NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 19. Januar 2015

Das Thagirion-Prinzip - Zwischen Egoismus und Altruismus



EGO(ISMUS) bezeichnet die Selbstbezogenheit, das eigennützige Handeln, welches magisch gesehen durch die Kraft des WILLENS bestimmt wird.
Dem zugrunde liegt das NATURPRINZIP. Das Recht des Stärkeren ist eine Ausprägung dessen, die sich zum Beispiel im ägyptischen Gott SUTECH (Seth), vor der mythischen Reichseinigung Ober- und Unterägyptens, eine brutale Seite der Natur offenbarte. Der ihm zugeordnete Reichsteil war Ta-mehu (Unterägypten).
Der linkshändige Pfad ist dem EGO zugeordnet. Das höchste Ziel kann beispielsweise eine Gottwerdung sein.

ALTRUISMUS  bezeichnet die Selbstlosigkeit, das Streben nach dem Wohl des Anderen, vor allem einer Gemeinschaft. Magisch gesehen ist diese rechtshändigen Ausprägung mit dem Bestreben der Auflösung in einem höheren Willen der INTUITION, der BESETZUNG DURCH EINE HÖHERE WESENHEIT oder dem SELBSTOPFER zugeordnet.
Zugrunde liegt das KULTURPRINZIP, ein künstliches System, das in nicht ohne die Natur bestehen könnte, wogegen EGOISMUS von selbst besteht und in uns allen enthalten, ja keineswegs zu verteufeln ist! Eine passende Gottheit zu diesem Prinzip wäre als Äquivalent zu Seth der Gott HOR (Horus) mit seinem Land Te-schemau (Oberägypten).

Anhand des Beispiels der Vereinigung der beiden ägyptischen Länder wird verdeutlicht, dass in dem zugrundeliegenden Prinzipien gesprochen, nicht nur der ALTRUISMUS damals über den EGOISMUS ganz profan gesiegt hat, sondern ihn vor Gericht gestellt und DES BESSEREN BELEHRT, jedoch nicht vernichtet oder verbannt hat. Das wiederum führte zur Eingliederung des EGOs in den ALTRUISMUS. MA'AT WURDE; ein Prinzip des Gleichgewichts der Kräfte. Ein mittlerer Pfad war entstanden.
Die Folge waren politische Systeme, die jeweils über mehrere Jahrhunderte und insgesamt Jahrtausende bestanden... der unerfüllbare Wunschtraum moderner politischer Systeme.
Numerologisch kann dem die Zahl 6 zugeordnet werden, die als Omen insbesondere in doppelter oder dreifacher Nennung zur Ausrichtung nach diesem oder einem ähnlichen mittleren Pfad aufruft. Die Wege sind zahlreich, die Möglichkeiten vielfältig. 

THAGIRION meint den beschriebenen KONFLIKT zwischen EGOISMUS UND ALTRUISMUS, zwischen NATUR- und KULTURPRINZIP, sowie seine LÖSUNG, für die optimalerweise eine INTEGRATION DES GEGENSATZES nötig ist, egal wer triumphiert.
ERST EIN GEMEINSAMES WIRKEN BEIDER SEITEN FÜHRT TATSÄCHLICH ZU HÖHEREN SPIRITUELLEN ZIELEN.

WIRD STATTDESSEN EINES VON BEIDEN VERDRÄNGT ODER VERBANNT, FÜHRT DAS AUTOMATISCH ZU EINEM SPÄTEREN ERNEUTEN AUFFLAMMEN DES KONFLIKTES. Es ist also keine nachhaltige Lösung zu verteufeln, sondern allein eine Vertagung und Erschwerung des Problems. Im Grunde müsste auch mit dem Weltenzerstörer Apep (Apophis) im modernen Kemetismus als logische Konsequenz eine Lösung durch Vereinigung erzielt werden... und wenn es dadurch ist, dass eine von beiden Seiten verschlungen wird, was letztlich auch nur eine EGO-lastige Form der Einigung ist. Die numerologische Entsprechung einer Einigung durch Verinnerlichung stellt die 9 dar.
Oft wird sie auch mit dem Entsager, dem Eremit  verbunden, der dies letztendlich auch zur Einswerdung mit der Erkenntnis tut.

Selbstverständlich existieren Egoismus, wie auch Altruismus in der Realität seltenst in Reinform, weshalb die hier genannten Vergleiche nicht auf jede feine Nuance, sondern nur auf die groben Tendenzen eingehen. Auch in der Natur haben sich Kulturprinzipien entwickelt, die auf Gemeinschaft bauen. Erst aus dieser Synthese entsteht in natürlichen Umgebungen ein EQUILIBRIUM, ein Gleichgewicht... und zwar am Besten, wenn wir als Menschen nicht eingreifen... denn alles strebt dem Ausgleich, der Einigung unweigerlich zu.



