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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 4. Mai 2015

Schamanische Geistreisetechnik: Die Sonnen- und Mondmethode


Die Vorraussetzungen

Schamanische Geistreisen können überaus vielfältig in ihrer Herangehensweise sein. Es kann und muss dabei keine festen Regeln geben, solange man für sich selbst arbeitet. Eine feste Reisetechnik kann jedoch ihre Vorteile haben, die gerade für die Arbeit in einer Gruppe ausschlaggebend sein kann. So möchte ich hier eine Methode vorstellen, die einen besonders initiierenden und reinigenden Effekt durch die Kraft der auf die Erde am stärksten wirkenden Gestirne hat.
Grundsätzlich benötigt man als Vorraussetzung eine Trance, die ich persönlich mit selbstgemachter Musik (Maultrommel, Rassel und Rahmentrommel) erzeuge. Dabei bevorzuge ich die Live-Variante, simultan zur Geistreise, weil sie lebendig ist und eine einmalige Angelegenheit aus dieser einen Geistreise macht, während Musik von der CD immer mit der Grundstimmung einer vergangenen Session beeinflusst. 
Die Qualität, der dabei entstehenden Musik, ist nicht entscheidend, sondern es muss sich um einen möglichst monotonen Klang handeln, der sich angepasst, an die Geschehnisse der Reise, auch gerne verändern und somit neue Bewusstseinszustände einleiten, kann.
Weiterhin empfehle ich eine Tiefenentspannung des gesamten Körpers, angefangen von den Zehen, bis zum Scheitel, wobei auch die inneren Organe, nicht vegessen werden sollten, in autosuggestiver Weise vor einer jeden Geistreise durchzuführen, weil diese den Erfolg der Trance und damit die Deutlichkeit und Tiefe der Erfahrung merklich steigert.



Der Weg zur Technisierung

Nachdem nun ein Seelenteil aus dem Körper projiziert worden ist, und unter steter Wahrnehmung möglichst vieler Details, durch Gedanken bewegt wird, geht es nun an das Suchen eines Eingangs in die Anderswelt, die auch Nicht-alltägliche Wirklichkeit (kurz: NAW) genannt wird. Ab hier kommt der grundlegende Unterschied zu anderen Geistreisetechniken zu Tragen, die den Weg dahin meist offen lassen. Meiner Erfahrung nach, ist jedoch der Weg sehr entscheidend für die Qualität des Erlebnisses. Abhängig davon, wie man sich entscheided, welchen Eingang man nimmt, wird automatisch terminiert, welche Aspekte des Ziels mehr hervortreten, ja sogar hin und wieder selektiert und ausgeblendet. Darum ist es für mich wichtig eine möglichst klare, deutliche Erfahrung zu machen, bei denen kein Aspekt fehlt. Insbesondere, wenn man blind, also ohne zu wissen, um was es sich handelt, ein Ziel bereist, ist eine zuverlässige Methode unumgänglich. Und was könnte klarer und natürlicher eine Frage beleuchten, als die Sonne am Tage und der Mond in der Nacht?
Die Verehrung und Reise zu den Hauptgestirnen, die die Ordnung auf Erden maßgeblich bestimmen, gehört auch in vielen traditionellen schamanischen Kulturen zu den Standards. Und da ich auch früh die besondere reinigende Kraft, die ihnen innewohnt bewundert und magisch genutzt habe, lag mir nichts näher, als mir meinen Eingang zur NAW hier zu suchen, womit das Leben des Tages und der Nacht beginnt, wo Bal und Gor zu Hause sind.



