NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Runenkunde: Die Uruz-Kraft der Holle

Runen offenbaren sich im Offensichtlichen, wie Geheimen. Die Kraft von Uruz verbindet man oft mit einer natürlichen Urkraft, dem gehörnten Tier, das sich auch in meiner schamanischen Geistreise, wie folgt, offenbarte:

Eine Geistreise (ohne Kenntnis des Ziels) zur Rune Uruz


Startpunkt: Regionalzug (mit seinem gleichmäßigen Geräuschen durchaus tranceindizierend)



Ich rief mein Krafttier B****. Es erschien in violettem Schein. Ich streichte durch sein schwarzes Fell und setzte auf, während ich unser Ziel (Code RS-02122015) in sein Ohr flüsterte. Ich öffnete das Sonnenportal und wir durchstreiften die drei erleuchteten Kammern. Jemand Anderes war kurz da und B**** knurrte. Wir verfließen die Sonne in die Anderswelt und flogen hinunter zu einem dichten Mischwald. Darin stießen wir auf eine Höhle, deren Eingang von einen Runenstein mit der Aufschrift "AULA" beschriftet war. Doch unser Weg führte weiter, tiefer in den Wald. Ein nebliger Talweg lag vor uns. Er führte uns zum Limbus von Hel. Ein spiralartiger Trichter tat sich, wie ein Mine zum Mittelpunkt der Erde, vor uns auf. Mein Krafttier scheute und es begann zu hageln. Der Nebel nahm zu. Eine dicke weiße Wolke schwebte herunter. Aus ihr kam die Göttin Holle, in dicke weiße Wollkleider gekleidet in einem Wagen in den Farben blau, weiß und grau hervor, den nichts Sichtbares zog oder antrieb.  Die Holle sprang laut lachend von ihrem Wagen und landete mit auf dem Rücken meines Krafttieres. Ich zeigte meine Verehrung und teilte ihr mein Anliegen der Runensuche mit. Darauf sagte sie, ich soll rüber in ihren Wagen springen, denn das Erste das ich finde, wird mir auf meiner Suche helfen. Es war ein Lederbeutel mit Würfeln, deren Seiten Runen zeigten. Ich warf den ersten Würfel. Er zeigte Ansuz, was in Zahlen ausgedrückt, in Anbetracht der restlichen Runen darauf, wohl der Sechs entsprechen würde. Ich wurde vorerst nicht schlau aus diesem Hinweis. Holle gab mir daraufhin die Aufgabe ihr eine Ziege oder ein Rind als Opfer zu holen. Ich flog mit B**** los und fand einen Hof vor dem eine wunderschöne große Kuh stand. Ihr Fell war schwarz-weiß und glänzte. Zwei prächtige Hörner krönten ihr Haupt. Ich klopfte an die Tür des Hofes. Ein schnauzbärtiger Bauer mit braunem Haar und etwas schmutzigen Kleidern öffnete. Ich machte ihm daraufhin deutlich, dass ich seine schönste Kuh kaufen wolle. Er führte mich also in den Stall und zeigte mir, zu meinem Entsetzen, eine dürre, kranke Kuh mit grauer Haut. Ich schüttelte energisch den Kopf und sagte, ich wolle lieber die da draußen. Wir verließen sogleich den Stall und kamen auf die Weide. Die schöne Kuh, die ich bewundert hatte, war verschwunden! Verwundert sagte ich dem Bauern, dass ich dann doch lieber eine schöne Ziege hätte. Er zeigte mir eine prachtvolle braun-weiße Ziege mit 6 Hörnern und fragte mich, ob die Zahl  ein Problem sei. Ich schaute ihr in die Augen und sah Kraft und Güte. Ich stellte nichts Problematisches fest. Darauf fragte ich den Bauern, wieviel er für das Tier haben wolle. Er sprach: "Zwei Goldtaler." Ich hatte vier dabei und gab ihm damit den doppelten Preis. Verwundert, doch glücklich, nahm er das Geld. Auch ich nahm freudig die Ziege und trug sie über meiner Schulter, wie ein Hirte erschöpfte Tiere seiner Herde trägt. Mein Krafttier und ich flogen suchten die Göttin Holler erneut auf. Füllige weiße Wolken kündigten ihre Nähe an. Sie saß etwas verhüllt, aber mit vollen Wangen, auf einem Wolkenthron. Ich setzte das Tier vor ihr ab und sah bestürzt, dass es nur noch ein grauer Tierbalg mit klappernden Knochen und Hörnern dran war. Ich versuchte Holle zu erklären, dass ich sie damit nicht beleidigen wolle und das Tier eben noch lebendig und wunderschön war. Sie lachte nur und meinte, ich sollte es mir mal genauer ansehen. Da zerfiel der Ziegenbalg zu Asche und der junge Gott Freyr stand in einem grünen Umhang und schwertführend vor mir. Ich war kurz sprachlos und sah nur zu, wie er sich den Staub abklopfte und Holle begrüßte. "Mein Sohn, du bist zurück!", rief Holle und küsste ihn. Sie dankte mir für die Erfüllung ihrer Aufgabe und gab mir durch ihre rechte Hand heilende Kraft, die meinen Körper vom Scheitel bis in die Brust durchdrang. Ich fragte, was das alles zu bedeuten habe. Da antworte Holle: "Im schönsten, wie dem hässlichsten Tier, steckt ein Gott. Du musst genau hinschauen und dann erkennst du, dass unsere Kraft in jedem gehörnten Tier steckt. Schau auf die Zeichen und erkenne das Geheimnis." Ich gab ihnen weitere Opfergaben und bedankte mich für die weisen Worte. Die gütige Göttin gab mir einen gelochten Goldtaler und meinte ich solle ihn nah am Herzen tragen, dann sei ich geschützt. Ich bedankte mich erneut und reiste auf B**** Rücken zurück.

Montag, 30. November 2015

In Reinheit erstrahlen - natürliche Krankheitsprävention wiederentdeckt

Wieder befinden wir uns in einer Zeit, in der die Menschheit von sich gegenseitig übertreffenden Krankheiten befallen wird, die trotz modernster Medizin scheinbar nicht vorzubeugen sind. Die Geschichte wiederholt sich, ohne, dass wir auf sie zurückblicken. Wer doch ein paar tiefere Blicke wagt, der kann eine Menge nützliche Techniken entdecken, wie man wenigstens den gängigsten ansteckenden Zivilisationskrankheiten, trotz grassierender Epedemien, unversehrt entkommen kann. 



  1. Die Tiefenatmung (so langsam wie möglich ein durch die Nase, aus durch den Mund), welche manch Einer aus dem Tai Chi kennen mag, kann man mit etwas Übung als Alltagsatmung nutzen. Sie sorgt für eine natürliche Filterung der Atemluft von feinen Schmutzpartikeln und gibt unseren Abwehrkräften Zeit und ausreichenden Weg, um zum Zug zu kommen, bevor empfindliche Regionen unseres Körpers angesteuert werden können. Eine Visualisation reiner, weißer Energien beim Einatmen bis tief in den Bauch und den Ausatmen schlechter, verbrauchter Energien, verstärkt den Reinigungseffekt auf astraler Ebene zusätzlich.
  2. Der Einsatz präventiver Kräuter und Gewürze in ausgewogener, handgemachter Ernährung, stärkt und reinigt den Körper mit jeder Mahlzeit. Ich empfehle dabei insbesondere Thymian als natürliches Antibiotikum und effektives Mittel gegen alle Krankheiten, die sich zuerst in Mund, Nase, Rachenraum und Magen manifestieren. Im Verdauungstrakt und auf der Haut, räumt meiner Erfahrung nach, Knoblauch auch vorbeugend sehr gut auf. Als krankheitsaustreibende, sowie allgemein exorzierende Mittel eignet sich hervorragend Chili, Ingwer, sowie Essig (in geringen Mengen sehr wohlschmeckend in Soßen). Diese Liste könnte man nun schier unendlich fortführen, wobei immer auf die eigene Körperkonstitution einen sinnvollen Ausgleich (vor allem im Säure-Basen-Haushalt) zu achten ist. 
  3. Die regelmäßige hygienische und rituelle Reinigung des Körpers, entfernt sowohl Schadstoffe, schädliche Viren und Bakterien, als auch deren Geistbestandteile. Den  besten hygienischen Schutzeffekt erreicht man durch eine sanfte Reinigung mit einer leichten mechanischen Hilfestellung, ohne gleich die ganze Hautflora zerstören zu müssen. Eine rituelle Reinigung kann durch Beräucherung, Besprechung, geweihtes Wasser (bei Reinigung von Gesicht, Händen und Füßen oder Besprenklung), Natronsalz, durch heiliges Trommeln und Musizieren, Geistwesen oder andere magische Mittel erfolgen.
  4. Die Hautpflege, mit natürlichen Ölen und Cremes, sowie das Abstreichen der Haut, wie sie im alten Ägypten, Griechenland und Rom (strigilis) bekannt war, stellt nach dem Waschen die Schutzbarriere der Haut wieder her und regt deren natürliche Schutzvorrichtungen an. Durch ein Abstreichen der Haut wird nicht nur die Durchblutung angeregt und damit deren gesamte Funktionsfähigkeit verbessert, sondern auch für Muskelentspannung, sowie eine gleichmäßige Verteilung des Öls gesorgt. Statt einer Strigilis tut es natürlich auch ein Lappen oder eine Bürste.


