NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

_____________________________________________________________________________

Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 30. Dezember 2014

Wahrheit aus Mythen

Von frischen spirituellen Ranken aus dem Boden der Wissenschaft – warum neue pagane Wege und Wissenschaften sich gut verstehen können


Zwischen Wissenschaft und Spiritualität

Wo Wissenschaft und Praxis zusammentreffen, entsteht Fortschritt. Doch nicht überall ist solch ein Zusammenspiel üblich. Gerade im Bereich der Geisteswissenschaften existieren große Grauzonen, die erst langsam durch privates Engagement erschlossen werden. Dabei entstehen auch Brücken in spirituelle, polytheistische und okkulte Bereiche, die sich jedoch klar von der Esoterik abgrenzen. Die Rede ist hierbei vor allem von rekonstruktionalistischen Strömungen, welche mit anerkannt wissenschaftlichen und grenzwissenschaftlichen Methoden zu einer experimentellen Praxis führen, die gerade heute Aktualität bietet. Es entsteht eine durchaus subjektive Erfahrung, einst nur theoretisch beleuchteter Felder, was ein tieferes, inneres Verständnis, sowie ungeahnt direkte Einblicke in die Lebenswelt alter Kulturen ermöglicht. Durch Gruppenarbeit und Technisierung von rituellen Vorgängen, können übereinstimmende Erfahrungen nachgewiesen und zu objektiven Beobachtungen formuliert werden.

 
Die Faustsche Idee

Einer der wichtigsten Antriebe in diese Richtung der neuen Maßstäbe ist klar der Wissensdurst, das Verlangen zu ergründen, was sich hinter den gewohnten Grenzen normativer Versteinerung befindet. Wem ist noch nicht aufgefallen, dass es in den Wissenschaften einige Themen gibt, die tabuisiert sind, in denen es auf der alten Grundlage kein Vorankommen geben kann? Nun gilt es nur noch auf vielversprechende Ideen zu kommen. Und diese liegen sehr oft in der Praxis. Was hindert uns eigentlich daran alte Kulte, von denen wir theoretisch etwas wissen, auch in der Praxis auszuführen? Ist es die Angst vor dem Unbekannten? Sind es Vorurteile, begründet aus dem eigenen, wertenden Weltbild? Wer sich von alledem lösen kann, dem eröffnen sich unendliche Weiten. Weiten, die das Potential haben wirklichen Fortschritt zu erlangen. Der Gedankengang an sich ist nichts Neues, sondern die Art der Umsetzung, die in den letzten Jahren weit mehr Verbreitung in der dazugehörigen Fachliteratur gefunden hat.

 
Wellen der Entwicklung

Angefangen mit Mircea Eliade, sind offenere Ansichten gegenüber, zuvor als „primitiv“ und „rückschrittlich“ betrachteten, kulturellen und spirituellen Systemen entstanden. Im Bereich des Schamanismus ist Michael Harner, mit seiner später gegründeten Foundation for Shamanic Studies, ein Vorreiter, der als Ethnologe den Schritt von einer distanzierten, zu einer direkten Betrachtungsweise gewagt hat. Vergleichend analysierte er verschiedene Praktiken ursprünglicher Kulturen auf der ganzen Welt und entwickelte aus den Übereinstimmungen Techniken, die unabhängig von dem kulturellen Hintergrund ihrer Benutzer zu Erfolg führen. Der Core-Schamanismus war geboren. Der sogenannte Kemetismus, die Ausübung der Kulte des alten Ägypten, hatte seine Geburtsstunden in den USA und schwappt erst heute mehr und mehr nach Europa. Wellen der Entwicklung brechen herein.

 
Verifizierbarkeit statt Mysterien

Die wichtigste schamanische Technik bildet die Geistreise, welche sich wie eine Meditation nach Außen, oder ein kontrollierter, luzider Traum anfühlt und von Jedermann mit etwas Übung praktiziert werden kann. Wissen mit durchaus alltäglicher Relevanz kann von überall her zuverlässig bezogen werden. Eigene Erfahrungen, sowie, im Laufe der Praxis, neu entstehende Techniken lassen nach und nach eine individuelle Spiritualität entstehen. Der Kontakt mit anderen Praktizierenden offenbart erstaunliche Übereinstimmungen, die nicht aus bloßem Zufall resultieren können. Dieser durchaus auch internationale Austausch ließ viele weitere technisierte oder rekonstruierte Wege heranwachsen. Ceisiwr Serith eröffnete einen Zugang zu unseren frühen Vorfahren mit dem Buch „Deep Ancestors – Practicing the Religion of Proto-Indo-Europeans. Weitere Entwicklungen stießen Größen, wie Jan Fries, Thomas Karlsson, Edred Thorsson, E. A. Wallis Budge oder Sharon La Borde an. Neopagane und okkulte Bewegungen bekommen immer größeren Zulauf aus wissenschaftlichen Kreisen. Verifizierbarkeit steht als Konzept mehr und mehr im Vordergrund und bildet einen Kontrast zu den etablierten Religionen. Die alte Geheimniskrämerei hat ein Ende. Ein neues Kapitel beginnt.

