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Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 19. Juli 2016

Projektives Agieren - Eine schamanische Technik

Kurz: PrAg


Im Laufe meiner schamanischen Arbeit bin ich aus praktischen Gründen intuitiv dazu übergegangen von der Geistreise nach Michael Harner gründlich abzuweichen und stattdessen eigene Methoden anzuwenden, die sich bei einer schamanischen Behandlung besser handhaben lassen, ohne, dass man lange rumsitzen und trommeln muss. Gerade bei Klienten, bei denen viel zu tun ist, um zu dauerhaften Erfolgen zu kommen und nicht bloß einer kurzen Besserung, ist das Timing entscheidend. Mangelnde Geduld kann genauso ein Hindernis sein, wie unvollständig ausgeführte schamanische Arbeit. Eine Technik, die sparsamer mit der aufgebrachten Zeit umgeht, musste her. Ich nenne meine Lösung "Projektives Agieren", weil es mir darum ging volle Handlungsfähihkeit in der Nicht Alltäglichen Wirklichkeit (NAW) zu erlangen, während man dämonischen Wesen und Gegenspielern möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Die Technik beruht, im Gegensatz zur Geistreise, nicht unbedingt auf einer vollständigen Astralprojektion, wodurch man nicht darauf angewiesen ist einen Seelenteil in potentielle Gefahr zu bringen. Stattdessen arbeitet man weitestgehend mit dem Fokus, also dem Teil unseres Bewusstseins, der für geistiges Sehen verantwortlich ist. Diesen Fokus projiziert man nach Außen und lässt ihn ein oder mehrere Ziele anreisen. Bei Bedarf projiziert man einen kleinen Teil seiner Selbst hinaus, um entsprechend handeln zu können, sodass man den Fokus damit auflädt oder direkt dort unterstützt, wo er sich gerade befindet. Ich visualisiere meinen Fokus meist als schwebendes Auge und projiziere nach Bedarf weitere Hände oder Augen, um die gewünschte Aktion durchzuführen. PrAg wird vor allem im Stehen oder in körperlicher Bewegung, wie bei einer schamanischen Behandlung durchgeführt und sollte mit offenen Augen praktiziert werden. Als Anfänger ist das Schließen und eine vorherige Tranceinduktion von Vorteil. Normalerweise entsteht die Trance allein schon durch Starren, das Handeln in der NAW und Bewegung (auch Tanz).


Die Technik ist vor allem dazu geeignet etwas in Erfahrung zu bringen, aber auch zum schamagischen Kämpfen. Seinen ersten Einsatz hatte PrAg allerdings bei einer Seelenrückholung, weshalb ich die einzelnen Elemente genau auf dieses Ziel abgestimmt habe.



Zusammenfassung der schamanischen Technik

  1. Zielsetzung: Eine eineindeutige Fragestellung oder sonstige Zielstellung ist gefragt. Auch eine Zielaussage als Imperativ funktioniert gut, z.B. "Zeig mir den verlorenen Seelenteil von ..." 
  2. Starren oder gleichmäßiges Bewegen/Tanzen mit offenen Augen 
  3. Konzentration auf die Visualisation eines Auges, das zum eigenen geistigen Fokus wird. / Bei Bedarf kann man auch hier schon ein oder mehrere Hände, Hilfsmittel oder Waffen projizieren. 
  4. Schnelle Reise zum Ziel, indem man die Zielstellung in Gedanken wiederholt und dem Impulsen dorthin folgt. Es ist schnelles Erkennen und Einordnen von Wahrnehmungen, sowie ein gutes Reaktionsvermögen gefragt. Es kann sich um eine Mittelwelt-, Unterwelt- oder Oberweltreise handeln, die zielbedingt eingeschlagen wird. 
  5. Beobachten des Zieles/Sammeln von Informationen/Interaktion: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen zu Handeln. 
  6. (Wenn nötig: Aufladen des Fokus-Auges und schicken von Hilfsprojektionen/helfenden Händen) - Hierbei werden die Kräfte und möglichst sparsamen Projektion der feinen energetischen Spur des eigenen Fokus-Auges folgend im Schnelldurchlauf gesandt, indem man sich auf den Fokus, dessen Umgebung und seine Spur kurz und kräftig konzentriert. Anschließend macht man bei Punkt 5 weiter. 
  7. Rückreise. Nach dem Erreichen des Zieles lässt man sein schwebendes Fokus-Auge, gemeinsam mit allen anderen Projektionen und zielrelevanten Objekten/Subjekten, auf dem Weg zurückkehren, auf dem sie gekommen sind. Dazu konzentriert man sich wieder auf die eigene energetische Spur und spult den Weg sozusagen vor (man denke dabei z.B. an eine VHS-Kassette).



