs.... Das alles ist sicher keine gänzlich neue Idee, sondern das Aufgreifen alter Polytheismen und jeder Menge Magie zur Schöpfung neuer, lebendig, natürlicher Welten, zur Unterstützung des ALLwesens, sowie, last but not least, zur spirituellen Evolution. Eine Entwicklung, die von drei widernatürlichen, urban orientierten Endzeitmysterienkulten maßgeblich ausgebremst worden ist... eine unglaubliche Lügengeschichte hat diesen Planeten umgarnt und in eine mehr als reale Endzeit gestürzt, die es nun auch mit abzuwenden gilt. Ta'amuz als Gott der Vegetation, der unendlich von Neuem auferstehenden Natur, war nicht umsonst eine unglaublich populäre und belebte Gestalt im alten Orient. Und ironischerweise finden wir direkt über dessen einstigen Hauptheiligtümern heute große christliche Wallfahrtsorte... Ein Angriff auf die Natürlichkeit; nicht nur in Israel... Die Geister und Götter von Wald, Fluss und Feld wurden vertrieben und dauerhaft gebannt. Dies geschah oft mit Hilfe von Boden- und Wegkreuzen und der Umarbeitung und Entweihung alter Kultsteine. Die paganen Geister und Ihre Landschaften sind ausgezehrt und verbraucht von vielen Jahrhunderten des Kampfes... doch gebrochen sind sie nicht! Es wird Zeit Ihren Raum klar wieder mit heiligen Riten und Zauberkunst einzufordern, Sie zu aus dem Schlaf der Erschöpfung zu wecken, Ihnen zu opfern, auf dass sie wiedererstarken!

Der Winter der alten Zeit ist angekommen (Set). Lasst uns Ta'amuz in der Unterwelt finden, seine Kräfte stärken und im nächsten Frühjahr feierlich in das Leben geleiten!

Samstag, 15. November 2014

Tipp: Natürlich räuchern mit Waldharz

Ein Tipp, wie man schnell und preiswert zu qualitativ hochwertigen Räucherwerk kommt, ist, einfach mal im nächsten Wald nach stark harzenden Bäumen zu schauen. Das spricht zwar nicht gerade für die Gesundheit des Waldes, führst jedoch, ohne selbst den Baum verletzen zu müssen, zu einenm guten Mittel zur Induktion einer intensiven Trance, wie man sie für Geistreisen braucht. Das Harz der Fichte eignet sich dazu besonders gut und ergibt auf einer Räucherkohle eine dicken, aromatischen Rauch, mit dem der Ritualkreis zum heiligen Hain wird. Erkenntlich wird der Austritt als weiße bis goldgelbe Linien und Tropfen am Baum, die vorsichtig von der Rinde abgehoben und in ein Aufbewahrungsgefäß gelegt werden können. Ich selbst nutze oft kleine Plastiktütchen oder wiederverwendete Bonbondosen. Falls ihr anschließend nicht stark an den Händen kleben wollt, zieht euch am Besten Handschuhe für Gartenarbeiten an.
Bitte achtet auch darauf, möglichst nicht in einem Naturschutzgebiet zu sammeln!
 Der Vorteil des Harzes ist, dass es auch in der kalten Jahreszeit reichlich verfügbar ist und somit ein sehr kraftvolles Räucherwerk für Wintersonnenwend-, Jahreswechsel- und Holleriten bietet. Kreative Magietreibende finden ganz sicher auch noch eine große Zahl persönlicher Anwendungsgebiete... 

Eine Anleitung zur weiteren Verfeinerung gibt es hier.