Mittwoch, 11. November 2015

Magische Maschinen

Manifestationsbasis mil Silberleitern, Karneol und Onyx
So wie der Mensch seit Urzeiten profane Werkzeuge benutzt, so entwickelte er auch eine Fülle magisch-kultischer Gerätschaften, deren moderne Ableger auch heute noch rege Verwendung finden. 
Der logische Nachfolger in der Entwicklung der menschlichen Hilfsmittel ist die Maschine. Sie unterscheidet sich vom einfachen Werkzeug sowohl in ihrer Komplexität, als auch darin, dass sie vom Bediener weniger bis keine eigene Kraft abverlangt und unter Umständen selbsttätig wirkt. Auf profaner Ebene ist dieser Sprung schon im 18. und 19. Jahrhundert gelungen.(1) Nur mit den magischen Maschinen tun wir uns schwer, lehnen sie ab, ja verdammen sie.(2) Dabei kann ein gezielter Einsatz einen riesigen Sprung in ungeahnte Sphären bedeuten. Wie überall liegt darin Chance und Risiko zu gleichen Teilen. In meinen Augen ist es wichtig dabei einen guten Mittelweg zu finden, der die geistige Evolution des Menschen unterstützt, ohne ihn zu überwältigen, wie man es in der profanen Technik tagtäglich sieht.
Wenn man sich unter den Göttern und Geistern mal genau, ganz neutral umsieht, bemerkt man, dass selbst hier die Zeit nicht stehen geblieben ist, sondern zuallererst hier solche magische Technik Verwendung findet. Ohnehin ist es deutlich wahrscheinlicher, dass die Vorreiter menschlicher Erkenntnisse so gut wie immer unter den Göttern und andersweltlichen Wesenheiten zu finden sind.(3) Wenn man sich die Biographien oder Berichte zu Erfindern, Forschern, ja selbst Buchautoren und Musikern genau anschaut, so stößt man nicht selten auf eine seltsame Begebenheit, einen Traum oder eine „göttliche Eingebung“, die zu dieser Entwicklung, dem Buch oder musikalischen Werk geführt hat. Die Erkenntnis der Maschinen der Götter, bietet die Möglichkeit einer Anlaufstelle, wenn man eine Solche selbst in unserer Welt bauen möchte. 
Ein anderer Weg ist die experimentelle Verschmelzung magischer Theorien und Systeme in einem Gerät. 
Fakt ist, dass die Entwicklung magischer Maschinen im deutschsprachigen Raum, trotz zahlreicher Ansätze, noch in den Kinderschuhen steckt. Und ich hoffe es finden sich kluge Menschen, die gewillt sind, dieses Kind großzuziehen, auch wenn dafür keine finanzielle Entlohnung zu erwarten ist. Im osteuropäischen Raum sind derartige Bestrebungen bereits deutlich weiter gekommen.(4)



(1) Man denke dabei nur an die Entwicklung der Dampfmaschine.
(2) ...was uns geistig wieder in das 19. Jahrhundert versetzt.
(3) Das sollte man allerdings nicht mit Theorien, wie Ancient Aliens“ und dergleichen unter einen Hut stecken, wovon ich mich hiermit deutlich distanziere.
(4) Bitte nach unten scrollen auf der Seite: http://www.artefactsra.org/category.php?id_category=13


Bild mit Prototyp einer Manifestationsbasis von Poeta Immortalis


Donnerstag, 5. November 2015

Osiris-incantation to cast out evil spirits and bad moods

Sokar-Osir by Poeta Immortalis

"I am the flame enlighting the night. I am Osir-Chontameni, lord of the great beneath and my heart burns like the Eye of Horus at the brightest day. Truly I am the one of Djed and evil shall fear me. The light of Osir-Chontameni casts out the darkness, turns it into the purest essence of Ma'at. My light casts out all spirits of Isfet, destroys the lion-demons, burns away the ones who take away the hearts of happiness. You have no power, your existence is a lie, because I am Sokar-Osir, the Lord of Rosetau and my voice of iron will judge upon the spirits of false tongues. You are condemned, spirit of darkness and this child of Ra is now free. You will never have power on his/her heart, because she is protected by Osir-Chontameni. I am the flame enlighting the night."

Ritual: Die sechsfache Zuflucht zum Ta'amuz

ZdS-ZdW-696

Ta'amuz bildet mit einer Mischung aus Rekonstruktionalismus (von "erneuert/wiedererrichtet") und Eklektizismus (von "ausgewählt") postmoderne Kulte aus, die für einen Jeden, trotz aller Ähnlichkeit zur Chaosmagie, einen tiefgründigen Ausgleich durch innere und äußere Ordnung im Sinne der Natur bieten.
Für alle, die sich entscheiden diese vielfältigen Wege  zu beschreiten, gibt die nun folgende Formel, orientiert an der dreifachen Zuflucht im Buddhismus, eine besondere Form des Segens. Dabei gelobt der Initiant feierlich seine Kraft im Sinne eines Ausgleichs der Kräfte einzusetzen und somit alle Lebewesen in ihrer spirituellen Entwicklung zu unterstützen. Entgegen dem formellen Vorläufer, ist das Rezitieren, so wie alles Andere, nicht verpflichtend, sondern nur im eigenen Sinne anzuraten.

Alle Initianten biete ich meine Unterstützung auf ihren Wegen an. Wer im Kontext des Ta'amuz Bedarf an dem Zeichen als Ritualobjekt oder zur persönlichen Verwendung hat, schreibe mir einfach eine Mail.


Das Stehen zum Zeichen

Altaraufbau: eine blaues Tuch (Gor) als Altartuch (optional mit Wellen), darauf einen roten Podest (Bal), worauf in Grün (Dor) das Zeichen als Objekt (z.B. aus Fimo) oder als Bild (z.B. in einem aufstellbaren Rahmen) steht.
Alternative: Zeichnen des Altaraufbaus auf Papier oder Leinwand

Präsentiere das Zeichen (siehe Bild) und sprich:

"Ich stehe stark, trage das Zeichen.
Ich stehe, rot, als Vater aller Welten. (berühre das Podest)
Ich stehe, blau, als Mutter aller Wesen, (berühre das Tuch)
Ich stehe, grün, im Zentrum der Welt. (berühre das Zeichen)
Ich stehe, voll Macht für das Equilibrium.
Ich stehe in Dor als Licht dieser Welt."