Freitag, 15. Juli 2016

Die Bedeutung der Zahlenomen

Für meine spirituelle Arbeit waren Zahlenomen stets von zentraler Bedeutung. Eine kurze Systematik und Bedeutungserklärung möchte ich mit euch teilen, auf dass mehr Menschen die Möglichkeit haben auf diese Weise die Liebe und Macht der Götter bewusst zu erfahren.


Eine kurze Definition vorab
Omen sind Vorzeichen, die von Göttern und Geistwesen im Alltag für eine oder mehrere Zielpersonen sichtbar erzeugt oder gezeigt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen und damit zu bewussten Handlungen (meist entsprechend einer göttlichen oder überirdischen Ethik)  anzuregen. Ein häufiges Mittel, um Zahlenomen anzuzeigen ist die Wiederholung und Inversion von Zahlen. Je häufiger die Wiederholung, desto höher ist auch die Dringlichkeit oder Wirkung des angekündigten Ereignisses.

Ein Beispiel aus meinen Erlebnissen: 
Ich möchte mit Bus und Straßenbahn zur Arbeit fahren und sehe, als ich zur Bushaltestelle gehe, zweimal direkt hintereinander auf Autonummernschildern die Zahl 16, was mir sagt, dass etwas schief gehen wird. Ich steige in den Bus ein und fahre bis zur Umstiegshaltestelle in die Straßenbahn und schaue direkt in dem Moment auf die Uhr der Anzeigetafel, als sie auf 13:13 umschaltet. Ich denke mir: "Aha, das Unglück besteht daraus, dass hier etwas endet." Dann lese ich die Laufschrift auf der Anzeigetafel. "Die Straßenbahnlinien 10 und 11 fallen, aufgrund einer Havarie, auf unbestimmte Zeit aus." Ich weiß bescheid, dass ich hier auch nicht mehr warten muss, sondern laufe bis zur nächsten Straßenbahnlinie, die mich in Richtung Arbeit bringt und komme mit nur 2 Minuten Verspätung am Ziel an. 

Systematik der Zahlenomen
  • Warnomen (an der Wiederholung einer oder mehrerer Zahlen zu erkennen, z.B. 666): in aller Regel ein Hinweis auf ein negatives Ereignis, will einen vorbereiten und dazu bewegen schnell zu einer Problemlösung zu kommen oder dazu bringen einen anderen Weg einzuschlagen
  • Aussageomen (Einfache, aber hervorgehobene Nennung oder Eingebung einer Zahl): gibt Ratschläge, Tipps, Hinweise, genauere Definitionen und kündigt auch oft günstige Umstände an - Nachteil: Für den Laien ist es schwerer zu erkennen was ein Aussageomen ist und was nicht. Ein echtes Omen erkennt man an den besonderen und zufällig erscheinenden Umständen seines Auftretens, wie eine Zahl in den Wolken, in heruntergefallenen Ästen oder einer Eingebung in die Richtung zu schauen, wo sehr prominent eine bestimmte Zahl zu lesen ist.

