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Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Samstag, 3. September 2016

Checkliste: Magiefehler

In der Magie läuft nicht immer alles rund. Und wenn man ehrlich mit sich selbst ist, so haben ein großer Teil der magischen Formeln, Rituale und Zauber, die allgemein in der diffusen Welt zwischen Wicca, Thelema und Chaosmagie kursieren nicht annähernd den erwünschten Effekt. Doch kaum jemand ist ehrlich genug mit sich selbst, um mit solcher misslungenen Magie richtig umzugehen: Es braucht eine kritische Analyse, um vergangene Fehler zu korrigieren und Zukünftige zu vermeiden. Nur so macht man auf diesem Gebiet effektive Fortschritte. Die nun folgenden Checkliste soll, neben gewissenhaften Aufzeichnungen der eigenen Er- und Misserfolge, helfen Magie-Probleme zu lösen.

Die Checkliste
(nicht zutreffende Fragen sind einfach zu überspringen)

  1. Zielstellung: Was war das Ziel des Rituals oder Zaubers? Was sollte erreicht werden? Was hatte ich persönlich für Erwartungen an den Zauber? Sind meine Erwartungen aus der Erfahrung heraus gerechtfertigt oder sollte ich mir lieber erstmal kleinere Ziele setzen? Wie genau lautet der Willenssatz? Wurde das Ziel eineindeutig, mehrdeutig oder gar unklar formuliert?
  2. Offensichtliche Fehler: Was genau ist nicht so gelaufen, wie erwünscht. Was hat offensichtlich nicht funktioniert? Was hätte ich tun können, um die Fehler zu vermeiden?
  3. Tradition und Einordnung: In welchen Bereich der Magie ist der Zauber oder das Ritual einzuordnen? In welcher Tradition steht er? Welche Geschichte hat die ausgeführte Magie? Kann ich mich persönlich mit der Tradition und Geschichte des Ganzen identifizieren oder mich zumindest hineinversetzen? Was muss ich für mich persönlich ändern, damit ich eins mit dem Zauber/Ritual werden kann? War mein Ritual/Zauber authentisch? Hat der Zauber/das Ritual und deren Tradition kritisch betrachtet eine erfolgreiche Karriere hinter sich oder eher nicht? Wie kann ich näher an den Ursprung der Kraft des Rituals/Zaubers kommen? 
  4. Wesenheiten: Welche Geistwesen und Götter waren am Ritual/Zauber beteiligt? Was für ein Verhältnis, was für eine Verbindung habe ich persönlich (und evtl. andere Ritualteilnehmer) zu den  Geistwesen und Göttern und sie zu mir? (Habe ich überhaupt eine Verbindung zu ihnen? Falls nicht, warum sollten mich die Wesenheiten unterstützen? Was kann ich tun, um eine positive Verbindung aufzubauen und zu pflegen?) Als was betrachte ich sie? Ist meine Ansicht zu den beteiligten Wesenheiten für mich und sie selbst angemessen? Was haben die Götter und Geistwesen für Beziehungen untereinander? Verstehen sie sich überhaupt oder sind vielleicht sogar Konflikte unter ihnen (aus religiösen oder spirituellen Kontexten) bekannt? Sind die Götter und Geistwesen mit der eigenen Zielstellung einverstanden? - An dieser Stelle kann auch eine einzelne  Befragung der beteiligten Wesenheiten zu ihren Beziehungen, der Situation und Fragestellung sinnvoll sein. Sollten sich Konflikte zwischen Wesenheiten zeigen, ist es oft sinnvoll bewusst Grenzen zu ziehen und getrennte Bereiche zu schaffen, damit das Ritual dennoch, wie geplant, funktionieren kann. Die Details dazu sollten ebenfalls direkt von den betreffenden Geistwesen stammen. Weitere mögliche Fragen? Was biete ich den Wesenheiten an, das sie motiviert mich zu unterstützen? Was für Opfergaben und Ritualbedingungen bevorzugen sie?
  5. Teilnehmer: Waren die Teilnehmer gut vorbereitet? Wurden eventuelle Reinheitsvorschriften und Tabus eingehalten? Kam es zu Fehlverhalten oder Ablenkungen? Hatte ein Teilnehmer irgendein Problem mit dem Ziel, der Tradition, den Wesenheiten, dem Ritualleiter oder anderen Teilnehmern? Gab es gesundheitliche Probleme? Litten Teilnehmer unter unerwünschten Anhaftungen von Geistwesen, Besessenheiten, spirituellen Konflikten oder gar psychischen Problemen?
  6. Equipement/Ritualutensilien/Ritualkleidung: Was für Ritualutensilien wurden genutzt? Passen sie zur Zielstellung, Tradition, sowie den beteiligten Wesenheiten des Rituals? Wirkte die Zusammensetllung des Equipements auf die Teilnehmer ansprechend? Gibt es Normen für die Verwendung, Farbgebung, Reinheit, etc. der verwendeten Utensilien? Wurden diese Normen eingehalten? Sind vielleicht neue Normen, Anpassungen und Richtlinien sinnvoll. um zukünftige Fehler zu vermeiden?
  7. Umfeld: Passte das direkte und weiter entfernte Umfeld des Zaubers oder Rituals zum Ziel, der Tradition, den Wesenheiten, Teilnehmern und den Ritualutensilien? Könnte es negative Einflüsse und Störungen gegeben haben? Gibt es andere Quellen von Magie, Ritualbereiche, Tempel (z.B. Kirchen) oder Friedhöfe in der unmittelbaren oder weiter entfernten Umgebung? Gab es dort vielleicht zur selben Zeit ein Ritual, Fest oder anderen Anlass, der sich negativ auf die eigene Magie ausgewirkt haben könnte? Wie kann ich in Zukunft den Ort des magischen Aktes oder Rituals besser abschirmen und schützen?
Neben allen diesen Fragen ist es natürlich auch wichtig die Ruhe zu bewahren und nicht in unnötive Paranoia zu verfallen. Meist ist die Ursache kein böswilliger Magietreibender oder eine Armee von Dämonen, die einen vernichten will. Versuche alle Punkte so realistisch und selbstkritisch wie möglich und zuerst aus einem alltäglichen, klaren Blickwinkel zu betrachten.

Freitag, 2. September 2016

Rekonstruierte altägyptische Gürtelbindung


Nach langer Studie der in Malerei und Skulptur sichtbaren Gürtelbindungen, habe ich für mich experimentell zwei Arten erschlossen, wie Gürtel im alten Kemet gebunden worden sein könnten. Diese möchte ich nun, vor allem für die Kemeten im deutschsprachigen Raum an dieser Stelle vorstellen, damit zukünftige Rituale damit noch authentischer und schöner gestaltet werden können.

Benötigt wird eine lange Stoffbahn oder ein Tuch von etwa 1,90 m Länge. Ist die Stoffbahn kürzer, so hält es am Ende nicht so gut. Es sollten bevorzugt leichte gewebte Stoffe, wie Leinen, Baumwolle oder Seide verwendet werden.