Montag, 3. November 2014

ASP's magische Hintergründe

Wer kennt nicht die schaurig-schönen Hymnen und Balladen der Gothic-Novel-Rock-Formation ASP, mit ihrem wahren Meister und Frontmann Asp (Alexander Spreng)?! Hochwertige Musik, die mit poetischen, teils magisch, teils literarisch entlehnten Texten daher kommt, bezaubert ein breites Publikum, das mehr als ein Jahrzehnt nach der Bandgründung, weit über die Schwarze Szene hinaus Begeisterung findet.
Trotz dass in den Texten nie Magie propagiert wird, ja im Krabat-Liederzyklus eine klare Ablehnung der Schwarzen Künste zum Ausdruck kommt, so lassen doch Texte, die sich um das Werben der Inkubi drehen, ja der ganze Liederzyklus um den Schwarzen Schmetterling ein gewisses Vorwissen des Gründers  Asp erkennen. Wenn man selbst ein Magier ist, so muss man doch so manches Mal lächeln, wenn man hier und da exakte Beschreibungen veränderter Bewusstseinszustände, einzelner auch bekannter Wesenheiten oder von Tierverwandlungen durch magische Gesänge heraushört.
Dem aufmerksamen Beobachter fallen bereits nach dem ersten Konzertbesuch einige mysteriöse Umstände auf: Voodoopuppen sind dort verboten und wenn es um Fragen zu okkulten Hintergründen geht, ernet man nur tiefes Schweigen, verbunden mit einem wissenden Lächeln.
Das alles ließ für mich schon immer nur einen Schluss zu: Asp hat magische Erfahrungen gemacht; und zwar ganz konkret in schwarzmagischen Bereichen, sowie mit "henochischer Magie".
Letzteres hat ganz offensichtlich viel mehr mit der Namensgebung und Ausrichtung der Band zu tun, als es von außen scheint... Inhaltlich geht es um das Erleben veränderter Bewusstseinszustände (30 Aethyre), sowie andersweltlicher Topographie durch sogenannte "Engelsmagie"... Leider ist das Ganze nicht so harmlos, wie es erscheint, wenn man das Wort "Engel" hört; ja allgemein zeigt die magische Erfahrung, dass diese Wesen absoult nichts mit Licht und Liebe zu tun haben.
Aber überspulen wir mal das ganze Vorgeplänkel: Es existiert ein Aethyr der Ursachen, namens "ASP".  Bereist man diese Ebene, so wird man vor ein Zerrbild seiner Selbst gestellt... Die menschliche Existenz wird einem auf einmal als eine (Selbst-)Zerstörung bewusst. Unendliche Schrecken lauern hinter immer neuen Pforten. Alles läuft auf eine Konfrontation mit dem eigenen niederen Selbst hinaus, das sich in diesem speziellen Fall als "Schwarzer Schmetterling" manifestiert. Endlich kommt es heraus: Man selbst ist mehr als ein Bewusstsein, mehr als ein Wesen; und das sprengt fast den Verstand. Trotz aller Erkenntnis des Nicht-Einsseins, ergreift einen eine unvorstellbare Leere und Schwärze, eine tiefe Schwermut, dir über einem droht, wie ein dunkler Turm. Alle vergangenen und zukünftigen Egos können hier in unendlichen Räumen entdeckt werden. Ein schrecklicher Ort zum Verlaufen ist der Aethyr ASP... und wenn man nicht aufpasst verliert man sich dabei selbst... Dass es sich hierbei um einen gezielt veränderten Bewusstseinszustand handelt, zeigt auch die Arbeit Robert Monroes. In dieser kann man, laut Apu Kuntur, diese Tranceform dem "Fokus 34 und 35" zuordnen. Denkt man von hier aus weiter, so stellt man fest, dass auch Monroe mit seinem Hemi Sync (R) - Projekt, mit großem Erfolg, diverse nicht alltägliche Zustände des  Bewusstseins herstellen kann. Musik hat die Macht unser aller (Er-)Leben zu verändern. Wieso sollte die berüchtigte "magische Verbindung" zwischen Asp und seinem Publikum auf Konzerten nicht auf eine ebensolche Übertragungsfunktion zurückzuführen sein?!
Bei mir persönlich hat es jedenfalls schon dazu gereicht mir einen Wahrtraum von einem anstehenden ASP-Auftritt in Leipzig inklusive neuer Lieder zu bescheren, die ich auf diese Weise bereits ein paar Nächte vor dem offiziellen Erscheinen genießen durfte.