Intuitives Musizieren/Singen
unter der Frage nach dem Kraftlied des Zeichens

Meditation über der Bedeutung des Zeichens oder Geistreise
Geistreiseziel: "ZdS-ZdW-696"
  • Frage nach den Bedeutungen des Zeichens
  • Frage nach der persönlichen Bedeutung 
  • Frage nach der Prophezeihung des Weges im Zeichen 



Zur Symbolik des Zeichens
Keine simple Erklärung könnte der gesamte Tragweite seiner Symbolik angemessen sein. Seine sich urknallartig wachsenden Bedeutungsebenen sind vielfältig und reichen von hieroglyphischer Bildsprache, über urnatürliche Fruchtbarkeit, magischen Schutz, Numerologie, bis zu Verknüpfungen zu Etappen der Weltschöpfungen, Wandlungen und dem Ende des Ganzen. Daher bitte ich alle Initianten sich eigene Gedanken dazu zu machen, darüber im Anschluss zur sechsfachen Zuflucht zu meditieren oder eine Geistreise auf das Zeichen zu unternehmen.
Ihr alle werdet in diesem Zeichen, das ich einst schuf einen ganz individuellen Platz finden, der für euch geschaffen ist, sowie eure persönliche Prophezeihung durch seine Macht erhalten.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezept: Schoko-Ritualwein

Der Kreis des Jahres beginnt sich zu schließen und die geisterhaften Boten des Winters ziehen ein, um die Welt vom Ballast des Lebens zu befreien. Die Grundlage für ein neues fruchtbares Jahr wird geschaffen. Besonders für diese kalte Jahreszeit habe ich ein persönliches Rezept, das in jedem winterlichen Ritual für die richtige Stimmung sorgen wird.



Zutaten für 250 ml

  • 2 bis 3 Esslöffel Kakao (aus verantwortungsvollen Quellen)
  • 125 ml heißes Wasser 
  • 125 ml lieblichen bis süßen Weißwein
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Zimtstange 
Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, vermischen und bei niedriger Temperatur erhitzen. Etwas Zimt in den Wein reiben und mit dem Rest stilvoll dekorieren.


Halte deine rechte Hand über den Topf und bespreche den Ritualweines mit den Worten:

"Wasser, rein und still, sei beruhigt: 
Geheilt sei deine Struktur, geordnet dein Fluss.
Bitte trage die volle Kraft aller Zutaten, auf dass sie ihre Macht entfalten. 
Dank sei dem Geist der Kakaopflanze. Ehre gebührt dir mit deiner Kraft der Freude. Bitte erhelle unsere Herzen, erfreue unseren Gaumen und schenk uns ein Stück deines Glücks.
Dank sei dem Geist der Kakaopflanze. Ehre gebührt dir mit deiner Kraft der Freude. Bitte erhelle unsere Herzen, erfreue unseren Gaumen und schenk uns ein Stück deines Glücks.
Ich danke allen Geistern, die mir  für diesen Trunk ihre Kraft leihen und gebe ihnen allen ein Wortopfer an tausend schönen Dingen, die ihnen wohl bekommen sollen.
Wohl bekomme dieser Wein!"



Wirkungen
  • versetzt einen in eine glückliche, ausgeglichene Grundstimmung
  • wirkt setzend und beruhigend 
  • leichte Tranceinduktion 
  • bei Extasewunsch: Hinzufügen von Chili

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Sprechende Bilder: Die Vorraussetzung des Lebens




Die Vorraussetzung allen Lebens ist der Tod, so wie der Schlaf der des Wachens ist.

- eine Weisheit aus Pyramidentext 1975 B -


Im Bild: Die einzige bildliche Darstellung des personifizierten Todes aus dem Papyrus des Henuttawy.


Montag, 12. Oktober 2015

Ritual: Flamme des Osiris


Vorbereitung:
Anrufung des Osiris

Rituelle Handlung: Beschrifte eine blaue Kerzen mit dem Namen des Osiris. Entzünde sie und sprich:

"Flamme des Osiris,
Atme meine Dunkelheit und gib mir Licht.
Flamme des Chontameni,
Verschlinge Isfet und spende mir Ma'at.
Flamme des Aufrechten,
Töte mein unreines Ich und lass mich auferstehen in Reinheit."

Rituelle Handlung: Waschen des Gesichts und Anlegen eines weißen Tuchs oder Gewandes 
(Erweitert: Stelle dir in jeder kleinsten Einzelheit das Verbrennen deiner persönlichen inneren Unreinheiten vor. Fühle das Feuer, die Hitze dich durchströmen. Sollte es dir schwer fallen oder möchtest du den Effekt einfach verstärken, so schreibe alle Sünden oder Belastungen namentlich auf und verbrenne sie in sacht in der heiligen Flamme)

"Sieh, mein Gesicht ist gleich dem ewig Frischen.
In reinen Stoffen ruht mein Körper.
Ma'at erfüllt mich von Fuß bis Scheitel.
Ein heller Stern ziert meine Stirn.
Auferstanden bin ich, wie das tote Korn, das lebendig keimt.
Auferstanden bin ich, wie die Mumie des Osiris, 
erweckt von Isis, 
erweckt von Nephtys. 
Niemand vermag meine Flamme zu löschen."

Abschließende rituelle Handlungen:
Opfer (Iru) an Osiris, sowie ggf. ein Gebet

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Ritual: Beschwörung des Imhotep



Wer ist dieser "Imhotep" eigentlich?


So ziemlich Jedem dürfte dieser Name irgendwie bekannt vorkommen, spätestens, seit Filmen, wie "Die Mumie". Doch vergessen wir ganz schnell diesen ahistorischen Film und kommen zum echten Imhotep, dem Architekten der Stufenpyramide des Djoser (Sakkara) in der 3. Dynastie. Niemand vor ihm brachte es fertig solch ein gewaltiges Grabmal zu errichten. Er ist damit sozusagen der Erfinder der Pyramiden und inspiriert damit bis heute zahllose Baumeister verschiedenster Länder und Epochen.
Doch zu all diesen Ehren kam er erst durch sein Hohepriesteramt in der Stadt On (später Heliopolis). Im Gunste der Götter wurde er der Berater Pharao Djosers. Von da an steigerte sich sein Ruhm in den drauf folgenden Jahrhunderten ins Unermessliche. Schließlich setzte eine Verehrung als gottähnliches Wesen im Neuen Reich ein und fand in der ägyptischen Spätzeit ihren Höhepunkt in Ihmhotepskompletten Deifizierung. Besonders unter griechischen Einflüssen, kam ihm eine hohe Kultverehrung zu, die dem Asklepiuskult stark ähnelte. Wer Heilung oder einen weisen Rat suchte, beschwor den Gott Imhotep, der letztendlich in einer Sohn-Vater-Beziehung mit dem Schöpfungshandwerker Ptah assoziiert wurde.

Londoner Architektur mit ägyptischen Einflüssen

Eine antike Beschwörungsanleitung (experimentell)
- nach einem magischen Papyrus der Spätzeit  -
[und dessen moderne Abwandlung ohne Tierquälerei]
  • Fange einen Gecko [oder eine Eidechse] auf einem Feld. [Stelle einen Gecko aus Ton oder Fimo her und bespreche ihn 7 Mal mit den Worten: "Du bist der Gecko von den Feldern, geschaffen von Amun, zum Leben erweckt für Imhotep."]
  • Ertränke sie in einer Schale Lilienöl. ["Ertränke die Figur des Geckos in Lilienöl, mit den Worten: "Ertrinke, du Geckovon den Feldern! Dein Leben soll erlöschen." Lass den Gecko im Öl liegen.]
  • Graviere die Worte "Asclepius von Memphis" in griechischen Buchstaben in einen Eisenring, der einst ein Schäkel war [Schreibe die Entsprechung "Imhotep" (ggf. in Hieroglyphen) auf einen Schraubbolzen (aus dem Baumarkt)]
  • Benetze den Ring mit dem Gecko-Öl.
  • Halte den Ring gen Polar-Stern.
  • Sprich 7 Mal: "Menophri, der du auf dem Cherubim sitzt, sende mir Asclepius, nicht einen betrügerischen Dämon ansttt dieses Gottes."  [Ich empfehle stattdessen 7 Mal, "Imhotep, größter der Großen, göttlicher Erbauer, komm in Frieden. Imhotep, Patron aller Schreiber, gib mir Rat und erscheine diese Nacht in meinen Träumen.", zu sprechen.]
  • Verräuchere drei Körner Weihrauch in deinem Schlafzimmer und schwenke den Ring sacht durch den Rauch.
  • Sprich 7 Mal: "Herr Asclepius, erscheine." [Ich empfehle stattdessen 7 Mal, "Komm in Frieden, Meister Imhotep", zu sagen.] 
  • Trage den Ring am Zeigefinger der rechten Hand, während du schläfst.
  • Warte darauf, dass Imhotep in deinen Träumen erscheint.

