NebelALLraunen ist...

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Runenkunde: Die Uruz-Kraft der Holle

Runen offenbaren sich im Offensichtlichen, wie Geheimen. Die Kraft von Uruz verbindet man oft mit einer natürlichen Urkraft, dem gehörnten Tier, das sich auch in meiner schamanischen Geistreise, wie folgt, offenbarte:

Eine Geistreise (ohne Kenntnis des Ziels) zur Rune Uruz


Startpunkt: Regionalzug (mit seinem gleichmäßigen Geräuschen durchaus tranceindizierend)



Ich rief mein Krafttier B****. Es erschien in violettem Schein. Ich streichte durch sein schwarzes Fell und setzte auf, während ich unser Ziel (Code RS-02122015) in sein Ohr flüsterte. Ich öffnete das Sonnenportal und wir durchstreiften die drei erleuchteten Kammern. Jemand Anderes war kurz da und B**** knurrte. Wir verfließen die Sonne in die Anderswelt und flogen hinunter zu einem dichten Mischwald. Darin stießen wir auf eine Höhle, deren Eingang von einen Runenstein mit der Aufschrift "AULA" beschriftet war. Doch unser Weg führte weiter, tiefer in den Wald. Ein nebliger Talweg lag vor uns. Er führte uns zum Limbus von Hel. Ein spiralartiger Trichter tat sich, wie ein Mine zum Mittelpunkt der Erde, vor uns auf. Mein Krafttier scheute und es begann zu hageln. Der Nebel nahm zu. Eine dicke weiße Wolke schwebte herunter. Aus ihr kam die Göttin Holle, in dicke weiße Wollkleider gekleidet in einem Wagen in den Farben blau, weiß und grau hervor, den nichts Sichtbares zog oder antrieb.  Die Holle sprang laut lachend von ihrem Wagen und landete mit auf dem Rücken meines Krafttieres. Ich zeigte meine Verehrung und teilte ihr mein Anliegen der Runensuche mit. Darauf sagte sie, ich soll rüber in ihren Wagen springen, denn das Erste das ich finde, wird mir auf meiner Suche helfen. Es war ein Lederbeutel mit Würfeln, deren Seiten Runen zeigten. Ich warf den ersten Würfel. Er zeigte Ansuz, was in Zahlen ausgedrückt, in Anbetracht der restlichen Runen darauf, wohl der Sechs entsprechen würde. Ich wurde vorerst nicht schlau aus diesem Hinweis. Holle gab mir daraufhin die Aufgabe ihr eine Ziege oder ein Rind als Opfer zu holen. Ich flog mit B**** los und fand einen Hof vor dem eine wunderschöne große Kuh stand. Ihr Fell war schwarz-weiß und glänzte. Zwei prächtige Hörner krönten ihr Haupt. Ich klopfte an die Tür des Hofes. Ein schnauzbärtiger Bauer mit braunem Haar und etwas schmutzigen Kleidern öffnete. Ich machte ihm daraufhin deutlich, dass ich seine schönste Kuh kaufen wolle. Er führte mich also in den Stall und zeigte mir, zu meinem Entsetzen, eine dürre, kranke Kuh mit grauer Haut. Ich schüttelte energisch den Kopf und sagte, ich wolle lieber die da draußen. Wir verließen sogleich den Stall und kamen auf die Weide. Die schöne Kuh, die ich bewundert hatte, war verschwunden! Verwundert sagte ich dem Bauern, dass ich dann doch lieber eine schöne Ziege hätte. Er zeigte mir eine prachtvolle braun-weiße Ziege mit 6 Hörnern und fragte mich, ob die Zahl  ein Problem sei. Ich schaute ihr in die Augen und sah Kraft und Güte. Ich stellte nichts Problematisches fest. Darauf fragte ich den Bauern, wieviel er für das Tier haben wolle. Er sprach: "Zwei Goldtaler." Ich hatte vier dabei und gab ihm damit den doppelten Preis. Verwundert, doch glücklich, nahm er das Geld. Auch ich nahm freudig die Ziege und trug sie über meiner Schulter, wie ein Hirte erschöpfte Tiere seiner Herde trägt. Mein Krafttier und ich flogen suchten die Göttin Holler erneut auf. Füllige weiße Wolken kündigten ihre Nähe an. Sie saß etwas verhüllt, aber mit vollen Wangen, auf einem Wolkenthron. Ich setzte das Tier vor ihr ab und sah bestürzt, dass es nur noch ein grauer Tierbalg mit klappernden Knochen und Hörnern dran war. Ich versuchte Holle zu erklären, dass ich sie damit nicht beleidigen wolle und das Tier eben noch lebendig und wunderschön war. Sie lachte nur und meinte, ich sollte es mir mal genauer ansehen. Da zerfiel der Ziegenbalg zu Asche und der junge Gott Freyr stand in einem grünen Umhang und schwertführend vor mir. Ich war kurz sprachlos und sah nur zu, wie er sich den Staub abklopfte und Holle begrüßte. "Mein Sohn, du bist zurück!", rief Holle und küsste ihn. Sie dankte mir für die Erfüllung ihrer Aufgabe und gab mir durch ihre rechte Hand heilende Kraft, die meinen Körper vom Scheitel bis in die Brust durchdrang. Ich fragte, was das alles zu bedeuten habe. Da antworte Holle: "Im schönsten, wie dem hässlichsten Tier, steckt ein Gott. Du musst genau hinschauen und dann erkennst du, dass unsere Kraft in jedem gehörnten Tier steckt. Schau auf die Zeichen und erkenne das Geheimnis." Ich gab ihnen weitere Opfergaben und bedankte mich für die weisen Worte. Die gütige Göttin gab mir einen gelochten Goldtaler und meinte ich solle ihn nah am Herzen tragen, dann sei ich geschützt. Ich bedankte mich erneut und reiste auf B**** Rücken zurück.