 
Stimmen zur Praxis

Naturverbundenheit, sowie eine tiefgreifende Ethik des Gleichgewichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit verbinden verschiedenste Menschen aus modernen spirituellen Strömungen, von denen hier vier zu Wort kommen sollen. Als logische Konsequenz einer solchen Ausrichtung folgt vor allem ein stetiges Streben nach Wissen, neuen Erkenntnissen, tieferen Einblicken in die Natur der Dinge. Eine Entwicklung zur Wissenschaftlichkeit.

Wie kamst du zum Schamanismus?
Leonhard: „Über das Interesse an Heilpflanzen - also eher in Richtung Medizinmann-Arbeit. Dann ist es nicht mehr nur bei den Heilpflanzen geblieben.“*

Wie bist du zum Kemetismus gekommen? 
Sandra: „Meine erste intensivere Begegnung mit der altägyptischen Kultur hatte ich im Kunstgeschichtsunterricht in der fünften Klasse. Mich faszinierte damals schon der umfangreiche Totenkult und die ägyptische Götterwelt. Im Rahmen von Wicca, Ritualmagie und Schamanismus fand ich dann praktische Werkzeuge um mit der spirituellen Tradition der Alten Ägypter zu arbeiten, die Götter zu verehren und in ihre komplexe Philosophie einzutauchen. Auch das Studium der modernen Ägyptologie ist ein wichtiger Bestandteil meiner Praxis. Als ich dann die amerikanische Kemetismus-Szene kennenlernte, erweiterte sich meine persönlich Praxis dann um einen großen internationalen Freundeskreis der mich täglich inspiriert und bereichert.“ 
Richard: „Bei mir war es im Speziellen der Kontakt und die Verehrung des Gottes Seth und das Interesse an der Ma'at.“*

Was ist dein Antrieb zur spirituellen Praxis? 
Sandra: „Die Erhaltung der kosmischen Ordnung, die wir Ma'at nennen. Sie ist essentielle Lebensgrundlage, sowohl in einer kosmischen, sozialen und individuellen Dimension und jedes lebendige Wesen wird als Mitschöpfer des immer wieder von neuen beginnenden Schöpfungsprozesses gesehen.“ 

Wie hilft dir persönlich der Kemetismus? 
Sandra: „Die täglichen Rituale helfen mir meine Spiritualität zu strukturieren und die Sphäre des Göttlichen in meinen Alltag zu integrieren ohne dabei Bodenhaftung zu verlieren. Kemetismus ist sehr pragmatisch und bei Weitem nicht so mystisch und undurchsichtig, wie oft angenommen wird. Nachhaltigkeit, Sozialkompetenz und Stabilität ist bei uns wichtiger als Erleuchtung, Wahnsinnskräfte oder andere spirituelle Superlative. Ich hab dadurch gelernt die kleinen, unspektakulären Dinge zu schätzen und bin nicht mehr auf der Suche nach überwältigenden Erfahrungen. Weder im spirituellen noch im zwischenmenschlichen Bereich.“