Mittwoch, 23. September 2015

Runenkunde: Das Geheimnis des Offensichtlichen

Runa, das "Geheimnis", wird sie genannt. Und doch liegt ihre Kunde  ganz offen vor uns, wenn wir in der Lage sind das Sichtbare zu (be)greifen. Dieses so offene "Geheimnis" brachte mir der Gott Njödr bei meiner Geistreise zur Rune Raidho mit deutlichen Worten vor. "Wieso wollen immer alle ein Geheimnis hören? Schaut doch hin, was ihr seht!"
Runen wollen mit uns in Bildern und Übertragungen kommunizieren, die ein Jeder begreifen kann, der das Lebendige aus ihren Abstraktionen zu filtern gelernt hat. Freie Assoziation, als divinatorische Technik Runen zu lesen, kann eine Form dieser besonderen Kommunikation sein. Malt euch aus, was ihr in Bezug auf eure Frage in ihnen seht und ihr erhaltet das "Geheimnis". 
Die Bedeutung der Runen ist nicht in ein oder zwei Worten zu greifen. Vielmehr ist sie eine nebulöse Wolke, ein geisterhaftes Feld an alten und neuen Weisheiten. Denn auch im Hier und Jetzt wirken sie fort und erhalten ganz postmoderne Einschläge, die sich in das geheimnisumwobene Gewaber der Vergangenheit einreihen. Man muss darum gedanklich gar nicht in die Vergangenheit gehen, um Runen verstehen zu können. Dabei denke ich zum Beispiel an eine Geistreise, in der ich die Dagaz-Rune in den Sitzachsen einer S-Bahn und an der mit riesigen Lasten beladenen Achse eines LKW. 
Dennoch helfen nebulöse Geisteszustände, wie der Schlaf, auch heute ihre Botschaften zu verstehen. Sofern man noch keine Erfahrung mit aktiv herbeigeführten luziden Träumen hat, sollte man sich einfach eine eineindeutige Frage auf einen Zettel schreiben und diesen unter das Kopfkissen legen oder diese beim Einschlafen in Gedanken behalten.
Doch kommen wir endlich zu der, uns selbst am naheliegendsten, Bedeutung: Dem eigenen NamenAuch er enthält ein oder mehrere "Geheimnisse" (sofern sein Ursprung in einer indoeuropäischen Sprache liegt), gepaart mit einer Bestimmung. Der Name terminiert von Geburt an einige wichtige Eigenschaften ihres Trägers. Es ist immer wieder erstaunlich wie viel von unseren, angeblich so individuellen Wesenszügen, doch sowas Einfaches, wie ein Name auf uns projiziert. Testen kann man das natürlich auch, indem man den Vornamen in Runen ausschreibt und eine nach der Anderen auf ihre Bedeutung in Bezug auf einen Selbst analysiert. Dabei sind, nach wiederholter Aussage von Göttern, der erste und letzte Buchstabe besonders stark von Kraft (und demnach Bedeutung) erfüllt, was ihnen eine amuletthafte Wirkung für ihren Träger gibt.


Montag, 21. September 2015

Ritual: Anrufung des Unsichtbaren

Die nun folgende Anrufung schrieb ich für das Sed-Fest 2015 in Leipzig. Seine Betonung liegt klar auf dem manifestierenden und avantgardistischen Aspekt des Amun, der als lebender vorexistentieller Gedanke die Sonne selbst ins Leben brachte. Dementsprechend kann diese Formel sehr gut in manifestierend oder erneuernd wirkenden Ritualen eingesetzt werden.
Amuuun,
du Größter der Großen, sei bei uns und erhöre unser Wort.
Amuuun,
Der du als Achtheits-Erster hervortratst, trete nun vor uns, Unsichtbarer.
Amuuun,
Der du die Neunheit erdachtest, gib uns deine Schöpfung ein.
Amuuun,
Der du dich selbst zu Millionen machtest,
mache auch uns zu Millionen von Stärke.

Dein Gedanke sei ewig,
Dein Wort gesprochen,
Dein Werk verrichtet.
Jetzt und für alle Zeit.


Sonntag, 13. September 2015

Ritual: Anrufung der höchsten Mutter Hathor

Die folgende moderne Anrufungsformel kann als Einstieg zu einem größeren kemetischen (also [alt-]ägyptischen) Ritual, vor einem Iru (Opfer) einem Gebet, oder im Kontext einer protektiven Formel gesprochen werden. Ich habe dabei besonderen Wert auf den solaren Bezug, einerseits zur Legitimation der hohen Kultstellung Hathors, als auch ihrer mütterlich schützenden Funktion gelegt. Selbstverständlich ist die Funktionalität dieser Formel getestet und deutlich spürbar.





Haaat-Hooor, irit en Ra,
Erscheine strahlend, gleich der Sonne in den Doppelhorizonten.
Haaat-Hooor, sat Ra,
Erscheine voll Pracht, die du an deines Vaters Seite thronst.
Haaat-Hooor, nebet pet,
Erscheine voll Macht, oh Herrscherin am weiten Himmel.
Haaat-Hooor, notjerit a'ah,
Erscheine warmen Herzens, oh höchste Mutter,
höre unser Wort, gleich du deinen Sohn erhörst!

Copyright 2015 by Poeta Immortalis
Die Verwendung ist unter Nennung des Autors oder der Quelle gestattet.


Mittwoch, 9. September 2015

Mexikanisches Traumkraut - ein schamanischer Einblick


Als "Thle-pelekano" (oftmals als "Blatt von Gott" übersetzt) ist es den Oaxaca-Ureinwohnern  (Wa'haka gesprochen) Mexikos bekannt; ein Kraut das ein Gott ihnen überbrachte. Nach meiner schamanischen Geistreise zum Geist dieser Pflanze ist mir klar geworden, wie wörtlich der Name doch eigentlich gemeint ist. 
Zum Zeitpunkt meiner schamanischen Erfahrung war mir dieser indigene Name noch nicht bekannt. Umso größer war meine Überraschung im Nachhinein, denn ich sah das Wesen der Pflanze als einen Pelikan von den Wolken herabkommen, sanft über eine urwaldwartige Landschaft gleitend. Der mächtige Vogel mit seinen grau-weißen Schwingen landete grazil auf einem See, wo er ein großes Blatt, wie eine gigantische Version des Traumkraut-Blattes als Mantel um sich legte. Im sanften Gleiten über die Wasseroberfläche verwandelte er sich, eins mit dem Blatt werdend, in eine gigantische glänzend grüne Natter mit gelben Bauch. Später konnte ich sie als Rauhe Grasnatter identifizieren, welche, genau wie der Pelikan in Mexiko beheimatet ist. Sie schwamm und tauchte flink schlängelnd zum dunklen Grund des Sees, einen Strudel erzeugend, welcher durch ihre kalte Ausstrahlung zu einem Speer von Eis gefror. Den eisigen Speer schnappend schoss sie empor und warf  diesen gen Sonne. Getroffen glühte die Sonne weiß auf und drehte sich mit dem Gesicht als grimmiger Mann mit markanten Zügen nach vorn, als wäre das, was wir sonst sehen sein Hinterkopf. Zornesfalten und Flüche entglitten diesem Sonnengott, sodass er ein Gewitter machte und in Rage Blitze nach der Natter warf, diese jedoch verfehlte. Triumphierend stieg  sie in den Himmel hinauf und strahlte dort gleich der Sonne.