Die Sonnenmethode

Für den Schamanisierenden ist die Sonne  bei Weitem nicht so fern, wie sie in astronomischen Maßstäben erscheint, denn der reisende Seelenteil ist im Stande sich erstaunlich schnell zu bewegen, wenn man im Stande ist, sich mit Gedanken und Willenskraft zu bewegen. Es ist wichtig die astronomische Realität nicht zu eng und bindend zu sehen, um hier erfolgreich zu sein. Bleiben wir also bei dem, was wir tagtäglich sehen: Eine strahlende Scheibe, manchmal von Wolken verdeckt, die sich von Ost nach West in einem Bogen über den Himmel bewegt. Mehr als diese Scheibe müssen wir nicht kennen, um ein geeignetes Portal zu erhalten. Der Rest wird sich ganz von selbst zeigen... 
  1. Tranceerzeugung durch monotone Musik und rythmisches Schaukeln
  2. Tiefenentspannung (wie beschrieben)
  3. Rundumblick durch geistiges Sehen, bei geschlossenen Augen, von innen nach Außen - versuche dir ggf. als Hilfsmittel vorzustellen, was um dich herum gerade in dem Moment ist
  4. Projizieren eines Seelenteils aus dem Körper - durch Heraustreten oder Aufstehen (wenn man sitzt oder liegt
  5. Aktives Wahrnehmen der Umgebung aus Sicht des Seelenteils (es muss nicht aus der Ich-Perspektive  sein) - Meist ist es eher so, als würde man aus einer dritten Person oder mit 360-Grad-Rundumblick sehen - das kann man gezielt einsetzen, wenn man etwas Übung hat
  6. (geistiges) Aufsagen der Zielstellung (z.B. eine Frage als eineindeutiger Willenssatz)
  7. Lokalisation der Sonne im Augenblick (erspüren woher die Wärme und das Licht kommt)
  8. Bau einer Treppe Stufe für Stufe in die Richtung der Sonne (12 Stufen* haben sich als beste Variante erwiesen) - dabei können auch schon mit Gesang die Hilfswesenheiten (Krafttiere) gerufen werden  - mit jeder Stufe erhöht sich das eigene Bewusstsein
  9. Öffnung der Sonnenscheibe durch aufschieben oder Klappen, ähnlich wie eine Tür, wenn man direkt davor steht - Dank und Ehrung der Sonne 
  10. Betreten der ersten Sonnenkammer und Wahrnehmung der Lichtfarbe im Inneren
  11. Öffnung der Tür zur zweiten Sonnenkammer, Durchschreiten unter Aufnahme des Lichts und der Farbe bis zur nächsten Kammer, usw. - dies gibt Kraft, rituelle Reinigung und initiiert für die kommende Erfahrung
  12. Der Vorgang des Öffnens, Wahrnehmens und Durchschreitens ist fortzusetzen, bis man in eine Landschaft/ins Freie tritt
  13. Nun ist es wichtig sich erneut seinen Willenssatz vor Augen zu führen und Antworten zu finden.
  14. Rückreise in entgegengesetzter Reihenfolge - die Kammern der Sonne werden wieder durchschritten und wahrgenommen, das Sonnentor hinter einen verschlossen und die Treppe wieder abgebaut, bis man in seinen eigenen Körper zurückkehrt

Die Mondmethode

Ähnlich funktioniert das Ganze mit dem Mond, sofern man seine Position ausmachen kann. Demnach bietet sich diese Methode idealerweise in der Nacht an. Erstaunlicherweise erscheint bei der Geistreise entfernungsmäßig kein beachtlicher Unterschied zwischen Sonne und Mond zu bestehen, wenn man sich in der NAW befindet. Vielleicht sollte man deshalb eher von nichtalltäglichen oder mythischen Gestirnen sprechen.
  1. Tranceerzeugung durch monotone Musik und rythmisches Schaukeln
  2. Tiefenentspannung (wie beschrieben)
  3. Rundumblick durch geistiges Sehen, bei geschlossenen Augen, von innen nach Außen - versuche dir ggf. als Hilfsmittel vorzustellen, was um dich herum gerade in dem Moment ist
  4. Projizieren eines Seelenteils aus dem Körper - durch Heraustreten oder Aufstehen (wenn man sitzt oder liegt
  5. Aktives Wahrnehmen der Umgebung aus Sicht des Seelenteils (es muss nicht aus der Ich-Perspektive  sein) - Meist ist es eher so, als würde man aus einer dritten Person oder mit 360-Grad-Rundumblick sehen - das kann man gezielt einsetzen, wenn man etwas Übung hat
  6. (geistiges) Aufsagen der Zielstellung (z.B. eine Frage als eineindeutiger Willenssatz)
  7. Lokalisation des Mondes (erspüren woher die Kühle und lunare Kraft kommt)
  8. Bau einer Treppe Stufe für Stufe (insgesamt 12*) in die Richtung des Mondes - dabei können auch schon mit Gesang die Hilfswesenheiten (Krafttiere) gerufen werden  - mit jeder Stufe erhöht sich das eigene Bewusstsein
  9. Öffnung der Mondscheibe durch aufschieben oder Klappen, ähnlich wie eine Tür, wenn man direkt davor steht - Dank und Ehrung des Mondes
  10. Betreten der ersten Kammer des Mondes und Wahrnehmung der Farbe im Inneren
  11. Öffnung der Tür zur zweiten Mondkammer, Durchschreiten unter Aufnahme des Silberglanzes und der Energie bis zur nächsten Kammer, usw. - dies gibt Kraft, rituelle Reinigung und initiiert für die kommende Erfahrung
  12. Der Vorgang des Öffnens, Wahrnehmens und Durchschreitens ist fortzusetzen, bis man in eine Landschaft/ins Freie tritt
  13. Nun ist es wichtig sich erneut seinen Willenssatz vor Augen zu führen und Antworten zu finden.
  14. Rückreise in entgegengesetzter Reihenfolge - die Kammern des Mondes werden wieder durchschritten und wahrgenommen, das Mondtor hinter einen verschlossen und die Treppe wieder abgebaut, bis man in seinen eigenen Körper zurückkehrt 
 
 
* Die Zahl 12 steht für den vollkommenen andersweltlichen Zyklus des jeweiligen Gestirns (12 Stunden = 1/2 Tag) - die treffende Zahlenmagie gibt der Geistreise dadurch noch mehr Kraft

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