Weitere Beispiele des THAGIRION-PRINZIPS
Ähnliche Konflikte und deren Lösungs- oder eher Vertagungsansätze kann man in weltweiten Mythologien beobachten. Nur selten wurde eine nachhaltige Lösung gefunden. Das ist ganz klar eine Aufgabe der Magietreibenden des aktuellen Zeitalters!

  • Germanische Mythologie: Thursen vs. Asen = Sieg der Asen, Vertreibung der Thursen aus Midgard - kommen jedoch in den Rauhnächten zurück
  • Mesopotamische Mythologie: Igigi vs. Annunaki = Sieg der Annunaki und Aufbau eigener Ordnung unter Zulassung des Egos, Verbannung der Igigi in den Großen Abgrund
  • Indische Mythologie: hier sind die Igigi wieder aufgetaucht und treten als "Devas" gegen die "Ashuras", die einstigen Annunaki an und besiegen sie (kurzer vergleichender metaphysischer Sprung durch die Zeiten) - die Folge ist ein ständiges Umkippen von ALTRUISMUS ZU EGOISMUS und andersherum in den einzelnen Lebensphasen, sowie gesellschaftlichen, wie außergesellschaftlichen Situationen
  • Christliche Mythologie: Teufel vs. "Gott" = Niederlage des Teufels und Verbannung - ständig wiederaufflammende Konflikte, da dem Teufel die Natur gehört, dem "Gott" nur die Kultur - daher Betontung des KÜNSTLICHEN und VERDRÄNGUNG/VERNICHTUNG DER NATUR im Christentum


Sonntag, 18. Januar 2015

Stadtschamanismus

Löwenstatue mit ihr innewohnenden "Stadtgeist"


Stadtschamanismus ist vor allem eine typische Ausprägung des westlichen Neoschamanismus. Dass Schamanen sich überall auf der Welt und zu allen Zeiten als wahre Multitalente den Gegegebenheiten ihrer Umwelt und damit auch an die umliegende Kultur und Gesellschaft angliedern konnten, bildet die gedankliche Grundlage. Auch wenn der Kontrast noch so groß ist: Die Schamanen werden von Göttern und Geistern, ganz unabhängig vom kulturellen Umfeld erwählt; gerade da, wo sie am dringendsten gebraucht werden. An Orten des postmodernen Chaos, des Ungleichgewichts, wo die natürliche, grundgesetzte Ordnung abhanden gekommen ist. Es sind Heiler und Denker, Schöpfer und Widersacher, Kräutergärtner und Ordnungshüter...

Hier leben sie, die Stadtschamanen, wider aller Umstände und bringen sich ein, schamanisieren und werkeln, auf dass der Geist eines kriminalitätsbelasteten Stadtviertels erzogen, der Geist der Bundesstraße beruhigt wird. So Vieles ist belebt, mit dem die Menschen nie rechnen würden... selbst das Internet, die Nachttischlampe und der Roman zur Abendlektüre. Wer versucht all diese Wesen zu psychologisieren, der wird Ihrer nicht gerecht! Denn sie sind individuell, Entitäten mit Charakter, wie wir alle, geprägt durch unser Umfeld. Nur leider neigt die unkritisch gewordene Masse, die Ursache medialer Willkür, es sich allzu oft viel zu einfach zu machen... 
PsychologisierendeVereinfachungen helfen keineswegs dabei die Komplexität hinter dem Vorhang zu nicht alltäglichen Wirklichkeiten zu begreifen. Stattdessen verwaschen sie das Bild, lassen uns den Durchblick verlieren; vielleicht sogar uns selbst. 