So offenbarte sich mir der Pflanzengeist als eine Pflanzen-Gottheit mit den Tiergestalten Pelikan und Grasnatter. Die Kulturpflanze selbst, ist also, ganz im Gedanken der "Dema-Gott"-Theorie Ad. E. Jensen's selbst die Niederkunft der Gottheit. (Mehr dazu in Ad. E. Jensen: Mythos und Kult bei Naturvölkern)

  
Der Direktkontakt zur "Gottheit" in seinem feuchten Element
Oder: Die Wirkung als Tee
Ein standardmäßiges Tee-Ei reichlich (nach Gefühl) mit getrockneten Blättern der "calea zacatechichi" befüllen, mit einem Liter heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Schon ist ein blassgrünes, dampfendes Getränk, mit einem dezenten, aber leicht bitteren Geruch, entstanden. 
Mein geschmacklicher Eindruck sagte mir, dass man dieses Kraut mit aufwertenden Teekräutern stärkerer Geschmäcker mischen sollte (wie zum Beispiel Schwarzer Tee oder Minze). Das Fazit hierbei lautet daher: Auch put trinkbar, wenn man einen blättrig, leicht bitter auf der Zungenspitze prickelnden Eindruck mit einem fast metallischen Nachgeschmack ertragen kann. Der pure "Genuss" ist jedoch für das Erzielen einer brauchbaren Wirkung, meiner Erfahrung nach, am Günstigsten. In Mischungen sollte man also lieber mehr Blätter des Mexikanischen Traumkrautes zugeben, als sonst. Die exakte Dosierung hängt jedoch klar davon ab, wie der eigene Organismus beschaffen ist. Negative Effekte konnte ich bisher nicht feststellen, was jedoch eine mögliche Verkehrsuntüchtigkeit nicht ausschließt. Eine Überdosierung ist, aufgrund der geringen Ergiebigkeit (etwas geringer als die von Damiana), auch schwer möglich.
Zuerst wirkt der Tee beruhigend und fühlt sich mit seinem sanft gleitenden Tranceeffekt sehr angenehm an. Bei stärkeren Konsum verursacht er das Gefühl körperlicher Müdigkeit, während das Innerste hellwach wird. Es fühlt sich an, als würde das Unterbewusstsein deutlich präsenter und mit dem Normalbewusstsein leicht steuerbar. In einem weiteren Schritt verstärkt sich vor allem die Feinheit des Hörens. Nebulöse, wabernde Gefühle machen sich breit, während man immer weiter in einen halbschlafartigen Zustand eintritt.
Von diesem aus lässt sich wunderbar Luzides Träumen einleiten, aber auch schamanische Geistreisen werden klarer und farbenfroher. Ich musste feststellen, dass die Traumerinnerung bei regelmäßiger Einnahme deutlich gesteigert wird, was eine perfekte Grundlage für weiterführende Traumtagebücher und Deutungen bilden kann. Insgesamt fühlen sich alle Wahrnehmungskanäle geklärt an, was bei allerlei magisch-schamanischer Arbeit dauerhaft von Nutzen sein kann.

Fazit: Die Einnahme als Tee in größeren Mengen ist vor dem Schlafen empfehlenswert, ansonsten nur in geringer Dosierung, sofern man in der darauf folgenden Stunde nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen wird. Der Zensor wird heruntergesetzt und damit ein bewusster Zugriff auf all unsere Wahrnehmungen erleichtert. Weiterhin kann das Mexikanische Traumkraut zur Tranceindizierung genutzt werden.
 


Mittwoch, 2. September 2015

Dor-Jonglage - Wie man negative Emotionen transformiert

Vor Jahren entwickelte ich eine magische Technik, welche mir half jede unangemessene Emotion auszugleichen, bevor sie zum Ausbruch kommt. Es wurde für mich ein Werkzeug der Selbstdisziplinierung eigener Körperkräfte. Ein Hilfs- und Heilmittel, das ich gern an Euch weitergeben möchte.


Die Grundlagen:
Wir tragen stets das Heilmittel gegen ein jedes energetisch-Emotionales Missgeschick bis Unglück in uns. Denn wir alle bestehen zu jeder Zeit aus Leben und Tod (Bal und Gor). Kräfte, die nur dem gegensätzlich erscheinen, der nicht erkennt, dass sie eine einzige kausale Kette, ja eine heilige Einheit der Transformation bilden.

Beide Kräfte können positiv, wie negativ auf uns wirken, abhängig von ihren Ausmaßen und Formen. So erzeugt Bal im Übermaß auch Wut, die brodelnd unser Blut aufschäumen lässt, hart in unsere Brust greift und das Herz bedrückt. Ein Zuviel an Gor dagegen bringt zum Beispiel tiefe Traurigkeit und Depression, die immer wieder, messergleich das Herz durchsticht, es über lange Zeit freilegt und so Seelen(teil)verlust, tiefste Angreifbarkeit erzeugt... Dies nur zur bildhaften Ausmalung zweier negativer Möglichkeiten.


Die Technik:
Sollte eine unerwünschte Emotion oder innere Kraft einen langsam übermannen, nimm umgehend eine für dich angenehme, Ruheposition (gleich welche) ein, atme tief und gleichmäßig... aus (Bal), ein (Gor), aus, ein... Sprich in Gedanken dabei: "Bal, Gor, Bal, Gor,..." Bilde die Kette der Existenz, die Welle der Kräfte in dir. Werde eins mit ihr. Dein Fokus ist in der Kraft, die du gerade gedanklich ansprichst, ja verkörperst. Visualisiere deutlich vor deinem Inneren Auge, wie du aus jedem Bal einen roten, aus jedem Gor einen blauen Jonglageball formst und wirfst... und schließlich auf der anderen Seite fängst... bilde Zyklen der Kraft, doch gib jedes Mal neue Kraft hinzu. Schließe nun beim Formen die unerwünschten Emotionen in den jeweils passenden Bällen ein. Jongliere und experimentiere ausgiebig und lange mit neuen Formen. Wenn du zufällig auch den Jonglage-Sport beherrschen solltest, kannst du auch ganz grobstofflich dabei jonglieren und damit diese Technik im Hier und Jetzt manifestieren. Kannst du nicht jonglieren, so kannst du hier auf jeden Fall gewisse geistige Grundkenntnisse dazu trainieren und dauerhaft deine Konzentration und Gedächtnisleistung steigern. Doch kommen wir zum Grande-Finale: Fühlst du dich ruhig und besonnen und hast alle unerwünschten Emotionen in geistig-magischem Kraft-Sport verarbeitet, beginne nun absichtlich rote und blaue Bälle kollidieren zu lassen. Visualisiere deutlich die Kraft und Intensität ihres Zusammenpralls und vereine sie zu grünen, ausgeglichenen Dor-Bällen. Die freiwerdende Energie ist hell und rein. Sie erfüllt dich und öffnet dein Bewusstsein, gleich einer Lotos-Blüte. Vereine sie alle nach und nach zu einem Ball. Der Ball öffnet sich sacht, doch kraftvoll. Er erblüht so unbeschreiblich schön, wie du es dir nur ausmalen kannst. Lass das Glück deinen ganzen Körper durchströmen. Erblühe!

Mittwoch, 26. August 2015

Vision: Wie man einen akkadisch-königlichen Bart frisiert

Meine Vision vom 26.08.2015:
Ich sah mich vor einem polierten kupfernen Spiegel stehen, als bärtigen Mann mit königlich akkadischem Nackenknoten und vollem Barte. Mein Haar ist voll und schwarz, meine Züge kantig. Ein Duft, wie von Blumen umströmt mich. Ich nahm einen etwa 15 cm langen und 3 mm dicken Stab, der wie aus Schilf gemacht zu sein schien. Ich steckte ihn in meinen Bart und machte damit im Uhrzeigersinn kreisende Bewegungen, wodurch das Barthaar sich darum wickelte. Beim Herausziehen des Stabes blieben gekringelte Locken zurück welche ich regelmäßig vom Ohr zum Kinn hin aufreihte. So bereitete ich erst meine rechte, dann meine linke Gesichtshälfte.


Die Praxis nach der Vision:
Rein prinzipiell hat diese Technik den Praxistest bestanden, auch wenn sicherlich eine vorherige Behandlung des Barthaares sinnvoll wäre, um das Ganze haltbarer zu machen. Mit etwas Übung werden die Bartlocken bestimmt auch kleiner. Bei mir kamen im ersten Versuch nur sehr große Versionen heraus.