Montag, 15. Dezember 2014

Feinstoffliche Energiezustände - eine Systematik der Kräfte

Seit vielen Jahren widme ich mich bereits der Erforschung des Nichtalltäglichen und Magischen. Dabei erschloss sich als Erstes eine Unterteilung zwischen der alltäglich wahrnehmbaren Grobstofflichkeit, gegenüber der Feinstofflichkeit. Ganze Welten aus, für die meisten Menschen unsichtbarer, subtiler Materie, die alles Grobstoffliche durchdringt und damit durchaus auch in Wechselwirkung mit dem Alltäglichem steht.  Doch es soll nun nicht um eine Systematik der zahllosen Feinstoffe gehen, sondern um die energetischen Zustände, in denen sie auftreten können. Wobei "Zustand" auch verdeutlichen soll, dass Energien sich stets in einem Wandlungsprozess (also Lebensprozess) befinden. Relevant ist zuvor die grobe Einteilung der nichtalltäglichen Welt in drei grobe Ebenen, die in sich weitere Unterteilungen aufweisen. So unterscheidet man, neutral gesagt, eine Oberwelt, Mittelwelt, sowie eine Unterwelt. Das, hier vorgestellte, System hat das Ziel völlig kulturunabhängig und damit -übergreifend gültig zu sein. Es ist der Versuch einer Technisierung okkulter Erfahrung, die Jeder gerne überprüfen kann, ja soll.
Mich selbst führte mein feinstoffliches Gespür (durch meine Hände), Medialität, Automatisches Zeichnen, Geistreisen, sowie aktive polytheistische Götterarbeit zu den hier vorgestellten Ergebnissen. Die Begriffe entstammen teils den Aussagen der Entitäten, teils meiner eigenen Intuition und legen einige Assoziationen nahe, die Verständlichkeit erzeugen sollen.

Die Einteilung in 9 feinstoffliche Energiezustände erfolgt anhand der Ursprungsregionen der Kräfte. Dementsprechend kann man durch Erspüren oder Erfragen (z.B. mit Hilfe der Technik des Geistpendelns) der Energiezustände auch die wahrscheinlichste grobe Herkunftsregion von Seelenwesen aller Art ausmachen. Jeweils drei Zustände liegen vertikal in jeder der Weltenebenen die man als warm, lauwarm und kalt erfühlen kann. Dieser Umstand erklärt sich daraus, dass Oberweltkräfte weitaus schneller schwingen, als unterweltliche (siehe Zickzacklinie). Unnatürliche Kälte (wie in Kirchen) kann aber nicht nur für das Wirken unterweltlicher Entitäten sprechen, sondern ebenso energetischen Vamprismus anzeigen. Zehrende Wesenheiten können genauso aus der Oberwelt kommen! Doch zurück aus diesem kleinen Exkurs.
Horizontal könnten drei weitere Energiezustände den, in der westlichen Magie geläufigen, Begriffen linkshändig (schwarz) , rechtshändig (weiß), als auch einen mittleren Weg (grau) zuordnen. Ich persönlich möchte mich jedoch gern von solch wertenden Unterscheidungen verabschieden und bevorzuge daher in der Waagerechten eine Einteilung in (nach der korrekten Reichenfolge von links nach rechts) Gor (blau), Dor (grün) und Bal (rot). Grundsätzlich sind sie alle weder "gut" noch "böse". Erst eine subjektive, äußerliche Zensur könnte dazugehörige Wesen und Kräfte derartigen Unworten zuordnen. Im Grunde sind alle von Nöten, um ein intaktes System zu schaffen. Am Besten funktioniert unter ihnen stets die zentrale Vertikale als ausgeglichener Mittelweg, bestehend aus Obdor, Middor, Undor, der, gespeist von den Kräften der tiefsten Erdung und beflügelt durch die Kraft der Sterne, allen Wesen ein Optimum bietet.  Hier liegen die spirituell wertvollsten Kräfte, sofern man irgendeine Art von Aufstieg anstrebt. Als lunares, feminines Prinzip fungiert Gor, mit den Unterteilungen Orog, Gorim und Ugor. Selbstständigkeit, Trennung (als Tätigkeit des Erkennens), Isolation, Natur und Überlebenskampf wären wichtige Schlagwörter in diesem Kontext. Maskulin-solar wirken Oleb,  Imbal und Ubal im Bal-Prinzip. Begriffe, wie  Abhängigkeit, Einheit, Gesellschaft, Kultur, sowie (Auf-)opferung stehen im Zusammenhang mit der roten Kraft, die sich nicht zuletzt im Blut widerspiegelt.

Der Nutzen dieser Systematik liegt vor allem in der Vergleichbarkeit, gerade im Austausch gemeinsamer oder unabhängiger magischer Arbeit. Eine solche, wissenschaftliche Arbeitsgrundlage erleichtert zunehmend Nachweise und offenbart erst einmal objektive Momente. Die universelle Zahlensymbolik und bedeutungsschwangere Terminologie machen das Arbeiten einfach, egal mit welchem Kult(ur)kreis man sich normalerweise beschäftigt. Ich biete hiermit Anregungen, die neue Innovationen der "Magick" anstoßen können.
Meine eigene Verwendung bezog sich inder Vergangenheit in erster Linie in die schnelle Einordnung von Geistwesen und Menschenseelen, wie auch deren Eigenschaften. Auf einer solchen Grundlage lassen sich blitzschnell Strategien im alltäglichen, wie nichtalltäglichen Umgang finden.