Zu Beobachten sind meist:
  • Warnomen an sich in den Formen "16:16", "16,61" oder "16.16.16"
  • Warnomen + Aussageomen, z.B. "13:13" und danach "12", was das Ende einer Beziehung meint
  • Aussageomen in der Form "7" 

Zahlen und ihre Bedeutung 
(nach den Erkenntnissen von Poeta Immortalis)

Eine Zahl ist viel mehr als die Abstrahierung, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Sie ist eine universelle, definierende Kraft und Größe, die in der Lage ist unser aller Leben auf subtile Art und Weise zu bestimmen. Zahlen sind das Gitter, das die Ordnungen in den Multiversen aufrechterhält und das Netz, das so viele Menschen in dieser Welt gefangen hält. Wer dieses System der Macht versteht und anzuwenden weiß, das so unglaublich komplex ist, der ist in der Lage diese Welt nach seinen Vorstellungen zu definieren. Zahlen (in welcher glyphischen Form auch immer) sind nicht umsonst die Werkzeuge der Götter und damit vielleicht die "Sprache" der ersten uns heute bekannten Schöpfungen...

Bedeutung von Wiederholungen
einfache Zahlennennung= 1/3 = Tendenz zu etw.
zweifache Zahlennennung= 2/3 = Überwiegen von etw., etw. nimmt Überhand
dreifache Zahlennennung= 3/3 = 1 Ganzes = Übergewicht von etw., etw. ist mächtig/überwältigt oder löst eine ultimative Katastrophe aus, ein Problem ist nur durch einen völligen Lebenswandel noch zu lösen


Da Zahlen in ihrer Bedeutungsvielfalt vielleicht am Ehesten mit Tarot zu vergleichen sind, können, neben den hier genannten, auch andere Interpretationen richtig und wahr sein. Ich empfehle daher eigene Aufzeichnungen zu Erfahrungen im Kontext von Zahlen zu machen und diese auszuwerte



0
Das Vorexistentielle, die Leere, Perfektion, Ausgleich/Gleichgewicht durch Auflösung, Hinweis auf ungeschaffene/unerledigte Aufgaben und Dinge; Kraft: Dor

1
Schöpfung, Kreativität, Beginn, Phallus, Männliche Zeugung, Wachstum,Bezug zur Rune Laguz oder Isa, Nebenbedeutung: Sieg bei einem Wettbewerb; Kräfte: Gor, Rid

2
Empfängnis, Ergänzung, Ausgleich in einer Dualität, Geburt, Bezug zur Ma'at-Feder (Ideogramm für Wahrheit/Gerechtigkeit/Ordnung) im Kemetismus; Kraft: Bal

3
(Wiederkehrende)Lebenszyklen, die drei Alter: Generationen, Familie, Verwandtschaft, (freundschaftliche)  Bindung, aber auch: (gegen den eigenen Willen) gebunden sein; Kräfte: Gor, Rid

4
Raum, Zeit, Umgrenzung, Haus, Himmelsrichtungen, auch: Schutz oder Mangel an Schutz/Rückzugsmöglichkeiten; Kraft: Bal

5
Konsistenz, Zusammensetzung, Elemente, Bestandteile; Einfache Nennung: Stabilität, mehrfache Nennung: Instabilität, Kräfte: Gor, Rid

6
Einfache Nennung: Equilibrium/Gleichgewicht/Ausgleich, Ma'at, Ordnung, Mehrfache Nennung: Ungleichgewicht von Kräften, Isfet, Unrecht, Gewalt Chaos; Kraft: Dor

7
Besonderes, Wunder, Zeuge eines herausragenden Ereignisses werden, Jubel oder Trauer, Mut, große Tat, Kräfte: Gor, Rid

8
Turm (-bau oder Einsturz), Bezug zu vorexistenten Kräften; Durchsetzung, Fortschritt/Rückschritt, Kraft: Bal

9
Aufstieg, Schamanische Geistreise, Weltenbaum, Hinweis auf das Wirken der Götter, Hinweis auf Odin; Kräfte: Dor, Rid

10
Die Welt, Ferne, Die Sonne, Zentrum, Aufmerksamkeit/Konzentration; Kraft: Gor

11
Mäßigung, Zurückhaltung, bei einfacher Nennung auch: Hinweis mehr (aus sich) zu machen, besonders bei mehrfacher Nennung: mehr auf Recht und Ordnung achten, sich an die Regeln halten; Kräfte: Gor, Rid