Dienstag, 25. August 2015

Lyrik/Ritual: Lobpreis dem Strahlenbringer (Einleitung zum Opfer)


Oh Shamash,
Hüter des Lebens, der Götter Werk,
Du bist der Leiter aller Dinge im großen Oben und Unten!
Oh Shamash,
Strahlenbringer, dort am Himmel,
der Du als Stier das Oben regierst am Tage,
Deine Fülle erreicht alle Länder,
Wer da geht, geht im deinem Lichte!
Oh Shamash,
Dein Erscheinen, ergreift sie alle,
wirft sie nieder, gleich einem Fangnetz!
Oh Shamash,
dein Name in der Herolde Mund,
in den Gesängen der Igigi!
Sie alle opfern dir mit Freude!
Sieh, die vier Weltengegenden, lodern in Deinem Feuer!

Copyright by Poeta Immortalis 2015
Wiedergabe unter gleichen Bedingungen mit Autorennennung gestattet  

Sonntag, 23. August 2015

Lyrik/Ritual: Hymne dem Aufrechten

Allen Verehrer des Osiris, insbesondere Kemeten des deutschsprachigen Raumes, soll dieser Text von Nutzen sein. Im Gedanken rekonstruierender Authentizität habe ich hiermit einen an andere Osiris-Hymnen inhaltlich angelehnten Beschwörungstext, neu kreiert, an den man nach Belieben Bitten, Wünsche und Weihungen an diesen, in jedem Sinne aufrechten, Gott, anhängen kann. Wer diesen Text einfach als ehrenvolle Anrufung und Hymne nutzen möchte, ohne direkt eine Bitte auf Gegenleistung anzuschließen, ende hier einfach mit "..., komm in Frieden!".  Die Anrufung bezieht sich auf den Osirisaspekt als "Erster der Westlichen", also als Herr über die Toten. Einige Großschreibungen habe ich bewusst so gewählt, um Den Aufrechten, wie es die Textgattung vorsieht, deutlich zu loben.
Vor allem, da die meisten vergleichbaren Texte ausschließlich in englischer Sprache existieren, ich jedoch für meine rituelle Praxis, wegen der direkteren, tieferen Verbindung, meine Muttersprache nutzen möchte, habe ich mich zur Schaffung dieses Werkes entschlossen. Möget auch ihr eine tiefe, magische Verbindung erfahren, wenn ihr Den Beständigen ehrt. In-un ma'a.


Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, komm in Frieden!
Verklärt ist dein Haupt,
Beständig dein Rückgrat.
Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, komm in Frieden!
Zu den Wolken reicht deine Doppelkrone,
hör deine Ehrung,
ein zweifach' Hoch, Hoch,
Dir zum Lohne!
Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, komm in Frieden!
Im Urgrund stehst du starken Fußes,
stehst, erstehst zum zweiten Male,
in edlen Leinen,
gibst Freude, kein Weinen!
Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, stehe stark!
Auferstanden bist Du,
König der Welt!
Erneuerst alles,
bist Der, der erhält!
Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, sei aufgerichtet!
Auferstanden bist Du,
zu loben die Gerechten,
zu Richten die Schlechten!
Bringst Ma'at wo immer Du bist!
Komm in Frieden, Osir, Chenti-Imentu, ......... (persönlicher Wunsch)!

Copyright 2015 by Poeta Immortalis 
Nutzung in unveränderter Wiedergabe mit Autorennennung gestattet, kommerzielle Zwecke ausgeschlossen 





Sonntag, 12. Juli 2015

Runenkunde um Laguz

Runenkarte Laguz
Runen sind keine einfachen Schriftzeichen, sondern Äste des Weltenbaumes. Wer sie zu lesen, zu verstehen weiß, der kann weit mehr als nur eine Weisheits in ihnen erkennen. Von der Tragweite ihrer Symbolik sind sie durchaus mit Tarot-Karten, nur in viel subtilerer und komprimierterer Form. Runen sind ein natürlicher Teil der Welt und entstammen einem mythischen Urzustand. Daher schätze ich ihren Wert und ihre Bedeutung weitaus höher ein, als es Tarot je sein könnte. Wie Wasser verändern sie ihren Zustand flexibel und können so erstaunlichste Effekte erzielen. 
In meinen Geistreiseerfahrungen war dabei Laguz stets die Rune mit der meisten Flexibilität. Ja, sie ist ein wahrer magischer Katalysator und doch von nautischen Charakter. Ich wage mir auch mal den Synkretismus Laguz mit der Tarotkarte "Zwei Stäbe" nach Waite zu vergleichen. In meiner Runenkarte steht ein Mann mit einem Stab in Laguz-Form an der Felsklippe und schaut in die Ferne.  Es geht um Weitsicht, Entwicklung über einen langen Zeitraum und die Kraft des Geistes, die durch das Unterbewusste entfacht (Laguz + Kenaz), Neues voller Lebenskraft materialisiert (Laguz + Berkano). Ein treffender Vergleich wäre hier das Feuereisen in Form von Berkano, welches hier in Verbindung mit Laguz realisierend wirkt. Das Element der Rune ist das Wasser, welches aus der Quelle, der Berkano-Berge, dem Schoß der Erdgöttinnen bornt, um sich in Form eines Baches zu ergießen. Der Bach schwillt an zu einem Fluss, welcher in einen See mündet. Oder ist es die See? Das andersweltliche Spiegelbild dieses Meeres der Erde ist das Himmelsmeer, der Sternenhimmel. Während das irdische Meer den Weg nach Niflheim und Hel eröffnet, weist die Schlange, als eine der heilend-heilbringenden Gestalten des Allvaters den Weg nach Asgard (Laguz + Ansuz). Das Schiff im Himmel steht sowohl für die erfolgversprechende Fahrt über die See, ob für Handel oder Raub, als auch für die letzte glorreiche Fahrt in den Götterhimmel. Grabhügel bleiben als Mal für die Leben derer, die ehrenhaft zu Leben verstanden und somit auferstehen durften, um im ewigen Kampfesbund zu stehen (Laguz + Sowilo). Laguz treibt die Kreisläufe des Lebens voran. Wachstum wird angefacht und lässt das erste Grün des Frühjahrs sprießen, beflügelt die Pflanzen Knospen und Blätter zu bilden. Ein Wald ist daher auch der Ort des Laguz-Mysteriums. Es dreht sich um die Erlangung von Potenz. Und das in jeder Hinsicht. Das rituelle Erjagen und verspeisen eines Hasens im Lenz offenbart dieses Geheimnis und verleiht die Kraft für ein erfolgreiches Jahr. Die Binderune dazu setzt sich aus Laguz, Ingwaz und Berkano zusammen. "Leb!" Das ist das Motto von Laguz. Und zu leben entspricht dem Opferprinzip, das auch in Ingwaz zu finden ist: Hier als Wasseropfer; eine sogenannte Libation.

Mit der Rune verbundene Wesenheiten sind vor allem diverse Flussgötter, wie Danu (Donau). Als Erweckerin der Natur sind weiterhin Ostara und Hel zu nennen, wovon Letztere nicht zuletzt auch mit Gewässern eng in Verbindung steht. Als Vater der Runen ist naturgemäß auch immer Odin zu nennen.

Ein kleiner Tipp von mir, an alle handwerklich bekannten Leser: Ein Zauber- bzw. Schamanenstab in Form dieser Rune bietet sich im Kontext der Wirkung sehr an. Manifestationen können damit wirksam unterstützt werden. Ihr weiht euren Runenstab "Laguz" mit Asche, Rötel, roter Farbe oder am Besten Blut (sofern dabei keine Straftat begangen wird).