Sonntag, 7. Dezember 2014

Bei Lichte betrachtet: Die Blume des Lebens

Bewegungsausführung zur Abstellung der saugenden Funktion der "Blume des Lebens"
Unter "Blume des Lebens" versteht man allgemein in der esoterischen Szene sehr positiv konnotiertes Symbol, das aus aneinandergelegten gleichgroßen Kreisformen zu drei Ebenen von Sechseckformen führt, die ebenfalls in einen größeren Kreis eingelassen sind. Das Symbol an sich hatte ab der späten Antike, etwa zeitgleich mit dem Aufkommen von abrahamitischen Mysterienkulten eine geringe ornamentale Bedeutung. Schon unter den späten Assyrern tauchen aus Kreisflächen zusammengesetzte Muster an Eingängen auf, welche jedoch nicht identisch mit der "Blume des Lebens" sind. Diese hatten keinerlei Bedeutung im Kult. Ganz deutlich muss auch betont werden, dass das zu behandelnde Symbol weder kunsthistorisch, noch magisch dem ägyptischen Formenkanon entstammt. Die Verwendung bezieht sich offensichtlich hauptsächlich auf spätzeitliche Vermischungen mit antiken Mysterienkulten, insbesondere monotheistischer Ausrichtung. Im Islam finden sich Fortführungen verwandter Symbolik.
Aktueller Name und Einsatz sind jedoch eine moderne esoterische Erfindung, die auf Halbwissen und kommerzieller Ausnutzung beruht. Antike Hinweise auf eine Verbindung mit einer Symbolik in Bezug auf das Leben oder kosmische Ordnungen sind nicht nachweisbar.
Drunvalo Melchizedek wies dem Symbol eine Umprogrammierung zu und benennt die Funktion in einer äußerst manipulativen Art und Weise als reinigend, belebend und energetisierend. 
Mit einer oberflächlichen magischen Betrachtungsweise, ist tatsächlich eine nicht unerhebliche Kraftwirkung nach Außen spürbar, insbesondere in Richtung Atmosphäre.
Bei einer, von mir mehrfach durchgeführten Geistreise auf und in die "Blume des Lebens" fiel jedoch das augenscheinlich so positive Bild ganz anders aus: Über der ursprünglichen, natürlichen Feinstoffstruktur des Symbols, liegt noch ein weiteres hellblaues Geflecht aus Hexagrammen und Linien, die bei Annäherung  Teile der Lebens- und Körperenergien der Menschen in einem kräftigen Strom nach oben absaugen. Besonders betroffen sind dabei grüne Teilchen. In meiner eigenen Terminologie bezeichne ich diese als "Dor". Es ist eine besonders reine Energieform, die Ausgeglichenheit, rituelle Reinheit und spirituelles Potential verschafft. Wird diese kontinuierlich genommen, so bekommen die Betroffenen, ein suchtgleiches starkes Verlangen nach den geraubten spirituellen Energien. Es entsteht Abhängigkeit.  Betrachtet man weitere Strukturmerkmale, so fällt auf, dass das Geflecht leicht und ohne jeden Widerstand durchdringbar ist. Es erfüllt somit keinerlei Schutzfunktion. Weiterhin hat es offensichtlich rein gar nichts mit Leben zu tun, da es weder Wachstum noch Ausgleich/Equilibrium fördert. Polare männliche (Bal) und weibliche (Gor) Energien werden keineswegs vereint oder verschmolzen. Sämtliche Kraftwirkung, die man spüren kann, entstammt dem Kraftsog, der aus umliegenden Wesen vampiristisch gewonnen wird. 
Es ist anzunehmen, dass das Ziel der abgezogenen Kräfte der Programmierer ist, welcher dadurch seine eigenen magischen Zwecke brutal und gewissenlos umsetzt. Alles, was bleibt ist ein gutes Gefühl bei einer Lüge. Wahrscheinlich eine von Vielen.

Ich bitte euch die "Blume des Lebens" einfach selbst näher mit einer Geistreise oder einer eigenen verifizierbaren Technik zu prüfen. Eure Ergebnisse könnt ihr einfach als Kommentar posten.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Vom Welten- zum Weihnachtsbaum - und zurück?!