Aktuell stecken die städtischen Schamanen leider oft noch in einer Art Außenseiterrolle fest. Für die Gesellschaft sind sie meist unerkannte Freaks, die eben nicht dieselbe Sprache wie sie sprechen... Hier gilt es mehr Synthese mit der tatsächlichen Lebensumwelt einzugehen. Es ist zwecklos die Geister der Natur in die Stadt zu holen, wenn das Gleichgewicht, deren natürlicher, ausgegelichener Zustand nicht hergestellt ist. Wo kein fruchtbarer Boden, da nichts sprießt... Und wer kennt nicht die lebensfeindlichen Schmutzflecken einer Großstadt?
Genauso ist es mit den städtischen Menschen. Es gilt sie langsam und mit äußerster Geduld an die Vorteile eines nachhaltigen und ausgeglichenen Lebensstils ihrer Wahl heranzuführen.
Dabei sollte man mit Begriffen kommunizieren, die inhaltlich treffend und zugleich in die Sprache der jeweiligen Gesellschaft "übersetzbar" sind. Es gilt im wahrsten Sinne des Wortess ansprechend zu wirken. Wer denkt schon daran, einen Schamanen in der Not aufzusuchen? Oft ist ihre Existenz nicht einmal geläufig, geschweige denn die vielfältigen Wirkungsfelder. Die durchaus vorhandene Alltagstauglichkeit des Stadtschamanismus ist noch nicht weit vorgedrungen... Was haben sie zu fürchten? Die Hexenverfolgung war einmal. Nun ist die Zeit reif mehr als ein paar Schritte in Richtung Öffentlichkeit zu gehen!
Da wir nicht mehr in Stammesgesellschaften leben, hat sich der  Personenkreis extrem erweitert. Die heutigen Stadtschamanen können sich mehr oder minder ihre anzusprechende Gesellschaft oder Subkultur aussuchen, auch wenn er zugleich für ALLE arbeitet. ALLE meint dabei die Götter und Geister, die Menschen, Tiere und Pflanzen und schließlich sich selbst; am Besten in dieser Reihenfolge... 


Kontakt zu Stadtschamanen


Samstag, 10. Januar 2015

Die Kraft der Musik - Ein Erfahrungsbericht




Nur wenig Magie ist im modernen westlichen Lebensalltag hängengeblieben. Die Musik ist eine der wenigen Verstecke, in der sie sich bis heute erhalten konnte. Schon unsere ältesten Vorfahren haben mit Hilfe von Instrumenten musiziert. Dafür sind die archäologisch erhaltenen Beispiele von frühen Knochenflöten nur die Spitze des Eisberges, die Luxusausführung von, sonst einfacher ausgeführter, Handwerkskunst. Und gerade die frühesten  Anwendungen von Musikinstrumenten waren rituellen oder gar andersweltlichen Ursprungs, wie sich in zahlreichen Mythen niederschlug. Man kann sich also denken welche Tradition, welche Kraft in Musik steckt... Klänge beeinflussen unsere Gefühle und Gedanken aufs Tiefste, versetzen uns in andere Bewusstseinszustände und bringen so manche Kraft zum Vorschein. Musik ist eine Technik der nichtpermanenten Manifestation, da sie in andere Realitäten übergeht, wenn sie für uns verklingt. Durch Töne, Laute und Klänge können wir nicht nur unter uns Menschen, sondern auch mit Tieren, Pflanzen, Steinen und Geistern kommunizieren. Sie alle reihen sich ein in den Reigen einer tiefen Magie, die uns das ein oder andere Mal sogar verfolgt.
Ohrwürmer und intuitive Musik sind die Folge. 
Mögliche Ursachen hatte ich bereits in einem vergangenen Artikel erläutert. Eine Antwort darauf möchte und darf ich meinen Lesern heute präsentieren:

"Mit solchen Phänomen lebe ich schon viele Jahre. Es geht soweit, dass es auch schon vorgekommen ist, nachts von irgendwelchen sphärischen Klängen geträumt zu haben, Melodien, die ich selber noch nicht im Radio oder sonstwo gehört habe.
Außerdem träume ich auch des Öfteren Lieder zu singen. Die neuzeitlichsten Erfahrungen, da träumte ich öfter von dem Lied "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin, hörte dies nachts im Traum und selbst am Tag kommt es oft in meinem Kopf, merkwürdigerweise hör ich dann genau dieses Lied ganz real, oft scheinbar "zufällig" dann auch im Radio - und...Stairway to Heaven wird nicht oft im Radio gespielt, will ich nur mal anmerken."

Freya zu ihren Erlebnissen in Bezug auf meinen Artikel "Ohrwürmer und intuitive Musik"


Montag, 5. Januar 2015

Lyrik: Isa



EInS(t),

Ward starker SPEER geschleudert,

schneidig SCHNELLEND,

VORWÄRTSstrebend.

BLUTig Opfer,

WURZEL bebend,

MIMIRS Schwur

Den GEIST belebend.

ESCHENnblatt

gab den KEIM.

Wässrig TRANK

und doch so REIN.

WOLFSsgeheul

HungersFLUT,

Alles EInS,

Denn es wird GUT.




von Poeta Immortalis