Sonntag, 28. Juni 2015

Götterportrait: Tyr

Wir betreten mit diesem kurzen Portrait die lebendige nordeuropäische Mythenwelt, als deren berühmteste Niederschrift die Edda zu nennen wäre. Bedauerlicherweise hat die recht späte Verschriftlichung, bereits unter einem deutlich christlichen Einfluss, den Göttern auch ein starres Klischeebild verpasst, dass so gar nicht zu der Realität gehören kann.
Allein schon die zahlreichen Namensformen dieses Gottes sprechen seine Sprache und zeugen von Alter und Wandel seiner Kulte. Ob Wargund, Ensbert oder Kutrmir  Kibevey; er ist bei Weitem nicht der übermaskuline Kriegsgott, zu dem er oft gemacht wurde. Als herrschender "guter Riese" und Göttervater wurde er einst im Pantheon einer jägerischen Vorgängerkultur verehrt, lange bevor Odin lebte. Seine schöpferische Kraft ist bis heute unvermindert, auch wenn der Status gelitten hat. Wenngleich degradiert, bewies er dennoch stetig seinen Mut, was ihm schließlich seine Schwerthand an den gebundenen Fenriswolf kostete. 
Doch schon lange vor diesem Fall, galt eine hohe Verehrung der Zweigeschlechtlichkeit des heiligen Ernährers. Denn wie kein anderer Gott, konnte er die Gemeinschaft der Jäger und Krieger, wie die Mutter an der eigenen Brust nähren, mit frischem Blut versorgen und trotzdem neues Wild erzeugen. Demnach hat auch Tyr, ähnlich dem Freyr, Sohn des Njördr, den deutlichen Charakter eines "Herrn der Tiere". Seine Rune Tiwaz selbst trägt einen deutlichen Tierkampfcharakter (zwischen Adler und Schlange); ein Anzeichen dafür, dass die frühen Verehrer des Gottes, der später "Tyr" genannt werden sollte, aus den Steppen Sibiriens stammen. Auf den Wanderungen der einstigen Nomaden könnte "das Auge des Tyr", der Stern Sirius, eine bedeutende Rolle gespielt haben. Er weist strahlend den Männern ihren Weg durch die Nacht, den Waffen ihr Ziel, ist aber auch den Frauen in ihrer Mutterrolle ein wichtiger Schutzherr.
Am  Tage strahlt sein blondes Haar gleich der Sonne. So golden sein Haupt, so reich werden seine Getreuen auch belohnt. Und Manche von ihnen mögen vielleicht schon seine güldenen Glöckchen, wie sie heller nicht klingen können, gehört haben. Drei Schläge kündigen ihn  an, der belehrt, nährt und verzehrt. Er, der Adler und Schlange, als zwiefältiges Raubtier und Beute, zugleich ist.

Freitag, 26. Juni 2015

Das Navivi-Netzwerk - Materie als Cloud

So ziemlich jeder kritisch denkende Mensch, fragt sich bei divinatorischen Techniken, wie Kartenlegen, Steinorakeln und Hellsehen, wo dabei die Informationen herkommen sollen. Denn, nach den allgemein bekannten Regeln der Physik, dürfte es nunmal nicht funktionieren, dass einfach aus dem Nichts Daten kommen, die dann auch noch, jedem Naturgesetz trotzend, der Realität entsprechen sollen. Dieselbe Frage stellt sich freilich auch bei der schamanischen Geistreise, dem Automatischen Zeichnen und Remote Viewing für den Außenseiter.
Dabei muss man ganz woanders anfangen zu hinterfragen, um hier zu einer möglichst objektiven und realistischen Sichtweise zu kommen. 
Stellen wir uns erst einmal die Frage: Was hindert uns daran zu erforschen, was Menschen seit so vielen Jahrtausenden dazu veranlasst, so komplizierte Techniken zu entwickeln? 
Ein nicht unwesentlicher Punkt mag das Vergessen sein, denn die meisten uns heute bekannten Techniken stammen aus Kulturen und Epochen, deren Ideologie und Hintergrund wir mit unserer postmodernen Sicht, nicht greifen können. Umdenken, ja der ein oder andere daktive Paradigmenwechsel ist gefragt. Doch wer sich nicht die Mühe hat, der kann nur banalisierte, oberflächliche Erklärungen geben, warum all diese Techniken erfolgreich einsetzbar sind.
Im Umkehrschluss fällt es jedoch auch demjenigen schwer seinen Mitmenschen Erkenntnisse zu veranschaulichen, der sich diesen Paradigmenwechsel zur Methode gemacht hat.
Darum komme auch ich leider nicht drumherum das Prinzip hinter der Wirksamkeit von Datenübertragungen aus nicht alltäglichen Sphären mit postmodernen Begriffen zu umschreiben:

Unser Ausgangspunkt ist die Materie. Im Allgemeinen wird ein besonders großer Wert auf die Existenz oder Nicht-Existenz von Materie gelegt: Ein Schwarz-weiß-Denken. Betrachtet man es genauer, so fragt man nach dem Gewicht. Und dabei bleibt es dann meist auch. Viel relevanter für unsere Fragestellung "Woher kommen divinatorisch erfahrbare Daten?", ist jedoch was die Materie macht. Sie schwingt. Sie schwingt und bewegt sich. Und das nicht wahllos, sondern nach streng geordneten, sich wiederholenden und reproduzierbaren Mustern und Schemata. Das machen die Teilchen der Materie nicht für sich allein, sondern sie interagieren in komplexen Systemen. Kommunikation ist gefragt. Der aktuelle Zustand jedes einzelnen Teilchens ist das Resultat seiner Umgebung, die vergeht und sich erneuert, wie lebende Zellen. Man könnte sogar zum Vergleich mit einem Fischschwarm übergehen...
Wir stellen also fest: 
  1. Wir haben allbelebte Materie, denn sie erfüllt die Merkmale des Lebens. (Jedenfalls, wenn man sie etwas tiefer betrachtet)
  2. Sie schwingt nach geordneten Mustern, die an eine universelle Syntax erinnern.
  3. Die Materie "spricht" eine in alles übersetzbare "Sprache". Das heißt, sie überträgt gezielt Daten untereinander.
  4. Sie enthält also Daten in gespeicherter Form und verfügt über entsprechende Schnittstellen.
  5. Eine gewisse Intelligenz und Beseeltheit geht von ihr aus, im Kleinen, wie im Großen.
  6. Wir bestehen aus Materie und empfangen also unvermeidlich, ohne es zu Wissen, ständig Informationen aus dem Materie-Netzwerk, ohne, dass es uns bewusst ist.
  7. Wenn es uns nicht bewusst ist, dann ist es möglicherweise dem Unterbewusstsein sehr wohl bekannt.
  8. Wir benötigen den Zugriff unseres Wachbewusstseins auf unser Unterbewusstsein, um vom großen Up- und Download was mitzubekommen.
  9. Das heißt die divinatorischen Techniken dienen als Überbrückung unseres Zensors und geben zudem exakte Anweisungen, damit auch wir gezielt Daten herunterladen und nicht einfach irgenwas. 

Fazit:
Divinatorische Techniken funktionieren durch eine gezielte Überbrückung der Schutz-Funktion unseres Wachbewusstseins, um anhand einer eineindeutigen Zielsetzung, ähnlich einer Suchmaschine, im "Internet" der Materie die gewünschen Daten zu finden. Da alle Materie miteinander in irgendeiner Form vernetzt ist, kann man über Umwege an jede Information kommen. Die Schwierigkeit liegt nur darin das Richtige zu finden.
Jeder von uns hat dazu noch eine Art persönliche Daten-Cloud, die der eigene Materieschwingung im Körper zur Verfügung stellt, ganz unabhängig vom physikalischen Speicher (Gehirn).

Der Begriff
Navivi-Netzwerk nenne ich das allverknüpfte Zusammenspiel zwischen der "Daten-Cloud" der Gesamtmaterie und allen lebendigen Wesen, die (unterbewusst) passiv oder (willentlich) aktiv darauf zugreifen. Der Name für dieses Funktionssystem der gesamten belebten Natur kam in einem Traum vom 26.09.2015 vor, der sich genau darauf bezog und offensichtlich auch genau daraus entsprungen war. Jede der drei Silben von Na-vi-vi steht für ein Wort des lateinischen Satzes "naturae vis vivatis (est)". Die Kraft der Natur ist belebt.