Allen zyklisch ablaufenden Terminen, die wir heute kennen, ja selbst banal erscheinenden Kinderspielen (z.B. Himmel-und-Hölle-Spiel = Kultspringen zur Abwehr von Unglück), liegen allzuoft christlich verballhornte, abgemilderte Rituale größter Kraft zugrunde, deren Bedeutung weit in schamanische und andersweltliche Ebenen zurückreicht.
Dabei wurden freilich, ganz nach konstantinischer Art, Schlüsselpunkte des vorherigen paganen Lebens mit riesigen Monstern aus Künstelei und Lüge überbaut. Den Platz der "Equites Singulares" nimmt in diesem Fall ganz klar die Wintersonnenwende ein, deren Kultkreis sich um Sonnenlauf, Weltenbaum, Opfer zum Zwecke der Erkenntnis und wilde Jagden dreht. Das (artflexible) heilige Abbild von Yggdrasil holte man sich auf Götterweisung und mit viel Inuition, zur Wahrung des eigenen Gleichgewichts, durch Ausrichtung an der schamanischen Weltenmitte, gemeinsam mit der Seele des heiligen Haines, ins Haus. Der immergrüne Tannenbaum steht wie kein Anderer, für die Beständigkeit, die Sicherheit des wiederkehrenden Lebens und das Wiedererstehen zur letzten Schlacht (Ragnarök). Zeitgleich lässt er uns das große Opfer, das Odin, am Weltenbaum hängend, erbrachte, vergegenwärtigen. Eine Initiation setzt sich in Gang. 
Für Gedeih- und Wohl der 13 Großen (12 Asen + Odin) hängt nun Jeder seine eigenen Opfer in den heiligen Baum. Doch nicht umsonst müssen wir wartend die Thursen (Eisriesen) über uns kommen lassen: Der Allvater bringt denen, die ihn wahrlich ehren, reichliche Gaben! 
Unsichtbar hinterlassen die Frostigen Krankheit bei denen, die nicht wissen, ihnen richtig zu begegnen. Es ist nun Zeit dem göttlichen Eiswind munter Kiefernrauch und Trank (Libation) zu schenken. So wird er einen nicht nur verschonen, sondern auch aufs Wort zur Seite stehen! Sollte alledem nicht genug sein, dreht man schlicht die Kleidung ein. Und zwar auf links. Eine Teilhandlung reicht dabei meist schon aus. Ob Handschuh, Mütze, Schal, Jacke oder Mantel, die Verwirrung ist perfekt, wenn die subtilen Kräfte, die euch umgeben, verrückt spielen. Aus einer andersweltlichen Sicht kann das wie ein Nebel wirken. Derselbe Trick klappt auch, falls euch ein Waldgeist euch orientierungslos machen sollte. Berechtigterweise hegen sie oftmals Zorn gegen Menschen... Macht in so einem Fall am Besten klar, dass ihr auf seiner Seite seid. Gebt ein Opfer, kommuniziert mit ihm und schafft euch damit einen weiteren Verbündeten!
Auch die Pflanzen- und Früchte des Waldes können euch trotz des hereinbrechenden Winters weiterhin Verbündete sein. Eine Geistreise offenbart, dass die diesseitig so karge Natur, im Jenseits sehr aktiv ist! Nüsse, Früchte und Kräutergeflecht machen sich wunderbar als funktionale Zierde des heimischen Yggdrasil.
Lasst euren Baum ruhig werden, was er einst war: Ein Ort der Natur- und Götterverehrung, des wohligen Schutzes und der Apotrophie. Der Plastikbaum kann dagegen nur chemisch abstinken... 
Besonderen Schutz vor allerlei Unglück bieten euch auch die natürlichen Wahrzeichen des Donar, wie versteinerte Seeigel (mit Fünfstern) und Belemniten (versteinerte Urzeittintenfische), die neben modernen Thorshämmern, nicht nur einen bestimmten Baumschmuck abgeben, sondern bei Trank, Segenssprüchen und Wünschen in der Julnacht rituell mit Bier libiert (also übergossen) werden können. Nach solch einer Gabe, kann auch Thor als Schenkender, mit seinem von Böcken gezogenen Wagen, erscheinen. Damit gibt es freilich nicht nur einen einzigen paganen "Weihnachtsmann", sondern es ist die Essenz vieler gabenbringender Götter, die zu einem "longue durée"-Phänomen wurde. 

Möget ihr mit diesen magietechnischen Hinweisen sicher ins neue Jahr kommen!