12
Liebe, tiefe emotionale Verbindung, feste Beziehung, Ehe, Tag, Hinweis auf den Sonnengott (Ra); Kraft Dor

13
Ende,  Abschluss, (selten: Tod), Überwinden, Initiation, Grenzen überschreiten, Vorbereitung auf etwas Neues, Hinweis auf den akkadischen Mondgott Sin und den nordischen Fenriswolf; Kraft: Gor

14
Transformation, Vervollständigung, auch: Rache, Hinweis auf Osiris: 14 Teile; Kraft: Gor



Haupt-Farbzuordnungen zu den Kräften
Bal - Rot
Gor - Blau
Dor - Grün
Rid - Violett



Mehr auf Anfrage unter: poeta-immortalis@web.de

Donnerstag, 7. Juli 2016

Sprechende Bilder: Svantovit auf Kap Arkona

Der neue Kultplatz für den Gott Svantovit

Auch ich habe dem Obersten der Ranen auf Kap Arkona ein Opfer dargebracht, auf dass sein Kult auf Rügen erneut erstrahlen möge!

Auf dem Schild ist Folgendes zu lesen: 
"Liebe Besucher, hier entsteht ein besonderer Platz für den Gott Swantevit. Bitte beachten Sie die dazu notwendigen Absperrungen. Herzlichen Dank."


Spiritualität ist wie ein Garten


Seit ich einen eigenen Garten habe, ist mir vor allem klar geworden wie sehr die dortige Arbeit meiner eigenen Spiritualität ähnelt. Man bleibt abgeschieden für sich, aber doch innerhalb einer Ordnung, an deren Regeln man sich halten muss. In einer Gartensparte gibt es gewisse feste Regeln, genauso, wie in jeder Gesellschaft und der Natur im Allgemeinen. So kennt auch spirituelle Arbeit ihre Normen und Grenzen, die wichtig sind, um einen Kompromiss zwischen wilder Natur und gebändigter Kultur zu finden, der in meinem Fall genau die Mitte dazwischen, ein Equilibrium, anstrebt. Innere Grenzen setzt man sich selbst, um die Arbeit zu erleichtern, Wege und Beete zu unterteilen und unerwünschte Pflanzen zu vermeiden, wenngleich es auch mal nötig ist diese zu überschreiten, um neu gewachsenes Unkraut erfolgreich entfernen zu können oder effektiv ernten zu können. Eine innere Ordnung tut auch spiritueller Arbeit überaus gut, solange sie nicht zu starr ist und in der nächsten Saison neuen Wünschen und Zielen des Anbaus und der Kultivierung angepasst werden kann. Mein Garten besteht nicht nur aus Pflasterstein und Wiese, sondern aus weiträumigen Beeten voller Nutzpflanzen, einem gestuften Hügel mit Kräutern, einem Rückzugsbereich mit einer kleinen Wiese und Hecke, sowie einer kleinen Hütte mit Terrasse. Ein kleiner Apfelbaum steht im Zentrum des Gartens wie ein Weltenbaum. Alles hat seine Mitte und Ausrichtung und doch wachsen die Pflanzen nicht unbedingt in Reihe und Glied. Und hier und da lasse ich auch die ein oder andere für mich wertvolle Wildpflanze bewusst stehen, wo die Natur sie haben möchte oder hole sie in die Bereiche, wo sie benötigt wird. Es ist eine stetige und immerwährende Arbeit, die auch mal hart und fast belastend werden kann, wenn sich Unkraut und Schädlinge über längere Zeit wiederkehrend halten. Wer jedoch an dieser Stelle aufgibt, der verliert ganze Ernten oder sogar den gesamten Garten an die hartnäckigen Gegenkräfte. Bleibt man jedoch dabei alles in seiner bewussten Ordnung und Gesundheit zu halten, so zeigen sich früher oder später große Erfolge, ja Ernten, die jede Erwartung übertreffen.