Freitag, 12. Juni 2015

Zu den Taufsiegeln - eine kurze Erklärung

In den christlichen Religionen ist eine Versiegelung im Kontext der Taufe üblich. Abhängig von der genauen Konfession gibt es dazu unterschiedliche Begrifflichkeiten, die sich jedoch von ihrer Grundlage und dem Inhalt der Handlung gleichen, obwohl auch klare Unterschiede in der Intensität der Auswirkungen bestehen. Die Textgrundlage bilden vor allem Eph. 1,13, und Apg. 19,6.
Die Textstellen sprechen einerseits klar von einem Siegel durch die Wirkkraft des abrahamitischen Gottes und andererseits, dass dieser "Geist Gottes" in Form einer Besessenheit herab kam. 
Im Grunde beschreibt das schon ganze Teile von dem, was bei einer Taufe passiert. Betrachtet man das Ganze aus magischer Sicht, so kann man eine Blockierung des dritten Auges (Ajna-Chakra) , des Kehlen- (Vishudda-Chakra) und Herz-Chakras (Anahata-Chakra) sehen und durch einen gummiartigen Widerstand erspüren, der ein kratzendes Gefühl erzeugen kann. Das Zentrum der Blockade bildet jedoch das dritte Auge. Dadurch werden die feinstoffliche Wahrnehmung, sowie magisch-schöpferische Äußerungen zensiert, gestört bis verhindert. Vor allem die Zensur und Lenkung hin zum Christentum ist eine der Hauptfunktionen, die jedoch keineswegs vorhandenen mediale Begabungen auslöschen, sondern nur mindern kann. Eine herkömmliche Öffnung der Chakren bringt dabei nur eine geringe und vor allem zeitweilige Linderung.
Es ist also ersteinmal eine Entsiegelung nötig (und auch möglich), um effektiv magisch wirksam zu werden, sofern man getauft worden ist.
Doch das ist nicht alles...  Wie schon der Ursprungstext Apg. 19,6 bekanntgibt, leidet man im Grunde unter einer dauerhaften Teilbesessenheit. Diese setzt meist im linken und rechten vorderen Großhirn an und bildet dabei einen zähen-schleimigen Perlapparat mit einer einflussnehmenden bis kontrollergreifenden jüdisch-christlichen Wesenheit. Diese würde bei einer einfachen Entsiegelung das Taufsiegel mit der Zeit wiederherstellen und im Kontext des "Taufsiegelnetzwerks" möglicherweise weitere Probleme machen. Darum sind bei einer effektiven Entsiegelung folgende Schritte zu unternehmen:
  1. Extraktion oder Exorzismus 
  2. Chakrenöffnung und willensstarke Reinigung vom Wurzelchakra an unter intensiverer Extraktion an den stark blockierten Chakren
  3. Entkopplung aus dem Taufsiegelnetzwerk - am Besten mit Hilfe einer Geistreise
In leichteren Fällen, gerade bei Menschen evangelischer Konfession, reicht auch eine abgespeckte Version (unter Konzentration auf Punkt 2) oftmals aus, um für Befreiung zu sorgen.
Besonders tragisch für die Betroffenen ist, dass die Taufe, oft schon im Kleinkindesalter, für eine Vertreibung bis Vernichtung der natürlichen Schutzgeister, sorgt. Dadurch wird man nicht nur gefügig gemacht und somit zum Spielball abrahamitischer Wesenheiten, sondern verliert auch die Macht über seine eigene Seele. Schäden schwer begreifbaren Ausmaßes können damit einhergehen, wenn man dem nicht entgegenwirkt. 
Man sollte auf die mehr als deutlichen Zeichen der Geister hören, die gerade bei Erwachsenentaufen des Öfteren berichtet werden. Doch wessen Ignoranz Omen, Unwetter und platzende Reifen (alles tatsächliche Fälle aus christlichen Foren) nicht davon abbringen können, der hat den Schaden wohl verdient...
Fest steht: Diese ganzen Schwierigkeiten, um die Wiedererlangung naturgegebener Fähigkeiten, Kräfte und Hilfswesen, könnte man sich und anderen sehr leicht ersparen... 
 




Gerne stehe ich für weitere Fragen zur Thematik oder einer Buchung im Kontext der Taufsiegelentfernung  bereit: poeta-immortalis@web.de

Mittwoch, 10. Juni 2015

Ritual: Schrein-Weihe des Ta'amuz

Sin-Shamash-Schrein im halbfertigen Zustand
Natur und Kultur waren selten weiter, als in der westlich-industriellen Welt, voneinander entfernt. Durch Willenskräfte, die nicht ihre eigenen sind und den faulen Schein von Freiheit rasen die Menschen ohne Sinn in Disharmonie, Ungleichgewicht und letztlich ihr eigenes Verderben. Der Kult des Ta'amuz soll dieser Widerordnung des Unrechts friedlich und in kultischen Bahnen entgegenstreben, ja einen ausgegleichenden Wandel anstoßen. 
Ta'amuz ist dabei die heilige Vereinigung in Vielfalt. So stehen jedem, ganz formlos, alle Möglichkeiten offen sich in diesem zu entfalten. 
Ich für meinen Teil, lege dabei viel Wert auf die Herausstellung von Wirkprinzipien hinter alten polytheistischen Kulten, um diese sinnvoll-synkretistisch modern zu interpretieren und vor allem einen maximalen objektiven Effekt zu erzielen.
Bei meinen persönlichen Ritualen hat sich eine Konzentration auf einige kemetische und akkadische Gottheiten als nützlich und überaus kraftvoll erwiesen.
Daher war auch beim Bau ihrer Schreine für mich eine Vermischung der Stile, der ohnehin schon antik in Austausch stehenden Kulturen Mesopotamiens und Ägyptens, sinnvoll. Hinzu traten meine Erkenntnisse zu den Wirkprinzipien der Kräfte Bal, Gor und Dor, die sich in den dominierenden Farben Rot, Blau (siehe Bilder) und Grün (hier hauptsächlich im nicht abgebildeten Zubehör) widerspiegeln. 
 
Vorbereitung

  • Ausräuchern des Schreines mit der Räuchermischung "Palmette": Weihrauch, Myrrhe, Kiefernharz, Schwarzer Kopal, Lavendelblüten, Patchouliblätter und Salbei) Dazu sind Flabella aus Palmwedeln oder 7 Federn nach Möglichkeit zu verwenden, um den rituellen Reinigungseffekt zu steigern. 
  • Bereitstellen von Natron in einer (Muschel-)Schale 
  • Bereitstellen von Wasser in einer Schale oder einem handlichen Krug

Einleitende Rezitation


Equilibrium soll sein
In aller Weltenheim.
Ma'at führe stets dahin,
Dass ich im Reinen bin.
Der Weg dann zu dem Ziel,
Sei beider Kräfte Spiel.
Gor folgt Bal,
Rot vor Blau,
Zyklisch eins,
Wie Mann und Frau.





Besprechung eines roten Elements:



BaL

Du bist der heilig' Wall von Bal,

erstehe hart, als roter Strahl,

heilig zu vereinen dich,

Kraft zu weben ewiglich.





Besprechung eines blauen Elements:



GoR

Du bist der heilige Graben von Gor,

sinke sanft, als blauer Strahl,

heilig zu vereinen dich,

Kraft zu weben ewiglich.





Besprechung eines weißen Elements:



Ma'aT

Reinheit, fein, erstrahlt im Raum,

sprießen soll der Lebensbaum.

Sein Geäst verdichtet sich.

Die reine Kraft erfülle dich!




Abschlussrezitation


Bal und Gor
Gor und Bal
werdet eins,
das heilig' Dor!



Wo Bal vertilget (Gegenwart)

Gor bald schafft, (Zukunft)

wo Bal da brütet, (Gegenwart)

Gor schon rafft. (Vergangenheit)



Blumen seid ihr,

rein der Saft,

erblühet nun,

Samen schafft! (erneuter Hinweis auf die schöpferische Vereinigung der Kräfte im Symbol der Büte zu Dor - Schaffung von immer neu entstehenden Equilibrium)


Besprengen des Schreines mit Natron und Wasser: Geweiht bist du durch Natron, BAL. Geweiht bist du durch Wasser, GOR.

+ ggf. weitere Weihsprüche und Rezitationen in Bezug auf die jeweils verehrten Gottheiten

Paradigmentrennung innerhalb von Ta'amuz: Kemetischer Schrein